Aufgaben: 1. Erörtern Sie den Text.
2. Nehmen Sie vor dem Hintergrund Ihrer medientheoretischen Kenntnisse und eigener Medienerfahrungen Stellung zu der Frage, „ob das Fernsehen ein Medium bleibt, das die Menschen bewegt, sie gut informiert und gut unterhält“ (Z. 77f.)
Quellen:
Zeit Online (Hg.). Niggemeier, Stefan (Autor). (2001). Wer rettet das deutsche Fernsehen?. Abgerufen 12. Mai 2011, von: http://www.zeit.de/2001/11/Wer_rettet_das_deutsche_Fernsehen_
3
1)
In dem kritischen Kommentar „Wer rettet das deutsche Fernsehen“ des Journalisten, Grimme-Preis-Trägers und Medienkritikers Stefan Niggemeier gibt dieser, in einer Online-Ausgabe der Zeit aus dem Jahr 2001, seine Meinung wieder, ob und durch wen eine Qualitätsverbesserung im Fernsehprogramm stattfinden kann. Niggemeier beginnt mit einem vergleichenden Rückblick auf die Entstehungszeit der Privatsender und das, was diese vor nunmehr 22 Jahren ausmachte im Hinblick auf die Qualität der Sendungen.
Er bezieht sich zudem noch auf die Entwicklung des Radios und zieht negative Parallelen zum Fernsehen.
Nach dieser darstellenden Hinleitung zur Kernproblematik (Z. 14-26) geht Niggemeier dazu über, die Privatsender als Retter der Qualität zu nennen, und wägt ab, welche dieser Sender geeignet sind, die von ihm erhoffte Verbesserung der Qualität herbei zu führen. (Z. 28-38)
Im Folgenden beschreibt der Autor die Vorzüge seiner Wahl und weist nach, wodurch sich diese Sender dieser Wahl als würdig erweisen. (Z. 40-50) Er möchte hier den Leser informieren und nicht wie zuvor in erster Linie eine Bewertung vornehmen. Diese Vorzüge stellt er dann in einen Vergleich zu den strukturellen Vorgaben der großen Sender. (Z. 51-55)
Dann nimmt Niggemeier einen Einschnitt in seinem Text vor und beginnt sich einer weiteren Möglichkeit zuzuwenden.
Er geht darauf ein, wie das Programmgestaltungsverhalten der großen Sender aussieht und worin dieses Verhalten begründet ist. (Z. 59-65) Er führt diese Gedanken weiter und legt dar, inwiefern die Werbeindustrie Einfluss auf dieses Verhalten nehmen kann, um eine Verbesserung der Qualität zu erreichen. (Z. 67-75)
Niggemeier beendet seinen Text mit dem Fazit diese „Silberstreifen“ zu nutzen und nicht lediglich künftig auf „Einzelleistungen“ von bestimmten Medienschaff- enden zu setzen. (Z. 77-84)
4
Die These, welcher sich Niggemeier in seinem Text widmet, ist die Frage, wer in der Lage ist das deutsche Fernsehen zu retten, was im Hinblick auf die Qualität der Sendungen zu sehen ist.
Hierzu muss Niggemeier zunächst dem Leser vor Augen führen, warum eine Qualitätsverbesserung aus seiner Sicht überhaupt nötig ist. Er begründet dies damit, dass „die Privatsender es geschafft haben, sich in die Fernsehsteinzeit zurückzusenden“.
Er erweckt hier das Interesse des Lesers sich ebenfalls dieser Problematik zu widmen, indem er den Kontrast zwischen „Moderne“ und „Rückständigkeit“ im Neologismus „Fernsehsteinzeit“ auf den Punkt bringt. Er belegt diese Behauptung nun mit den Beispielen des damaligen Fernsehens, welche dem typisch älteren und gebildeten Leserklientel der „Zeit“ noch in Erinnerung sind und somit faktisch nachvollziehbar. (Z. 16-20) Als weiteren Beleg fügt Niggemeier eine Aufzählung dessen an, was das aktuelle Fernsehprogramm vermissen lässt: „Vielfalt, Nachhaltigkeit, Relevanz, Originalität“. (Z. 23)
In Verbindung gesetzt mit dem Ausspruch des Volksmundes, dass „aus der Kiste nichts Gutes kommen und werden kann“ (Z. 21-22), erzeugt Niggemeier auf recht ironische Weise einen Appell an seine Leser und hofft gleichzeitig, in diesen die Reaktion auszulösen, sich mehr mit der Qualität des Fernsehens zu befassen und der sinkenden Qualität entgegen zu wirken, da es ja nicht gewollt sein kann, dass das Fernsehen Vielfalt usw. verliert.
Er verleiht diesem Beweis darüber hinaus Nachdruck, indem er behauptet, dass das Radio diese Negativentwicklung bereits vollendet hat, da es nur noch „Werbemaschine, Hintergrundgeräusch und Alltagslärm darstellt. (Z. 24-26) Den Leser durch diese aufrüttelnde Einstimmung dem Thema zugänglich gemacht habend, beginnt Niggemeier nun direkt auf die eigentliche Frage ein zu gehen, die er sich anfangs gestellt hatte.
Er wendet sich zunächst der Angelegenheit zu, ob die großen Privatsender wie z.B. RTL, Pro Sieben oder Sat1 eine Wende im „Absacken“ der Fernsehqualität herbeiführen würden. Er belegt jedoch umgehend, dass dies nicht der Fall sein
Arbeit zitieren:
Christian Johannes von Rüden, 2008, Sachtexterörterung des Textes "Wer rettet das deutsche Fernsehen?" von Stefan Niggemeier, mit anschließender Stellungnahme, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Deutsch - Erörterungen und Aufsätze: neuer Titel erschienen: Sachtexterörterung des Textes "Wer rettet das deutsche Fernsehen?" von Stefan Niggemeier, mit anschließender Stellungnahme
Christian Johannes von Rüden hat einen neuen Text hochgeladen
Öffentlich-rechtliche Anwaltsklausuren im Assessorexamen
Prüfungsschwerpunkte - Klausur...
Gerhard Bülter
Hat öffentlich-rechtliches Fernsehen Zukunft?
FH Wien-Studiengang Journalism...
Anneliese Rohrer, Clemens Hüffel
0 Kommentare