- 2 - Kurzzusammenfassung
Eltern- und Angehörigenarbeit bei fremduntergebrachten Kindern und Jugendlichen rückte in den vergangenen Jahren immer deutlicher in den Vordergrund pädagogischen Handelns. In der vorliegenden Arbeit wird geklärt, was generell unter dem Begriff Elternarbeit verstanden werden kann und welcher Methoden und Ziele sich diese Arbeitshaltung bedient. Anhand der Recherchen aus der bisher zu diesem Thema verfassten wissenschaftlichen Literatur ist zu entnehmen, dass kein normiertes und allgemeingültiges Elternarbeitskonzept erstellt werden kann. Denn die Eltern- und Angehörigenarbeit soll prozessorientiert sein und sich an den Bedürfnislagen des Herkunftsklientels orientieren.
Für die erhobene Studie wurde eine Vielzahl an qualitativen Kriterien aus vorangegangnen Forschungen entnommen. Diese zentralen, empirisch geprüften Annahmen, welche sich förderlich auf die Zusammenarbeit zwischen Herkunftssystem und Mitarbeiter auswirken, wurden in Zusammenhang gesetzt und bilden die Grundlage für die Fragebogenkonstruktion. In der Forschung wurde durch die Erhebung aller Mitarbeiter eines Sozialträgers ermittelt, dass gute bis befriedigende Elternarbeit innerhalb dieser Institution praktiziert wird. Diese Ergebnisse wurden durch eine begleitende Leitfadeninterviewstudie mit den Führungskräften belegt und weisen interne Konsistenz auf. Schlussfolgernd wird empfohlen, dass in den Bereichen der Elternschulung und der elterlichen Einbindung, die Institution bestimmte Maßnahmen setzen sollte.
- 3 - Summary
The need for parent and family education with children and adolescents billet in youth institutions moved increasingly in the foreground in the past few years. In the present bachelorwork the term is clarified, and the central methods and goals of parenteducation are specified. Based on the research undertaken can be said, that no standardized and universally valid concept for parental involvement can be created. Parents and family education should rather be process oriented, and geared to the needs of the home locations clientele. Generally a respectful attitude of employees toward the members of the family system and a systemic point of view is seen as a prerequisite for constructive cooperation between parents and adviser. In order to accomplish the present study the research director took a number of qualitative criteria from previous research. These central, empirically tested assumptions were placed in context and form the base of the questionnaire design. The exploration collected the data of all employees of one social institution. The conclusion sais that good and even satisfactory parents work is practiced within this institution. These results were confirmed by an accompanying study guide interview with the managers of this institution and have internal consistency. The conclusion out of the results is, that in some areas like the integration of the parents in the aktivitis of the institution some measure should be taken.
- 4 - Abkürzungsverzeichnis
Der in meiner Bachelorarbeit verwendete Begriff „Eltern- und Angehörige“ umfasst sowohl Elternpaare als auch alleinerziehende Mütter/Väter, erfasst aber ebenfalls Stief-, Adoptiv-oder Pflegeeltern. Weiters gehören zu diesem Personenfeld genetisch verwandte Personen aber auch zu dem Herkunftsystem dazugehörige Individuen. Wird in der vorliegenden Arbeit von Kind/Kindern oder Jugendlicher/Jugendlichen gesprochen, so sind in diesem Zusammenhang alle minderjährigen Personen, welche in einer stationären Einrichtung untergebracht sind, gemeint.
Mit den Begriffen Heim, Wohngemeinschaft, sozialpädagogische Institutionen werden alle stationären Einrichtungen bezeichnet, welche nach dem Modell der Jugendwohlfahrt Kinder und Jugendliche beherbergen. Zu diesem Begriffsfeld gehören ebenso Modelle des betreuten Innen- und Außenwohnens und etwaige Nebenformen der stationären Unterbringung. Als Betreuer/in, Erzieher/in, Mitarbeiter/in oder Pädagogen/innen werden alle angestellten Fachpersonen gemeint, unabhängig von ihrer Ausbildung oder Qualifikation. Sollte in vereinzelten Passagen keine geschlechtsneutrale Ansprache verwendet werden, so ist dies auf den besseren Lesefluss zurückzuführen.
- 5 -
Inhaltsverzeichnis
Kurzzusammenfassung 2
Summary 3
Abk ürzungsverzeichnis 4
1. THEMA-FRAGESTELLUNG 7
1.1. Relevanz der Problematik 7
1.2. Fragestellung 8
1.3. Vorgangsweise 8
2. THEORIEHINTERGRUND 9
2.1. Fachzuordnung 9
2.2. Literaturrecherche 9
2.3. Stand der Forschung 9
2.4. Elternarbeit 10
2.4.1. Begriffsklärung: Elternarbeit 10
2.4.5. Ziele und Nutzen der Elternarbeit 11
2.4.2. Der Wandel der Elternarbeit 12
2.4.3. Grundannahmen zur Eltern- und Angehörigenarbeit 14
2.4.6. Methoden der Elternarbeit 15
2.4.4. Forderungen an die Mitarbeiter um effiziente Elternarbeit zu leisten 18
2.4.7. Probleme und Hindernisse in der Elternarbeit 19
2.5. Beschreibung des Untersuchungsfeldes 22
2.5.1. Sozialpädagogische Wohngemeinschaften 22
2.6. Die Bedeutung der Familie. 22
FORSCHUNGSTEIL 24
3. DESIGN 24
4. STICHPROBE. 24
4.1. Tatsächlicher Stichprobenumfang 25
4.2. Feldzugang 25
5. ERHEBUNGSMETHODIK 26
5.1. Fragebogen 26
5.2. Ablauf der Fragebogenstudie und der Entwicklung des Testinstrumentes 26
5.3. Die praktische Forschung/Fragebogen 28
5.4. Das Leitfadeninterview 29
5.5. Ablauf des Leitfadeninterviews und die Entwicklung des Testinstrumentes 29
5.6. Die praktische Forschung/Leitfadeninterview 29
6. AUSWERTUNGSMETHODIK 30
6.1. Fragebogenstudie 30
6.2. Leitfadeninterview 30
6.3. Erfahrung mit der Methodik 31
6.4. Ergebnisdarstellung 31
6.4.1. Fragebogenstudie 31
6.4.2. Leitfadenstudie 35
6.4.3. Gesamtergebnis der Leitfaden- und Fragebogenstudie: 37
7. GÜTEKRITERIEN, METHODENKRITIK 38
7.1. Fragebogenstudie 38
7.2. Leitfadeninterview 39
7.3. Methodenkritik 40
8. AUSBLIC,K SCHLUSSFOLGERUNGEN 40
9. LITERATUR 42
- 6 -
10. ANHANG 45
10.1. Das Leitfadeninterview 45
10.1. Der Fragebogen 46
10.3. Ergebnisdarstellung der Leitfadeninterviews 50
Elternarbeit bei fremduntergebrachten Kindern und Jugendlichen in sozialpädagogischen Wohngemeinschaften.
1.1. Relevanz der Problematik
Elternarbeit in sozialpädagogischen Einrichtungen rückte in den vergangenen Jahren immer mehr in den Vordergrund. Seit der Gründung der ersten Wohngemeinschaft in den siebziger Jahren (vgl. KIEHN 1990, S.74) fand ein Wechsel innerhalb der eltern- bzw. familienorientierten Arbeit statt. Für die stationäre Erziehung gibt es zwar aktuell noch keine allgemein verbindlichen Handlungsanweisungen wie Eltern- und Angehörigenarbeit erfolgen soll (vgl. NEUMAYER 1996, S.126), es ist jedoch bemerkbar, dass Eltern- und Familienarbeit innerhalb der meisten sozialpädagogischen Wohngemeinschaften zu einem integralen Bestandteil der Arbeit geworden ist.
Elternarbeit konzentriert sich darauf, die Eltern und Angehörigen in die Erziehungsbelange ihrer Kinder miteinzubeziehen und sie durch konzipierte Hilfestellungen zu einer Veränderung einzelner Aspekte ihres elterlichen Verhaltens hinzuführen. Dabei unterscheiden sich die Vorgangsweisen und die Intensitäten innerhalb verschiedener Einrichtungen enorm. Grundsätzlich soll in dieser Bachelorarbeit festgestellt werden, welche Elternarbeit innerhalb einer Institution praktiziert wird. Aufgrund des Vorwissens, das in vielen Fällen Kinder und Jugendliche nach einer stationären Unterbringung wieder in das Herkunftssystem zurückkehren, oder Jugendliche, welche sich in der Fremdunterbringungsstelle zwar sehr gut entwickelten, in der Selbstständigkeit jedoch nicht in der Lage waren langfristige, tragfähige Beziehungen zu halten und so in alte Beziehungsmuster zurückfielen (vgl. BÖSCH und CONEN 1987, S.10), besteht ein besonderer Handlungsbedarf im Sinne verstärkter Elternarbeit. Um jedoch mit dem gesamten Familiensystem zu arbeiten und nicht nur mit dem fremd untergebrachten Kind/Jugendlichen, müssen Paradigmen geschaffen werden, welche einen Rahmen für familienorientierte Arbeitshaltungen bieten, die defizitäre familiäre Beziehungsdynamiken verändern können.
Weiters wurde festgestellt, dass die aktuellen Strukturen der sozialpädagogischen Einrichtungen häufig Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit zwischen den Kindeseltern und den Institutionen aufzeigen und so neue Handlungskonzepte notwendig werden. (vgl. HOMFELD, SCHULZE-KRÜDENER 2007, S.8)
- 8 -Vorstudie: 2009 wurde im empirischen Praktikum an der Alpen-Adria-Universität
Klagenfurt der Fragestellung nachgegangen, ob Kindern und Jugendlichen in sozialpädagogischen Einrichtungen die Zusammenarbeit zwischen ihren Eltern/Angehörigen und den Mitarbeitern einer Einrichtung wichtig ist. Mittels einer deskriptiven Studie durch ein Leitfadeninterview wurden die Kinder und Jugendlichen zweier Wohngruppen hierzu befragt. Die qualitative Auswertung hatte zum Ergebnis, dass für die meisten Fremduntergebrachten die Beziehung zwischen den Betreuern und den Personen ihres Herkunftssystems sehr wichtig ist. Durch eine gute Beziehungsqualität geraten die Kinder und Jugendlichen weniger in Loyalitätskonflikte und können die Maßnahme der Unterbringung besser als Unterstützungsangebot annehmen. (vgl. KRAINER, TRITT, SALAT und THONHAUSER 2009, Methodenübungskurs)
1.2. Fragestellung
Aus der Perspektive eines modernen Forschungsstandes soll erhoben werde, ob innerhalb einer Kärntner Einrichtung im Bereich Jugendwohlfahrt gute oder ungenügende Eltern/Angehörigenarbeit praktiziert wird.
1.3. Vorgangsweise
Die empirische Erhebung wird sich an die Wohngemeinschaftsbetreuer/Innen eines Sozialträgers und deren Führungskräfte richten. Bevor es zur Erhebung kommt, soll im Theoriehintergrund geklärt werden, was man unter Eltern- und Angehörigenarbeit versteht und welche Methoden und Ziele in diesem Zusammenhang zur Anwendung kommen. Vorbereitend auf den empirischen Teil werden das Design der Studie, die gewählte Stichprobe und die verwendete Erhebungsmethodik näher beschrieben. Die Auswertung der Fragebögen wird mittels quantitativen Verfahren erfolgen, die Auswertung der Interviews erfolgt als beschreibende Zusammenfassung.
Die Gütekriterien sollen sicherstellen, ob die Forschung den allgemeinen Kriterien genüge tut. Im abschließenden Ausblick werden mögliche Konsequenzen für die Elternarbeit der untersuchten Institution angedacht.
Hauptdisziplin: Entwicklungspsychologie, Sozialpsychologie, Systemische Psychologie Subdisziplin: Klinische Psychologie, Pädagogische Psychologie
2.2. Literaturrecherche
Um geeignete Literatur zu finden, wurde innerhalb der Universitätsbibliothek Klagenfurt recherchiert. Hierfür wurde im Verbundkatalog, bei den elektronischen Zeitschriften und im lokalen Onlinekatalog nach den Stichwörtern „Elternarbeit“, „Heimarbeit“, „sozialpädagogische Einrichtungen“ sowie „Heimerziehung“ gesucht. Die lokal erhältliche Literatur stammt großteils aus den achtziger Jahren und ist somit nicht an die heutige Zeit angepasst. Aktuellere Fachartikel und Fachbücher wurden im Internet gefunden. Seitens mehrerer sozialpädagogischer Einrichtungen konnte in den internen Fachliteraturbibliotheken konvenable Literatur zu dem Themenkomplex akquiriert werden.
2.3. Stand der Forschung
Empirische Forschungen im deutschsprachigen Raum zum Thema Eltern- und Angehörigenarbeit in Verbindung mit sozialpädagogischen Einrichtungen gibt es erst in den letzten zwanzig Jahren. Zwei größere Studien haben sich in diesem Bezug als grundlegend hervorgetan. Zum einen die Studie von Hans D. Heun (1981) und zum Anderen die Studie von Marie-Luise Conen (1990). Heun´s Forschung hatte zum Ziel, dass die Praxis der Elternarbeit in dreiundvierzig deutschen Heimen erhoben werden sollte. Das Ergebnis der Fragebogenstudie war, dass bei einem Großteil der Fremdunterbringungen Elternarbeit zwar als Bestandteil der Arbeit gilt, aber nicht klar definiert ist. (vgl. HEUN 1981, S.104). Die Studie von Conen erhob ebenfalls die Praxis der Elternarbeit in Heimen. Forschungsgegenstand waren 1185 Heime, wovon jedoch nur 30% an der Studie tatsächlich teilnahmen. In ihrer Forschung schlüsselte sie unter anderem die Methoden des Elternkontaktes auf. (vgl. CONEN 1990, S.213ff)
Der empirische Forschungsbereich über sozialpädagogische Wohngemeinschaften innerhalb Österreichs ist nur bedingt erhoben worden. Wahrnehmbar ist jedoch eine starke Präsenz des Themenkomplexes innerhalb der systemischen Pädagogik, welche darauf hindeutet, dass
- 10 -Eltern- und Angehörigenarbeit auch in Österreich deutlich stärker ins Zentrum des psychologisch- pädagogischen Interesses rückt.
Die Elternarbeit als Gegenstand des sozialpädagogischen Arbeitsauftrages wurde durch verschiedene Facetten und Sichtweisen geprägt. Um die Entwicklung sowie die aktuelle Haltung in hinzureichender Form zu klären, werden im nachfolgenden Teil einzelne Begriffsdefinitionen dieses Arbeitsfeld herausgearbeitet.
Büttner sieht Elternarbeit als jede, von der Wohngemeinschaft geplante und durchgeführte Kontaktaufnahme mit der Herkunftsfamilie des Kindes/Jugendlichen. Diese Kontakte verfolgen bestimmte Ziele, welche sich am Einzelfall orientierten und die entsprechenden Bedürfnisse des Herkunftssystems miteinbeziehen. Der informelle Austausch zwischen Wohngemeinschaft und Eltern/Angehörigen ist nach Büttner abzugrenzen. (vgl. BÜTTNER, 1980, S. 28) Diese Sichtweise der achtziger Jahre wurde durch Furian´s Verständnis der Elternarbeit ergänzt. Er begreift die Arbeit mit dem Herkunftssystem als eine Verbesserung des elterlichen Erziehungsverhaltens und der Offenlegung und Abstimmung der Erziehung zwischen Familien und Erziehungseinrichtungen. Wird dieses Verständnis näher analysiert, kann bemerkt werden, dass eine belehrende Grundhaltung sowie eine Rechtfertigung des eigenen erzieherischen Handelns in dieser Begriffsklärung enthalten ist. Das tatsächliche Einbeziehen der Eltern in die pädagogische Arbeit, welche eine partnerschaftliche Verantwortung zwischen Betreuern und Angehörigen vorsieht, wurde in diesem Kontext nicht berücksichtigt. (vgl. BERNITZKE, SCHLEGEL 2004, S.9)
Taube beschreibt, dass Elternarbeit primär als jegliche Form von Kommunikation verstanden werden kann, welche zwischen den Mitarbeiter/innen einer Fremdunterbringungsstelle und den Eltern/Angehörigen der fremd untergebrachten Kinder/Jugendlichen stattfindet. Nach Taube kann Elternarbeit implizit und beiläufig geschehen oder planvoll und explizit. Um explizite und geplante Elternarbeit zu betreiben, sollte der Arbeitshaltung der Betreuer/innen eine ganzheitliche Familienarbeit zugrunde liegen. Hierbei werden neben den Eltern auch die Geschwister und andere wichtige Mitglieder der Familie mit in die Arbeit eingebunden. Erst durch die Ganzheitlichkeit werden Familienstrukturen, Rollenverteilungen, Konflikte und Probleme wirklich sichtbar und quantifizierbar. (vgl. TAUBE 2000, S.4f)
- 11 -Aktuellste Begriffsbestimmungen beziehen eine betriebswirtschaftliche Komponente mit ein. Hierbei werden den Eltern/Angehörigen „Kundenaspekte“ zugesprochen. Diese Perspektiven lassen Eltern- und Angehörigenarbeit als eine Form von Dienstleistungsangebot verstehen. Die Elternwünsche und Elterninteressen werden hervorgehoben und in die Arbeit miteinbezogen. Durch ein großes Verständnis seitens der Mitarbeiter soll eine wertschätzende Begegnung stattfinden, welche die Eltern als Partner ernst nimmt und Räume für eine konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle des Kindes/Jugendlichen schafft. (vgl. BERNITZKE, SCHLEGEL 2004, S.10)
2.4.5. Ziele und Nutzen der Elternarbeit
Auch im Bereich der Ziele veränderte sich die Bedeutung der Elternarbeit. So postulierte in den siebziger Jahren Brem-Gräser, dass die Ziele und die subjektive Brauchbarkeit von Eltern- und Angehörigenarbeit stark von den institutionellen Vorgaben, sowie den persönlichen Leitbildern der Betreuer/innen geprägt sind. Für Brem-Gräser stellt „... die Herstellung, Erneuerung bzw. Vertiefung des Kontaktes zwischen Eltern und Kind, die Aktivierung und Stützung eines Prozesses der Selbstbestimmung der Eltern, um sie zu neuen Einsichten in Bezug auf Eigenart, Eigenwert und die Erziehung des Kindes zu führen, sowie gemeinsames Erarbeiten neuer Erziehungswege und Erziehungspraktiken.“ (BREM-GRÄSER 1975, S. 73) ein wesentliches Ziel dar.
Eine in den achtziger Jahren entwickelte Vorstellung vermag auch gegenwärtig noch in vielen Formen der modernen Elternarbeit Anwendung finden. So beschreibt Conen unter anderem, dass der Nutzen der Elternarbeit insofern gegeben ist, als das er langfristige Veränderungen erwirken kann und so die Probleme der Kinder und Jugendlichen besser verstehbar werden oder ein näheres Herankommen an die Jugendlichen möglich ist. (vgl. BÖSCH und CONEN 1987, S.30f) Heute wird davon ausgegangen, dass die Elternarbeit in einer stationären Betreuungsform als Hilfe- und Betreuungsprozess verstanden werden kann. Dieser Entwicklungsgang versetzt die Eltern/Angehörigen, die Kinder/Jugendlichen und die Fachkräfte in Interaktion. Ziel ist es dabei, eine Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Betreuern zu erreichen, welche es ermöglicht, gemeinsame Verantwortung für den Minderjährigen zu übernehmen. (vgl. HOMFELD, SCHULZ- KRÜDENER 2007, S.8f) Eine prinzipielle Zielerfassung gibt es nicht, denn Eltern- und Angehörigenarbeit soll sich individuell an den vorhandenen Themen der Herkunftsfamilien klarmachen. Dies bedeutet, dass sich die Mitarbeiter am Einzelfall orientieren und Richtungspunkte für spezifische Situationen erfassen. Nach Benitzke und Schlegel gibt es jedoch Ziele, welche die
Arbeit zitieren:
Veronika Tritt, 2011, Eltern- und Angehörigenarbeit, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Psychologie - Sozialpsychologie: Eltern- und Angehörigenarbeit ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Psychologie - Sozialpsychologie: neuer Titel erschienen: Eltern- und Angehörigenarbeit
Veronika Tritt hat einen neuen Text hochgeladen
Positive Erziehung für Eltern von Kindern bis 12 Jahre
Matthew Sanders, Carol Markie-Dadds, Karen Turner, Cox; Lindsay
Journal für Psychoanalyse 50: Psychoanalytische Arbeit mit Kindern und...
Psychoanalytische Arbeit mit K...
Gregor Busslinger, Emilio Modena, Claudio Raveane, Markus Weilenmann, Sonja Wuhrmann
Systemische Familientherapie mit Kindern, Jugendlichen und Eltern
Lebensfluß-Modelle und analoge...
Peter Nemetschek
Das schwerstbehinderte Kind und seine Erziehung
Beiträge zu einer Theorie der ...
Barbara Fornefeld
Wissenschaft als Lebensform - Eltern unerwünscht
Kinderlosigkeit und Beschäftig...
Nicole Auferkorte-Michaelis, Sigrid Metz-Göckel, Christina Möller
So verstehen und fördern Sie d...
Florence Littauer, Mechthild Bruchmann
0 Kommentare