Die Geschichte der Hofer Textilindustrie
1789-1919
Bachelorarbeit im Bachelorstudiengang Geschichte
in der Fakultät Geschichts- und Geowissenschaften
der Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Verfasser: Fabian Fuchs
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung...3
2. Forschungsstand, Literatur, Quellen...6
3. Die Industrielle Revolution...8
4. Das Hofer Textilgewerbe von den Anfängen bis 1789…12
5. Die Hofer Textilindustrie von 1789 bis 1919…19
5.1. Allgemeine Wirtschaftslage und –politik…19
5.2. Rohstoffe, Zulieferindustrie, Logistik...24
5.3. Technische Entwicklung und Ausstattung, gefertigte Produkte...32
5.4. Kapital- und Absatzverhältnisse…37
6. Situation der Arbeiter und Beschäftigten...42
6.1. Arbeitsumfeld und Lohnverhältnisse...42
6.2. Lebensbedingungen...54
6.3. Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände, Gewerkschaften,
Arbeiterparteien...58
7. Schlussbetrachtung...61
8. Anhang...64
8.1 Statistiken und Tabellen...64
8.2. Abkürzungsverzeichnis...71
8.3. Quellenverzeichnis...71
8.3.1. Unveröffentlichte Quellen...71
8.3.2. Veröffentlichte Quellen...72
8.4. Literaturverzeichnis...72
1. Einleitung
Die Fertigung von Textilien praktiziert der Mensch schon seit der Jungsteinzeit und den antiken Hochkulturen Sumers und Ägyptens. Die Bedeutung, die die Menschen dieser Tätigkeit zusprechen und die sie in ihrem Leben eingenommen hat, kann man daran erkennen, dass sie in vielfacher Weise in Literatur, Mythologie und Sprache Eingang gefunden hat. Beispielsweise spinnen in der griechischen Mythologie die drei Moiren Klotho, Atropos und Lachesis den Schicksals- und Lebensfaden der Menschen, ebenso wie die drei Nornen in der nordischen Sagenwelt. In den allgemeinen Sprachgebrauch sind bestimmte Wörter eingegangen, die ursprünglich aus dem Textilgewerbe stammen, z.B. sich „verzetteln“1, „aufbäumen“2, sich „verhaspeln“3 oder „den Faden verlieren“. Außerdem kennt man den „roten Faden“ der Ariadne, mit dem sie Odysseus hilft, aus dem Labyrinth des Minotaurus hinauszugelangen, oder den Ausspruch, dass etwas am „seidenen Faden hängt“.
Die Entscheidung, meine Bachelorarbeit über die Geschichte der Hofer Textilindustrie zu schreiben, war eine weitestgehend spontane: ich wollte etwas über die Geschichte meiner Heimatstadt schreiben, und so kam mir das Textilgewerbe in den Sinn. Diese Entscheidung hatte zwei Gründe: Erstens bin ich in Hof geboren und aufgewachsen und mag die Stadt, wusste aber bisher nur wenig über ihre Geschichte, was sich durch diese Arbeit nun geändert hat. Zweitens habe ich auch einen familiären Bezug zur Textilindustrie: Einer meiner Onkel hat eine Ausbildung in der Textilindustrie durchlaufen und meine Großeltern mütterlicherseits arbeiteten nach dem Zweiten Weltkrieg in einer Hofer Spinnerei. Auf jeden Fall hatte und hat die Textilindustrie in Hof, neben dem Brauereiwesen, schon immer eine Schlüsselposition inne: sie stellt einen wichtigen Industriezweig dar und beschäftigt viele Menschen in der Stadt und der Region.
Ziel dieser Arbeit soll sein, die Geschichte der Hofer Textilindustrie von 1789 bis 1919 darzustellen und wichtige Entwicklungen aufzuzeigen. Dieser Zeitraum wurde gewählt, da sich in dieser Periode in Hof der Umbruch von manueller Produktion zu industrieller Fertigung von Textilprodukten vollzog. Zum anderen war aber auch die Notwendigkeit, den Zeitraum eingrenzen zu müssen, ausschlaggebend, da sonst der Umfang der Arbeit gesprengt worden wäre. Die temporäre Abgrenzung kann jedoch nicht immer genau eingehalten werden, einerseits wegen überlappender Entwicklungen und Strömungen, andererseits, um z.B. bei der Darstellung der technischen Entwicklung eine gewisse Textkohärenz zu erzielen. Außerdem versuche ich, das gesamte Textilgewerbe Hofs zu betrachten und allgemeine Entwicklungen aufzuzeigen, und konzentriere mich nicht auf einzelne Betriebe.
Zuerst werde ich den Forschungsstand aufzeigen und die verwendete Literatur darstellen. Hierbei wird die Frage der Aktualität behandelt, welche Themen dargestellt werden und die Verlässlichkeit der Literatur kritisch betrachtet.
Der dritte Teil gibt einen Kurzüberblick über die Industrielle Revolution, die für Hof eine entscheidende Bedeutung hatte, da in diesem Zeitraum die ersten mechanischen Textilfabriken entstanden. Die Ursprünge und Grundlagen in Großbritannien werden beschrieben, dann folgt ein kurzer Abschnitt über die deutsche Industrialisierung und ihre Katalysatoren, und schließlich gehe ich noch auf die Situation in Oberfranken ein, wo die Textilindustrie neben der Porzellanindustrie die Leitindustrie darstellte.
Der vierte Teil handelt von der Entwicklung des Hofer Textilgewerbes von seinen Ursprüngen im 14. Jahrhundert bis etwa 1789, in der die Baumwollweberei mit Schleiern, Flören und Tüchlein den wichtigsten Aspekt darstellt, aber auch Gewerbe wie die Leinenweberei werden kurz angerissen.
Teil fünf stellt die Hofer Textilindustrie von 1789 bis 1919 dar. Zuerst wird die allgemeine Wirtschaftslage und -politik auf internationaler und nationaler Ebene von 1789 bis 1919 mit ihren konkreten Auswirkungen auf das Hofer Textilgewerbe dargestellt. Danach werden Rohstoffe, die Zulieferindustrie und die Logistik der Unternehmen betrachtet. Hier wird der Import der benötigten Rohstoffe wie Wolle, Baumwolle und später auch Kohle aufgezeigt. Weiterhin werden die Transportmethoden der Rohstoffe beleuchtet: von den mittelalterlichen und neuzeitlichen Straßen bis zur Entstehung der Eisenbahn, die durch die Industrialisierung befördert wurde und der Stadt Hof nach dem Anschluss an das Eisenbahnnetz der Ludwigs- Süd-Nord-Bahn völlig neue Möglichkeiten bot. Der dritte Aspekt ist die technische Ausstattung und Entwicklung und die gefertigten Produkte. Hier wird ein kurzer Überblick über die Erfindungen und Innovationen von der Erfindung der Handspindel bis zur Präsentation des elektrischen Webstuhls beschrieben und auch aufgezeigt, welche Maschinen in der Hofer Textilindustrie verwendet wurden und inwieweit technische Neuerungen dort Einzug fanden. Auch auf die hergestellten Produkte der einzelnen Bereiche wird eingegangen. Der vierte Abschnitt handelt von den Kapital- und Absatzverhältnissen, wobei bei ersteren hauptsächlich die Situation in den mechanischen Betrieben betrachtet wird.
Der sechste Teil beschäftigt sich mit der Situation der Arbeiterschaft. Zuerst werden das Arbeitsumfeld und die Lohnsituation der Arbeiter dargestellt. Sowohl die Zeit der manuellen Weberei bis 1850 als auch die Fabrikära wird betrachtet. Bei letzterer werden Fabrikordnungen dargestellt, die viele Dinge, wie z.B. Arbeitszeit oder Lohnverhältnisse, regelten. Weiterhin werden die Wohlfahrtsorganisationen, mit denen die Unternehmen ihre Arbeiter unterstützten, in Hof und komparativ zu Textilunternehmen in Bayreuth und Bamberg betrachtet, und schließlich noch die Arbeitskämpfe, die in Hofer Textilfabriken stattfanden, und deren Folgen.
Die anschließend dargestellten Lebensbedingungen der Arbeiter geht vor allem auf die Wohnsituation ein, wobei der Fokus in der Zeit von 1789 bis 1850 auf den Familienverhältnissen und den Mietpreisen liegt. Ab 1850 wird die Situation in den neu errichteten Arbeiterwohnungen dargestellt: die Mietpreise und die Zimmer, deren Auslastung und Probleme mit Schlafgängern und Kündigungsfristen. Ein kleinerer Blick wird auf die Ernährung der Arbeiter geworfen: sowohl ihre bevorzugten Speisen als auch die Entwicklung der Lebensmittelpreise und der Kaufkraft. Kurz wird auch noch auf die Tuberkulosesterblichkeit eingegangen.
Der dritte Aspekt bei der Betrachtung der Arbeitersituation ist der der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände, der Gewerkschaften und der Arbeiterparteien. Zuerst werden, in Ermangelung von Arbeitgeberverbänden, hauptsächlich textile Arbeitnehmervereinigungen beleuchtet, ihre Maßnahmen und Erfolge, ihre Akzeptanz unter der Arbeiterschaft und ihre Probleme. Zweitens wird ein kurzer Blick auf die Textilgewerkschaften in Hof geworfen. Zum Dritten wird die parteiliche Organisation der Arbeiter in Hof beschrieben, wobei der Fokus hierbei auf der 1869 in Eisenach gegründeten SDAP (Sozialdemokratische Arbeiterpartei, ab 1890 SPD) liegen wird. Ebenso wie bei den Arbeitnehmerverbänden werden auch hier ihre Intentionen, ihre Erfolge (z.B. bei der Organisation von Streiks), aber auch ihre Probleme und Niederlagen (z.B. das Sozialistengesetz und die Überwachung durch den Hofer Stadtmagistrat) dargestellt. Auch die Wahlergebnisse der SDAP/SPD bei den Reichstagswahlen werden aufgezeigt und bestimmte Tendenzen hierzu dargelegt.
In der Schlussbetrachtung wird versucht, die Arbeit zusammenzufassen und auch abschließend zu bewerten. Statistiken über das Hofer Textilgewerbe finden sich im Anhang, da ich es vermeiden wollte, zuviele Zahlen im Fließtext aufzuführen.
2. Forschungsstand, Literatur, Quellen
Bis heute existiert keine Gesamtdarstellung der Geschichte der Hofer Textilindustrie von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. Die beiden wohl detailliertesten Werke über die Hofer Textilgeschichte stammen von Karl Schmid, dem Sohn eines Hofer Textilfabrikanten und späteren Vorstandsmitglied der Vogtländischen Baumwollspinnerei, aus dem Jahr 1923, und von Ernst Dietlein (1884-1954), der Pfarrer, Studienprofessor und Stadtarchivar in Hof war, und im selben Jahr wie Schmid seine Dissertation über das Hofer Textilgewerbe publizierte.4 Schmids Betrachtung endet 1913 und stellt wohl eine vollständige Textilgeschichte Hofs dar, bezieht aber weitere Entwicklungen bis in die heutige Zeit zwangsläufig nicht ein, Dietleins Werk endet im Jahr 1870. Schmids Werk ist aufgrund seiner Ausführlichkeit schwer zu ersetzen, allerdings auch wegen dessen Tätigkeiten im Vorstand der Vogtländischen Baumwollspinnerei kritisch zu betrachten, vor allem der Abschnitt über die Fabrikarbeiter und die sozialen Einrichtungen, welche die Fabrikanten für diese zu Verfügung stellten.
Viele weitere benutzte Literatur behandelt nur Teilaspekte der Hofer Textilgeschichte, die mit ihr in Zusammenhang stehen. Einige Werke beleuchten die gesamte oberfränkische Geschichte5 oder, spezieller, die Geschichte des Textilgewerbes in Oberfranken,6 und dort z.B. die Hausweberei7, das Handspinnen- und weben8 oder auf seine volkswirtschaftliche Bedeutung9 hin betrachtet. Zwei Werke behandeln die Geschichte der Hofer Familien Franck und Wunnerlich, einflussreiche Textildynastien, die Fabriken gründeten und führten.10 Das Buch über die Familie Wunnerlich behandelt weniger das wirtschaftliche Wirken der Wunnerlichs, sondern beschäftigt sich zum größten Teil mit den Biografien der einzelnen Familienmitglieder. Von den Arbeitern, ihrem Arbeitsumfeld, ihren Wohn- und Lebensverhältnissen und ihren Organisationen, handelt Rudolf Machts detaillierte Geschichte der Hofer Arbeiterbewegung in acht Bänden, von denen aber nur die ersten beiden für diese Arbeit relevant sind (Abschnitte von 1800-1918).11 Macht war Kommunist, deshalb kann man ihm, trotz der damalig natürlich prekären Verhältnisse der Arbeiterschaft ein gewisses Schwarzweißdenken nicht absprechen, so dass er natürlich völlig auf Seiten des Proletariats steht, was sein Werk tendenziös erscheinen lässt.. Ein Aufsatz von Albrecht Bald vergleicht die Entwicklung der Hofer mit der Selber Arbeiterschaft von 1895 bis 1924.12 Zwei kleinere Aufsätze beschäftigen sich mit dem Eisenbahnbau in Hof und Umgebung, der der Industrialisierung Hofs und seines Umlandes einen gewaltigen Vorschub leistete, wobei ein Aufsatz diese Entwicklung am Beispiel bestimmter Firmenmonographien des Raumes Hof beleuchtet.13
Als Quellen für die Hofer Textilgeschichte vom 14. Jhdt. bis 1789 wurden hauptsächlich zwei Werke herangezogen: die Chronik der Stadt Hof14 von Enoch Widmann (1551-1617), des Hofer Stadtchronisten, dessen Vater Tuchmacher war und der ab 1596 als Rektor des Hofer Gymnasiums fungierte. Die zweite wichtige Quelle ist die Schrift „Gegenwärtiger Zustand der Landeshauptmannschaft Hof15 als ein Beytrag zur Statistischen Kenntniß des Burggrafthums Nürnberg oberhalb Gebirgs“16 von Philipp Ludwig von Weitershausen (1727- 95) von 1792. Weitershausen war der letzte Hofer Landeshauptmann und wirkte von 1761 bis 1795. Für sein Werk stützte er sich größtenteils auf kurz zuvor erschienene Statistiken und Tabellen, sowie auf eigene Erfahrungen und mündliche Berichte der einfachen Leute.17 Archivalische Quellen verwandte er aus Ermangelung derselben nur selten.18 Weiterhin wurde noch das Urkundenbuch der Vögte von Weida, Gera und Plauen verwendet.19 Für den Zeitraum von 1789 bis 1919 sind Akten aus dem Hofer Stadtarchiv und ein Jahresbericht der Handels- und Gewerbekammer für Oberfranken herangezogen worden. Für die Situation der Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen in den Hofer Textilfabriken und deren Vergleich mit anderen Textilunternehmen Oberfrankens wurden zwei Erhebungen der bayerischen Regierung von 1874 und 1906 verwendet.20 Auch ein statistischer Abriss des Königreiches Bayern von 1876 sowie eine Statistik über die Stadt Hof von 1903 wurden benutzt.21
3. Die Industrielle Revolution
Die Industrielle Revolution wird als Umbruchsprozess von einer vorindustriell
und traditionell eingestellten Wirtschaftsgesellschaft hin zu einer modernen
Industriewirtschaft definiert,22 die ihren Ursprung in Großbritannien hat.
[...]
1 Sich „verzetteln“ bedeutet „den Überblick verlieren“. Zu Beginn verteilte der Weber die Fäden, die er für seine Arbeit brauchte. Wenn er so viele davon ausgebreitet hatte, dass er sich in Kleinigkeiten verlor, nannte man dies „verzetteln“.
2 „Aufbäumen“ heißt, dass man sich erhebt, gegen etwas rebelliert oder etwas trotzt. In der Weberei war dies der Ausdruck dafür, dass das Garn auf den Kettenbaum des Webstuhls aufgewickelt wird.
3 Sich „Verhaspeln“ meint, dass man etwas nicht richtig ausspricht. Mit einer Haspel wurde die Garnlänge gemessen. Wenn hierbei ein Fehler gemacht wurde, nannte man dies „verhaspeln“.
4 Karl Schmid: Die Entwicklung der Hofer Baumwoll-Industrie 1432-1913, in: Wirtschafts- und Verwaltungsstudien mit besonderer Berücksichtigung Bayerns, hg. v. Georg Schanz, Leipzig/Erlangen 1923 (im Folgenden zitiert als „Schmid, Entwicklung“); Ernst Dietlein: Das Textilgewerbe der bayer. Stadt Hof von 1500- 1870, Diss., Erlangen 1923 ( im Folgenden zitiert als „Dietlein, Textilgewerbe“).
5 Elisabeth Roth u.a.: Oberfranken im 19. und 20. Jahrhundert, Bamberg 1990; Georg Krauss: Die oberfränkische Geschichte, Hof 1981.
6 August Benker: Die Entwicklung der Textilgewerbe in Oberfranken und ihre heutige Lage, Diss., Erlangen 1924.
7 Carl Hofmann: Die Hausweberei in Oberfranken, in: Heimarbeit und Verlag in der Neuzeit, hg. v. Paul Arndt, 12. Heft, Jena 1927 (im Folgenden zitiert als „Hofmann, Oberfranken“).
8 Arnd Kluge: Handspinnen und Handweben in der Geschichte Oberfrankens, in: Miscellanea curiensia VIII (57. Bericht des Nordoberfränkischen Vereins für Natur-, Geschichts- und Landeskunde), hg. v. Axel Herrmann u.a., Hof 2009 (im Folgenden zitiert als „Kluge, Handspinnen“).
9 Jutta Keßler: Die volkswirtschaftliche Bedeutung der oberfränkischen Textil- und Bekleidungsindustrie, Diss., Nürnberg 1956 (im Folgenden zitiert als „Keßler, Bedeutung“).
10 Peter Eitler: Die Familie Franck und die Industrialisierung Hofs, in: Miscellanea curiensia VI (54. Bericht des Nordoberfränkischen Vereins für Natur-, Geschichts- und Landeskunde), Hof 2006, S.181-207; Hermann Wunnerlich: Die Familie Wunnerlich, Hof 1998.
11 Rudolf Macht: Geschichte der Hofer Arbeiterbewegung, 4 Bde., Bayreuth 1989-2001 (im Folgenden zitiert als „Macht, Hofer“).
12 Albrecht Bald: Hof und Selb. Die Entwicklung von Industrie, Arbeiterschaft und Arbeiterbewegung in zwei nordostoberfränkischen Städten 1895-1924 vor dem Hintergrund der Industrialisierung in Oberfranken, in: Archiv für Geschichte von Oberfranken, Bd.74, hg. v. Historischen Verein für Oberfranken, Bayreuth 1994 (im Folgenden zitiert als „Bald, Hof“).
13 Arnulf Bührle: Eisenbahn und Industrialisierung, in: Münchberger Textil-Blätter, Bd.9, Münchberg 1986 (im Folgenden zitiert als „Bührle, Eisenbahn“); Martina Wurzbacher: Der Eisenbahnbau und seine Folgen für die Hofer Textilindustrie im 19. Jahrhundert – dargestellt am Beispiel ausgewählter Firmenmonographien des Raumes Hof, in: Miscellanea curiensia II (41. Bericht des Nordoberfränkischen Vereins für Natur-, Geschichtsund Landeskunde), Hof 1999 (im Folgenden zitiert als „Wurzbacher, Folgen“).
14 Heinrich Wirth: Chronik der Stadt Hof nach M. Enoch Widmann, Rector der Schule zu Hof im Jahr 1596, und einigen anderen älteren Geschichtsschreibern, deren Namen unbekannt sind, Hof 1843 (im Folgenden zitiert als „Widmann, Chronik“).
15 Die Landeshauptmannschaft Hof war eines von um 1750 elf, um 1806 sieben Verwaltungsgebieten des Fürstentums Bayreuth.
16 Philipp Ludwig von Weitershausen: Gegenwärtiger Zustand der Landeshauptmannschaft Hof als ein Beytrag zur Statistischen Kenntniß des Burggrafthums Nürnberg oberhalb Gebirgs, Bayreuth 1792 (im Folgenden zitiert als „Weitershausen, Zustand“).
17 Diese Berichte sind, wie er selbst gesteht, wohl nicht ganz korrekt: Ebd., Vorbericht (nicht paginiert): „Ich legte die 1783 von der Landeshauptmannschaft Hof verfertigte Statistische- und die vom Jahr 1787 auf Landesherrlichen Befehl herausgekommene allgemeine Bevölkerungs-Gewerbe-Feldbau und Vieh-Stands- Tabellen – die doch nicht so gar richtig sind, als man es glauben sollte – zum Grund, und neben bey nahm ich eigenen Augenschein, Bauern, Schultheiße, Dorfrichter, Zöllner und Schulmeister zu Hülfe. Dieses war diese – wahre Tagelöhner Arbeit, bey der so gar noch Unrichtigkeiten können untergelaufen seyn.“.
18 Ebd.: „Archivarische Quellen, Longolii sichere Nachrichten, Großens Landes- und Regentenhistorie, des Herrn Hof Cammer-Rath Lange handschriftliche Topographie und andere Nachrichten, waren zu meinem Zweck gar nicht dienlich...“.
19 Urkundenbuch der Vögte von Weida, Gera und Plauen, sowie ihrer Hausklöster Mildenfurth, Cronschwitz, Weida und z.h. Kreuz bei Saalburg, Bd.2, 1357-1427, in: Thüringische Geschichtsquellen, Bd.5, 2.Teil, hg. v. Berthold Schmidt, Jena 1892 (im Folgenden zitiert als „Urkundenbuch, Weida“).
20 Königliches Staatsministerium des Innern: Ergebnisse einer Erhebung über die in Bayerischen Fabriken und größeren Gewerbebetrieben zum Besten der Arbeiter getroffenen Einrichtungen, München 1874, S.50f. (im Folgenden zitiert als „Staatsministerium, Einrichtungen“); Bayerisches Statistisches Bureau: Die Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen in bayerischen Fabriken und grösseren Gewerbebetrieben. München 1906, S.18 (im Folgenden zitiert als „Bureau, Wohlfahrt“).
21 Königliches Statistisches Bureau: Statistischer Abriss für das Königreich Bayern, München 1876 (im Folgenden zitiert als „Bureau, Abriss“); Adolph Lienhardt: Statistisches aus der Stadtgemeinde Hof, Hof 1903 (Faltblatt ohne Seitenangaben) (im Folgenden zitiert als „Lienhardt, Stadtgemeinde“).
22 Hans-Werner Hahn: Die Industrielle Revolution in Deutschland, 2. Aufl., in: Enzyklopädie deutscher Geschichte, Bd. 49, hg. v. Lothar Gall, München 2005, S.1 (im Folgenden zitiert als „Hahn, Revolution“).
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Fabian Fuchs, 2011, Die Geschichte der Hofer Textilindustrie 1789-1919, München, GRIN Verlag GmbH
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