Proseminar : Regionale Geographie SW-Deutschland 0
Thema : Vom Lößboden zur Rendzina - eine Vielfalt an Böden im Südwesten
Inhalt :
1. Einleitung 1
2. Was ist ein Boden überhaupt? 1
3. Die Bodenbildung 1
4. Bodensystematiken 2
4.1 Differenzierung nach zonalen, azonalen 2
und intrazonalen Böden
4.2 Differenzierung nach terrestrischen, semiterrestrischen, 3
semisubhydrischen , subhydrischen Böden und Mooren
5. Die wichtigsten Böden Südwestdeutschlands 4
5.1 Die Böden des Oberrheingrabens 5
5.2 Die Böden des Schwarzwalds 6
5.3 Die Böden des Kraichgau 8
5.4 Die Böden des Baulands 9
5.5 Die Böden der Hohenloher Ebene 10
5.6 Die Böden des Gebiets zwischen dem Schwarzwald 11
und der Schwäbischen Alb
5.7 Die Böden der Schwäbischen Alb 11
5.8 Die Böden Oberschwabens 12
6. Fazit 12
Literatur S. 13
Anhang S 14
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Thema: Vom Lößboden zur Rendzina - eine Vielfalt an Böden im Südwesten
1. Einleitung
Die Böden haben im Südwesten Deutschlands, wie beinahe überall in Mitteleuropa, die Besiedlung entscheident beeinflusst. Auch wenn die Landwirtschaft und mit ihr die Böden in den letzten Jahrzehnten, erheblich an wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und ernährungspolitischer Bedeutung verloren haben, so sind sie dennoch ein wichtiger Bestandteil der naturräumlichen Gliederung Südwestdeutschlands. Diese Arbeit versucht die Verbreitung der Böden in Südwestdeutschland zu beschreiben und zu erklären, sowie auf ihr naturräumliches Wirkungsgefüge einzugehen.
2. Was ist ein Boden überhaupt?
"Boden ist das mit Wasser, Luft und Lebewesen durchsetzte, unter dem Einfluss der Umweltfaktoren an der Erdoberfläche entstandene und im Ablauf der Zeit sich weiterentwickelnde Umwandlungsprodukt mineralischer und organischer Substanzen mit eigener morphologischer Organisation, das in der Lage ist, höheren Pflanzen als Standort zu dienen und die Lebensgrundlage für Tiere und Menschen bildet. Als Raum-Zeit-Struktur ist der Boden ein vierdimensionales System." (SCHROEDER 1992: 9)
3. Die Bodenbildung
„Böden entstehen - ausgenommen die Moorböden - aus festen oder lockeren Gesteinen wie z.B. Granit, Sandstein, Kalkstein, Löß oder Sand durch die Prozesse der Bodenbildung, insbesondere die - Verwitterung (physikalisch und chemisch), - Verbraunung (= Braunfärbung, vergleichbar der Rostbildung), - Verlehmung (= Mineralumwandlung, Tonmineralneubildung), - Gefügebildung (= Entstehung unterschiedlich geformter und verschieden großer Aggregate), - Belebung durch Pflanzen und Tiere
- Verrottung von abgestorbener organischer Substanz und Anreicherung von Humus.“ ( MfU BW 1992: 2)
„Der Bodenbildungsprozess ist dem Einfluss vieler Einflussfaktoren unterworfen. Hierzu gehören das Klima, das Ausgangsgestein, das Relief, Flora und Fauna, Zuschusswasser, die Bewirtschaftung und die Zeit. (LESER 2001: 98) Laut dem Ministerium für Umwelt Baden-Württemberg (MfU BW 1992: 3) sind diese Faktoren für Entstehung der unterschiedlichen Böden verantwortlich. Oft entsteht ein sehr kleinräumiges Nebeneinander (Muster, Mosaik) an Böden. Dieses wird als Bodenlandschaft bezeichnet.
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Thema: Vom Lößboden zur Rendzina - eine Vielfalt an Böden im Südwesten
Nach dem MfU BW (2001: 2) kennzeichnet die Kombination typischer, wiederkehrender Merkmale in einem bestimmten Tiefenabschnitt einen Bodenhorizont. Die Abfolge von verschiedenen Bodenhorizonten ergibt ein
Bodenprofil. Den Bodentyp, den Namen des jeweiligen Bodens, wird durch das Vorhandensein charakteristischer Horizonte bestimmt.
4. Bodensystematiken
4.1 Differenzierung nach zonalen, azonalen und intrazonalen Böden
Zonale Böden
Laut LESER (2001: 1019) spiegeln zonale Böden eine Bodenbildung wieder, die sich unter den Einflüssen der jeweiligen für die Zone charakteristischen Klimabedingungen und der zugehörigen Vegetation entwickelt. „z.B. sind in Zusammensetzung und Aufbau durch die zonenspezifischen, vor allem eng mit den Temperatur- und Niederschlagsverhältnissen zusammenhängenden Verwitterungsprozesse geprägt, die bei langer Verwitterungsdauer auf verschiedenen Gesteinen im Grundaufbau ähnliche Böden entstehen lassen.“
Azonale Böden
„Azonale Böden sind junge Böden, deren Profilentwicklung noch nicht die für die betreffende Klimazone typische Ausprägung erreicht hat, z.B. Rohböden auf jungen Flusssedimenten oder frischen Gesteinsaufschlüssen durch Rutschungen“ (LESER 2001: 61).
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Thema: Vom Lößboden zur Rendzina - eine Vielfalt an Böden im Südwesten Intrazonale Böden
„Intrazonale Böden sind Böden, die durch Bodenbildungsprozesse geprägt wurden, welche wenig von der betreffenden Klima- oder Vegetationszone abhängen. Intrazonale Böden sind also im Gegensatz zu den zonalen Böden in ihrer Erscheinung wenig klimaabhängig, sondern vor allem von Gestein, Relief und lokalen Wassereinflüssen geprägt. Typische Beispiele bilden die Grundwasserböden, und Böden auf Gesteinen, die sich durch Verwitterungsprozesse kaum mehr verändern, z.B. Tongesteine.“ (LESER 2001: 359)
4.2 Differenzierung nach terrestrischen, semiterrestrischen, semisubhydrischen, subhydrischen Böden und Mooren Terrestrische Böden
Terrestrische Böden sind laut LESER (2001: 876) Landböden, und gehören zu der Abteilung der Böden, die sich auf der festen Erdoberfläche ohne Beeinflussung durch stehendes oder gestautes Wasser entwickeln. Semiterrestrische Böden
„Als semiterrestrische Böden gelten Böden, deren Entwicklung, bzw. Milieu zeitweilig stark wasserbeeinflusst ist (durch Grundwasser, Hochwasser von Flüssen, Meerwasser, Seewasser, Quellnässe, Hangwasser) zu den Böden gehören Gleye, Auenböden, Marschen und Moore, zu den semiterrestrischen Humusformen gehören Hochmoortorf, Anmoor und Feuchtrohhumus.“ (LESER 2001: 774) Semisubhydrische Böden und Subhydrische Böden
Zu den Semisubhydrischen Böden gehören „Böden im Gezeitenflussbereich des Meeres und des Unterlaufs der Flüsse zwischen mittlerem Niedrigwasser und mittlerem Hochwasser.“ (KA-4 1994: 220)
Böden die beinahe immer unter Wasser stehen werden als Subhydrische Böden bezeichnet. Moore
Laut LESER (2001: 528f) sind Moore die Abteilung der Böden, die zu mehr als 30% aus organischer Substanz bestehen und deren organische Auflagen mindestens 30cm mächtig sind. Die Typenbezeichnungen heißen Niedermoor, Übergangsmoor und Hochmoor. Das Gelände bei der Bildung der Moore ist durch Grundwasser, Hangwasser oder durch extrem hohe und beständige Niederschläge ständig durchfeuchtet.
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Thema: Vom Lößboden zur Rendzina - eine Vielfalt an Böden im Südwesten
5. Die wichtigsten Böden Südwestdeutschlands
„Eine Leitbodenform ist eine für ein bestimmtes Gebiet typische, flächenhaft bedeutsame Bodenform“ (LESER 2001: 468).
Die in diesem Kapitel genannten Böden und ihre Verbreitung wurden aus der im Anhang (Abb. 1) vorzufindenden Karte des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg und der ebenfalls im Anhang (Abb. 2) vorhandenen Karte aus dem von LIEDTKE und MARCINEK im Jahre 2002 herausgegebenen Buch „Physische Geographie Deutschlands“ entnommen. Um die Böden regional besser zuordnen zu können folgt eine Karte über Tektonik und Morphologie.
Arbeit zitieren:
Felix Bachofer, 2003, Vom Löss zur Rendzina - Eine Vielfalt an Böden im Südwesten, München, GRIN Verlag GmbH
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