Inhaltsverzeichnis
Einf ührung 1
1
Die politische Entscheidungsfindung 5
2
2.1 Ziel- Mittel- Kombination. 6
2.1.1 Ziel-Mittel-Schema vs. Ursache-Wirkung-Schema 6
2.1.2 Kritische Analyse des Ziel-Mittel-Schemas 6
2.2 Der politische Unternehmer. 7
Politische Eingriffe in den Markt 8
3
3.1 Ziele der Wirtschaftspolitik 9
3.2 Kritik an förderpolitischen Eingriffen in den Markt 10
4 Kritische Analyse weiterer Legitimationsansätze der
Gr ündungsförderung 13
4.1 Der Ruf nach einer „neuen Kultur der Selbständigkeit“ 14
4.2 Die Selbstständigenquote 15
4.3 Leistungsfähigkeit junger Unternehmen. 16
4.4 Coverage Problematik. 17
4.4.1 Coverage- Problematik bei Gewerbeanmeldungen 17
4.4.2 Coverage- Problematik bei der Umsatzsteuerstatistik 18
4.4.3 Coverage- Problematik der Datenbank der
Deutschen Ausgleichsbank (DtA) 20
Fazit. 21
5
2
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1:Anzahl signifikanter Innovationen in Großunternehmen und kleinen
Abbildung 2: Selbständigenquoten in europäischen Ländern und in Japan,
Abbildung 3:Coverage- Probleme bei den Gewerbeanmeldungen (Quelle:
Struck,1999, S.14) .....................................................................................................18 Abbildung 4: Coverage- Probleme bei der Umsatzsteuerstatistik ( Quelle:
Struck,1999, S.24) .....................................................................................................19 Abbildung 5: Coverage- Probleme der DtA- Datenbank (Quelle: Struck,1999, S.32) ..........20
3
Abkürzungsverzeichnis
Abb.
d.h. das heißt
DtA Deutsche Ausgleichsbank
ff. fortfolgende
GewO Gewerbeordnung
Hrsg. Herausgeber
KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau
KMU Klein- Mittelstandsunternehmen
UstG Umsatzsteuergesetz
VC Venture Capital
vs Versus
ZMS Ziel-Mittel-Schema
4
1 Einführung
,,War bis vor kurzem noch der Dienstleistungssektor ,, die große Hoffnung" der Beschäftigungspolitik - als Reservoir für die Aufnahme der im Industriesektor
freigesetzten Erwerbspersonen, so ist es neuerdings die Selbständigkeit...". 1
In Anbetracht der derzeitigen Arbeitsmarktlage (die Zahl der Arbeitslosen ist im Februar auf 4.706 Millionen angestiegen 2 ) erscheint die Unterstützung von Existenzgründungen ein nützliches Instrument, um die Zahl der arbeitslosen Menschen in unserem Land zu reduzieren. Fördermaßnahmen zur Existenzgründerunterstützung sind jedoch keine Erfindungen, welche erst aus der heutigen Situation heraus geboren wurden. Schon seit den 50-60 Jahren werden in der Bundesrepublik wie auch in anderen westlichen Staaten Europas junge Unternehmen mit den verschiedensten Förderinstrumentarien unterstützt. Die Zielverfolgung 3 dieser Fördermaßnahmen waren dabei je nach wirtschaftlicher Lage verschieden. 4
In dieser Hausarbeit soll untersucht werden ob die eingesetzten Fördermaßnahmen im Stande sind, die gewünschten positiven Auswirkungen zu erzielen. Dabei wird zunächst in Kapitel 2 die Ebene der politischen Entscheidungsfindung untersucht. Untersuchungsobjekte sind dabei die Ziel- Mittel Beziehung sowie der politische Akteur in der Rolle des politischen Unternehmers. Im Anschluss daran wird im Kapitel 3 Kritik an förderpolitischen Eingriffen in das Marktgeschehen geübt. Zur Abrundung des Themas werden im Kapitel 4 weitere Argumente kritisch untersucht, welche seitens der Politik, Wissenschaft und Wirtschaft gern angeführt werden um Gründungsförderung zu legitimieren
2 Die politische Entscheidungsfindung
Das folgende Kapitel beschreibt den Entstehungsprozess einer politischen Entscheidung mit dem Ziel, mögliche Konfliktpotentiale im Prozessverlauf zu erkennen. In Abschnitt 2.1 wird zunächst die Problematik der Ziel- Mittel- Kombination dargestellt. In Abschnitt 2.2 geht es anschließend um die Rolle des politischen Unternehmers.
1 Vgl. Wilke,1998,S.140
2 Online unter: http://www.arbeitsamt.de/hst/services/pressearchiv/15_03.pdf /(Stand vom 15.04.03)
3 Zur Problematik der Zielfunktion siehe Kap. 2.2.3
4 Vgl. P. Klemmer, W. Friedrich, B. Lagerman, 1996, S.29
5
2.1 Ziel- Mittel- Kombination
Politische Entscheidungen können als Ergebnis einer Zieldiskussion zwischen politischen Akteuren beschrieben werden. Diese Zieldiskussionen, sowie die Suche nach geeigneten Mitteln zur Umsetzung dieser, sind Gegenstand folgender Untersuchung. Der Schwerpunkt dieser Untersuchung liegt dabei auf den als a priori geltenden Ausschluss von unerwünschten Wirkungen solcher politischen Vorgehensweisen.
2.1.1 Ziel-Mittel-Schema vs. Ursache -Wirkung -Schema
Das Ziel-Mittel-Schema 5 ist ein Instrumentarium, welches als Hilfsmittel seine Anwendung in der Nationalökonomie erfährt. Der Einsatz des ZMS soll helfen, die Handlungen einzelner Individuen und Gruppen zu erklären, sowie deren Handlungen zu steuern. Die Anwendung des ZMS setzt die Annahme voraus, dass keine rein adaptiven oder affekthaften Handlungen erfolgen. Eine Handlung wird mit Hilfe des ZMS gesteuert, indem ein Akteur ein Ziel vorgibt und anschließend dessen Umsetzung durch bewusst geplanten Einsatz bestimmter Mittel erfolgt. Ein Ziel wird von Homann definiert als “...eine erwünschte Wirkung bewussten menschlichen Handelns.“. 6 Definiert Homann das Ziel als eine erwünschte Wirkung, so ist ein Ziel die Wirkung einer vorausgehenden Ursache oder Ursachenkombination, dem Mittel. 7 Aus dieser Aussage lässt sich nunmehr eine Bewertung ableiten welche besagt, das dem Ziel-Mittel-Schema ein Ursache-Wirkungs-Schema zugrunde liegt. Werden diese Aussagen abgeleitet so lautet die Schlussfolgerung: Jedes erreichte Ziel ist eine Wirkung, aber nicht jede Wirkung muss ein Ziel darstellen. 8
2.1.2 Kritische Analyse des Ziel-Mittel-Schemas
Diese Schlussfolgerung bringt das Dilemmas politischer Entscheidungen, zum Ausdruck. Dieses soll im folgendem dargestellt werden. Der Ablauf politischer Entscheidungen folgt einer politisch motivierten Zielsetzung, sowie einer Selektion scheinbar geeigneter Mittel. Die gesamte Orientierung des Werttransfers von den Zielen hin zu den Mitteln ist nur in eine Richtung vorgesehen. Im Umkehrschluss bedeutet
5 Im folgendem mit der Abkürzung ZMS bezeichnet
6 Vgl. K. Homann, 1980, S.4
7 ebenda
8 Vgl. K. Homann, 1980, S. 5 ff.
6
Arbeit zitieren:
Diplom Kaufmann Torsten Philipp, 2003, Gründungsförderung warum? Eine kritische Analyse möglicher Ziele und Zwecke der Förderung von Start-ups, München, GRIN Verlag GmbH
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