Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Accounting and Taxes

Rechnungslegung derivativer Finanzprodukte im internationalen Vergleich

Title: Rechnungslegung derivativer Finanzprodukte im internationalen Vergleich

Seminar Paper , 2003 , 26 Pages , Grade: bestanden

Autor:in: Steffen Finke (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Aufgrund weltweit zunehmender Zins-, Aktien- und Währungskursschwankungen hat die Nachfrage nach Instrumenten zur Risikoabsicherung bei Banken und Unternehmen stark zugenommen. In Hinblick auf damit verbundene wachsende Bedeutung derivativer Finanzinstrumente wird im Rahmen dieser Arbeit versucht, diese zu systematisieren und deren Grundbausteine darzustellen. Dabei soll vor allem auf Optionen, Futures und Forwards, deren Verwendung im Zusammenhang mit Sicherungsgeschäften und die Bilanzierung und Bewertung nach deutschen und internationalen Rechnungslegungsvorschriften eingegangen werden. Angesichts der wachsenden Verbreitung der US-amerikanischen und der IASC-Rechnungslegungsstandards und deren Bedeutung für international tätige Großunternehmen und Banken, soll am Ende dieser Arbeit kritisch hinterfragt werden, inwieweit die Anwendung internationaler Standards (insbesondere die Anwendung der Zeitwertbewertung) in Hinblick auf die Ziele der Rechnungslegung und die Rechnungslegungsvorschriften in Deutschland möglich und sinnvoll erscheint.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Derivative Finanzprodukte

2.1 Begriff

2.2 Formen derivativer Finanzprodukte

2.2.1 Überblick und Systematisierung

2.2.2 Termingeschäfte

2.2.3 Optionen

2.2.4 Sicherungsgeschäfte

2.3 Motive für den Einsatz von Derivaten

3. Rechnungslegung nach deutschem Bilanzrecht

3.1 Jahresabschlußzwecke

3.2 Struktur des deutschen Bilanzrechts

3.3 Die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung

3.3.1 Überblick

3.3.2 Grundsatz der Einzelbewertung

3.3.3 Grundsatz der Vorsicht

3.4 Darstellung von Derivaten im Jahresabschluß

3.4.1 Optionen

3.4.2 Termingeschäfte

3.5 Bilanzierung von Sicherungsgeschäften

4. Rechnungslegung nach IAS und US-GAAP

4.1 Grundlagen

4.2 Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten

4.3 Bilanzierung von Sicherungsgeschäften

5. Beurteilung einer Bewertung derivativer Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert in Hinblick auf die Ziele der deutschen Rechnungslegung

5.1 Zeitwertbewertung und Informationsfunktion

5.2 Zeitwertbewertung und Zahlungsbemessungsfunktion

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die bilanzielle Behandlung und Bewertung derivativer Finanzprodukte im deutschen Recht im Vergleich zu internationalen Standards (IAS/US-GAAP), um deren Eignung zur Informationsvermittlung und Erfolgsbemessung kritisch zu hinterfragen.

  • Systematisierung und Grundbausteine derivativer Finanzinstrumente
  • Bilanzierung und Bewertung nach deutschem Bilanzrecht
  • Vergleich der Rechnungslegungsphilosophien (HGB vs. IAS/US-GAAP)
  • Analyse der Zeitwertbewertung im Hinblick auf die Ziele der deutschen Rechnungslegung
  • Kritische Würdigung von Risiken und Chancen bei der Anwendung internationaler Standards

Auszug aus dem Buch

2.2.3 Optionen

Bei Optionen handelt es sich um bedingte Termingeschäfte mit einer asymmetrischen Zahlungsstruktur. D. h., daß es bei Abschluß des Geschäftes offen ist, ob es zukünftig tatsächlich zu Ansprüchen oder Verpflichtungen kommt. Es hängt allein vom freien Willen des Optionsberechtigten ab, ob der Vertrag zustande kommt. Optionen werden – wie Termingeschäfte – entweder außerbörslich als sogenannte OTC-Optionsgeschäfte oder als Optionskontrakte an Terminbörsen gehandelt. Sie geben dem Käufer gegen Zahlung einer Prämie das Recht (aber nicht die Verpflichtung), innerhalb eines bestimmten Zeitraumes (amerikanische Option) oder zu einem bestimmten zukünftigen Zeitpunkt (europäische Option) ein bestimmtes Wirtschaftsgut (Fremdwährungsbeträge, Wertpapiere etc.) zu einem vereinbarten Preis zu kaufen bzw. zu verkaufen.

Je nach Art der Geschäfte werden Kauf- und Verkaufsoptionen unterschieden. Bei einer Kaufoption erwirbt der eine Vertragspartner (Käufer der Kaufoption) das Recht, den Optionsgegenstand zu einem vorher festgelegten Preis von dem anderen Partner (Stillhalter) zu erwerben. Bei einer Verkaufsoption erwirbt der eine Vertragspartner (Käufer der Verkaufsoption) das Recht, den Optionsgegenstand zu einem vorher festgelegten Preis dem anderen Vertragspartner (Stillhalter) zu verkaufen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Erläutert die Motivation für die Arbeit aufgrund zunehmender Finanzmarktschwankungen und skizziert die Fragestellung zur Anwendbarkeit internationaler Standards im deutschen Bilanzrecht.

2. Derivative Finanzprodukte: Bietet eine Definition, Klassifizierung der Derivate sowie eine Erläuterung der Einsatzmotive wie Absicherung, Spekulation und Arbitrage.

3. Rechnungslegung nach deutschem Bilanzrecht: Detailliert die Ziele des HGB-Jahresabschlusses, die Bedeutung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung sowie die Bilanzierungspraxis für Derivate und Sicherungsgeschäfte.

4. Rechnungslegung nach IAS und US-GAAP: Analysiert die internationalen Rechnungslegungskonzepte mit Fokus auf den "Fair Value"-Ansatz und die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften.

5. Beurteilung einer Bewertung derivativer Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert in Hinblick auf die Ziele der deutschen Rechnungslegung: Diskutiert die Auswirkungen der Zeitwertbewertung auf die Informationsfunktion und die Zahlungsbemessung im Kontext der deutschen Rechnungslegungsziele.

6. Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse zusammen und empfiehlt eine Reform des deutschen Bilanzrechts unter Einführung einer Zeitwertbewertung bei gleichzeitiger Sicherung der Kapitalerhaltung.

Schlüsselwörter

Derivative Finanzinstrumente, Rechnungslegung, HGB, IAS, US-GAAP, Zeitwertbewertung, Fair Value, Sicherungsgeschäfte, Bilanzierung, Gläubigerschutz, Optionen, Termingeschäfte, Hedging, Risikomanagement, Jahresabschluss.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der bilanziellen Behandlung und Bewertung von Derivaten im deutschen Handelsrecht im Vergleich zu internationalen Rechnungslegungsstandards.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Systematik derivativer Instrumente, die handelsrechtliche Bilanzierung, die Anwendung internationaler Standards (IAS/US-GAAP) sowie die Diskussion der Zeitwertbewertung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine kritische Prüfung, ob eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im deutschen Bilanzrecht sinnvoll ist, um die Informationsqualität zu verbessern, ohne die Gläubigerschutzziele zu verletzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systematische Analyse und Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie eine normativ-kritische Würdigung der Bewertungsmethoden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Derivaten, eine detaillierte Analyse der HGB-Bilanzierung, eine Gegenüberstellung mit IAS/US-GAAP und eine abschließende kritische Beurteilung der Bewertungsverfahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Derivative, HGB, IAS, Fair Value, Bilanzierung, Hedging und Gläubigerschutz.

Welche Rolle spielt die Zeitwertbewertung in Bezug auf das deutsche Anschaffungskostenprinzip?

Die Autorin/Der Autor stellt fest, dass die Zeitwertbewertung zwar zu informativeren Jahresabschlüssen führt, jedoch derzeit im Widerspruch zum geltenden deutschen Anschaffungskostenprinzip steht.

Warum wird für Bewertungserträge eine gegen Ausschüttung gesperrte Rücklage empfohlen?

Um das Gläubigerschutz- und Vorsichtsprinzip zu wahren, soll verhindert werden, dass nur theoretische, nicht realisierte Bewertungserträge als ausschüttungsfähiger Gewinn abfließen und somit die Haftungsmasse schwächen.

Excerpt out of 26 pages  - scroll top

Details

Title
Rechnungslegung derivativer Finanzprodukte im internationalen Vergleich
College
University of Hagen  (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre insb. Steuer- und Prüfungswesen)
Course
Seminar Ausgewählte Fragen zur Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Allgemeine Betriebswirtschaftslehre
Grade
bestanden
Author
Steffen Finke (Author)
Publication Year
2003
Pages
26
Catalog Number
V17191
ISBN (eBook)
9783638218221
ISBN (Book)
9783638645096
Language
German
Tags
Rechnungslegung Finanzprodukte Vergleich Seminar Ausgewählte Fragen Betriebswirtschaftliche Steuerlehre Allgemeine Betriebswirtschaftslehre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steffen Finke (Author), 2003, Rechnungslegung derivativer Finanzprodukte im internationalen Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17191
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  26  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint