INHALTSVERZEICHNIS
Inhaltsverzeichnis............................................................................................................... II
Abbildungsverzeichnis III
- 1 -
- 1 -
2.1. Terminologie. - 1 -
2.2. Aufgaben und Ziele der Bilanzanalyse. - 1 -
2.3. Analysegegenstand. - 2 -
2.4. Überblick über die Methodik - 3 -
2.5. Grenzen der Analyse - 7 -
- 8 -
3.1. Qualitative Analyse der Wienerberger AG. - 8 -
3.1.1. Der Konzern und Mission Statement - 8 -
3.1.2. Bemerkungen zur Bilanzierung, Zusatzinformationen und verbaler Analyse. - 8
-
3.1.3. Branchenanalyse - 9 -
3.1.4. Strategische Analyse - 10 -
3.1.5. Der Konzern und Mission Statement der Polytec Group - 12 -
3.1.6. Bemerkungen zur Bilanzierung, Zusatzinformationen und verbaler Analyse- 13
-
3.1.7. Branchenanalyse - 14 -
3.1.8. Strategische Analyse - 15 -
3.2. Quantitative Analyse - 16 -
3.2.1. Finanzwirtschaftliche Analyse. - 16 -
3.2.2. Erfolgswirtschaftliche Analyse - 31 -
3.2.3. Strategische Analyse - 34 -
é - 35 -
- 37 -
Inhaltsverzeichnis II
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Unternehmensziele, Unternehmens- und Bilanzanalyse Coenenberg A. et al.,
Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 21. Auflage, 2009, S. 1014. - 5 -
Abbildung 2: Eigene Darstellung der Strukturierung der Bilanzanalyse in Anlehnung an
Coenenberg A. et al., Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse - 6-
Abbildung 3 Eigene Darstellung der Kapitalstrukturanalyse der Wienerberger AG. - 23 -
Abbildung 4 Eigene Darstellung der Kapitalstrukturanalyse der Polytec Group - 24 -
Abbildung 5 Eigene Darstellung über die Entwicklungen der Sachanlagen und der Vorräte der
Wienerberger AG - 25 -
Abbildung 6 Eigene Darstellung über die Entwicklungen der Sachanlagen und der Vorräte der
Polytec Group - 25 -
Abbildung 7 Eigene Darstellung über die Cashflows der Wienerberger AG. - 29 -
Abbildung 8 Eigene Darstellung über die Cashflows der Polytec Group - 30 -
Abbildung 9 Eigene Darstellung über die Erfolgsanalyse der Wienerberger AG - 31 -
Abbildung 10 Eigene Darstellung über die Erfolgsanalyse der Polytec Group. - 32 -
Abbildung 11 Eigene Darstellung über die Erfolgsstrukturanalyse der Wienerberger AG- 33 -
Abbildung 12 Eigene Darstellung der Erfolgsstrukturanalyse der Polytec Group - 34 -
Abbildungsverzeichnis
Die vorliegende Seminararbeit entstand im Rahmen des wissenschaftlichen Seminars Finanzwirtschaft an der Johannes Kepler Universität bei Professor Guserl und verfolgt das Ziel einer prägnanten theoretischen Abhandlung der Bilanzanalyse mit anschließender anschaulicher Darstellung, sowie einhergehender Beurteilung anhand der Unternehmen Polytec und Wienerberger über einen Verlauf von fünf Geschäftjahren.
2.1. Terminologie
Bevor sich der heutzutage übliche Terminus „Jahresabschluss“ etablierte, bezeichnete der einstige Begriff „Bilanz“ lange Zeit hindurch Vermögens- und Erfolgsbilanzen. Diese Tatsache führte zur Prägung des, auch noch heute gebräuchlichen, Vokabels „Bilanzanalyse“ im Schrifttum und in der Praxis, wobei zu erwähnen sei, dass Bilanzanalyse in der Literatur mittlerweile als unscharf kritisiert wird. 1
Aus dem Grund erscheint es sinnvoll, den Begriffsinhalt näher zu spezifizieren. „Unter Bilanzanalyse sind die Aufbereitung (Verdichtung) sowie die Auswertung erkenntniszielorientierter Unternehmensinformationen mittels Kennzahlen,
Kennzahlensystemen und sonstiger Methoden zu verstehen.“ 2
Alternativ zu dieser eher breiten Definition konkretisiert Coenenberg den Begriff Bilanzanalyse und versteht darunter Verfahren der Informationsgewinnung und -auswertung, mit deren Hilfe aus den Angaben des Jahresabschlusses (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang) und des Lageberichts Erkenntnisse über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmung gewonnen werden. 3
2.2. Aufgaben und Ziele der Bilanzanalyse
Wie bereits in der obigen Definition ersichtlich, soll die Bilanzanalyse die Lage eines bestimmten Unternehmens aus historischen Geschäftsberichten bzw. Jahresfinanzberichten
1 Vgl. Haeseler H. / Kirchberger T.: Bilanzanalyse, 2. Auflage, 2005, S. 10.
2 Küting K. / Weber C.-P.: Die Bilanzanalyse, 9. Auflage, 2009, S. 1.
3 Vgl. Coenenberg A. et al., Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 21. Auflage, 2009, S. 1013.
untersuchen, möglichst treffsicher beurteilen und überdies auf zukünftige Entwicklungen schließen. 4
Es erscheint sachlogisch, dass bei der Beantwortung der Frage nach den Aufgaben und Zielen der Bilanzanalyse auf die Vielfalt der Interessen der diversen Adressaten des Jahresabschlusses Rücksicht genommen werden muss. Auf Basis der Koalitionstheorie entspricht der Jahresabschluss einem finanziellen Rechenschaftsbericht der
Unternehmensleitung gegenüber den Koalitionsteilnehmern (Miteinbeziehung aller Personen oder Personengruppen, die an der Unternehmung in irgendeiner Weise beteiligt sind). Somit bestimmt die Interessenlage den Analysezweck. In der Literatur erfolgt eine Differenzierung nach Adressaten in eine externe- (für Gläubiger, aktuelle und potenzielle Anteilseigner, Kontrollinstanzen etc.), sowie eine interne Bilanzanalyse (für Unternehmensführung, sonstige Führungsebenen etc.). Aufgrund des engen Rahmens und der Wesentlichkeit wird diese Differentiation nicht näher erläutert, denn so unterschiedlich die diversen Adressaten auch sein mögen, so fokussiert sich ihre Frage doch auf zwei zentrale Bestrebungen: 1. Die Beurteilung der „jüngsten“ Ertragslage (Erfolg) mit einhergehendem Ziel der Prognose der zukünftigen Ertragskraft der Unternehmung (Erfolgspotential) 2. Die Beurteilung der finanziellen Stabilität (Liquidität), zur Einschätzung der Fähigkeit den gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, etwaige Wachstums- und Anpassungsmaßnahmen an veränderte Markt- und Konjunkturlagen finanzieren zu können. 5
2.3. Analysegegenstand
In dieser Seminararbeit werden die Geschäftsberichte bzw. Jahresfinanzberichte von Polytec und Wienerberger über die letzten fünf Geschäftsjahre betrachtet. Insbesondere zu beachten ist die Tatsache, dass die IFRS-Konzernjahresabschlüsse herangezogen werden.
Im Gegensatz zur Multizielsetzung des UGB, wie etwa Ermittlung des ausschüttbaren Gewinnes, Gläubigerschutz, Steuerbemessungsgrundlage, Informationen über Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung), verfolgt die internationale Bilanzierung nach IFRS eine Monozielsetzung, nämlich die Informationsfunktion für Investoren und Gläubiger mit notwendiger Tatsachengetreue (fair presentation) und Entscheidungsrelevanz (decisions usefullness). Die
4 Vgl. Weiß A.: Aufgaben und Instrumente der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse, 1. Auflage, 2003, S. 3.
5 Vgl. Küting K. / Weber C.-P.: Die Bilanzanalyse, 9. Auflage, 2009, S. 7-10.
zentralen Grundsätze Imparitätisches Realisationsprinzip, Vorsichtsprinzip (Stichwort: Niederstwertprinzip) und Periodenabgrenzung des UGB werden durch das Realisation principle (keine derart starke Prägung vom Vorsichtsprinzip) und Matching principle ersetzt. 6 Damit einhergehend wurden natürlich auch die Bewertungskonventionen modifiziert, im Speziellen wird im Rahmen der Seminararbeit auf IAS36 Impairment of Assets aufgrund des maßgeblichen Einflusses von Wertminderungen auf das Anlagevermögen gesondert eingegangen.
Mit der Umstellung auf internationale Normen der Rechnungslegung wird in der Literatur die These vertreten, dass sich die Transparenz und Qualität in der Finanzberichterstattung verbessert, sowie die Vergleichbarkeit der Unternehmenszahlen kapitalmarktorientierter Unternehmen steigt. 7 Im Jahre 1955 legte bereits Albart dar: „Der Wirtschaftwissenschafter kennt besonders gut die dynamische und klärende Kraft des Vergleichs: Die absolute Zahl für sich alleine betrachtet ist tot. Sie gewinnt erst Leben im Betriebs- oder Zeitvergleich.“ 8
Im Zuge der Vergleichbarkeit ist es unabdinglich, sich mit der Aufbereitung und Auswertung von Informationen auseinanderzusetzen. Die Aufbereitung bzw. oftmals sogenannte Verdichtung der Informationen stellt primär eine bloße Neuordnung (Umformung) der ansonsten nur schwer überschaubaren Informationsvielfalt dar. 9 Sekundär werden bei bilanzanalytischen Handlungen in der Literatur oftmals Bereinigungen vorgeschlagen. Da IFRS-Abschlüsse auf einen ‚fair- and truth view’ abstellen, ist die Anzahl der Bereinigungsmaßnahmen der Aktiva und Passiva weitaus geringer als etwa im österreichischen UGB, da beispielweise aufgrund der tatsachengetreuen Standards kaum stille Reserven gebildet werden dürfen. Aus eben angeführten Grund wird auf Modifizierunstätigkeiten in dieser Arbeit verzichtet, die nach UGB zuhauf stattfinden (Berücksichtigung der Bilanzierungshilfen, Firmenwert, latente Steuern, ARA, PRA, unversteuerte Rücklagen etc.). 10
2.4. Überblick über die Methodik
Die Frage nach der Art der Gliederung der Bilanzanalyse war zentral für die Entwicklung dieser Seminararbeit. Es wird eine grundlegende Differenzierung in eine qualitative
6 Vgl. Haeseler H. / Kirchberger T.: Bilanzanalyse, 2. Auflage, 2005, S. 267.
7 Vgl. Wohlgemuth F.: IFRS: Bilanzpolitik und Bilanzanalyse, 1. Auflage, 2007, S.109.
8 Vgl. Albart R., zitiert nach Wohlgemuth F.: IFRS: Bilanzpolitik und Bilanzanalyse, 1. Auflage, 2007, S.109.
9 Vgl. Küting K. / Weber C.-P.: Die Bilanzanalyse, 9. Auflage, 2009, S. 1.
10 Vgl. Haeseler H. / Kirchberger T.: Bilanzanalyse, 2. Auflage, 2005, S. 279-281.
Bilanzanalyse zum Zweck einer Soft Fact Einschätzung, sowie eine quantitative Bilanzanalyse, die auf numerischen Daten bzw. monetären Zahlen basiert, vorgenommen.
Bei der qualitativen Analyse handelt es sich um die Untersuchung sowie Auswertung verbaler Informationen, wie beispielsweise des Lageberichts bzw. teilweise des Anhangs (jene Informationen, die nicht quantitativ gestützt sind). Eine Unterteilung der qualitativen Analyse wurde wie in Abb. 2 vorgenommen. Dabei wird auf die Art der Bilanzierung (insbesondere Bilanzierungsstetigkeit), auf Zusatzinformationen (freiwillige weitere Informationen seitens des Unternehmens), auf die syntaktische Analyse (Untersuchung der Präzision der Formulierungen im Jahresabschluss), auf eine semantische Analyse (Zählung von ‚negativen und positiven’ Termini wie beispielsweise Stagnation versus Stärkung) eingegangen. Ferner erfolgt eine Berücksichtigung des Mission Statements und der zugehörigen Unternehmensstrategie, sowie der Branchenentwicklung. 11 Vor allem bei IFRS gestützten Abschlüssen hat die qualitative Bilanzanalyse eine essentielle Bedeutung. Demnach ist eine sachgerechte Beurteilung ohne dieses Instrument kaum vorstellbar. Die qualitative Analyse wird zu einer ersten Einschätzung der Situation verwendet. 12
Die quantitative Bilanzanalyse wird wiederum differenziert in eine traditionelle Analyse, geprägt von der Kennzahlenrechnung, Kennzahlensystemen, Kennzahlenmatrizen und sonstigen systematischen Anordnungen, sowie in eine moderne Bilanzanalyse. Aus Gründen des sehr engen Rahmens wird ausschließlich auf die traditionelle Bilanzanalyse eingegangen. 13 14
Die unter Aufgaben und Ziele der Bilanzanalyse beschriebenen zentralen Bestrebungen (Liquidität, Erfolg und Erfolgspotential) sollen mit Hilfe der quantitativen Analyse beurteilt werden. Diese drei betriebswirtschaftlichen Ziele sind gekennzeichnet von Zielinterdependenzen. Erfolgspotential, Erfolg und Liquidität stehen zum einen in einem Vorsteuerungsverhältnis, denn Erfolgspotential ist notwendige Voraussetzung für Erfolg und dieser wiederum essentielle Voraussetzung für die Liquiditätsrealisierung. Zum anderen existieren auch rückläufige Wirkungen, denn ohne Liquidität ist die zukünftige Erfolgsrealisation, sowie der Aufbau von Erfolgspotential massiv gefährdet und die Realisation der gegenwärtigen Erfolge kann zum Nachteil des Aufbaus von Erfolgspotentialen führen. Eine Einteilung der quantitativen Bilanzanalyse in eine
11 Vgl. Haeseler H. / Kirchberger T.: Bilanzanalyse, 2. Auflage, 2005, S. 13.
12 Vgl. Küting K. / Weber C.-P.: Die Bilanzanalyse, 9. Auflage, 2009, S. 14 f.
13 Falls gewünscht werden zu einem späteren Zeitpunkt höherwertige Veränderungsanalysen miteinbezogen.
14 Vgl. Haeseler H. / Kirchberger T.: Bilanzanalyse, 2. Auflage, 2005, S. 39 f, S. 139 f, S. 165.
finanzwirtschaftliche-, erfolgswirtschaftliche- und strategische- Komponente erscheint zweckdienlich (siehe Abb. 1). Die Bilanzanalyse im engeren Sinn beschäftigt sich mit der Aufgabe, das Unternehmen unter dem Gesichtspunkt von Erfolg und Liquidität zu beurteilen, man spricht daher vom Zusammenwirken der finanzwirtschaftlichen und erfolgswirtschaftlichen Komponenten. Die finanzwirtschaftliche Bilanzanalyse beinhaltet die Untersuchung von Liquidität und Struktur des Vermögens und Kapitals, sowie die Betrachtung des Cashflows. Hingegen berücksichtigt die erfolgswirtschaftliche Analyse Rentabilitäten. Die Bilanzanalyse im weiteren Sinn, entstanden aus der umfangreicheren Lageberichterstattung (inklusive Risikoberichte, Segmentberichte, zunehmendes Value Reporting), umfasst auch die strategische Analyse, die dem Analysten erhebliche Einblicke in das Erfolgspotential des Unternehmens gewähren soll. In der Literatur wird darauf verwiesen, dass die strategische Analyse auch der qualitativen Analyse zugeordnet werden könnte, aufgrund des Rückgriffs auf verbale Informationen im Lagebericht. 15 Strategische Analyse könnte daher als ein ‚Hybridvehikel’ spezifiziert werden, bestehend aus einerseits einem qualitativen Informationsteil und andererseits aus einem quantitativen, mit Hilfe von Kennzahlen messbaren, Informationsgehalt.
Unternehmensziele,
Coenenberg A. et al., Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 21. Auflage, 2009, S. 1014. Bemerkung: Die Abb. 2 hat den Zweck einer visuellen Darstellung der Bilanzanalyse und dient als Leitfaden für den nachfolgenden Praxisteil. Es ist nicht Ziel dieser Arbeit, einen ‚Kennzahlenfriedhof’ zu produzieren, sondern die bedeutendsten Indikatoren zu ermitteln, weshalb die Abb. 2 keinen Anspruch auf Vollständigkeit erfüllt und dementsprechend nicht alle Punkte abgehandelt werden.
15 Vgl. Coenenberg A. et al., Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 21. Auflage, 2009, S. 1013-1016.
Arbeit zitieren:
Stefan Mathias Pomberger, 2011, Bilanzanalyse der Unternehmen Polytec und Wienerberger und deren Beurteilung, München, GRIN Verlag GmbH
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