I
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
1 Einleitung 1
2 Sport und Medien 2
2.1 Theorie zur Mediennutzung - Das GS/GO-Modell 2
2.2 Möglichkeiten des Sports im Medium Internet 4
2.2.1 Informations- und Kommunikationsangebote 4
2.2.2 Unterhaltungsangebote 5
2.2.3 E-Commerce-Angebote 6
2.2.4 WEB-TV-Angebote 7
3 Der Randsport im World Wide Web 8
3.1 Status Quo. 8
3.2 Randsport und Web-TV 11
4 Bewertung 14
4.1 Der Erwartungs- und Bewertungsansatz als Erklärungsansatz 14
4.2 Chancen der Randsportarten durch das Internet 16
5 Fazit 18
Literaturverzeichnis 20
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Der Erwartungs- und Bewertungsansatz
Abbildung 2: Homepages des FC Bayern München
Abbildung 3: Online-Shop von Alba Berlin
Abbildung 4: Homepage des deutschen Ringtennis
Abbildung 5: Sponsorenseite der Ringtennis-WM-Homepage
Abbildung 6: Erweiterter Erwartungs- und Bewertungsansatz
Abkürzungsverzeichnis
A.d.V. Anmerkung des Verfassers AGOF Arbeitsgemeinschaft Online Forschung ARD Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland bspw. beispielsweise bzgl. bezüglich bzw. beziehungsweise ca. circa DEL Deutsche Eishockey Liga d.h. das heißt DTB Deutscher Turnerbund DTTL Deutsche Tischtennis Liga DVL Deutsche Volleyball Liga ebd. ebenda et al. et alii (und andere) etc. et cetera (und so weiter) f. folgende FC Fußball Club ff. fortfolgende ggf. gegebenenfalls GO Gratifications Obtained GS Gratifications Sought HBL Handball Bundesliga i.d.R. in der Regel IFA International Fistball Association IPL Indian Premiere League ITTF International Table Tennis Federation Mio. Millionen Mrd. Milliarde o.V. ohne Verfasser u.a. unter anderem USA United States of America
1 Einleitung
Randsportarten führen einen harten Kampf um mediale Präsenz. Auch wenn es schwer fällt eine allgemeingültige Definition zu finden, zeichnen sich Randsportarten dadurch aus, dass sie nur am Rande von Massenmedien wahrgenommen werden, da sie ein geringes öffentliches Interesse erzielen. Zudem werden sie i.d.R. von vergleichsweise wenigen Menschen 1 , die meistens einen Amateurstatus haben, ausgeübt. Berücksichtigt werden muss allerdings, dass die Zugehörigkeit zu den Randsportarten regional sehr verschieden ist. So zählt bspw. der Baseball in den USA zu den erfolgreichsten Sportarten, wo hingegen er in Deutschland klar zu den Randsportarten zu zählen ist. Ein Problem, das alle Randsportarten teilen, ist, dass die fehlende Darstellung in den Massenmedien die Akquisition von Sponsoren und die Anwerbung neuer Mitglieder erschwert. Daher stehen meist zu geringe finanzielle Mittel zur Verfügung, um die Sportart weiterzuentwickeln. 2
Abhilfe für die Randsportarten könnte möglicherweise das Medium Internet liefern, da der Gebrauch dieses Mediums mehr und mehr zunimmt. Dieses Medium ist nicht mit den klassischen Medien zu vergleichen, da das Internet als hybrides Medium sowohl der Informationsabfrage, der Kommunikation, dem Abruf von Services, wie z.B. das Online-Banking oder Downloads, als auch als Unterhaltungsmedium dient, da sich auch Audio- oder Videodateien im Internet abrufen lassen. 3 Dadurch bietet das Internet deutlich vielseitigere Möglichkeiten als alle anderen Medien, weshalb sich auch der Sport diesem Medium bedient.
Diese Arbeit soll daher untersuchen, wie es zum einen zu dieser enormen Verbreitung des Internets kommt und ob es zum anderen für Randsportarten möglich ist, durch das Medium Internet ein wenig aus dem Schatten der großen Mediensportarten, wie Fußball, Formel 1 oder Boxen, hervorzutreten. Dafür wird im Rahmen dieser Arbeit zunächst auf eine Theorie zur Mediennutzung eingegangen, mit deren Hilfe die Verwendung des Internets möglicherweise erklärt werden kann, und im Anschluss die Möglichkeiten aufgezeigt, die sich dem Sport im Internet bieten. In der Folge wird darauf
1 A.d.V: Allerdings können auch Sportarten mit hohen Mitgliedszahlen dazu zählen. Bspw. ist der deut-
sche Schützenverband mit fast 1,5 Mio. Mitgliedern der viertgrößte Sportverband in Deutschland. Ohne
Zweifel zählt das Sportschießen dennoch zu den Randsportarten.
2 Vgl. Wikipedia, 2010b.
3 Vgl. Bonfadelli, 2004, S. 77-78; Grätz, 2001, S. 16.
aufbauend betrachtet, wie genau Randsportarten diese Möglichkeiten umsetzen. In Kapitel 4 folgen zum einen eine Bewertung der ausgewählten Theorie und zum anderen eine Bewertung der Chancen der Randsportarten im World Wide Web. Die Arbeit endet mit einem kurzen Fazit.
2 Sport und Medien
In diesem Kapitel wird zunächst das GS/GO-Modell als möglicher Erklärungsansatz für die weltweit hohe Verwendung des Internets vorgestellt und im Anschluss die Möglichkeiten aufgezeigt, welche sich dem Sport im Internet bieten.
2.1 Theorie zur Mediennutzung - Das GS/GO-Modell
Der Wirkungsansatz, der sich mit der Frage „Was machen die Medien mit den Menschen?“, beschäftigt, war über viele Jahrzehnte der zentrale Untersuchungsgegenstand der Medienforschung. Bei diesem Ansatz verläuft die Medienkommunikation in einem einseitigen Prozess, bei welchem der Kommunikator versucht den Rezipienten nach seinen Vorstellungen zu beeinflussen. 4 Laut Schenk hat dieser Ansatz nicht nur eine lange Tradition, sondern gilt auch „als Motor der Kommunikationsforschung.“ 5
Demgegenüber entstand bereits schon in den 40er Jahren mit dem Nutzen- und Belohnungsansatz ein komplett gegenläufiger Ansatz. Hier steht die Frage im Vordergrund: „Was machen die Menschen mit den Medien?“. 6 Dabei geht dieser Ansatz von einem aktiven Publikum aus, das zielgerichtet und selektiv Massenmedien konsumiert und versucht über das Medium eine Bedürfnisbefriedigung (= Gratifikation) zu erzielen. Die Gratifikation ist somit das Motiv der Mediennutzung, weshalb nach diesem Ansatz der Rezipient sich seiner Bedürfnisse bewusst ist. 7
Kritisiert an diesem Ansatz wurde dessen enge Ausrichtung an den individuellen Gratifikationen. Medien beziehen sich aber auf die Ziele des gesamten Systems, welche bei der Gratifikationsforschung weitestgehend ausgeklammert sind. 8 Zudem werden auch medienexterne Faktoren vernachlässigt, durch welche der Medienkonsum beeinflusst
4 Vgl. Schenk, 2008, S. 651.
5 Schenk, 2008, S. 761.
6 Schenk, 2008, S. 681.
7 Vgl. Schenk, 2008, S. 681 ff.
8 Vgl. Schenk, 2008, S. 689.
Arbeit zitieren:
angehender Master of Arts Christian Stephani, 2010, Der Einfluss des Internets auf Randsportarten, München, GRIN Verlag GmbH
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