3.1.6. Vers 12 14
3.1.7. Vers 13 15
4. KAPITEL IV
4.1 ÜBERSETZUNG UND SCHLUSS 17
4.1.1. Übersetzung 17
4.1.2. Schluss 17
BIBLIOGRAPHIE 19
iii
1.1.
Beginnend möchte ich zu dieser Exegese, der Perikope aus Römer, Kapitel 15,7-13 einige zusammenfassende Gedanken Karl Barths zitieren: „Christus macht die Starken zu Starken zur Ehre Gottes. Er führt sie aber
auch wieder zu den Schwachen zur Ehre Gottes. Er ist der Christus Israels, der
Kirche; denn sein noch so bedürftiges Zeugnis, das die Schwachen für ihn able-gen, ist ganz ohne Gegenstand, ganz ohne die ihm entsprechenden Wahrheit Got-
tes. Er ist der Christus der Heiden, der Christus der Welt. Gottes Erbarmen hat die
Starken gefunden, da sie wahrhaftig noch Schwache waren. Wahrheit und Erbar-
men, das hält Juden und Heiden, Kirche und Welt zusammen. […] Im jauchzen
alle Stimmen derer entgegen, die gefunden wurden von seiner Wahrheit und von
seinem Erbarmen. Er sieht das Schwache in den Starken und das Starke in den
Schwachen, und er sieht mit seinen Augen wie sie alle auf den höchsten wie auf
den tiefsten Stufen teilnehmen an dem seligen Geheimnis seiner Freiheit, seines
Reiches.“ 1
So kann und darf vorweg zusammenfassend folgendes über diese Perikope gesagt werden. Der Messias wurde ein Knecht des jüdischen Volkes, um Gottes Wahrhaftigkeit und sein Erbarmen aufzuzeigen. Gottes Erbarmen zeigt sich darin, dass er die Verheißungen an die Erzväter gehalten hat und die Heiden dazu brachte Gott zu verherrlichen. 2 In einem Satz also, »Juden- und Heidenchristen, durch Christus zum endzeitlichen Lob Gottes vereint«.
1 Karl Barth, Der Römerbrief (Zürich: Theologischer Verlag (TVZ), 1940), 510.
2 David H. Stern, Kommentar zum Jüdischen Neuen Testament Bd. 2 Die Briefe des Gesandten Scha-ul
an die messianischen Gemeinden (Holzgerlingen: Hänssler Verlag, 1996), 176-177.
διὸ προσλαμβάνεσθε ἀλλήλους, καθὼς καὶ ὁ Χριστὸς προσελάβετο ὑμᾶς, εἰς δόξαν τοῦ θεοῦ. λέγω γὰρ Χριστὸν διάκονον γεγενῆσθαι περιτομῆς ὑπὲρ ἀληθείας θεοῦ, εἰς τὸ βεβαιῶσαι τὰς ἐπαγγελίας τῶν πατέρων, τὰ δὲ ἔθνη ὑπὲρ ἐλέους δοξάσαι τὸν θεόν, καθὼς γέγραπται· διὰ τοῦτο ἐξομολογήσομαί σοι ἐν ἔθνεσιν, καὶ τῷ ὀνόματί σου ψαλῶ. καὶ πάλιν λέγει, εὐφράνθητε, ἔθνη, μετὰ τοῦ λαοῦ αὐτοῦ. καὶ πάλιν, αἰνεῖτε, πάντα τὰ ἔθνη, τὸν κύριον, καὶ ἐπαινεσάτωσαν αὐτὸν πάντες οἱ λαοί. καὶ πάλιν Ἠσαΐας λέγει, ἔσται ἡ ῥίζα τοῦ Ἰεσσαί, καὶ ὁ ἀνιστάμενος ἄρχειν ἐθνῶν· ἐπ' αὐτῷ ἔθνη ἐλπιοῦσιν. ὁ δὲ θεὸς τῆς ἐλπίδος πληρώσαι ὑμᾶς πάσης χαρᾶς καὶ εἰρήνης ἐν τῷ πιστεύειν, εἰς τὸ περισσεύειν ὑμᾶς ἐν τῇ ἐλπίδι ἐν δυνάμει πνεύματος ἁγίου.
2.1.2. Rohübersetzung
Darum nehmt einander an so wie Christus euch angenommen hat zum Ruhme Gottes. Ich sage aber, so wie Christus ein Diener der Beschneidung geworden ist, zur Wahrheit Gottes, wegen der Verheißungen zu den Vätern, das die Völker Gott rühmen wie geschrieben steht durch dich werde ich bekenne unter den Völkern und deinen Namen lobsingen. Und wieder sagt er, freut Euch ihr Völker unter dem Volk. Und wieder, lobet den Herrn alle Völker und preiset ihn alles Volk. Und wieder wie Jesaja sagt, Es wird die Wurzel Isai sein die aufsteht und herrscht über die Völker und die Völker werden hoffen. Der Gott der Hoffnung erfülle Euch aber mit Freude und Friede im Glauben, in mehr als reichlicher Hoffnung im Heiligen Geist.
3 Costas Stergiou, „The Word; free software”, Übersetzung Tischendorf, Römer 15,7-13, © 2003-2010.
2.1.4. Textanalyse a Laut B, D*, P 48/104/614/629/1506 kann an dieser Stelle die Einfügung »ημ« stehen. Diese Leseart ist nicht zu bevorzugen, da ,א A, C D 2 , F, G, Ψ als Hauptzeugen dagegensprechen. Aufgrund dieser Quantität, Qualität und den Parallelen, entscheide ich mich hiermit gegen die Einfügung »ημ«. b B, C, D, F, G, Ψ lesen an dieser Stelle das Verb »γεγενσθαι«. Dagegen sprechen ,א A, C 2 , D 1 , 048. »γεγενῆσθαι« kommt vom Wortstamm »γίνομαι« im Perfekt passiv »γεγένημαι«. Aufgrund dessen entscheide ich mich für die Leseart »γεγενῆσθαι«. c An dieser Stelle fügt א 2 »κύριε« ein. Die LXX unterstützt diesen Gedanken. Da Paulus hier aus der LXX zitiert, sollte die Leseart mit »κύριε« sein. d Laut B, D, F, G 1505 wird hier »λέγει« eingefügt. Die Hauptzeugen ,א A, C, Ψ, 33, 1739 unterstützen die Leseart ohne »λέγει«. Dieser Leseart schließe ich mich an. e-ee Es gibt zwei unterschiedliche Lesearten. »πληρώσαι ὑμᾶς πάσης χαρᾶς καὶ εἰρήνης« oder »πληροφορησαι ὑμᾶς έν πάση χαρᾶ καὶ εἰρήνη«. An dieser Stelle bevorzuge ich die erste Leseart. f-ff und g-gg sind zwei Auslassungen: »ἐν τῷ πιστεύειν« und »εἰς τὸ περισσεύειν«. Beiden Auslassungen stimme ich nicht zu. Mit der Leseart der 27. Auflage des Novum Testamentum Graece bin ich allerdings stimmig (siehe 2.1.1.).
Paulus stellt sich selbst als Verfasser, Knecht/ Sklave Jesu Christi, berufener Apostel und Verkündiger des Evangeliums (Röm 1,1). 4 Er erwähnt nicht, dass er ein sehr gut gebildeter Pharisäer und Schriftgelehrter ist.
4 Alle Bibelverse welche direkt zitiert werden stammen aus der Elberfelderübersetzung, ELB.
Arbeit zitieren:
Bachelor of Arts in Theology Gregor Dilger, 2011, Starke und Schwache, München, GRIN Verlag GmbH
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