Inhaltsverzeichnis
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Inhaltsverzeichnis II
1 Einleitung 1
2 Grundelemente des Torwarttrainings 1
2.1 Konditionelle Elemente 1
2.2 Torwarttechnik 2
2.3 Torwarttaktik 3
3 Trainingseinheit 4
4 Fazit 6
Literaturverzeichnis 7
Anhang 8
II
1 Einleitung
Spiele gewinnt man vorn - große Meisterschaften hinten. Diese alte Klugheit charakterisiert den Torhüter als eine sehr bedeutsame Größe in einer Handballmannschaft. Durch eine hervorragende Erfüllung seiner Hauptaufgabe, nämlich die Würfe abzuwehren, motiviert er seine Mitspieler, schenkt ihnen Selbstvertrauen sowie ein Sicherheitsgefühl 1 . Umgekehrt schaffen die sensationellen Torwartparaden in den rivalischen Angriffsreihen Verunsicherungen und demoralisieren somit den Gegner. Scheinbar isoliert im 6- Meterraum, spielt ein guter Torhüter eine wichtige Rolle auch in der Offensive seines Teams: Er leitet den Angriff durch einen präzise ausgeführten Pass ein 2 und kann das Spiel seiner Mannschaft durch sämtliche Ratschläge nicht nur bezüglich der Defensive sondern auch der Offensive organisieren 3 .
Demgemäß wird deutlich, dass der Keeper eine wichtige Rolle auf dem Handballfeld spielt und ein großes Maß an bedeutungsvollen Aufgaben zu tragen hat. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, sind für den Torwart unter Anderem spezielle Trainingsmaßnahmen/-bedingungen erforderlich. In dieser Arbeit beschäftigen wir uns daher mit dem Thema des Torwarttrainings und seinen Besonderheiten. Zuerst bestimmen wir aus welchen Grundelementen ein Trainingsbetrieb der Torhüter besteht und an welchen es am sinnvollsten ist, individuell bzw. im Mannschaftstraining zu arbeiten. Im Folgenden wird ein Vorschlag für eine 90-minütige Torwarttrainingseinheit vorgestellt. Den Schluss der Arbeit stellen die Ergebnisse unserer Auseinandersetzung mit dem Thema dar.
2 Grundelemente des Torwarttrainings
2.1 Konditionelle Elemente
„Zum Handballtorhüter wird man nicht geboren. Man wird zu einem gemacht“ 4 - so die deutschen Starkeeper Henning Fritz und Wieland Schmidt. Tatsächlich, wenn ein Kind Torwarttalent laut seinen Übungsleiter haben soll, dann ist das meistens der große Mut,
1 Vgl. Thiel, A./ S. Hecker: Halten, S. 11.
2 Vgl. Fritz, H./ W. Schmidt/ A. Friedrich: Siegen, S. 10.
3 Vgl. ebd., S. 38.
4 Vgl. Fritz, H./ W. Schmidt/ A. Friedrich: Siegen, S. 44.
1
mit dem er die Würfe abwehrt 5 . Die Aktions- und Reaktionsschnelligkeit, Beweglichkeit und Gewandtheit, Sprung- und Rumpfkraft sowie Grundlagenausdauer, welche konditionelle Anforderungen an jeden Torwart darstellen 6 , kann man auch sehr produktiv, nicht nur im Kindesalter, durch spezielle Übungen trainieren und somit weiterentwickeln.
Die Grundlageausdauer darf heute nicht wie früher unterschätzt werden. Der Torwart leistet 60 Minuten lang solche Schwerstarbeit wie kaum ein anderer Feldspieler. Bis in die Schlussphase muss der Torwart hochkonzentriert und leistungsfähig bleiben, um auf die entscheidenden Würfe mit einer schnellen Abwehraktion reagieren zu können. Daher sollte er „einer der konditionsstärksten Spieler der Mannschaft“ 7 sein. Die Torhütergrundlageausdauer kann am Sinnvollsten im allgemeinen Mannschaftstraining trainiert bzw. verbessert werden und benötigt somit keine speziellen Trainingsmaßnahmen 8 .
Ausscheren aus dem Mannschaftstraining sollte der Torhüter, wenn es um die torwartspezifischen Trainingskomponenten geht: Beweglichkeitstraining mit seinen Stretchingübungen, die täglich ausgeführt werden müssen; Übungen zur Steigerung der Aktionsschnelligkeit mit dem wichtigen Schwerpunkt wie der Verbesserung von Arm-und Beinbewegungen; Reaktionsschnelligkeit, die als „Indikator für die geistige Frische“ 9 gilt; Sprungkraft, durch die viele kleine Torhüter ihre „Mängel der Körpergröße“ ausgleichen; schließlich sollte man die Bedeutung der Rumpfkraft für die Torhüter nicht unterschätzen — ein ausgeglichenes Kraftniveau der ganzen Körpermuskulatur hilft nicht nur bei technischen Bewegungsabläufen sondern stellt auch den Schutz des Keepers vor Verletzungen dar.
2.2 Torwarttechnik.
Hoch-, Halbhoch oder Flachwürfe, von Außen- bzw. von Innenposition - jede Wurfart, die der Gegner in seinem Angriffarsenal normalerweise hat, benötigt vom Torhüter ihre eigene optimale Abwehrtechnik, die hilft, schädliche Ausholbewegungen und Zwischenschritte zu vermeiden. Aus diesem Grund müssen alle technischen Abläufe not-
5 Vgl.Thiel, A./ S. Hecker: Halten, S. 13.
6 Vgl. Kolodziej, C.: Richtig, S. 46.
7 Werner, G.: Handball, S. 30.
8 Vgl. Fritz, H./ W. Schmidt/ A. Friedrich: Siegen, S. 121.
9 Ebd. S. 146.
2
Arbeit zitieren:
Lev Esipovich, 2007, Ein Überblick über die Grundelemente des Handball-Torwarttrainings, München, GRIN Verlag GmbH
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