Inhaltsverzeichnis
Deckblatt 1
Inhaltsverzeichnis 2
1. Einleitung 3
2. Definition Widerstand 4
3. Gründe für den Widerstand 5
4. Widerstand im Alltag 5
5. Kirchlicher Widerstand 6
6. Bürgerlicher Widerstand 7-10
6.1. Die Weiße Rose 7
6.2. Georg Elsner: Attentat im Bürgerbräukeller 7
6.3. Die Gruppe Baum 7
6.4. Der Rote Kapelle 8
6.5. Der Solf-Kreis 8
6.6. Der Kreisauer Kreis 9
6.7. Der Goerdeler Kreis 9-10
7. Widerstand der Jugend - Edelweißpiraten 10
8. Militärischer Widerstand 11-13
8.1. Das Umfeld von Wilhelm Canaris 11
8.2. Widerstand im Offizierskorps 12
8.3. Der 20. Juli 1944 - Das Stauffenbergattentat 12-13
9. Widerstand in den besetzten Gebieten 14-15
9.1. Polen 14
9.2. Dänemark 14
9.3. Frankreich 14-15
10. Resümee 15
11. Quellen 16
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1. Einleitung:
„In einem Land, in dem man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen“ 1 , dies ist ein Zitat von Heinrich Heine, einem der bedeuteten Autoren und Schriftstellern in Deutschland mit jüdischen Wurzeln. Das Zitat zeigt, dass eben nicht nur Juden in ihrer Geschichte unerwünscht waren, sondern auch Intellektuelle, die einem Regime gefährlich werden könnten. Sie stehen oftmals kritisch gesellschaftlichen Zuständen gegenüber, doch solche Kritik war zur Zeit der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland absolut unerwünscht. Die Gefahr beseitigte man, indem man sie ihrer Waffen entledigt, den Büchern, und letztendlich verbrannte man auch sie aus purem Hass, da durch ihren kritischen Ideen die ganzen Vorhaben des Regimes scheitern können. „Mich hat der Teufelsdreck, der sich Nationalsozialismus nennt, den Hass gelehrt. Zum ersten Mal in meinem Leben den wirklichen, tiefen, unauslöschlichen, tödlichen Hass.“ 2 , dies waren die Worte von Thomas Mann am 08. November 1945 in London. Thomas Mann war ein deutscher Autor und Erzähler, der Anfang der 30er Jahre die Deutschen vor die Gefahr des Faschismus warnte. Das Zitat zeigt, dass er hasserfüllt war und sich dem Staat widersetzte indem er Radiosendungen, den „Deutschen Hörer“ produzierte. Trotz des Engagements gegen den Nationalsozialismus den die beiden Autoren zeigen, gab es doch nur sehr wenige, die sich gegen das NS-Regime auflehnten, das heißt nicht, dass viele mit dem System zufrieden waren. Ein großer Teil wurde von der SA (Sturmabteilung) und der SS (Schutzstaffel) eingeschüchtert und leisteten, wenn überhaupt nur passiven Widerstand. Viele fassten aber den Mut und riskierten ihr Leben, um aktiv gegen Judendeportation, Diktatur und Meinungseinschränkung zu protestieren.
Im folgenden Referat möchten wir auf die zahlreichen Widerstandbewegungen gegen das Dritte Reich eingehen, ihre Organisation näher erläutern und deren Einfluss bzw. Erfolge darstellen. Widerstand gegen den Nationalsozialismuszwischen Leben retten und Leben riskieren.
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2. Definition Widerstand:
Grundsätzlich lassen sich zwei Arten von Widerstand erkennen, den aktiven und den passiven. Beide Formen werden von überzeugten Oppositionellen getragen, die entscheidend auf die Meinungsbildung in der Bevölkerung Einfluss nehmen, um so weitere Mitstreiter zu werben. Die Aktionen müssen dabei nicht zwangsläufig immer im gesetzlichen Rahmen liegen, besonders durch gesetzwidrige Aktivitäten lässt sich die Forderung einen erheblichen Nachdruck verleihen.
Der deutsche Historiker und Politwissenschaftler Klaus Schönhoven definierte den Widerstand im Nationalsozialismus wie folgt: „Widerstand [gegen die NS-Diktatur] ist eine Provokation, welche die Toleranzschwelle des nationalsozialistischen Regimes unter den jeweils gegebenen Umständen bewusst überschreitet mit einer Handlungsperspektive, die auf eine Schädigung oder Liquidation des Herrschaftssystems abzielt.“ 3 Der passive Widerstand zeichnet sich dadurch aus, dass hier keine Gewalt angewandt wird oder Gesetze gebrochen werden. Er beschreibt keine Handlung im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr das Unterlassen bzw. absichtliche verzögerte Ausführung. Am konkreten Beispiel äußert sich der passive Widerstand, indem die Produzenten ihre Arbeit verlangsamen, Defekte vorgetäuscht werden oder durch Abwesenheit sich Arbeitsabläufe in die Länge ziehen. Das Gegenteil stellt der aktive Widerstand dar, bei dem lautstark und mit Methoden, wie der Demonstration, dem Streik und anderen, eindringlich auf ein Missfallen eingegangen wird. Große Massen mobilisieren sich dabei in der Öffentlichkeit, stellen Forderungen und versuchen sie durchzusetzen, in einigen Fällen wurde dies zur Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland auch gewaltsam versucht, wie das Stauffenbergattentat zeigt.
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3. Gründe für den Widerstand
Abgesehen von individuellen Abneigungen und differenzierten politischen Überzeugungen, gibt es eine Vielzahl von Gründen, die alle Widerstandsaktivisten teilen. Allem voran steht die Forderung zur freien Meinungsäußerung, damit verbunden zur Pressefreiheit, die zur Zeit des Nationalsozialismus nicht bestand, im Gegenteil, sämtliche veröffentlichen Werke und Zeitschriften unterlagen einer strengen Zensur. Darunter fielen beispielsweise kommunistische, pazifistische, jüdische und andere regimekritische Druckerzeugnisse. Viel schlimmer als die Abschaffung der eigenen freien Meinung ist das Aufzwängen der Meinung des Regimes und damit verbunden die Verbreitung der NS-Ideologie. Die vermehrte Kontrolle des Staates ist ein weiterer Grund für den Widerstand, da man sich zu jeder Zeit von Staatsspitzeln, sowie Trupps der SA und SS beobachtet fühlte. Zudem engagierten sich viele Bürger freiwillig für die Rettung der Juden. Diese Menschen bewiesen ein hohes Maß an Humanität und ziviler Courage. Das bekannteste Beispiel ist der Fall der Anne Frank. Diejenigen, die die nationalsozialistische Bewegung nicht mittragen konnten, bzw. nicht mittragen wollten, waren auch strikt gegen die Kriegspolitik, die Nazideutschland offensichtlich verfolgte, die mit dem Einmarsch ins Ruhrgebiet deutlich wurde bzw. mit der Ausrichtung der Wirtschaft auf einen Krieg. Eine Widerstandsbewegung, die einheitlich gegen die Nationalsozialisten kämpfte gab es dabei nicht, da der Kampf gegen das Regime durch unterschiedliche Motive und auf unterschiedliche Weisen bestritten wurde.
4. Widerstand im Alltag
Im Alltag gab es nur wenige Fälle, in denen echte Zivilcourage gezeigt wurde, sich Menschen dem Regime widersetzen oder verweigerten. Der häufigste Widerstand war der Widerstand durch Abwesenheit oder durch verzögerte Ausführung der Anordnung oder sogar das Nichtbefolgen. Bestes Beispiel war die Abwesenheit einiger Professoren bei den Bücherverbrennungen im Mai 1933. Es gab Eltern, die ihre Kinder davon abhielten in die HJ einzutreten, dabei hatte dies natürlich Konsequenzen: Den Eltern drohten hohe Geld- und Haftstrafen und den Kindern drohte die Nichtzulassung für bestimmte Berufe, Schulen und Betriebe. Sie durften keine Ehrenämter bekleiden und waren sozial geächtet. Es gab Soldaten, die sich weigerten an Kriegsverbrechen teilzunehmen, Menschen, die aus Ehrfurcht vor dem Leben und aus Abscheu gegen den Nationalsozialismus Juden und Zwangsarbeiter bei sich versteckten und versorgten, und Gefängnisbeamte, die, um Häftlinge vor dem Abtransport zu bewahren Akten „verlegten“, und somit den Prozess verlangsamten und sabotierten.
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Arbeit zitieren:
Sebastian Hüttl, 2010, Referat zum Thema: "Widerstand gegen den Nationalsozialismus", München, GRIN Verlag GmbH
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