Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Was ist Medienkompetenz? 3
3. Dimensionen der Medienkompetenz 5
3.1. Medienkunde 5
3.2. Medienkritik 6
3.3. Mediennutzung 7
3.4. Mediengestaltung 8
4. Kann die Schülerzeitungs-AG Medienkompetenz oder
einzelne Dimensionen fördern? 9
5. Zusammenfassung 10
6. Literaturverzeichnis 12
2
1. Einleitung
Wenn man sich als angehender Grundschullehrer mit dem Thüringer Lehrplan für Grundschulen befasst, fällt der Begriff Kompetenz schnell auf. Die Schüler sollen neben Selbstkompetenz unter anderem auch Sach- und Methodenkompetenzen erlernen. Außerdem ist auch immer wieder von Medienkompetenz die Sprache. In der heutigen Zeit kann man diesen Begriff fast immer lesen, wenn es sich um Kinder und deren Umgang mit Medien handelt. Doch was genau bedeutet dieser Begriff überhaupt und wie kann man solch eine Kompetenz fördern? Mit dieser Hausarbeit möchte ich genau diese Fragestellung etwas näher untersuchen. In einem ersten Gliederungspunkt versuche ich, den Begriff Medienkompetenz mithilfe verschiedener Definitionen zu erklären. In einem nächsten Punkt möchte ich näher auf die verschiedenen Dimensionen von Medienkompetenz eingehen. Anhand meiner gewonnenen Erfahrungen während der Durchführung einer Schülerzeitungs-AG versuche ich anschließend herauszufinden, welche der Dimensionen man meiner Meinung nach mit solch einer AG fördern kann. Eine kurze Zusammenfassung wird meine Hausarbeit abschließen.
2. Was ist Medienkompetenz?
Um später beschreiben zu können, ob man mit der Durchführung einer Schülerzeitungs-AG Medienkompetenz fördern kann, muss zunächst einmal beschrieben werden, was dieser Begriff überhaupt bedeutet und beinhaltet. Da in der heutigen Zeit in jedem Lebensbereich eine Vielzahl von Medien anzutreffen ist (Bücher, Fernsehen, Internet und vieles mehr), bezieht sich der Begriff Medienkompetenz auch auf „alle Bereiche menschlichen Verhaltens und Handelns“ (Schorb, 2010, S.259). Somit ist es schon fast unumgänglich, dass es eine „Vielzahl von Definitionen und Bestimmungen des Begriffes“ (Schorb, 2010, S.259) gibt. Einige dieser Definitionen möchte ich nun nennen und versuchen herauszufinden, welche Aussagen alle gemeinsam haben, um den Kern dieses Begriffes beschreiben zu können.
Thomas Dörken-Kucharz schreibt in seinem Buch Medienkompetenz -Zauberwort oder Leerformel des Jugendmedienschutzes, dass der Begriff Medienkompetenz „im Moment ‚in‘ ist. Er ist zu einem Schlüsselbegriff unserer
Zeit geworden.“ (Dörken-Kucharz, 2008, S.23) Außerdem schreibt er, dass Medienkompetenz notwendig ist, „um am sozialen, kulturellen und politischen Leben partizipieren und es aktiv mitgestalten zu können.“ (Dörken-Kucharz, 2008, S.40) Es wird somit deutlich, dass das Vorhandensein von Medienkompetenz wichtig für unsere heutige Gesellschaft ist. Doch was beinhaltet diese Kompetenz nun?
Eine oft zitierte Definition von Medienkompetenz ist die von Baacke. Er beschreibt sie als „die Fähigkeit, Medien und die durch die Medien vermittelten Inhalte den eigenen Zielen und Bedürfnissen entsprechend effektiv zu nutzen.“ (Brand, WS 2010/2011, Folie 20) Eine ähnliche Definition findet man auch bei Schorb. Er schreibt: „Medienkompetenz soll begrifflich die Fähigkeiten bündeln, die das Individuum innerhalb einer Medien- bzw. Informationsgesellschaft benötigt.“ (Schorb, 2010, S.257) In beiden Definitionen handelt es sich also um eine wichtige Fähigkeit, die man erwerben sollte, um die Medien effektiv für sich nutzen zu können. Dörken-Kucharz geht sogar noch einen Schritt weiter und schreibt, dass „Medienkompetenz zu den Fähigkeiten einer ausgereiften Persönlichkeit der Mediengesellschaft dazugehört“ (Dörken-Kucharz, 2008, S.51). Neben den Definitionen, die Medienkompetenz als Fähigkeit sehen, mit Medien effektiv umgehen zu können, findet man auch andere Definitionen, die diesen Umgang noch enger eingrenzen. So findet man in Groebens Text Anforderung an die theoretische Konzeptualisierung von Medienkompetenz folgende Definition: Man versteht unter Medienkompetenz, dass der Mensch „die für ihn relevanten Informationen im Medium ohne größere Umwege findet und deren Qualität […] sicher beurteilen kann.“ (Groeben, 2002, S.14) Es scheint also nicht nur der sichere Umgang mit Medien eine Rolle zu spielen, sondern auch die Fähigkeit, gewonnene Informationen beurteilen und einschätzen zu können. Es ist also wichtig, dass Medienkompetenz „nicht auf technische und ästhetische Aspekte verengt werden darf, sondern als eine umfassende Kompetenz zu sehen ist.“ (Dörken-Kucharz, 2008, S.51)
Im oben bereits schon erwähnten Thüringer Lehrplan für Grundschulen findet man ebenfalls eine genauere Formulierung für den Begriff Medienkompetenz. Es wird beschrieben, zu was Schüler mit wachsender Medienkompetenz in der Lage sein sollten. Neben dem Erkennen und Nutzen der Informationen aus Medien soll auch der „Zugriff auf die Informationsquellen […] sachgerecht, reflektiert und
Arbeit zitieren:
Lucie Wettstein, 2011, Gestaltung einer Schülerzeitung, München, GRIN Verlag GmbH
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