INHALTSVERZEICHNIS
Einleitung
3
1. Sprachverlust und Trauma
4
1.1 Annullierung des Menschen
5
1.2 Entleerung der Wörter
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1.3 Schweigende Leerstellen
8
1.4 Trauma als sprachloser Schrecken
8
2. Sprachfindung und Trauma
12
2.1 Die Form
12
2.2 Das Kollektiv - Distanzierung und Trauma
14
2.3 Traumatische Zeitgefüge
16
a) Gegenwärtigkeit
16
b) Chronologie
18
2.4 Intertextualität
19
2.4.1 Babylonische Sprachverwirrung
20
2.4.2 Danteske Hölle
21
a) In der Tiefe
22
b) Il Canto di Ulisse
24
3. Der Drang zu erzählen
25
4. Abschließende Betrachtungen
28
Literaturverzeichnis
30
2
Einleitung
Da ist keine Sprache, da sind keine Worte, mit deren Hilfe Du das Unsagbare sagen, das Unbegreifliche erklären könntest. Kein Sprachgewand, das über das Skelett Deiner Erfahrungen geworfen werden könnte. Keine Buchstaben für den Schrei. […] und solltest du auch mit Engels- und Teufelszungen reden, es würde kaum nützen, […] die
Menschen wollen nicht hören. 1
Im Februar 1944 wird Primo Levi nach Auschwitz deportiert. Erst im Herbst 1945, nach dem die Überlebenden des bereits zerbombten Lagers von den Russen befreit werden, kann er die Heimkehr nach Italien antreten. Sein Drang das Erlebte aufzuschreiben und zu bezeugen, ist so stark, dass er sogar auf den Rückseiten von Zugtickets oder Papierschnipseln Erinnerungsblitze notiert. 2 Innerhalb von zehn Monaten verleiht Primo Levi dem Schrecken seiner KZ-Erfahrungen Ausdruck in Se questo è un uomo. 3 Dass die Erstausgabe nach langem Hin und Her den Titel Shemà, was dem Hebräischen für Ascolta! entspricht und Teil des hebräischen Glaubensbekenntnis ist 4 , erhalten hat 5 , symbolisiert bereits den Kernpunkt der hier zu besprechenden Thematik, denn dieser Titel zeigt, ebenso wie der bereits erwähnte Drang zu schreiben, einen wichtigen Aspekt der KZ-Erfahrung auf: Traumatische Erfahrungen drängen darauf, erzählt zu werden, denn nur im Akt der narrativen Wiedergabe, die ihrerseits einen Zuhörer bzw. einen Leser voraussetzt, kann das Erlebte in die narrative Erinnerungsstruktur integriert werden und damit auch gleichzeitig eine Erinnerungskultur begründen. Dies wiederum stellt die Grundvoraussetzung dar, die es benötigt, um traumatische Erlebnisse zu verarbeiten. Es ist also die Selbstheilungsfähigkeit des Organismus, welcher den Erzähldrang begründet. Es ist jedoch nicht nur der Drang zu erzählen, der im Folgenden eine Rolle spielen soll, sondern insbesondere die Frage nach der Sprachfindung selbst, denn Trauma definiert sich unter anderem 6 durch die Sprachlosigkeit des Erlebens: Das
1 Edvardson, Cordelia, Für Primo Levi, S. 369-373, in: Levi, Primo, Ist das ein Mensch? Carl Hanser Verlag, München und Wien, 1988, S. 369.
2 Thomson, Ian, Writing If This Is a Man, S. 141- 160, in: Farrell, Joseph (Hg.), Primo Levi, Peter Lang, Oxford, Bern, u.a., 2004, S. 142.
3 1947 erstmals bei De Silva unter der Herausgabe Franco Antonicellis erschienen.
4 In Levis einleitendem Gedicht Se questo è un uomo wird das hebräische Shemà intertextuell aufgerufen.
5 Vgl. De Luca, Vania, Tra Giobbe e i buchi neri, Istituto Grafico Editoriale Italiano, Neapel, 1991, S. 18.
6 Die hier verwendete Definition von Trauma folgt insbesondere der im Fachgebiet der Psychologie zu verortenden Arbeit Michaela Hubers, als ein Ereignis, das als unerträglich empfunden wird, das individuelle Integrationsvermögen sprengt und eine den Organismus komplett überfordernde Extremsituation darstellt.
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traumatische Ereignis entwickelt sich an jedweder Kommunizierbarkeit vorbei: Es ist sprachlich nicht mehr fassbar 7 , was gleichsam Ursache wie Folge des Erlebens verkörpert, denn gerade das Unfassbare ist es, das die Grenzen des individuellen Integrationsvermögens zu sprengen vermag und zu Trauma bedingter Dissoziation führt, die ihrerseits die narrative Verarbeitung des Geschehens blockiert. Den Holocaust nicht als Trauma zu bezeichnen, ginge an der psychotraumatologischen Definition desselben ebenso vorbei wie an der historischen Wahrheit des Holocaust selbst. Primo Levis` Erfahrungen in Buna können also ein traumatisches Ausmaß zugeschrieben werden, und er selbst weist bspw. im Vorwort der deutschsprachigen Ausgabe des Hanser Verlags auf die Tendenz traumatischer Erfahrungen hin, Erinnerungen zu beeinflussen. 8 Die mit Das Erinnern der Wunde überschriebene Einleitung 9 deutet dabei bereits im Titel die etymologische Verwandtschaft zum Trauma selbst an, das ursprünglich aus dem Griechischen stammt und sich mit `Wunde´ übersetzen lässt, und auch im Text selbst wird das Trauma sozusagen beim Namen genannt. 10 Insbesondere drei Merkmale lassen sich in Levis Se questo è un uomo jedoch beobachten, die eine Möglichkeit darzustellen scheinen, jene Sprachblockade zu umgehen:
1. Levi schreibt beinahe ausschließlich im Kollektiv.
2. Intertextualität nimmt metonymischen Charakter an.
3. Bis auf das erste und letzte Kapitel gebraucht der Autor das Präsens. Die ersten beiden Punkte ließen sich als literarische Verfahren definieren, während letzterer einer Poetik der Dissoziation zugesprochen und damit als symptomatisch verstanden werden kann.
Entlang dieser drei Thesen wird sich die vorliegende Arbeit der übergeordneten Fragestellung von Trauma, Sprache und biographischer Zeugenschaft widmen.
1. Sprachverlust und Trauma
Unerklärbarkeit ist einer der Topoi, die den Diskurs über die nationalsozialistischen Massenverbrechen, die Vernichtung der europäischen Juden, von Anbeginn an geprägt
Trauma, Extrembelastung, exzessiver Stress und Traumatisierung werden synonym verwendet. Vgl. Huber, Michaela, Trauma und die Folgen, Junfermann, Paderborn, 2005.
7 Ebd., S. 22.
8 Levi, Primo, Ist das ein Mensch? A. a. O., S. 5.
9 Ebd.
10 Levi, Primo, Se questo è un uomo, S. 1-181 in: Ders., Opere, Band 1, Einaudi, Turin, 1987, S. 54.
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haben. Er bildet gemeinsam mit den Begriffen „Undarstellbarkeit“, Unvorstellbarkeit“,
„Unsagbarkeit“ „Unfassbarkeit“ einen Diskurs der Verneinung. 11
Im Folgenden soll zu nächst einmal textintern nach der Bedeutung von Sprache vs. Sprachlosigkeit bis hin zu Sprachverlust vs. Identitätsverlust gefragt werden, um diese Thematik dann unter Zuhilfenahme der Traumaforschung weiterhin zu kontextualisieren. Erst in einem nächsten Punkt soll die Sichtung erster Ansätze eines literarischen Verfahrens, um die angesprochene Problematik zu meistern, erfolgen.
1.1 Annullierung des Menschen
Chi potrebbe distinguere i nostri visi? per loro noi siamo “Kazet”, neutro singolare. 12
Primo Levi thematisiert das Problem der Sprachfindung seiner Erlebnisse an verschiedenen Stellen seines Berichts 13 dezidiert. Am deutlichsten drückt er dies gleich zu Beginn seiner Schilderungen aus: Die so eben eingetroffenen Italiener werden in einer Art Duschraum zusammengepfercht. Sie sind nackt, frieren, leiden Durst und können doch nicht aus den Leitungen trinken; so verbringen sie die ganze Nacht. Am Morgen werden sie, nackt wie sie sind, ins Freie gescheucht, um zur hundert Meter entfernten Baracke durch den Schnee zu laufen. „Allora per la prima volta ci siamo accorti che la nostra lingua manca di parole per esprimere questa offesa, la demolizione di un uomo.” 14 Sprachverlust und Vernichtung gehen Hand in Hand und es lässt sich ableiten, dass der Mensch, der keine passenden Worte mehr für sein Erleben findet, einen der wichtigsten Aspekte seines menschlichen Daseins einbüßt, was einer Vernichtung gleichkommt. Levi führt das Bild dieser Vernichtung bis zur Annullierung des Menschen fort, wenn er schreibt: „Condizione umana piú misera non c`è, non è pensabile.” 15 Der okzidentale Mensch, der sich seit Descartes durch „Ich denke also bin ich“ 16 definiert, löst sich in diesem Bild auf: Er kann nicht mehr denken, also ist er auch nicht mehr, und wenn er doch noch ist, dann wird dieser Mensch dem gleichen logischen Vorstellungsbild folgend, zum verkörperten Hunger, denn „Il Lager è la
11 Simbürger, Brigitta Elisa, Faktizität und Fiktionalität: Autobiographische Schriften zur Shoah, Metropol, Berlin, 2009, S. 20.
12 Levi, Primo, Se questo è un uomo, a. a. O., S. 125.
13 Vgl. hierzu Abschnitt 2.1.
14 Ebd., S. 20.
15 Ebd.
16 „Cogito ergo sum“ schreibt René Descartes in seinen Meditationes de prima philosophia (1641).
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fame: noi stessi siamo la fame, la fame vivente.“ 17 Herta Müller setzt diesen chronischen Hunger in der Atemschaukel 18 noch direkter in Verbindung zu Descartes, wenn sie schreibt: „Wie läuft man auf der Welt herum, wenn man nichts mehr über sich zu sagen weiß, als dass man Hunger hat. Wenn man an nichts anderes mehr denken kann. […] Bis man im Kopf kein Hirn, nur das Hungerecho hat.“ 19 Deutlich kristallisiert sich die Gleichung von ‚der Hunger bestimmt mein Denken = der Hunger bestimmt mein Sein‘ heraus, und auch Karl Friedrich von Rumohrs Feststellung „Der Mensch ist nichts anderes, als er ißt.“ 20 , erfährt bei Levi die äußerste Konsequenz: Wer nichts isst, ist Nichts. 21 Weiterhin wird diese Vernichtung jeglicher Identität durch den Verlust der gesamten Habe, der Privatsphäre, des Heims etc. unterstrichen. Der Mensch der dann noch bleibt „[…] sará un uomo vuoto, ridotto a sofferenza e bisogno, dimentico di dignità e discernimento, poiché accade facilmente, a chi ha perso tutto, di perdere se stesso.“ 22 Levi schließt diesen Gedankengang mit dem Hinweis auf die doppelte Bedeutung des Begriffs des Vernichtungslagers, 23 um dann sogleich im nächsten Absatz vom Verlust seines Namens zu berichten: „Häftling: ho imparato che io sono uno Häftling. Il mio nome è 174 517 […]“ 24 Jenem Menschen, dem man sogar seinen Namen verweigert und ihn neu tauft, indem man ihm eine Nummer eintätowiert 25 , dessen Persönlichkeit ist gefährdeter als das Leben selbst. 26
Es ist das Bild des verhärmten Mannes, mit gebeugter Stirn und gekrümmten Schultern „[…] sul cui volto non si possa leggere traccia di pensiero.“ 27 , das Levi wählen würde, um all das Leid seiner Zeit in geballter Form darzustellen. Es ist
17 Levi, Primo, Se questo è un uomo, a. a. O., S. 73
18 Müller, Herta, Die Atemschaukel, Carl Hanser Verlag, München, 2009.
19 Ebd., S. 24f.
20 Zit. nach Lütgehaus, Ludger, Ruhmors "Geist der Kochkunst” und der Geist der Goethezeit, im Zeitalter der kulinarischen Apokalypse, Basilisken Presse, Marburg, 2004, S.9.
21 Gian Paolo Biasin geht in seinem Essay Our Daily Bread-Pane-Brot-Broid-Chleb-Pain-Lechem-Kenyér sogar so weit, herauszuarbeiten, inwiefern „Hunger, with the consequent search for food […] perhaps the most preeminent and obsessive theme of the book” ausmacht. Liest man diese These mit der oben besprochen zusammen, wird Se questo è un uomo zu einem Buch über die Annullierung des Menschen, d.h. über die Vernichtungslager im doppelten Sinne, wie auch Levi selbst diesen Begriff weiter fasst. Biasin, Gian Paolo, Our Daily Bread-Pane-Brot-Broid-Chleb-Pain-Lechem-Kenyér, S. 1-20, in: Frassica, Pietro (Hg.), Primo Levi as Witness, Casalini Libri, Florenz, 1990, S. 2.
22 Levi, Primo, Se questo è un uomo, a. a. O., S. 20f.
23 Ebd., S. 21.
24 Ebd.
25 „[…] siamo stati battezzati, porteremo finché vivremo il marchio tatuato sul braccio sinistro.” Ebd.
26 […] abbiamo imparato che la nostra personalità è fragile, è piú in pericolo che nostra vita.” Ebd., S. 51.
27 Ebd., S. 92.
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ein Bild, das Identitätsverlust, Sprachlosigkeit und Nichtdenken, wie oben beschrieben, auf einen Nenner bringt. 28
1.2 Entleerung der Wörter
Levi wird im weiteren Verlauf nicht mehr so ausdrücklich wie an dieser Stelle seines Berichts, an dem er die Sprachlosigkeit in all ihrem identitätsvernichtendem Ausmaß dezidiert benennt; jedoch fällt in der Formulierung des Autors auf, dass er vom ‚ersten Mal‘ spricht - „per la prima volta.“ 29 Zwischen den Zeilen wird also deutlich, dass es sich um eine womöglich grundsätzliche, die Häftlinge immer wieder konfrontierende, Problematik handelt. Erneut thematisiert Levi dies auch anhand seiner Überlegungen, dass die im Lager verwendeten Begriffe für bspw. ‚Hunger‘ oder ‚Winter‘ ihrer ursprünglichen Bedeutung nicht mehr gerecht werden: Der Signifikant entspricht hier nicht mehr seinem Signifikat. Das Bedeutungsspektrum dieser Begrifflichkeiten nimmt komplett neue, und wie oben beschrieben, existenzielle Dimensionen an. Die Nutzung der herkömmlichen Begrifflichkeiten wird zum Kompromiss: Um sich überhaupt noch ausdrücken zu können, d.h. zu kommunizieren, wird auf die bekannte Sprache zurückgegriffen, obwohl die (kollektive) Erfahrungsdimension bereits dabei ist, ein neues Vorstellungsbild der Begrifflichkeiten zu prägen. Auf der Signifikanten Achse wird nach einer neuen, härteren Sprache verlangt: „Se i Lager fossero durati piú a lungo, un nuovo aspro linguaggio sarebbe nato. 30 Die Begriffe entleeren sich. Herta Müller thematisiert diesen Sprachverlust, der sich in den unzureichenden Begrifflichkeiten akkumuliert, ebenfalls, wenn sie konstatiert, es gäbe keine passenden Wörter fürs Hungerleiden. 31 Dieselbe begriffliche Problematik spricht Levi auch im Kapitel Al di qua del bene e del male an. Die moralischen Konnotationen von Gut und Böse oder Recht und Unrecht versagen im Lager schlechthin. 32
28 Ein weiterer Aspekt zu diesem Punkt würde die Verwandlung der bereits annullierten Häftlinge zu Tieren beschreiben, soll hier aber nicht weiter ausgeführt werden. Vgl. dazu bspw. Belpoliti, Marco und Gordon, Robert S. C., Primo Levi`s Holocaust vocabularies, S. 51-65, in: Gordon, Robert S. C. (Hg.), Primo Levi, Cambridge University Press, New York, 2007, S. 52-57.
29 Ebd., S. 20.
30 Ebd., S 127.
31 Müller, Herta, Die Atemschaukel, a. a. O., S. 25.
32 Levi, Primo, Se questo è un uomo, a. a. O., S. 87.
7
1.3 Schweigende Leerstellen
Worte entleeren sich, und dem Häftling wird seine Menschlichkeit genommen, indem ihm seine Existenz abgesprochen wird. „Levi verzeichnet die Auslöschung alles Menschlichen und die Vernichtung der Juden in Auschwitz mit dem Motiv des Schweigens.“ 33 Sprachlosigkeit und also Schweigen, wie es auch der Text selbst kontinuierlich thematisiert 34 , stehen dem Drang zu erzählen dabei diametral entgegengesetzt. Indem das Ausmaß des Schreckens aber als nichtkommunizierbar markiert wird und an seine Stelle eine Poetik des Schweigens 35 tritt, kann das Trauma durch die entstehende metonymische Leerstelle doch kommuniziert werden, denn Unkommunizierbarkeit und Leerstelle befinden sich auf derselben Kontiguitätsebene, nämlich jener der Narration:
Das Schweigen und die Sprachlosigkeit durchziehen den Text wie Risse, unterbrechen die Erzählung und lassen das Un-Sagbare im Bruch aufscheinen. Indem sie Einheit und Geschlossenheit des Textes sprengen, wird auf das Nicht-Darstellbare und das Nicht-
Vermittelbare indirekt verwiesen. 36
Die schweigenden Leerstellen bilden also in gewisser Weise eine Brücke zwischen Sprachverlust und Sprachfindung. Eine Vielzahl der Auslassungen in Se questo è un uomo lassen sich jedoch erst im Kontext des Gesamtwerkes ausmachen und sollen deswegen an dieser Stelle nicht weiter thematisiert werden.
1.4 Trauma als sprachloser Schrecken
Das Schweigen scheint eine Antwort auf den Schrecken zu sein - Sprachlosigkeit sein
Ausdruck. 37
Der Holocaust wurde und wird oft als kollektives Trauma bezeichnet. Die Überlebenden, Täter wie Opfer, leiden individuell (und kollektiv) unter den Folgen der Traumatisierungen. Um den Begriff des Traumas jedoch näher fassen zu können, soll an dieser Stelle noch einmal ausführlicher auf das
33 Simbürger, Brigitta Elisa, Faktizität und Fiktionalität: Autobiographische Schriften zur Shoah, a. a. O., S. 95.
34 Vgl. bspw. Levi, Primo, Se questo è un uomo, a. a. O., S. 10ff.
35 Vgl. hierzu ausführlicher: Simbürger, Brigitta Elisa, Faktizität und Fiktionalität: Autobiographische Schriften zur Shoah, a. a. O., S. 92-96.
36 Ebd., S. 96.
37 Ebd., S. 93.
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Laura Gemsemer, 2010, Trauma und Sprache in Primo Levis Se questo è un uomo, München, GRIN Verlag GmbH
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