Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Soziales Kapital 3
2.1. Allgemeine Definitionen 3
3. Soziales Kapital und Migration 4
3.1. Theoretische Ansätze in der Migrationsforschung 5
3.2. Soziales Kapital in der Migrationsforschung 5
3.2.1. Kettenmigration 6
4. Soziales Kapital und soziale Integration 8
4.1. Vorstellung der Studie „Interethnische Freundschaftsbeziehungen und soziale
Integration: Unterschiede in der Ausstattung mit sozialem Kapital bei jungen
Deutschen und Immigranten“ von S. Haug (2003) 8
4.1.1. Ergebnisse 9
5. Fazit 11
6. Quellenangabe 12
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1. Einleitung
In dieser Arbeit möchte ich den Einfluss sozialen Kapitals sowohl auf die Migrationsentscheidung als auch auf den Grad der sozialen Integration aufzeigen. Zur Einführung werde ich eine zusammenfassende Übersicht der allgemeinen Definitionen von sozialem Kapital darlegen. Anschließend wird der Zusammenhang zwischen sozialem Kapital und Migration beleuchtet. Dazu werden zunächst die theoretischen Ansätze in der Migrationsforschung skizziert, bevor auf die Bedeutung des sozialen Kapitals in der Migrationsforschung eingegangen wird. In diesem Zusammenhang wird der Einfluss sozialer Netzwerke auf die Migrationsentscheidung anhand von Kettenmigrationsprozessen
dargestellt. In einem weiteren Abschnitt soll der Einfluss sozialen Kapitals auf die soziale Integration betrachtet werden. Hierzu wird eine Studie, die die soziale Integration von Migranten unter Berücksichtigung des sozialen Kapitals untersucht, vorgestellt und die wichtigsten Ergebnisse hervorgehoben. Vor dem Hintergrund der bearbeiteten Texte wird abschließend ein Fazit gezogen.
2. Soziales Kapital
Soziales Kapital ist in der Forschung nicht einheitlich definiert, da der Begriff von mehreren Forschern aus verschiedenen Arbeitsbereichen verwendet wird. Um die Vielfalt der Verwendung des Begriffs zu verdeutlichen, wird im folgenden Abschnitt zunächst eine zusammenfassende Übersicht der Definitionen gegeben. Im nächsten Gliederungspunkt wird dann genauer auf die Bedeutung des sozialen Kapitals in der Migrationsforschung eingegangen.
2.1. Allgemeine Definitionen
Bei Glenn C. Loury (1977) meint soziales Kapital die Menge an Ressourcen, die in Familienbeziehungen und in sozialen Organisationen der Gemeinschaft enthalten sind und dadurch die soziale Entwicklung eines Kindes fördern. Soziales Kapital liefert den Beitrag zum Erwerb von Humankapital. James S. Coleman (1987) grenzt das soziale Kapital vom Humankapital ab. Vereinfacht dargestellt stellen die Knoten innerhalb eines Netzwerkes das Humankapital dar während die verbindenden Linien als soziales Kapital zu sehen sind. Coleman sieht diese sozialstrukturellen Ressourcen als öffentliches Gut, dessen Auftreten unwahrscheinlich ist. Nach Pierre Bourdieu (1983) sind unter sozialem Kapital Ressourcen zu verstehen, die aus der Zugehörigkeit zu einer Gruppe resultieren. Jane Jacobs (1961)
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argumentiert aus der stadtsoziologischen Perspektive, dass Nachbarschaftsnetzwerke das soziale Kapital einer Stadt sind. Demnach stärken Nachbarschaftsbeziehungen innerhalb eines Bezirks das Miteinander der dort lebenden Menschen und verringern somit die Kriminalitätsbereitschaft in eben diesem Gebiet. Robert D. Putnam (1993) sieht das bestehende Vertrauen innerhalb einer Gesellschaft als soziales Kapital und dieses als Lösung für Probleme des kollektiven Handelns. Grundlegende Bedingung für die Entstehung von Vertrauen, also sozialem Kapital, sind Normen und Netzwerke. Durch hohes soziales Kapital innerhalb einer Gesellschaft wird die freiwillige Kooperation zwischen
Gesellschaftsmitgliedern stark begünstigt. Henk Flap (1988) definiert soziales Kapital als soziale Beziehungen, die zur Erreichung individueller Ziele instrumentalisiert werden können. Nach seiner Definition setzt sich Soziales Kapital aus mehreren Aspekten zusammen. Zum einen aus der Anzahl derer, die zur Erreichung potenzieller Ziele „nutzen“ und zum anderen aus der Stärke der Beziehung zu eben diesen Personen. Aus der Stärke der Beziehung wird auf das Ausmaß der von der Person zu erwartenden Hilfe geschlossen. Den dritten Aspekt liefern die durch die Beziehung nutzbaren Ressourcen selbst. Ronald S. Burt (1992) betont, dass soziales Kapital von beiden Teilen der bestehenden Beziehung nutzbar ist. Scheidet ein Teil aus der Beziehung aus, ist das soziale Kapital auch für den anderen Teil nicht mehr nutzbar. Wenn eine soziale Beziehung nicht mehr besteht, kommt es zur Auflösung des sozialen Kapitals. Soziale Netzwerke sind auch hier die Quelle von sozialem Kapital. Es gibt Positionen innerhalb eines Netzwerkes, die hinsichtlich der Nutzung von sozialem Kapital besonders günstig sind. Alejandro Portes (1995) konzipiert den Begriff des sozialen Kapitals als Abkürzung für die positiven ökonomischen Effekte, die sich aus sozialen Strukturen ergeben. Auch bei Thomas Faist (1995) wird die Bedeutung von Netzwerken ins Zentrum gestellt, da sie zur Ansammlung und Nutzung von sozialem Kapital verwendet werden.
3. Soziales Kapital und Migration
Bevor nun speziell auf die Bedeutung des sozialen Kapitals in der Migrationsforschung eingegangen wird, werden zur Übersicht zunächst die theoretischen Ansätze in der Migrationsforschung skizziert.
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Arbeit zitieren:
Vanessa Schäfer, 2010, Soziales Kapital, Netzwerke, Integration , München, GRIN Verlag GmbH
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