FH Erfurt / FR Verkehrs- und Transportwesen
Produktion logistisch optimiert (6042)
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Tabellen- und Abbildungsverzeichnis II
1 Einleitung 1
2 Grundlagen von PPS-Systemen 2
2.1 Definition von PPS-Systemen 2
2.2 Aufgaben und Ziele eines PPS-Systems. 2
3 Konzepte der PPS-Systems 3
3.1 Aufgaben und Aufbau Traditioneller Konzepte 3
3.2 Schwachstellen traditioneller Systeme 8
3.3 Neuere Konzepte 9
3.3.1 Engpassorientierte Konzepte 9
3.3.2 Bestandsorientierte Konzepte 10
4 Die belastungsorientierte Auftragsfreigabe (BOA) 12
4.1 Definition BOA 12
4.2 Das Trichtermodell 13
4.3 Zielerreichungsgrad von der BOA 19
5 Fazit 20
Literaturverzeichnis 21
I
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Tabellen- und Abbildungsverzeichnis
Tabelle 1: PPS-Module, nach Wöhe ..................................................................................... 4
Abbildung 1: Trichtermodell am Beispiel eines Serienfertigers, nach Kettner/Becht…….13
Abbildung 2: Darstellung der Belastungsorientierten Auftragsfreigabe, nach Wiendahl…14
Abbildung 3: Trichter-Analogie und Durchlaufdiagramm der BOA, nach Wiendahl…….16
II
FH Erfurt / FR Verkehrs- und Transportwesen Produktion logistisch optimiert (6042)
1 Einleitung
Heutzutage müssen sich Unternehmen dem technischen Wandel und den steigenden Marktanforderungen schnell und flexibel anpassen, um einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz erzielen zu können. Es gilt die hohen Qualitätsansprüche und individuellen Bedarfe der Kunden befriedigt werden.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden setzen in der heutigen Zeit die meisten Unternehmen EDV-unterstützte Systeme der Produktionsplanung und -steuerung, kurz PPS-Systeme ein.
Mit dieser wissenschaftlichen Arbeit soll geklärt werden, ob PPS-Systeme insbesondere das Konzept der Belastungsorientierten Auftragsfreigabe, in der Lage sind die betriebswirtschaftlichen und logistischen Ziele zu erreichen.
Um die Rahmenbedingungen für diese Hausarbeit zu klären werden zunächst die Begrifflichkeiten, sowie die Aufgaben und Ziele eines Produktionsplanung und - Steuerungs-Systemsgeklärt.
Einen umfassenden Überblick über die verschiedenen PPS-Konzepte bietet der dritte Punkt. Hierbei wird zwischen traditionellen und neueren Konzepten unterschieden, wobei man die neueren Ansätze wiederum in engpass- und bestandsorientierte Konzepte unterteilt.
Anschließend soll das Verfahren der belastungsorientierten Auftragsfreigabe (BOA) etwas genauer beleuchtet werden. Dabei wird die Vorgehensweise der BOA anhand eines Trichtermodells näher beschrieben. Und zudem analysiert werden, in wie weit sie die betriebswirtschaftlichen und logistischen Ziele erreichen kann.
Zusammenfassend blickt das Fazit auf die vorangegangenen Punkte zurück und liefert eine Einschätzung über den Nutzen eines PPS-Systems.
1
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2 Grundlagen von PPS-Systemen
Da in dieser Hausarbeit die Konzepte, insbesondere die Belastungsorientierte Auftragsfreigabe auf den Erreichungsgrad der betriebswirtschaftlichen und logistischen Ziele überprüft werden, müssen zunächst in diesem Punkt die Begrifflichkeiten, sowie die Aufgaben und Ziele eines PPS-Systems geklärt werden.
2.1 Definition von PPS-Systemen
PPS-Systeme zeichnen sich durch die organisatorische Planung, Steuerung und Kontrolle bei der Fertigung von Erzeugnissen im gesamten Unternehmen 1 unter Berücksichtigung von Termin-, Mengen- und Kapazitätsaspekten aus. 2
Sie zerlegen das komplexe Gesamtproblem der Produktionsplanung und -steuerung in nacheinander zu durchlaufende Planungsphasen, die es dann gilt computergestützt einem sich ständig wiederholenden Lösungsprozess zur optimalen Gestaltung zu unterwerfen. 3
2.2 Aufgaben und Ziele eines PPS-Systems
Die Ziele der Produktionsplanung und -steuerung umfassen die Kernziele eines Produktionsunternehmens. Das primäre Ziel ist die Maximierung des langfristigen Gewinns, aus diesem leiten sich dann folgende Teilziele ab:
x Kürzere Durchlaufzeiten
x Geringere Lagerbestände x Höhere Termintreue x Höhere Kapazitätsauslastung
Mit dem Einsatz von PPS-Systemen erhoffen sich die Unternehmen einen
Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz zu erreichen. Aufgrund der vielen Einflussgrößen stellt dies jedoch eine große Herausforderung dar.
1 Vgl. Stein, Torsten (1996): PPS-Systeme und organisatorische Veränderungen, Berlin, S.1.
2 Vgl. Gottschalk, Eberhard (1989): Rechnergestützte Produktionsplanung und -steuerung, 1.Auflage, Berlin S.21.
3 Vgl. Fandel, Günter (1997): PPS- und integrierte betriebliche Softwaresysteme-Grundlagen, Methoden, Marktanalyse, 2.Auflage, Berlin , S. 1.
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Ein PPS-System sollte somit in der Lage sein, den Unternehmen aktuelle computergestützte Informationen über die augenblickliche Situation in der Produktion zu geben, um eventuelle Probleme (z.B. Terminverzögerungen, Engpässe) zu erfassen und diese durch geeignete Maßnahmen beseitigen können. 4
3 Konzepte der PPS-Systems
Heutzutage basiert jedes PPS-System auf ein PPS-Konzept oder aus einer Verknüpfung mehrerer Konzepte, deshalb werden in diesem Punkt einige PPS-Konzepte näher vorgestellt. 5
Bei den verschiedenen PPS-Systemen unterscheidet man in der Regel zwischen traditionellen und neueren Konzepten, wobei man die neueren Ansätze wiederum in engpass- und bestandsorientierte Konzepte unterteilt.
Im Programmteil, den eigentlichen Planungsteil eines PPS-Systems, werden bei den traditionellen PPS-Systemen die einzelnen Teilbereiche sukzessiv und unabhängig voneinander geplant. Währenddessen man bei den neueren PPS-Systemen die gesamte Planung versucht zu verbessern, indem man die Rückkopplungen innerhalb des Systems und somit die Interdependenzen zwischen den Teilbereichen berücksichtigt. 6
3.1 Aufgaben und Aufbau Traditioneller Konzepte
Wie eben schon kurz erwähnt, werden bei traditionellen PPS-Systemen die Planungsbereiche in einzelne Module zerlegt. In der Regel sind diese die Grunddatenverwaltung, Produktionsprogrammplanung, Mengenplanung, Termin- und Kapazitätsplanung, Werkstattsteuerung, Betriebsdatenerfassung und Vertriebssteuerung. 7 Die Hauptaufgaben der Module werden in Tab.1 dargestellt und im weiteren Verlauf des Gliederungspunktes noch näher erklärt.
4 Vgl. Busch, Ullrich (1990): Entwicklung eines PPS-System, 3.Auflage, Berlin, S.19.
5 Vgl. Zelewski, Stephan; Hohmann, Susanne; Hügens, Torben(2008); Produktionplanungs- und steuerungssystem: Konzepte und exemplarische Implementierung mithilfe von SAP R/3, München, S.4.
6 Vgl. Wöhe, Günter (2008): Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 23.Auflage, München, S.362 f.
7 Vgl. Ebenda, S.363 f.
3
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In der Produktionsplanung und -steuerung sind zum Teil sehr umfassende und komplexe Datenbestände mit vielen Wechselbeziehungen zu führen, deshalb bildet die Grunddatenverwaltung den zentralen Kern eines PPS-Systems. 8 Benötigte Daten sind z.B. absatzbezogene Daten (Kundenstammdaten, Auftragsbestand, Verkaufszahlen), beschaffungsbezogene Daten (Lieferkapazitäten, Lieferkonditionen), Teilestammdaten (techn. Daten der Produkte, wirtschaftliche Daten der Produktion), Erzeugnisstrukturdaten (Stücklisten, Rezepturen), Arbeitsplandaten (Betriebsmittelbedarf, Fertigungszeiten) und Betriebsmitteldaten (Kapazitäten, Rüstzeiten). 9
Die Aufgabe der Produktionsprogrammplanung ist die Ermittlung des Primärbedarfs der Endprodukte. 10 Hierbei legt man fest, wie die Produkte, die in der Unternehmung produziert werden sollen, von ihrer Art her beschaffen sein sollen und wann sie zu welchen Mengen angefertigt werden müssen. 11
8 Vgl. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/pps-system.html, verfügbar am 19.04.2010.
9 Vgl. Wöhe, G., (FN 6), S.365.
10 Vgl. Burchert, Heiko; Glöckner, Peter-Michael (2000): Logistik. Aufgaben und Lösungen, München, S.77
11 Vgl. http://www.comelio.com/technologie-beratung/pps/aufgaben, verfügbar am 19.04.2010.
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Arbeit zitieren:
Christian Weigelt, 2010, Die Belastungsorientierte Auftragsfreigabe (BOA) - Ein bestandsorientiertes PPS-System, München, GRIN Verlag GmbH
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