II
FERNUNIVERSITÄT
GESAMTHOCHSCHULE IN HAGEN
Fachbereich Wirtschaftswissenschaft
RECHNUNGSLEGUNG DERIVATIVER FINANZ-PRODUKTE IM INTERNATIONALEN VERGLEICH
Seminar: Ausgewählte Fragen zur Betriebswirtschaftli-
Name Steffen Finke
III
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis IV
Abk ürzungsverzeichnis IV
1. Einleitung. 1
2. Derivative Finanzprodukte 1
2.1 Begriff. 1
2.2 Formen derivativer Finanzprodukte. 2
2.2.1 Überblick und Systematisierung 2
2.2.2 Termingeschäfte 2
2.2.3 Optionen 3
2.2.4 Sicherungsgeschäfte 4
2.3 Motive für den Einsatz von Derivaten. 5
3. Rechnungslegung nach deutschem Bilanzrecht. 6
3.1 Jahresabschlußzwecke 6
3.2 Struktur des deutschen Bilanzrechts 7
3.3 Die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung 8
3.3.1 Überblick. 8
3.3.2 Grundsatz der Einzelbewertung. 8
3.3.3 Grundsatz der Vorsicht 9
3.4 Darstellung von Derivaten im Jahresabschluß 10
3.4.1 Optionen 10
3.4.2 Termingeschäfte 11
3.5 Bilanzierung von Sicherungsgeschäften 11
4. Rechnungslegung nach IAS und US-GAAP 12
4.1 Grundlagen 12
4.2 Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten 14
4.3 Bilanzierung von Sicherungsgeschäften 14
5. Beurteilung einer Bewertung derivativer
Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert in
Hinblick auf die Ziele der deutschen Rechnungslegung 15
5.1 Zeitwertbewertung und Informationsfunktion. 15
5.2 Zeitwertbewertung und Zahlungsbemessungsfunktion 17
6. Zusammenfassung 18
7. Literaturverzeichnis 19
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Kriterien für die Einteilung von Derivaten ......................2
Abbildung 2: Grundpositionen bei Optionsgeschäften .......................4
Abkürzungsverzeichnis
BFA Bankenfachausschuß des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. BFuP Betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis bzw. beziehungsweise
d. h. das heißt DB Der Betrieb Diss. Dissertation
engl. englisch etc. et cetera
FASB Financial Accounting Standards Board FRA Forward-Rate-Agreement
GAAP Generally Accepted Accounting Principles gem. gemäß GoB Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung GuV Gewinn- und Verlustrechnung
h.M. herrschende Meinung HGB Handelsgesetzbuch hrsg. herausgegeben
i. d. R. in der Regel i. e. S. im engeren Sinne
i. w. S. im weiteren Sinne IAS International Accounting Standards IASB International Accounting Standards Board IASC International Accounting Standards Committee IDW Institut der Wirtschaftsprüfer
m. E. meines Erachtens m. w. V. mit weiteren Verweisen
No. Number
o. oder OTC over the counter (außerbörslich)
SEC Securities and Exchange Commission SFAS Statements of Financial Accounting Standards sog. sogenannt
Vgl. vergleiche
WPg Die Wirtschaftsprüfung
z. B. zum Beispiel
1. Einleitung
Aufgrund weltweit zunehmender Zins-, Aktien- und Währungskursschwankungen hat die Nachfrage nach Instrumenten zur Risikoabsicherung bei Banken und Unternehmen stark zugenommen. In Hinblick auf damit verbundene wachsende Bedeutung derivativer Finanzinstrumente wird im Rahmen dieser Arbeit versucht, diese zu systematisieren und deren Grundbausteine darzustellen. Dabei soll vor allem auf Optionen, Futures und Forwards, deren Verwendung im Zusammenhang mit Sicherungsgeschäften und die Bilanzierung und Bewertung nach deutschen und internationalen Rechnungslegungs-vorschriften eingegangen werden. Angesichts der wachsenden Verbreitung der US-amerikanischen und der IASC-Rechnungslegungs-standards und deren Bedeutung für international tätige Großunternehmen und Banken, soll am Ende dieser Arbeit kritisch hinterfragt werden, inwieweit die Anwendung internationaler Standards (insbesondere die Anwendung der Zeitwertbewertung) in Hinblick auf die Ziele der Rechnungslegung und die Rechnungslegungsvorschriften in Deutschland möglich und sinnvoll erscheint.
2. Derivative Finanzprodukte 2.1 Begriff
Derivative Finanzinstrumente bezeichnen solche Instrumente, deren Werte sich aus dem Wert eines zugrundeliegenden Basiswertes (engl. underlying) ableiten. 1 Dieses können Finanzmarkttitel, Zinsbzw. Wechselkurse oder Indizes sein. Ein Derivat ist ein Finanzinstrument, das verglichen mit anders gearteten Verträgen, die in ähnlicher Weise auf Änderungen der Marktbedingungen reagieren, keine oder nur eine geringe anfängliche Nettoinvestition erfordert und das zu einem späteren Zeitpunkt beglichen wird. 2
1 Vgl. Schirmer, L., Rechnungslegung von Finanzderivaten, 2000, S. 7.
2.2 Formen derivativer Finanzprodukte
2.2.1 Überblick und Systematisierung
Derivate können nach verschiedenen Kriterien eingeteilt werden:
Abbildung 1: Kriterien für die Einteilung von Derivaten 3
Übereinstimmend werden im Schrifttum drei Grundtypen derivativer Finanzinstrumente unterschieden: Optionen (options), Termingeschäfte (financial futures, forwards) und Swaps 4 (financial swaps). Alle anderen gehandelten Derivate können auf diese drei Grundtypen zurückgeführt werden.
2.2.2 Termingeschäfte
Im Gegensatz zu Kassageschäften, bei denen der Abschluß des Verpflichtungsgeschäftes und der Abschluß des Erfüllungsgeschäftes zeitlich weitgehend zusammenfallen, erfolgt bei einem Termingeschäft die Vertragserfüllung zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt. Dabei wird vereinbart, daß eine bestimmte Menge eines Gutes zu einem bestimmten Termin und zu einem vorher festgelegten Preis gekauft oder verkauft wird. 5
Je nachdem ob Termingeschäfte individuell vereinbart oder standardisiert an Terminbörsen gehandelt werden, lassen sich zwei verschiedene unterscheiden. Financial Futures ("Futures") sind hinsicht- 2 IASC,IAS No. 39, Art. 10.
3 Vgl. Schmidt, M., Derivative Finanzinstrumente, 1999, S. 2/3.
4 Financial Swaps (z. B.: Zins- und Währungsswaps) stellen Tauschvereinbarun-
gen dar und werden zwischen den Vertragsparteien mit dem Ziel ausgetauscht,
relative Kostenvorteile auszunutzen. Vgl. Alsheimer, C. H., Derivative Finanzin-
strumente, 2000, S. 80.; Schirmer, L., Rechnungslegung von Finanzderivaten,
2000, S. 296.
Arbeit zitieren:
Steffen Finke, 2003, Rechnungslegung derivativer Finanzprodukte im internationalen Vergleich, München, GRIN Verlag GmbH
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