Inhaltsverzeichnis
1. Unterrichtsbeobachtungen 2
1.1. Reflexion der Beobachtungen 2
2. Bedingungsanalyse 3
2.1. Sozio-kulturell 3
2.2. anthropologisch-psychologisch (Schüler und Lehrer) 4
3. Die Unterrichtsplanung 5
3.1. Sachanalyse zum Thema: Der Wasserkreislauf der Erde 5
3.2. Didaktische Analyse zum Thema: Der Wasserkreislauf der Erde 6
3.3. Methodische Analyse zum Thema: Der Wasserkreislauf der Erde 7
3.4. Sachanalyse zum Thema: Schwimmen und Sinken 8
3.5. Didaktische Analyse zum Thema: Schwimmen und Sinken 9
3.6. Methodische Analyse zum Thema: Schwimmen und Sinken 10
1. Unterrichtsbeobachtungen
1.1. Reflexion der Beobachtungen
Alle Beobachtungen zu den Hospitationsstunden befinden sich im Anhang in schriftlich ergänzter Form zum Stundenentwurf. Im Folgenden werde ich eine Hospitationsstunde näher reflektieren.
Die Unterrichtseinheit „Wasser - Wasser überall / Wasser verwandelt sich“ ist als Einführungsstunde angelegt, in der die Kinder die Zustandsformen des Wassers kennenlernen sollen. Ziel ist es, dass die Schülerin und Schüler Eis, Wasser und Wasserdampf als Erscheinungsformen des Wassers erkennen und benennen können und deren Aggregatzustände entsprechend zuordnen können. Ein weiteres Lernziel ist das bewusste Erfahren der Aggregatzustandsänderungen (Schmelzen, Gefrieren, Sieden) durch ein Lehrerexperiment der Klasse bewusst und erfahrbar zu machen. Frau S. tritt der Klasse freundlich gegenüber. Ihre Stimme ist laut und deutlich und sie wirkt vorbereitet, das sich in ihrem selbstbewussten Auftreten widerspiegelt. In der Einführungsphase erfragt Sie zunächst das Vorwissen und die Alltagserfahrungen der Kinder: Wohin verschwindet das Wasser aus der Pfütze? Warum schwimmen Eisberge?
In der Erarbeitungsphase verdeutlicht Frau S. den Schülerin und Schülern anhand eines Experiments die möglichen Zustandsformen des Wassers. Sie nennt die wichtigen Fachbegriffe (Eis, Wasser, Wasserdampf, fest, flüssig, gasförmig, Schmelzen, Gefrieren, Sieden, Kondensieren) während des Experiments, da diese im späteren Stundenverlauf für die Erarbeitung eines Schemas von Bedeutung sind. Ihre Wortwahl ist stellenweise etwas schwierig und nicht klar nachvollziehbar. So ist der Begriff Schnee nicht gefallen. Eine konkrete Fragestellung vor Beginn des Experiments wäre für die Kinder hilfreich gewesen, damit der Fokus auf die Fachbegriffe gelenkt wird. Im Zuge des Experiments wirkt Sie etwas unsicher, jedoch bemerken dies die Schülerin und Schüler nicht, verfolgen aufmerksam und gespannt das Unterrichtsgeschehen.
In der Festigungsphase wird das Schema zu den Zustandsformen des Wassers gemeinsam mit der Klasse erarbeitet. Frau S. hat dazu Magnetkarten vorbereitet. Die Erklärung der Fachbegriffe wurde jedoch durch die Lehrerin vorweg genommen und den Schülerin und Schülern somit nicht die Möglichkeit eingeräumt diese Begriffe selbst zu wiederholen. Das Tafelbild war zu Beginn nicht optimal ausgenutzt, da nicht alle Magnetkarten Platz gefunden haben. Jedoch hat Frau S. diesen Fehler bemerkt und die Kärtchen während der Erarbeitung neu ausgerichtet. In der Anwendungs- und Auswertungsphase erhalten die Schülerin und Schüler ein Arbeitsblatt, auf dem das zuvor behandelte Thema abgebildet ist. Die Aufgabe besteht nun darin, das Schema zu vervollständigen, Bilder auszuschneiden und aufzukleben. Als didaktische Reserve für schnellere Kinder wurden die Wortkarten an der Tafel vertauscht, sodass die schnelleren Schülerin und Schüler
diese wieder neu in das Schema einordnen sollen. Die entstehende Unruhe in der Klasse hätte durch eine vorherige Handlungsanweisung unterbunden werden können.
Zum Ende der Stunde gibt Frau S. die Hausaufgabe auf, sich das Schema einzuprägen, da dieses in der nächsten SPÜ-Stunde abgefragt werden wird. Frau S. beendet die Stunde, lobt und verabschiedet die Klasse und bedankt sich für die tolle Mitarbeit.
2. Bedingungsanalyse
2.1. Sozio-kulturell
Die Schule im Stadtteil Reutershagen ist eine Grundschule mit Diagnoseförderklassen (DFK) und wurde im Jahre 1956 gegründet. Bis zur Generalsanierung im Jahre 2001 war sie eine Haupt- und Realschule und ab 2002 dann erst eine Grundschule.
Der Stadtteil Reutershagen bietet viele Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten, wie ein Freizeitzentrum, eine Schwimmhalle, die Kunsthalle oder die Reuterpassage. Die Verkehrsanbindung ist durch Bus und Bahn gewährleistet. Reutershagen zeichnet sich besonders durch den sozialistischen Klassizismus aus, denn es gibt viele Wohnhäuser im Plattenbaustil. Alle anderen Wohngebäude sind Einfamilienhäuser oder alte Soldatenunterkünfte.
Das Schulgelände bietet einen Spielplatz mit diversen Klettengeräten, sowie einen eigenen Sportplatz und sanierte Sporthalle, Hort und Schulgarten. Auch der Schulhof wurde mit ausreichend Fahrradständern ausgestattet. Das Schulgebäude wirkt innerlich wie äußerlich sehr freundlich und einladend. Die Gestaltung und Ausstattung ist ansprechend und die Wände auf den langen Fluren mit Schülerarbeiten und Informationsschaukästen versehen.
Die räumliche Ausstattung des Klassenzimmers ist angemessen, jedoch ist die Größe des Klassenzimmers nicht ausreichend. Die Klasse hat Zugang zu einem Computer (Medienecke), der neben der Tafel platziert ist. Im hinteren Teil des Klassenraums befindet sich eine Garderobe und Schränke in denen Unterrichtsmaterialien hinter legt werden können. Die Fensterbänke sind mit Blumen und Basteleien der Schülerin und Schüler versehen. Es besteht außerdem die Möglichkeit das Klassenzimmer mittels Jalousien zu verdunkeln. Auf der gegenüberliegenden Seite sind gestaltete Poster, eine Deutschlandkarte, Merksätze und Klassenregeln an der Wand angebracht. Die Schule kann den Kindern ein modernes Computerkabinett bieten, mit 15 Schüler-PC, 1 Lehrer-PC und 1 Beamer. Die Bildschirmausgabe kann auf ein Board projiziert werden. Es besteht also die Möglichkeit, dass die Kinder durch den Computereinsatz Texte erstellen können, den Computer als Informationsquelle und zur Veranschaulichung nutzen können, Arbeitsergebnisse auf der Schulhomepage präsentieren können und vieles mehr.
Die Schule hat Diagnoseförderklassen (DFK). Schulpflichtige Kinder, die in ihrer allgemeinen Entwicklung verzögert sind (Denken, Sprache, Gedächtnis, Motorik und Wahrnehmung) haben in diesen Klassen die Möglichkeit diese Entwicklungsrückstände zu mindern oder gar zu beseitigen. „Durch das Zusammenwirken von Grundschullehrer und Sonderpädagogen, unterrichtsbegleitender Diagnostik und Individualisierung des Unterrichts kann zielgerichtet das Kind gefördert werden. Die Kinder haben die Möglichkeit in drei Schuljahren den Lehrstoff der 1. und 2.Klasse zu bewältigen.“ 1
Im Unterricht werden folgende wichtige Prinzipien verfolgt um das gesteckte Ziel zu erreichen: Anschaulichkeit, Erlebbarkeit, Kleinschrittigkeit, Verständlichkeit, Nachvollziehbarkeit, Sinnhaftigkeit Lernen mit allen Sinnen: Es wird getastet, geschmeckt und akustisch sowie optisch differenziert. Lautzeichen sollen helfen sich die Laute schneller einzuprägen.
Der Unterricht ist dadurch gezeichnet, dass sich offene und frontale Lernformen abwechseln. Die Kinder haben Spaß an Experimentierphasen und handlungsorientierten Übungen und dem entdeckenden Lernen. Weiterhin bilden Klassen übergreifende Projekte einen wichtigen Schwerpunkt. Auch das soziale Lernen steht im Mittelpunkt, da oft Ängste und Aggressionen abgebaut werden müssen, um eine angenehme und freudvolle Lernatmosphäre zu schaffen.
Weitere Angebote der Schule sind ein Schulverein, der die schulische und außerschulische Arbeit durch finanzielle Zuwendungen unterstützt. Sozialschwache Familien haben so die Möglichkeit einen Zuschuss für eine Klassenfahrt zu beantragen.
Außerdem gibt es eine Kinderkonferenz. Jede Klasse bestimmt einen Vertreter dieser Konferenz. So können die Schülerin und Schüler im Namen der Klasse bei einem Zusammentreffen Probleme und Verbesserungsvorschläge ansprechen.
Auch Förderangebote sind an der Türmchenschule zu finden. Es werden parallel zum Unterricht in allen vier Klassenstufen Förderstunden angeboten
2.2. anthropologisch-psychologisch (Schüler und Lehrer) Die Klasse 3d
Frau S. ist die zuständige Klassenlehrerin. Die Klasse besteht aus Schülerin und Schülern, aufgeteilt zu 11 Jungen und 8 Mädchen. Die Jungen der Klasse sind sowohl im Unterricht, als auch in den Pausen sehr aktiv. Besonders während der Stunde erhält man den Eindruck, dass die Jungen das Unterrichtsgeschehen bestimmen. Die Mädchen sind hingegen sehr zurückhaltend.
1 Power Point Präsentation
Arbeit zitieren:
David Hößel, 2010, Schulpraktische Übungen: Sachkunde in der Klassenstufe 3, München, GRIN Verlag GmbH
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