Gliederung
1. Einleitung 3
2. Frühwarnsysteme und Frühe Hilfen 4
2.1 Kurze Einleitung
2.2 Frühe Hilfen- Modellprojekte in den Ländern
2.3 Modellprojekt: PRO KIND Sachsen
2.4 Hebamme J. Horn im Kreis Zwickauer Land
3. Familienstützender Dienst Delmenhorst 11
3.1 Familienstützender Dienst am Beispiel der
Lebenshilfe Delmenhorst
4. Sozialpädagogische Familienhilfe nach §31 SGB VIII 13
5. Vergleich FSD und SPFH nach §31 SGB VIII 14
6. Quellenverzeichnis 15
2
1. Einleitung
In meiner Ausarbeitung geht es um familienstützende Dienste, im weiteren Verlauf FSD genannt. Um diese jedoch verständlich erklären und nachvollziehen zu können bedarf es einem Grundwissen der sozialen Frühwarnsysteme in Deutschland. Somit werde ich in meiner Hausarbeit zunächst anhand dem Modelprojekt: „Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme“ auf Frühwarnsysteme eingehen und im zweiten Punkt das Modellprojekt PRO KIND Sachsen auskoppeln und vorstellen. Des Weiteren möchte ich hier ein paar kurze Erläuterungen einer gut befreundeten Hebamme meiner Heimatstadt Zwickau einbringen. Aus diesen Frühwarnsystemen resultiert, unter anderem, der familienstützende Dienst, den ich am Beispiel der Arbeiterwohlfahrt Delmenhorst veranschaulichen werde. Zum Anfang meiner Recherche zu dieser Ausarbeitung stellte sich zunehmend die Frage, wo der Unterschied zwischen Sozialpädagogischer Familienhilfe nach §31 SGB VIII, im weiteren Verlauf SPFH genannt, und FSD liegt und wo sich diese beiden voneinander abgrenzen, beziehungsweise Gemeinsamkeiten besitzen. Um diese Fragestellung beantworten zu können muss ich vorerst SPFH am Beispiel der Einrichtung „Profil-flexible Familienhilfen“ erklären um anschließend FSD und SPFH vergleichen zu können.
Familienstützende Dienste sind in der Bundesrepublik Deutschland noch sehr wenig ausgereift, von daher gibt es auch keine einheitliche Definition, Konzeption oder Verankerung im Gesetz. Aufgrund dessen konnte ich keine Fachliteratur diesbezüglich finden und von daher basiert meine Ausarbeitung nur von Quellen aus dem Internet. Des Weiteren war es auch sehr schwierig mein Thema im vollen Umfang auszuarbeiten und deshalb beruht meine Hausarbeit zum größten Teil auf Soziale Frühwarnsysteme.
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2. Soziale Frühwarnsysteme und frühe Hilfen
2.1 Kurze Einleitung
Der überwiegende Teil aller Elternschaften gibt seinen Kinder das, was sie in den ersten Lebensjahren besonders benötigen: Zuneigung, Geborgenheit, Liebe, Sicherheit und Förderung. Manche Eltern sind mit diesen Aufgaben jedoch überfordert. Dies kann verschiedene und vielfältige Ursachen haben. Oftmals sind es Resultate aus belastenden Familienumständen. Gesundheitliche, psychische oder soziale Probleme der Eltern, auch Unsicherheit und Unerfahrenheit im Umgang mit den Kindern können ein möglicher Grund hierfür sein. In dieser Situation kann es für die Kinder zu immensen Risiken für die gesundheitliche Entwicklung kommen, in schlimmsten Fällen zu Vernachlässigung, Misshandlung oder
Kindeswohlgefährdung. Das Gesundheitswesen oder die Kinder- und Jugendhilfe bilden ein großes Hilfesystem zur Unterstützung junger Eltern, allein erziehender Mütter und Väter. 1
Um Vernachlässigung und Misshandlung von Kindern jedoch wirksam präventiv vorzubeugen ist es schwierig zu sagen, wie man frühzeitig erkennen kann welche Familien Hilfe benötigen und welche nicht.
2.2 Frühe Hilfen- Modellprojekte in den Ländern
Auf Grundlage dieser Problematik startete im Jahr 2006 das Modelprojekt „Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme“, getragen von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und dem Deutschen Jugendinstitut (DJI). Die BZgA ist für den Bereich der Gesundheitsförderung auch für Kinder und sozial benachteiligte Menschen, das DJI in der Kinder-, Jugend-, und Familienhilfe gut verankert. 2
1 Vgl. http://www.familien-wegweiser.de/bmfsfj/generator/wegweiser/stichwortverzeichnis, did=111190.html, Stand: 12.02.2009
2 Vgl. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:
http://www.bzga.de/?uid=849a3e2854d2f44c2ff97acdf3f92c9b&id=medien&sid=173&idx=1562 S. 9, Stand: 12.02.2009
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In allen 16 Bundesländern gibt es nun 10 geförderte Modellprojekte. Manche davon sind sogar bundesländerübergreifend. Alle Projekte verfolgen das Ziel der Verbesserung des Schutzes von Kindern vor Vernachlässigung und Misshandlung. Aber was genau sind nun frühe Hilfen? Gemäß dem Aktionsprogramm der Bundesregierung sind frühe Hilfen „ausgerichtete Unterstützungs- und Hilfeangebote für Eltern ab Beginn einer Schwangerschaft bis etwa zum Ende des dritten Lebensjahres eines Kindes.“ 3 Gerichtet sind diese vorwiegend an Familien in belastenden Lebenslagen mit geringen Bewältigungsressourcen. Statistische Risiken, die aus diesen Bedingungen resultieren, sollen für ein gesundes Aufwachsen der Kinder frühzeitig erkannt werden. Zudem sollen die Eltern zur Inanspruchnahme passender Angebote motiviert werden um ihre Erziehungskompetenzen zu stärken. Dies soll einen präventiven Schutz der Kinder vor einer möglichen späteren Vernachlässigung und/oder Misshandlung ermöglichen. Kinder sind in den ersten 3 Lebensjahren besonders auf Schutz und Hilfe angewiesen. Die in diesem Zeitraum misshandelt oder vernachlässigten Kinder leiden häufig an gravierenden Folgen. 4 Dies kann aus meiner persönlichen Sicht zum Beispiel ein gestörtes Bindungsverhalten, motorische, soziale oder kognitive Entwicklungsverzögerungen oder aber auch Ängste zur Folge haben. Gerade in der Zeit der Geburt des Kindes sind Eltern sehr offen gegenüber Unterstützungs- und Hilfeangebote, wobei ein guter Ansatz für ein frühzeitiges Hilfeangebot liegt. "Wir müssen gleich die erste Chance nutzen. In die Geburtsklinik oder zur Hebamme kommen alle Eltern - die glücklich und zufriedenen, die sich auf ihr Kind freuen, wie auch die unglücklicheren, die unter schweren Depressionen leiden oder wegen anderer Probleme nicht wissen, wie sie nach der Geburt mit dem Baby zurechtkommen sollen. An diesem Punkt gibt es noch keinen Grund für ein schlechtes Gewissen und eine große Bereitschaft, Hilfe anzunehmen. Das ist die richtige Stelle, um Mütter und Väter, die ihren Alltag in sozialer Isolation bewältigen, früher selbst vernachlässigt und misshandelt wurden oder psychisch krank sind, abzuholen. Wenn es gelingt, sie frühzeitig anzusprechen und in ein gut
3 Zit. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:
http://www.bzga.de/?uid=849a3e2854d2f44c2ff97acdf3f92c9b&id=medien&sid=173&idx=1562 S. 9, Stand: 12.02.2009
4 Vgl. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:
http://www.bzga.de/?uid=849a3e2854d2f44c2ff97acdf3f92c9b&id=medien&sid=173&idx=1562 S. 10, Stand: 13.02.2009
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Arbeit zitieren:
Romy Diezel, 2009, Familienstützender Dienst - FSD, München, GRIN Verlag GmbH
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