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Inhaltsverzeichnis
1. Bedingungsanalyse 3
1.1. Rahmenbedingungen 3
1.2. Klassensituation 3
1.3. Einzelne Schüler 4
2. Sachanalyse 4
2.1. Der Satz 4
2.2. Die Umstellprobe 5
2.3. Satzglieder 6
3. Didaktische Analyse 7
3.1. Bedeutung des Themas für die SchülerInnen 7
3.2. Lernvoraussetzungen der SchülerInnen 8
3.3. Bezug zum Bildungsplan 9
3.4. Ziele und Kompetenzen 10
3.5. Einbettung der Stunde in die Unterrichtseinheit 11
3.6. Didaktische Reduktion 11
4. Methodische Analyse 11
4.1. Begrüßung/ Einstieg 11
4.2. Erarbeitung I 12
4.3. Erarbeitung II 13
4.4. Sicherung I 14
5. Literaturverzeichnis 15
6. Anhang 16
3
1. Bedingungsanalyse
1.1. Rahmenbedingungen
1.2. Klassensituation
1.3. Einzelne SchülerInnen
2. Sachanalyse
2.1. Der Satz
„Was versteht man unter einem Satz?“ Diese Frage stellt man sich auch im Duden. Doch eine einzige Antwort lässt sich nicht ohne Weiteres geben. Ein Problem hierbei ist, dass hinter der Bezeichnung „Satz“ nicht nur ein einzelner Begriff, sondern „eine ganze Familie sich unterscheidender Begriffe steht.“ 1 Aus diesem Grund gibt es mehrere Definitionen, die versuchen, einen Satz näher zu bestimmen. Eine davon lautet: „Ein Satz ist eine Einheit, die aus finitem Verb und allen vom Verb verlangten Satzgliedern besteht.“ 2
Sätze haben eine innere Struktur, die weitgehend vom Verb bestimmt ist, wobei das Verb um sich herum Stellen für weitere Bestandteile des Satzes, insbesondere für die Satzglieder eröffnet. 3
Sätze bestehen also letztlich aus Wörtern, aus denen sich nach bestimmten Regeln der Syntax komplexere Einheiten bilden. Man kann den prototypischen Satz daher auch so definieren: „Ein Satz ist eine abgeschlossene Einheit, die nach Regeln der Syntax gebildet worden ist.“ 4 Man muss jedoch bedenken, dass Sätze auch Bestandteile umfangreicherer Sätze sein können. Dann lautet die Definition wie folgt: „Ein Satz ist die größte Einheit, die man mit den Regeln der Syntax erzeugen kann.“ 5 Die Bestandteile des Satzes lassen sich nach unterschiedlichen Gesichtspunkten näher betrachten.
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vvvgl. Duden S. 776
Diese Perspektiven schließen sich gegenseitig nicht aus, sondern können sogar miteinander kombiniert werden. In meinem Unterricht beschränke ich mich jedoch auf die Perspektive der Verschiebbarkeit und das Satzglied.
2.2. Die Umstellprobe
Wie schon beschrieben schließen sich in einem Satz Wörter zu unterschiedlich komplexen Einheiten zusammen, die als Phrasen oder Wortgruppe bezeichnet werden. Phrasen bestehen letztlich aus Wörtern, genauer aus Wortformen, bei der folgende Beziehung zwischen Phrasen und Wörtern besteht: Jede Phrase hat eine Wortform als Kern und jede Wortform bildet den Kern einer eigenen Phrase. Ob eine Abfolge von Wörtern zusammen eine Phrase bildet, kann man mit Proben nachweisen. Wichtig sind hierbei die Verschiebeprobe, die Ersatzprobe und die Erweiterungsprobe. Wenn sich eine Abfolge von Wörtern geschlossen verschieben lässt, handelt es sich um eine Phrase. Im Deutschen erfasst man mit der Verschiebeprobe in erster Linie die Satzglieder.
2.3. Satzglieder
Satzglieder sind also kleinere sprachliche Einheiten, aus denen ein Satz aufgebaut ist. Sie können aus einem oder mehreren Wörtern bestehen und durch verschiedene Wortarten repräsentiert werden. Klassifiziert werden können sie nach verschiedenen Gesichtspunkten: als Subjekt, Prädikat, Objekt und Adverbialbestimmungen erfüllen sie verschiedene Funktionen im Satz (funktionale Einteilung). Die formale Einteilung vollzieht sich nach den Wortarten bzw. Wortklassen und deren Kombinationen, die für ein bestimmtes Satzglied in Frage kommen. Der Satzgliedbau beschreibt schließlich den inneren Aufbau von Satzgliedern. Sie können einfach- oder mehrgliedrig sein. Im letzteren Fall bestehen sie aus einem Kern und zusätzlichen Teilgliedern, den Erweiterungen, die wiederrum in Kerne und Erweiterungen unterteilt werden können. Im Schülerduden wird ein Satzglied wie folgt definiert: „Satzglieder sind diejenigen Wörter oder Wortgruppen, die sich im Satz nur geschlossen
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verschieben lassen“ 6 . Ob es sich um ein Satzglied handelt, kann man, nach Glinz, durch sogenannte operationale Verfahren, wie zum Beispiel der Umstellprobe oder Verschiebeprobe herausfinden. Bei der Umstellprobe handelt es sich dabei um eine gezielte Veränderung der Wortfolge im Satz, wobei der Satz grammatisch korrekt bleiben und sein Inhalt höchstens geringfügige Veränderungen erfahren darf. Dabei ist es wichtig zu beobachten, welche Wörter sich voneinander trennen lassen und welche nicht. Was sich bei der Phrase immer nur gemeinsam verschieben lässt wird als Satzglied bestimmt. Nach Altmann und Hahnemann ist das Ziel, die Ermittlung von syntaktisch relevanten Segmenten und damit von maximal beweglichen Untereinheiten von Sätzen und Satzgliedern, die Ermittlung von Wort- und Satzgliedstellungsregeln und die Auflösung von Mehrdeutigkeiten.
Beispiel aus dem Duden:
Die Sitzung mit dem Chef bereite ich morgen vor.
Zu diesem Satz gibt es eine Reihe von Varianten mit verschobenen Konstituenten, wobei sich höchstens die Gewichtung ein bisschen verändert. Morgen bereite ich die Sitzung mit dem Chef vor. Ich bereite die Sitzung mit dem Chef morgen vor. Ich bereite morgen die Sitzung mit dem Chef vor. Die Sitzung mit dem Chef bereite ich morgen vor.
Nicht zulässig sind folgende Versionen, weil sie grammatisch nicht korrekt sind: Morgen ich die Sitzung mit dem Chef bereite vor. Morgen ich vor die Sitzung mit bereite Chef dem. Die Sitzung bereite ich morgen mit dem Chef vor.
Der zuletzt genannte Satz ist zwar grammatisch korrekt, aber sein Inhalt hat sich gegenüber dem Ausgangssatz fassbar verändert. Es handelt sich nicht mehr um eine Sitzung mit dem Chef, die vorzubereiten ist, sondern der Chef scheint bei der Vorbereitung für diese Sitzung zu helfen. Auf diese Weise erhält man durch die Umstellprobe neben dem Prädikat „bereite…vor“ drei Satzglieder: „die Sitzung mit dem Chef“, „ich“, „morgen“.
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3. Didaktische Analyse
3.1. Bedeutung des Themas für die SchülerInnen
Die Bedeutung des Themas für die SchülerInnen sind zentrale Überlegungen, die laut Klafki bei jeder Unterrichtsplanung stets im Vordergrund stehen sollten. Gegenwartsbedeutung: Das Thema betrifft die SchülerInnen auch außerhalb der Schule. Die Erkenntnis, dass man einen Satz umstellen und durch die Veränderung verschiedene Absichten ausdrücken kann, spielt in der Gesellschaft eine große Rolle. Vor allem für schwächere SchülerInnen ist es wichtig, einen angemessenen Satzbau im Deutschen zu erlernen und damit umgehen zu können. Weiter schult es den Sprachgebrauch und die Fähigkeit zu kommunizieren. Zukunftsbedeutung: Vor allem auf die Zukunft bezogen, spielt das Thema eine große Rolle. Am Ende der 9. Klasse legen alle SchülerInnen eine (Projekt-)Prüfung ab. Hierbei ist es nicht nur wichtig, einen Sachverhalt richtig darstellen zu können und gut zu präsentieren, sondern es kommt auch auf die Ausdrucksweise und korrektes Deutsch an. Weiterhin spielt das Thema Satzbau, allgemein betrachtet, auch im späteren Berufsleben und der Gesellschaft eine Rolle. Viele Arbeitgeber achten auf eine angemessene Ausdrucksweise, wenn sie sich für einen Auszubildenden entscheiden.
Exemplarische Bedeutung: Am Gegenstand der Satz-, Wort- und Satzgliedkarten lässt sich der Gegenstand der Umstellprobe eindeutig erarbeiten. Die SchülerInnen erfahren sofort den Zusammenhang zwischen Wort und Satzglied und wie diese im Zusammenhang mit einem Satz stehen. Durch das Bewegungsspiel lassen sich die wesentlichen Aspekte des Themas, also das Erkennen von Satzgliedern und die Umstellprobe, erarbeiten.
Erweisbarkeit und Überprüfbarkeit: Ob der Sachverhalt von den SchülerInnen verstanden wurde, kann schon in der zweiten Erarbeitungsphase, dem Bewegungsspiel, überprüft werden. Hier wird deutlich, wer das zuvor Besprochene bereits verstanden hat und nun auf den neuen Sachverhalt anwenden kann. Auch dienen Arbeitsblätter dazu, den Sachverhalt zu vertiefen, zu wiederholen und den Lernzuwachs der SchülerInnen am Ende der Stunde deutlich zu machen. Zugänglichkeit: Um den SchülerInnen den Einstieg in das Thema zu erleichtern, wird der Sachverhalt durch die Wortkarten visualisiert und gleich von Beginn an, ein Zusammenhang geschaffen. Die ausgewählten Beispielsätze beziehen sich auf das zuvor gelesene Buch „Löcher“ von Louis Sachar, was die Zugänglichkeit zum Thema erleichtert. Durch das Bewegungsspiel, bei dem jedes Kind ein Wort verkörpert und
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dann eine Stellung im Satz und im Raum beobachtet, wird deutlich was ein Satzglied ist.
Lehr-Lern- Prozessstruktur: Durch den Wechsel zwischen Unterrichtsgespräch und Selbsterarbeitung im Bewegungsspiel und den Arbeitsmaterialien ist eine abwechslungsreiche Methodenvielfalt geboten. Durch den Methodenwechsel ergeben sich auch verschiedene Zugangsweisen zum Thema. Daraus ergibt sich für SchülerInnen, die den Sachverhalt zu Beginn der Stunde im Unterrichtsgespräch nicht richtig verstanden haben, die Möglichkeit diesen nochmals selbstständig und mit Hilfe anderer SchülerInnen zu erarbeiten und dann gegebenenfalls richtig zu verstehen.
3.2. Lernvoraussetzungen der SchülerInnen
Durch die Unterschiede bei den Lernvoraussetzungen, dem Leistungsniveau und den Lerntechniken der SchülerInnen sind eine differenzierte Darstellung der Unterrichtseinheiten und häufige Wiederholungen der wichtigen Grundlagen notwendig.
Eine Herausforderung stellt für mich die Einschätzung des Stundeninhalts „Satzglieder“ da, weil ich die Vorkenntnisse der SchülerInnen in diesem Bereich nicht einschätzen kann. Obwohl den SchülerInnen das Thema „Satzglieder“ und die Umstellprobe bereits in der Grundschule, sowie in Klasse fünf und sechs begegnet sein sollten, kann davon ausgegangen werden, dass viele von ihnen dieses Wissen nicht (mehr) parat haben, was durch das relativ lange Zurückliegen, mangelnder Übung, Lernschwächen und durch ungelöster Verständnisprobleme bedingt ist.
3.3. Bezug zum Bildungsplan
Im Bildungsplan der Werkrealschule 2010 für das Land Baden Württemberg findet man folgende Leitgedanken zum Kompetenzerwerb:
Sprache ist Medium der Kommunikation und Reflexion, zudem Träger von Kultur und Wissen. Der Deutschunterricht in der Hauptschule hat die Anbahnung und Entwicklung der sprachlichen Kompetenz zum Ziel, die zur eigenverantwortlichen Bewältigung der Anforderungen von Schule, Alltag, Gesellschaftswelt und Arbeitswelt befähigen. Die Fähigkeit, im Team zu arbeiten und sich mitzuteilen, ist wesentlich für die persönliche und schulische Entwicklung, das Leben in der demokratischen Gesellschaft sowie für den beruflichen und privaten Alltag. Von Anfang an sollen die SchülerInnen daran beteiligt werden, Probleme zu erkennen, zu formulieren und sich für geeignete sprachliche Mittel zu entscheiden. Die Förderung der Fähigkeit, Situationen zu reflektieren und über sie sprechen zu können, trägt zur Entwicklung
Arbeit zitieren:
Marina Stern, 2011, Handlungsorientierter Unterricht: Satzglieder- die Umstellprobe, München, GRIN Verlag GmbH
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