Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis III
Abk urzungsverzeichnis IV
1 Einf uhrung 1
1.1 Problemstellung und Ausgangssituation 1
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise 2
2 Grundlagen und Rahmenbedingungen 2
2.1 Begrifflichkeiten und Definitionen 2
2.2 Formen der Wiederverwendung 3
2.3 Charakteristische Besonderheiten 5
3 Planungsprobleme der Reverse Logistik 7
3.1 Dimensionen der Reverse Logistik 7
3.2 Reverse Logistik Standortplanung 9
3.3 Bestandsmanagement 11
3.4 Demontageplanung 12
3.5 Kapazit atsplanung 14
4 Schlussbemerkung 16
II
Abbildungsverzeichnis
1 Closed-Loop Supply Chain . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 2 Einordnungsmatrix der RL Planungsprobleme . . . . . . . . . . . . 8 3 Zweistufen Lagersystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
III
Abk¨ urzungsverzeichnis
CLSC Closed-Loop Supply Chain CLSCM Closed-Loop Supply Chain Management ElektroG Elektro- und Elektronikger¨ ategesetz GRASP Greedy Randomized Adaptive Search Procedure PRM Product Recovery Management RCCP Rough-Cut-Capacity-Planning RL Reverse Logisik SCP-Matrix Supply Chain Planning Matrix TSP Travelling Salesman Problem
IV
1 EINF ¨ UHRUNG 1
1 Einf¨ uhrung
1.1 Problemstellung und Ausgangssituation
Die Welt hat in den letzten Jahrzehnten ein unglaubliches Wachstum erfahren. Dies ist mit Sicherheit sowohl auf neue technologische Errungenschaften als auch auf neue internationale Handelsm¨ oglichkeiten und die damit einhergehende Globalisierung zur¨ uckzuf¨ uhren. Einen großen Teil an dieser Entwicklung haben mit Sicherheit einerseits moderne Telekommunikationsm¨ oglichkeiten als auch andererseits die stetig sinkenden Transportkosten beigetragen. Allerdings ist in diesem Zusammenhang auch die Nachfrage an Prim¨ arrohstoffen drastisch gestiegen. Verst¨ arkt durch das weltweite Bev¨ olkerungswachstum steht die Weltgemeinschaft nun vor der dringenden Aufgabe dieser zunehmenden Nachfrage durch effizientere Nutzung der Ressourcen gegenzusteuern bzw. durch einen schonenderen Umgang das Ressourcenaufkommen zu sch¨ utzen und zu erhalten.
Um die Notwendigkeit des Handelns zu unterstreichen, werden zunehmend auch die Regierungen weltweit aktiv und erlassen Richtlinien und Gesetze, um den Rohstoffverbrauch zu reduzieren bzw. die Wiederverwendung von Materialien und somit das Recyceln vorzuschreiben. Insbesondere die Regierungen in Kanada und Europa haben hierzu strikte Standards gesetzt (Wu und Dunn (1995)).
Innerhalb der EU versucht zum Beispiel die Bundesrepublik Deutschland mit dem Elektro- und Elektronikger¨ ategesetz (ElektroG), welches 2005 in Kraft getreten ist, den Unmengen an Elektroschrott entgegenzuwirken und verpflichtet in § 10 (1) ElektoG die Hersteller von Elektronikger¨ aten diese wieder einzusammeln und schreibt in § 12 ElektroG auch deren Weiterverwertung vor.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, m¨ ussen sich auch die Unternehmen an die ge¨ anderten Rahmenbedingungen anpassen. Somit sind im produzierenden Gewerbe die Materialstr¨ ome nicht mehr nach der Auslieferung von Produkten beendet, sondern m¨ ussen am Ende des Lebenszyklus ggf. wieder eingesammelt, aufbereitet und weiterverarbeitet werden. Die Herausforderungen an die Logistik und Produktion, welche durch das Einbeziehen gebrauchter und bereits im Umlauf gewesener G¨ uter entstehen, werden dem Bereich der Reverse Logistik (RL) zugeordnet.
2 GRUNDLAGEN UND RAHMENBEDINGUNGEN 2
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
Ziel dieser Seminararbeit soll es zun¨ achst sein, die traditionelle forward Logistik von der RL zu trennen und die besonderen, planerischen Eigenschaften der RL herauszuarbeiten. Hierzu werden zun¨ achst in Kapitel 2.1 die Begrifflichkeiten der RL erl¨ autert und in Kapitel 2.2 die unterschiedlichen Formen der Wiederverwendung aufgezeigt. In Kapitel 2.3 werden anschließend die speziellen charakteristischen Eigenschaften, welche die Planungsprobleme des RL direkt beeinflussen, dargelegt.
In Kapitel 3 wird dann eine M¨ oglichkeit aufgezeigt, die RL hinsichtlich verschiedener Dimensionen zu systematisieren und zu gliedern. Auf diesen Dimensionen aufbauend wird im Anschluss eine Auswahl an spezialisierten Planungsproblemen, wie diese sich in der Literatur wiederfinden, eingeordnet. Insbesondere wird dabei auf das Netzwerkdesign (Kapitel 3.2), das Bestandsmanagement (Kapitel 3.2), die Demontageplanung (Kapitel 3.4) und die Kapazit¨ atsplanung (Kapitel 3.5) eingegangen.
Im Anschluss wird in Kapitel 4 eine kurze Zusammenfassung dieser Arbeit pr¨ asentiert.
2 Grundlagen und Rahmenbedingungen
2.1 Begrifflichkeiten und Definitionen
Die klassische forward Logistik als Bestandteil der Supply Chain wird von Tibben-Lembke (2002) als Disziplin beschrieben, welche die Planung, Implementierung und Kontrolle aller Materialfl¨ usse, Services und Best¨ ande vom Ursprung bis zum Konsum umfasst. Somit unterscheidet sich die traditionelle Logistik deutlich von den g¨ angigen Definitionen des RL. RL wird im Allgemein verstanden als ein ”[...] movement of goods from a consumer towards a producer in a channel of distribution.”(Pohlen und Farris (1993), S. 36). Eine etwas weitere Definition ist bei De Brito und Dekker zu finden, wobei RL als ”[...] the process of planning, implementing and controlling backward flows of raw materials, in process inventory, packaging and finished goods, from a manufacturing, distribution or use point, to a point of recovery or point of proper disposal”definiert wird (de Brito und Dekker (2004), S.5). Somit umfasst die RL im Gegensatz zur forward Logistik den r¨ uckw¨ artsgerichteten Materialfluss, ungeachtet deren finalen Bestimmung. Die je- weiligen Formen der Wiederverwendung werden hierzu in Kapitel 2.2 dargestellt.
Arbeit zitieren:
Dominik Wörner, 2010, Systematisierung der besonderen Planungsprobleme bei Wieder- und Weiterverwendung von Produkten und Materialien, München, GRIN Verlag GmbH
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