Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 3
2. Die biblischen Magier. 4
2.1 Die Translationen. 4
3. Der Schrein der Heiligen Drei Könige. 5
3.1 Seine Standorte. 7
3.2 Die Stirnseite. 7
3.3 Die Längsseiten. 10
3.4 Die Rückseite. 13
4. Das Bildprogramm. 14
5. Schlussbetrachtung. 15
Literaturverzeichnis
2
1. Einleitung
Ein Reliquienschrein stellt in der Kunstgeschichte einen Aufbewahrungskasten, in dem die Reliquien von Heiligen aufbewahrt werden, dar.
Diese Arbeit möchte den Schrein der Heiligen Drei Könige im Kölner Dom skizzieren. Nach einer kurzen Einleitung, die den Weg der Gebeine von ihrer Fundstelle, über Konstantinopel bis nach Mailand beinhaltet, soll der Schwerpunkt dieser Arbeit auf die künstlerische Gestaltung des Schreins gelegt werden.
Unter welchen Umständen kamen die Gebeine nach Köln, welche Personen waren an diesen Translationen beteiligt? Wer gab den Auftrag einen Schrein zu fertigen und wie sollte dieser Aussehen? Welche Materialien waren nötig, wie wurden diese verarbeitet? Wo sollte der Schrein sich befinden und was verrät das Bildprogramm, sollen die zentralen Fragen der Arbeit sein. Leider können hier nicht all die ikonographischen Aspekte des Drei Königen Schreins berücksichtigt werden, da dies den Rahmen der Arbeit sprengen würde. Auch die durchweg positiven Folgen, die diese Translationen für die Stadt Köln mit sich brachten, können hier nicht näher behandelt werden. Es sei allerdings zu erwähnen, das die Gebeine der Heiligen Drei Könige für das heutige Stadtwappen, sowie für das Wahrzeichen der Stadt Köln verantwortlich sind. Durch die wertvolle Reliquie und den daraus resultierenden Pilgerstrom, den die Stadt verzeichnen konnte, wurde der Bau der gotischen Kathedrale ermöglicht, der schon von weitem sichtbar das Rheinufer ziert, und in welchem die Heiligen Drei Könige seit dem Mittelalter ruhen.
3
2. Die biblischen Magier
Aus dem Matthäus-Evangelium erfahren wir, dass sich kurz nach der Geburt Christi Magier aus dem Morgenland auf den Weg nach Bethlehem begeben, um das neugeborene Kind zu suchen. Von einem Stern geleitet, der ihnen den Weg weist, erreichen sie den Stall, in welchem Jesus in der Krippe liegt. Nachdem sie dort dem Christuskind huldigen und ihm Gaben in Form von Gold, Weihrauch und Myrrhe bringen, kehren sie über einen Umweg in ihre Heimat zurück. 1 In der Bibel ist allerdings nicht die Reden von Königen, sondern von Magiern. Die Bezeichnung „Könige“ erhalten sie erst später. Der Kirchenvater Tertullian verbindet die drei Magier aus dem Morgenland mit den Königen von Tharsis und mit den Königen von den Inseln Arabien und Saba, die ebenfalls dem Christuskind huldigen. 2 Durch den Erzbischof von Arles, werden die Magier, ca. im 5 Jahrhundert, allgemein zu Königen, weil sie laut Matthäus Gold, Weihrauch und Myrrhe, als Geschenke an das Christuskind mit sich trugen 3 . Diese Geschenke deutet der Erzbischof von Arles als königliche Gaben. Nachdem sie zu allgemeinen Königen erklärt wurden, galten sie somit zu den ersten christlichen Königen, was wiederum eine große Rolle für die Gestaltung des Schreins spielte.
2.1 Die Translationen
Einige Quellen berichten, das Helena, auch als Heilige Helena bekannt, die Mutter Kaiser Konstantins, die Gebeine der Heiligen Drei Könige gefunden habe, nachdem sie sich in Palästina und Persien auf die Suche nach dem wahren Kreuz Christi machte. Sie fand sowohl Teile eines Kreuzes, als auch die Gebeine der Heiligen Drei Könige und brachte sie nach Konstantinopel, wo sie eine Zeit lang aufbewahrt wurden. Ob sich dort eine Dreikönigsverehrung entwickelte ist unklar.
Die Überlieferung spricht davon, dass die Gebeine durch Konstantin, im 4 Jahrhundert, an Eustorgius, Bischof von Mailand, übergeben wurden. Er brachte sie nach Mailand, wo sie 700 Jahre lang, in der Capella St. Eustorgius vor den Mauern, wo Eustorgius sich nach seinem Tod bestatten lies, ruhten. Im Jahre 1158 wurden sie in den Glockenturm von St. Georg innerhalb der Stadt gebracht, um sie vor dem Einzug haltenden Krieg zu bewahren.
1 Matthäus Evangelium 2,1-12.
2 Psalm 71,10.
3 Die Heiligen Drei Könige. Köln 1996, S. 7.
4
Am 01. März 1162 4 gelang es Friedrich Barbarossa Mailand zu erobern und lies die Kirchen zusammen mit der Stadt zerstören. Unter anderem befanden sich die Gebeine der Heiligen Drei Könige, unter seiner Kriegsbeute, die er schließlich seinem Kanzler Rainald von Dassel, Erzbischof von Köln schenkte. Dieser machte sich mit den Gebeinen der Heiligen Drei Könige im Gepäck, die er von Friedrich Barbarossa nach dessen Besetzung überreicht bekam, am 11.Juli 1162, auf den Weg nach Köln. Einen Tag nach seiner Abreise aus Mailand schrieb er von Vercelli aus einen Brief, 5 der bestätigte, das er sich mit den Reliquien auf dem Weg nach Köln befand. In seinem Besitz befanden sich jedoch nicht nur die Gebeine der Heiligen Drei Könige, sondern auch die, aus der Kriegsbeute des Barbarossa erbeuteten Gebeine des Heiligen Felix und des Heiligen Nabor. Am 23.Juli 1164 wurde der Erzbischof mit einer feierlichen Prozession in Köln empfangen. 6 Auf bitten des Mailänder Erzbischofs wurden 1903 kleinere Teile der Gebeine, durch den Domkapitular Dr. Arnold Steffens, entnommen und nach Mailand zurück gesandt. 7
3. Der Schrein der Heiligen Drei Könige
Der Schrein der heiligen Drei Könige wurde unter dem neuen Erzbischof Philipp von Heinsberg in Auftrag gegeben und auch ihm wurde die Einbettung der Gebeine, in den fertigen Schrein, der etwa um 1225 fertig gestellt wurde, 8 zu geschrieben. Philipp von Heinsberg war von 1167 bis zu seinem Tod 1191 Erzbischof von Köln und der direkte Nachfolger von Rainald von Dassel.
Der Kern des Schreins ist aus Eichenholz, welches mit Edelmetallplatten, aus Gold, vergoldetem Silber und Kupfer verkleidet wurde. Er hat eine Gesamtlänge von 220cm, ist 110cm breit und 153cm hoch. Ursprünglich war der Schrein sieben Rundbögen lang und wurde nach einer Restauration, im Jahre 1807, von dem Schreinmeister Michael Fuhrman, der den alten Holzkasten durch einen neuen ersetzte, um einen Bogen gekürzt. Bei einer spätere Restauration, zwischen 1961-73, verlängerte man den Schrein jedoch wieder um einen Rundbogen. 9 Daher kam es auch zu Ergänzungen und zu einigen Positionswechseln der Figuren.
4 Dom-Ausstellung 1956. S. 89.
5 Die Heiligen Drei Könige. Köln 1996, S. 8.
6 Ebd..
7 Dom-Ausstellung 1956. S. 89.
8 Lauer. Der Schrein der Heiligen Drei Könige. Köln 2006, S. 16.
9 Vgl. der hier vorgestellten Quellen.
5
Arbeit zitieren:
Nadine Deutscher, 2010, Der Schrein der Heiligen Drei Könige im Kölner Dom, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Kunst - Bildhauerei, Skulptur, Plastik: Der Schrein der Heiligen Drei Könige im Kölner Dom ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Kunst - Bildhauerei, Skulptur, Plastik: neuer Titel erschienen: Der Schrein der Heiligen Drei Könige im Kölner Dom
0 Kommentare