Inhalt:
1. Einleitung 3
2. Ursprung/Ursachen des Kriegs 4
3. Ziele und Auswirkungen 8
4. Fazit/Ausblick 11
Anhang: Literaturverzeichnis
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Der 1. Golfkrieg: Irak gegen Iran?
Einleitung:
Die folgende Arbeit befasst sich mit der Thematik des 1. Golf-Kriegs. Sie soll die kriegerische Auseinandersetzung zwischen dem Irak und dem Iran analysieren und dabei die verschiedenen Aspekte genauer beleuchten, welche zu dieser Auseinandersetzung geführt haben. Schließlich, das lässt der Name vermuten, war der 1. Golf-Krieg der „Auftakt“ für eine Epoche der Konflikte, welche sich bis heute auf der arabischen Halbinsel und dem persischen Golf fortsetzt. Zu Beginn muss aber deutlich festgehalten werden, dass es sicherlich nicht ausschließlich auf die Konfrontation zwischen dem Irak und dem Iran zurückzuführen ist, dass die Region um die arabische Halbinsel zu einer der konfliktreichsten der Welt gehört.
Im weiteren Verlauf dieser Ausarbeitung werde ich versuchen, diese These genauer zu begründen oder auch zu wiederlegen. Weiterhin muss in diesem Zusammenhang angemerkt werden, dass der Iran zwar an die arabische Halbinsel grenzt, es sich aber bei diesem Staat um keinen arabisch geprägten Staat handelt. Dieser Fakt stellt die Vermutung in den Raum, dass alleine dadurch der Überfall des Iraks gerechtfertigt wurde?!
Hauptaugenmerk dieser Arbeit soll auf den Ursachen des Krieges liegen. Welche Gründe hatte der Irak für den Überfall auf den Iran? Welche Gründe hatte der Iran, sich gegen den Irak zur Wehr zu setzten? Welche Folgen hatte der Krieg für die Region und welche (Nachbar)Staaten hatten einen unmittelbaren Einfluss? Unabhängig von diesen Fragen, lässt sich eine Arbeit über den Irak/Iran-Komplex, dieser beinhaltet den Golf-Krieg, nicht bearbeiten, ohne auf die ethnische Zusammensetzung beider Staaten zu sprechen zu kommen? Welche Volksgruppen sind in beiden Staaten vertreten, wie werden sie dort behandelt, sind sie Mitspracheberechtigt oder werden sie unterdrückt? Organisieren sie sich über die Staatsgrenzen hinweg? Welche sind die größten Stämme?
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Der am 22.09.1980 beginnende Krieg, war ein Krieg mit unterschiedlichen Facetten. Ausgehend von einem Angriff der Iraker, konnten die Iraner ihrerseits nach kurzer Zeit mit einer Offensive zurückschlagen. Es kam unter Anderem zu einem „Tankerkrieg“ und schließlich zum Einsatz von Massenvernichtungswaffen. Am 20.08.1988 wurde schließlich ein Waffenstillstand vereinbart. Im weiteren Verlauf soll nun ein Einblick in die verschiedenen Vorbedingung und Vorüberlegungen der beteiligten kriegstreibenden Staaten gegeben werden. Beginnend mit dem Irak, über den Iran, soll anschließend ein Überblick über den Verlauf der Auseinandersetzung gegeben werden, bevor im weiteren Ablauf auf die jeweiligen staatlichen und regionalen Auswirkungen eingegangen wird. Zu guter Letzt soll ein Ausblick bzw. gewagt werden.
Es handelt sich bei dieser Arbeit um eine Ausarbeitung eines Referats. Es wird dementsprechend versucht, einen Überblick über die Thematik des 1. Golfkriegs zugeben. Vollständigkeit ist nicht gegeben.
Ursprung/Ursachen des Kriegs:
Die Ursprünge des ersten Golfkriegs lassen sich nicht einfach aufzählen. Diese sind sehr zahlreich und sehr komplex. Bei der Vielzahl der Ursachen handelt es sich um eine enge Verknüpfung verschiedenster Ereignisse, welche unmittelbar aufeinander folgten. Im folgenden Abschnitt soll versucht werden, die verschiedenen Ursachen aufzuzeigen. Ihre Einflüsse auf den Ausbruch und den Ausgang des Krieges sollen dargestellt werden und schließlich soll versucht werden die Frage zu beantworten, ob die Aneinanderreihung der Ereignisse zu verhindern gewesen wäre? Beim jetzigen Erkenntnisstand der Ausarbeitung kann man diese Frage noch nicht beantworten. Lediglich der Fakt, dass Ayatollah Khomeini an die Spitze des Irans geputscht wurde, lässt vermuten, dass die Konfrontation der beiden Nachbarstaaten, ihren Ursprung bereits vor 1980 nahm. Insofern ist es zumindest denkbar, dass es unter Umständen ohne Putsch auch zu keinem ersten Golfkrieg gekommen wäre. In der Analyse der Gegebenheiten kommt man um zwei wesentliche Fakten nicht herum. Erstens; die Machtergreifung Saddam Husseins am 16. Juli 1979. Hussein nutze die sich auftuende Möglichkeit, dass der amtierende Staatspräsident al-Bakr am 11. Juli seinen Rücktritt anbot. Saddam Hussein setzte damit eine neue Doktrin der „arabischen Reinheit“ ein. Politische Gegner wurden von ihm gefoltert und
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liquidiert. Dies schloss die syrischen Baath-Mitglieder mit ein. 1 „ Saddam Hussein gedachte unterzuordnen, sondern selbst die Führerschaft in der nationalen Baathpartei und der arabischen Welt anzustreben“ 2 Dies führt zu dem zweiten, schon mehrfach erwähnten, enorm bemerkenswerten Scenario: Während im Irak mit der Machtübergabe der Herschafft al-Bakr´s an Saddam Hussein ein gesetzmäßiger Regierungswechsel vollzogen wurde, kam es im Iran zur islamischen Revolution. Bereits Mitte 1978 begannen an vereinzelten Plätzen des Irans, verschiedene Gruppen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen „Klassen“, ihre Meinung kund zu tun. Der Iran, bis zum Sturz am 11.Februar 1979, eine konstitutionelle Monarchie unter der Führung des Schah Mohammad Reza Pahlavi, wurde aus seiner bis dahin aktuellen Staats- und Gesellschaftsform heraus gezwängt. 3 Ruhollah Mussavi Khomeini, welcher von 1965-1978 im Exil in Nadschaf/Irak lebte 4 , formte den Iran nach seiner Machtübernahme zur Islamischen
Republik Iran, um. Während seiner Zeit im Irak schrieb der Großayatollah ein Werk (welches durchaus als dessen Hauptwerk angesehen wird): „Hokumat-e eslami-Der islamische Staat“ (1970). 5
In diesen sehr komplexen, hier nur in seinen Grundzügen angesprochenen Zusammenhängen, liegt ein elementares Problem der Auseinandersetzung zwischen den beiden Nachbarstaaten, welche letztlich zum ersten Golfkrieg geführt hat. Schließlich verweist Hasan Mohammad Rajabi, Biograph des Großayatollahs, darauf, dass man die Hauptaussagen des geistlichen Führers, in wenigen Punkten zusammenfassen kann. Er weist darauf hin, dass er (Khomeini) sich gegen den „marxistischen Trend“ der 70er und 80er Jahre wendet und bewusst auf die Frage der politischen- und in dem Zusammenhang auf islamischer Führung eingeht. Weiterhin verweist Rajabi darauf, dass Khomeini „die kolonialen Machenschaften gegen den Iran entlarvt“ habe und alle Menschen auffordere sich zum Islam zurück zu bekehren. 6 Dem steht die Ideologie Saddam Husseins entscheidend entgegen. Zwar duldete Hussein die Ausübung von Religion, bezeichnete sich aber selber nicht als
1 Fürtig, H. (2004): Kleine Geschichte des Iraks-Von der Gründung 1921 bis zur Gegenwart,
München.
2 Fürtig, H. (2004): Kleine Geschichte des Iraks-Von der Gründung 1921 bis zur Gegenwart,
München, S.101.
3 De Bellaiuge, C; Langhaeuser, S. (2006): Im Rosengarten der Märtyrer-Ein Portrait des Irans,
München.
4 Von 1978-1979 schließlich in Frankreich (Saddam Husein ließ ihn ausweißen)
5 Wahdat-Hagh, W. (2003): Islamische Republik Iran-Die Herrschaft des politischen Islam als eine
Spielart des Totalitarismus, Münster.
6 Wahdat-Hagh, W. (2003): Islamische Republik Iran-Die Herrschaft des politischen Islam als eine
Spielart des Totalitarismus, Münster, S.195.
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Arbeit zitieren:
B.A. Christian Jacobi, 2010, Der Erste Golfkrieg, München, GRIN Verlag GmbH
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