Gliederung Gliederung Gliederung Gliederung
A. Einleitende Worte 3
B. Hauptteil 3
I. Zum Bauherrn Carl Maximilian Freiherr von Egloffstein 3
II. Baugeschichte des Egloffsteinschen Palais 4
III. Baubeschreibung 6
1. Außenbau 6
1.1 Schmalseiten 6
1.2 Langseite 9
2. Innenhof 10
3. Innenausstattung 11
C. Schlussbetrachtung / Zusammenfassung 15
Literatur - und Bildverzeichnis 16
Abbildungen 17
2
A. Einleit A. Einleitende Worte ende Worte A. Einleit A. Einleit ende Worte ende Worte
Das Egloffsteinsche Palais sticht in dem Ensemble barocker Wohnhäuser der Friedrichstraße, mit seinem Rückgebäude in der Südlichen Stadtmauerstraße 28, hervor. Es fällt heute im Vergleich zu den angrenzenden Häusern durch seine unverputzte Quaderbauweise in Sandstein und seine Ausdehnung dem Betrachter ins Auge. Den Bauauftrag für das Gebäude gab Carl Maximilian Freiherr von Egloffstein 1718. Die Räumlichkeiten des Barockpalais, welche nur kurze Zeit vom Adelsgeschlecht von Egloffstein bewohnt wurden, dienten in Folge vielen Zwecken. Heute stehen die Örtlichkeiten der Volkshochschule zur Verfügung. Im nun Folgenden sollen neben Ausführungen zum Bauherrn und der Planungs- und Baugeschichte, eine Baubeschreibung des Außenbaus, sowie der Innenausstattung, mit besonderem Blick auf den Obergeschosssaal, erfolgen.
B. Hauptteil B. Hauptteil B. Hauptteil B. Hauptteil
I. Zum Bauherrn Carl Maximilian Freiherr von Egloffstein I. Zum Bauherrn Carl Maximilian Freiherr von Egloffstein I. Zum Bauherrn Carl Maximilian Freiherr von Egloffstein I. Zum Bauherrn Carl Maximilian Freiherr von Egloffstein Als Sohn von Albrecht Christoph von Egloffstein und Maria Dorothea von Wildenstein wurde Carl Maximilian Freiherr von Egloffstein (vgl. Abbildung 1, Seite 17) am 8. Januar 1677 geboren. 1697 erbte Carl das „obere Schloß“ zu Egloffstein. Ab 1701 stand er im Militärdienst der Fürsten Oettingen und wurde zum Gehobenen Rat sowie Hofmarschall erhoben. Nach seiner Wahl zum Ritterhauptmann des Kantons Gebürg (heutige Gebiet der Fränkischen Schweiz) verließ er den fürstlich Oettingschen Hof. 1 In Gebürg war er von 1721 bis 1733 im Dienst der fränkischen Reichsritterschaft tätig. Carl Maximilian Freiherr von Egloffstein ließ in der Ortschaft Kunreuth der Verwaltungseinheit Gebürg 1728-1733 ein Kanzleigebäude erbauen. 2 Am 24. August 1724 heiratete er Maria Eleonora
1 Vgl. Art. „Egloffstein, Carl Maximilian Freiherr von“. In: „ Christoph Friederich, Bertold von Haller und Andreas Jakob (Hrsg.): Erlanger Stadtlexikon, Nürnberg 2002, S. 217.
2 Vgl. Kunreuther Spurensuche. Kulturweg Kunreuth: http://www.landesgeschichte.phil.unierlangen.de/personal/Spurensuche.pdf [aufgerufen am 30.11.2008, 11:19]
3
Catharina Freiin von Bibra. 3 Das „obere Schloß“ wurde von ihm nicht umgebaut oder renoviert, dafür errichtete er das Egloffsteinsche Palais in Erlangen. Seinen Rittergutsbesitz vergrößerte er ferner durch Zukäufe in Biberbach und Regensburg. Die gehobene Stellung, die der Freiherr genoss, wird durch seine guten Kontakte zum Markgrafen von Brandenburg und zum Kaiser deutlich. Am 3. September 1733 starb Carl Maximilian Freiherr von Egloffstein in Erlangen, wo er auch begraben wurde. 4
Die Adelsfamilie Egloffstein, mit gleichnamigem Ort in der Fränkischen Schweiz, ist hauptsächlich in der Region Franken vertreten. Im breit verästelten Stammbaum des Adelsgeschlechts ragen einige Persönlichkeiten, neben Carl Maximilian Freiherr von Egloffstein, heraus. So zum Beispiel Julie Gräfin Egloffstein (1792-1869). Die in Erlangen gebürtige Malerin stand im engen Kontakt zu Johann Wolfgang von Goethe. 5 Vor allem Porträts schuf sie in ihrer Tätigkeit als Künstlerin, beispielsweise das Gemälde „Königin Therese aus Bayern“ aus dem Jahr 1836.
II. II. Baugeschichte Baugeschichte des Egloffsteinschen Palais des Egloffsteinschen Palais II. II. Baugeschichte Baugeschichte des Egloffsteinschen Palais des Egloffsteinschen Palais
Das Egloffsteinsche Palais wurde 1718 für Carl Maximilian von Egloffstein von einem unbekannten Architekten entworfen und unter dessen Leitung gebaut. Trotzdem das Gebäude für einen Adeligen errichtet wurde, unterlag es den allgemeinen Prinzipien des Erlanger Hausbaus. Neben der erfüllten Bedingung, dass die Häuser in der Reihe wirken sollten, was durch traufseitiges zur Straße stehen, erreicht wurde, beschränkt sich das Palais auf einfache Bauformen, die den Eindruck der Einheit und Ordnung verstärken. 6 Lediglich die etwas aufwendigere Fassadengestaltung deutet auf den erhöhten Anspruch des Bauherrn. Obwohl es als
3 Vgl. Leopold Nedopil: Deutsche Adelsproben aus dem Deutschen Ordens-central-archive, Bd. 1, Wien 1868, S. 208.
4 Vgl. Art. „Egloffstein, Carl Maximilian Freiherr von“. In: Christoph Friederich, Bertold von Haller und Andreas Jakob (Hrsg.): Erlanger Stadtlexikon, Nürnberg 2002, S. 217. 5 Vgl. Johann Wolfgang von Goethe: Goethe Gedichte, kommentiert von Erich Trunz, München 1974, S. 707.
6 Christoph Friedrich (Hrsg.): 300 Jahre Hugenottenstadt Erlangen, Vom Nutzen der Toleranz, Nürnberg 1986, S. 9.
4
Eckhaus eine betonte Stellung beansprucht, reiht es sich in die Häuserzeile der Friedrichstraße nahtlos ein, was durch eine beispielsweise gleichmäßig hohe Fensterreihung erreicht wird. 1723 erhielt der Freiherr vom Markgrafen für dieses Palais als Anerkennung ein Befreiungs-Privileg, das ihm wohl Erleichterung hinsichtlich der zu zahlenden Steuern brachte. Das Palais kam 1744 in den Besitz der Universität Erlangen, die die Räumlichkeiten allerdings nicht bzw. kaum gebrauchte. Aus diesem Grund erwarb es die Stadt Erlangen fünf Jahre später für 8000 Gulden, um das Adelspalais als Waisenhaus zu nutzten. 7 Eine Aufstockung des Südflügels erfolgte in den Jahren 1783/84. Ab 1877 wurde das Gebäude als Oberrealschule gebraucht. 8 Nie verwirklichte Entwurfspläne aus dem Jahre 1899 zeigen, dass eine Renovierung des Palais geplant war. Auf Nord- bzw. Südseite wurde ein Vergrößern der Fenster des ersten Geschosses beabsichtigt (vgl. Abbildung 2, Seitenansicht der Schmalseiten des Palais, Seite 17).1956/58 kam es schließlich zum Umbau und zur Neueinrichtung der alten Oberrealschule für den damalig vorgesehenen Verwendungszweck als kaufmännische Berufsschule und Volksbücherei. Die alte Ohm-Oberrealschule erhielt eine neue Bestimmung als „Kulturzentrum Erlangen-Neustadt“ (VHS) mit einer im Obergeschoss befindlichen städtischen Bibliothek. 9 Seitdem wurde das Egloffsteinsche Palais in unterschiedlichster Weise verrwendet, u.a. als Armenhaus, Wohnung der Familien von Buirette, von Austin und des Dichters Dr. Friedrich Rückert, als Tabakfabrik und Sitz schulischer Einrichtungen. Heute ist in dem Baukomplex nach einer Instandsetzung 1998 ausschließlich die Volkshochschule untergebracht. 10
7 Vgl. Art. „Egloffsteinsches Palais“. In: Christoph Friederich, Bertold von Haller und Andreas Jakob (Hrsg.): Erlanger Stadtlexikon, Nürnberg 2002, S. 218. 8 Vgl. August Gebessler: Stadt und Landkreis Erlangen, München 1962, S. 48. 9 Vgl. : Erlanger Stadtarchiv, Egloffsteinsches Palais,
6. A. XII, Bauakten „Umbau der alten Oberrealschule Friedrichstraße 17 für kfm. Berufsschule und Volksbücherei“, Erlangen 1958, S. 7.
10 Vgl. Art. „Egloffsteinsches Palais“. In: Christoph Friederich, Bertold von Haller und Andreas Jakob (Hrsg.): Erlanger Stadtlexikon, Nürnberg 2002, S. 218.
5
III. Baubeschreibung III. Baubeschreibung III. Baubeschreibung III. Baubeschreibung III. 1. Außenbau III. 1. Außenbau III. 1. Außenbau III. 1. Außenbau
Das Egloffsteinsche Palais liegt im Bereich der Neustadt Erlagen. Das repräsentative zweigädige Gebäude wurde am damaligen Stadtrand in unverputzter Quaderbauweise errichtet. Die Grundfläche beträgt 100 x 208 Schuh 11 , was einer Fläche von ca. 30 x 62 m entspricht (ein Schuh kommt einer Länge von etwa 30cm gleich).
Dem Obergeschossgrundriss des Palais (vgl. Abbildung 3, Seite 18) ist zu entnehmen, dass eine vierflüglige Anlage errichtet wurde, jedoch sind lediglich drei Flügel von außen einsehbar. Der Vierte ist im Innenhof zugänglich. Zudem fällt der größte Raum des Obergeschosses ins Auge, es handelt sich hierbei um den fast quadratischen Obergeschosssaal. Er hat an allen vier Seiten die Mauerstärke der Außenwand. Zudem wird er an Außen- und gegenüberliegender Seite durch jeweils drei Fenster unterbrochen.
Bei Betrachtung der Fassade des Gebäudes fällt auf, dass sie sich heute im Vergleich zu den angrenzenden Häusern durch ihre Bauweise in Steinsicht auszeichnet.
II III. 1. 1. Schmalseiten I. 1. 1. Schmalseiten II II I. 1. 1. Schmalseiten I. 1. 1. Schmalseiten
Es wird mit der Beschreibung der Schmalseiten, dem Nordflügel zur Friedrichstraße 17 (vgl. Abbildung 4, Seite 18), sowie dem Rückgebäude an der Südlichen Stadtmauerstraße 28 (vgl. Abbildung 5, Seite 18), begonnen. Beide Gebäudeteile erstrecken sich jeweils über eine Länge von zehn Fensterachsen. Die Vertikale wird durch Lisenen betont, die jeweils zwei direkt übereinanderliegende Fenster flankieren. Erlangen hatte den Rang eines bürgerlich-handwerklich bestimmten Ortes, daher war eine anspruchsvolle Fassadengestaltung nicht vorgesehen. 12 „Die
11 Vgl. Art. „Egloffsteinsches Palais“. In: Christoph Friederich, Bertold von Haller und Andreas Jakob (Hrsg.): Erlanger Stadtlexikon, Nürnberg 2002, S. 217.
12 Vgl. Andreas Jakob: Die Hausarchitektur des 17. und 18. Jahrhunderts in Erlangen, Erlangen 1983, S. 58.
6
Arbeit zitieren:
Karina Fuchs, 2009, Das Egloffsteinsche Palais, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Kunst - Kunstgeschichte: Das Egloffsteinsche Palais ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Kunst - Kunstgeschichte: neuer Titel erschienen: Das Egloffsteinsche Palais
Karina Fuchs hat einen neuen Text hochgeladen
The North American Journals of Prince Maximilian of Wied: May 1832-Apr...
Maximilian Wied, Stephen S. Witte, Prince Maximilian Alexander Philipp
The North American Journals of Prince Maximilian of Wied: April-Septem...
Maximilian Wied, Stephen S. Witte, Prince Maximilian Alexander Philipp
0 Kommentare