Inhaltsverzeichnis
Einleitung. 1
1 Finanzierung. 4
1.1 Grundfunktionen des Eigenkapitals. 4
1.2 Finanzierungsarten. 6
1.3 Finanzierungsformen monetärer Gründungsförderung 6
1.3.1 Venture Capital. 7
1.3.2 Business Angel. 8
1.3.3 Gründungsförderung aus öffentlicher Hand 9
2 Lebenszyklus innerhalb der Unternehmensentwicklung. 9
2.1 Die Early- Stage Phase 10
2.2 Die Expansion Stage Phase 10
2.3 Die Late Stage 11
3 Finanzierungsformen innerhalb der Lebensphasen einer Unternehmung. 11
3.1 Betriebswirtschaftl. Auswirkungen von GF in der Seed Phase 11
3.2 Betriebswirtschaftl. Auswirkungen von GF in der Start-up Phase 14
3.3 Betriebswirtschaftl. Auswirkung von GF in der First- Stage Phase 18
3.4 Betriebswirtschaftl. Auswirkungen von GF in der Wachstums Finanzierung19
3.5 Betriebswirtschaftliche Auswirkung von beim Exit der Kapitalgeber 21
4 Fazit 23
2
Abbildungsverzeichnis
Abbildung1 :Zusammenhänge von Finanzierungsbegriffen (Quelle: H. Schäfer, 1998, S.18) 6
Abbildung 2: Brutto-Investitionen der BVK-Mitglieder nach Phasen (Quelle: BVK (2001),
S.56 ) 15
Abbildung 3: Divestments von Venture Capital Gesellschaften 2003 (Quelle: BVK Statistik 2002) 21
3
Einleitung
Junge innovative Unternehmen erzeugen durch ihre expansive Entwicklung einen hohen Kapitalbedarf, welcher allein durch herkömmliche Finanzierungsinstrumente nicht zu decken ist. Um diese auch häufig als Equity Gap bezeichneten Finanzierungslücken zu überbrücken, muss das Unternehmen nach neuen Finanzierungsalternativen suchen. Die Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung gestalten sich dabei zunehmend vielfältiger und differenzierter. Der Unternehmer sollte bei dieser großen Anzahl an Alternativen in der Lage sein, die Kosten des zur Verfügung gestellten Kapitals zu ermitteln sowie die Folgewirkungen der Kapitalaufnahme richtig einzuschätzen.
Im Rahmen dieser Hausarbeit sollen die verschiedenen Formen der monetären Gründungsförderung und deren betriebswirtschaftliche Auswirkungen Gegenstand einer Untersuchung bilden.
Der erste Teil der Arbeit beschäftigt sich mit der Theorie der Unternehmensfinanzierung. In diesem Zusammenhang sind neben den Funktionen des Eigenkapitals die Begrifflichkeiten unterschiedlicher Finanzierungsarten sowie ausgewählte Formen der Finanzierung vorzustellen. Der zweite Teil der Arbeit stellt einen idealtypischen Lebenszyklus einer Unternehmung dar und bildet damit das Gerüst für die Untersuchung der betriebswirtschaftlichen Auswirkung monetärer Gründungsförderung in Teil drei dieser Arbeit. Im abschließendem Teil wird ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Kapitalbeschaffung innovativer Unternehmen gegeben.
1 Finanzierung
1.1 Grundfunktionen des Eigenkapitals
Das Eigenkapital wird von H. Schäfer definiert als das [...in Geldwert ausgedrückte Mittel, die einem Unternehmen oder seinen Eigentümern gehören. ]. 1 Dem Eigenkapital werden in
der Literatur eine Vielzahl von Funktionen zugeschrieben. Als einige dieser Funktionen lassen sich neben der Einsatz und Arbeitsfunktion die Existenzsicherungsfunktion, die Gläubigerschutzfunktion sowie die Repräsentationsfunktion nennen. 2 Das Eigenkapital
1 Vgl. H. Schäfer, 1998, S.13
2 Vgl. M. Wambach, B. Rödl, 2001, S. 23
4
nimmt durch seine Vielfalt an Funktionen einen wichtigen Stellenwert innerhalb der Unternehmensfinanzierung ein und bedarf einer genaueren Funktionsanalyse.
Die Einsatz und Arbeitsfunktion
Das eingebrachte Eigenkapital bildet die Grundlage der wirtschaftlichen Tätigkeit einer Unternehmung. Dies beginnt bei Gründung der Unternehmung durch die Erbringung des Grund- oder Stammkapitals bei der Rechtsformwahl einer Kapitalgesellschaft und findet seinen weiteren Fortgang in der Attrahierung von zusätzlichem Kapital. Eine wichtige Funktion zur Attrahierung von Kapital ist die Vermittlung positiver ökonomischer Perspektiven eines Unternehmens auf potentielle Geldgeber.
Existenzsicherungsfunktion
Das Eigenkapital hat in diesem Zusammenhang die Aufgabe als Ausgleichsfunktion zu fungieren um die anfallenden Ertragsschwankungen auszugleichen. Nathusius spricht dabei von einer Risikopufferfunktion des Eigenkapitals. 3
Gläubigerschutzfunktion
Das Eigenkapital dient unter dem Aspekt des Gläubigerschutzes zur Absicherung der Gläubigerkapitaleinlagen. Dem Eigenkapital kommt dabei die Aufgabe zu, als Voraushaftungsbasis für die an das Unternehmen vergebene Kredite zu fungieren. 4 In dieser Funktion lässt sich die Aussage ableiten, dass sich mit einem höheren Eigenkapitalanteil die Aussicht auf Befriedigung der Gläubigeransprüche ebenfalls erhöht.
Repräsentationsfunktion
Eine hohe Eigenkapitalausstattung der Unternehmung kann den potentiellen Kapitalgebern als ein Zeichen finanzieller Solidität dienen und damit zu einem verstärktem Interesse an einem Investments in das Unternehmen führen.
3 Vgl. K. Nathusius, 2001, S. 22
4 Vgl. E. Schabek, 1988, S. 30
5
1.2 Finanzierungsarten
Dem Begriff der Finanzierung liegt keine einheitliche Definition zugrunde. 5 Im folgendem wird der Begriff der Finanzierung definiert als die Geldbeschaffung und Strukturierung der Passivseite der Bilanz welche nicht nur Kapitalzufuhr sondern auch Kapitalabflüsse umfasst und soll weiterhin verstanden werden als unternehmenszielgerichtete Deckung des Kapitalbedarfs. 6 Die Unterteilung der Finanzierungsarten erfolgt nach den Kriterien der rechtlichen Stellung des Kapitalgebers sowie nach der Herkunft des Kapitals. 7 Einen Überblick über die einzelnen Finanzierungsformen gibt die nachstehende Abbildung.
Abbildung 1:Zusammenhänge von Finanzierungsbegriffen (Quelle: H. Schäfer, 1998, S.18)
Im Rahmen dieser Hausarbeit sind die Finanzierungsformen der Außeneigenfinanzierung sowie der Außenfremdfinanzierung von großer Relevanz.
1.3 Finanzierungsformen monetärer Gründungsförderung
Die verschiedenen Formen der Innovationsfinanzierung untergliedern sich unter dem Aspekt der monetären Gründungsförderung in der Vergabe von Beteiligungskapital sowie in der Vergabe von Fördermitteln aus öffentlicher Hand.
Die Beteiligungsfinanzierung ist charakteristisch eine Finanzierungsform der Außeneigenfinanzierung. Der Kapitaltransfer verläuft hierbei von extern durch Kapitalgeber wie Venture Capital Gesellschaften oder Business Angel nach intern. Die durch den Erwerb
5 Vgl. D. Schneider, 1990, S. 45
6 Vgl. H. Schäfer, 1998, S.16
7 Vgl. N. Rollwage, 2002, S.6
6
von Beteiligungen zur Verfügung gestellten Mittel haben einen Eigenkapitalcharakter 8 , was diese Form der Finanzierung für Gründer als eine interessante Finanzierungsalternative zu der eher traditionellen Aufnahme von Fremdkapital erscheinen lässt. Die Höhe der eingebrachten Beteiligungen an einem Unternehmen können dabei in einer Beteiligungsspanne von unter 5 Prozent bis hin zu Mehrheitsbeteiligungen liegen. 9 Die Vorteile der Akquirierung von Beteiligungskapital gehen grundsätzlich mit hohen Risiken für die Kapitalgeber einher. Als mögliche Risikopotentiale der Beteiligungsfinanzierungen lassen sich neben einer schweren Einschätzbarkeit von Risiken, mögliche Probleme bei der Veräußerung der Anteile sowie als weiteres schwerwiegendes Problem die Informationsasymmetrie 10 zwischen dem Kapitalgeber und dem Unternehmer identifizieren. Im folgendem sollen die jeweiligen Formen der Innovationsfinanzierung vorgestellt werden.
1.3.1 Venture Capital
Der Begriff des Venture Capital kommt aus dem englischsprachigem Raum. Für den Begriff des Venture Capital existiert bis heute keine algemeingültige Übersetzung, da Begrifflichkeiten wie Ris iko oder Wagniskapital diese Finanzierungsalternative nur unzureichend beschreiben. Vielmehr sollte Venture Capital als Chancenkapital, sowohl für den Kapitalnehmer als auch für den Kapitalgeber, gesehen werden. 11 Die Unternehmensbeteiligung in Form des Venture Capital existiert in den USA schon seit den Fünfziger-Sechziger Jahren. Doch erst seit Mitte der Neunziger Jahre erfährt auch im hiesigen Raum die Finanzierungsform des Venture Capital einen dynamischen Anstieg. Als ein Indiz für diese Entwicklung lässt sich das gestiegene Gesamtvolumen des Venture Capital von 4,46 Mrd. Euro im Jahre 1995 auf 28,503 Mrd. Euro im Jahre 2001 anführen. 12 Das Wesen des Venture Capital besteht in dem Erwerb von Unternehmensanteilen mit dem Ziel der Renditeerwirtschaftung dur ch den Exit der Beteiligung. Der auch als capital gain
8 Dem Eigenkapital werden bestimmte Eigenschaften zugeschrieben wie die Erfolgbeteiligung , Haftung, unbefristete Überlassung, Mitwirkungsrechte bei der Unternehmensleitung etc. Vgl hierzu N. Rollwage, 2002, S. 7
9 Vgl. K. Nathusius, 2001, S. 52
10 Zur Problematik der Informationsasymmetrie vgl. H. Schäfer, 1998, S. 61 sowie eine Formalisierung der Prinzipal Agenten Problematik S. 91
11 Vgl. K. Nathusius, 2001, S. 54
12 Vgl. BVK Jahrbuch 2002
7
Arbeit zitieren:
Diplom Kaufmann Torsten Philipp, 2003, Finanzierung typischer Lebenszyklusphasen innerhalb einer Unternehmung, München, GRIN Verlag GmbH
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