Leibniz-Akademie Hannover
Betriebswirt VWA
Hausarbeit
Added-Value-Enterprise
Mehrwertorientierte Vernetzung von
kleinen und mittleren Unternehmen
Dirk Mende
29.07.2003
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Netzwerkansatz 2
2.1. Bedeutung des Netzwerkansatz 2
2.2. Entstehung von Netzwerken 2
2.2.1. Transaktionskostenansatz 2
2.2.2. Austauschorientierter Ansatz 7
2.2.3. Strategieorientierter Ansatz 8
2.3. Einflussfaktoren 8
2.3.1. Innovationswettbewerb 8
2.3.2. Zeitwettbewerb 9
2.3.3. Qualitätswettbewerb 9
2.3.4. Kosten- und Preiswettbewerb 10
2.4. Stabilität von Unternehmensnetzwerken 11
3. Strukturen von Unternehmensnetzwerken 13
4. Strukturen und Steuerung von Kooperationen 14
4.1. Vertikale Kooperationen 15
4.2. Horizontale Kooperationen 16
4.3. Diagonale Kooperationen 20
4.4. Horizontale Vertikale Kooperation 20
5. Zusammenfassung und Resümee 22
6. Literatur / Folienverzeichnis 25
1. Einleitung
Durch einen sich immer schnelleren und ruinöser werdenden Wirtschaftswandel, mit einer immer größer werdenden Informationsflut und der daraus entstehenden Komplexität in allen Bereichen, gewinnen Netzwerke für das Überleben von Unternehmen ein einer hochkomplexen System immer mehr an Bedeutung.1 Klassische Alleingänge von Unternehmen, wie wir sie bis heute erleben, kann in einer „vernetzten“ Welt, in der Information und Kommunikation über Erfolg und Misserfolg eines Unternehmens in erheblichem Maße mitentscheiden, nur noch von untergeordneter Rolle sein. Die Möglichkeiten für mögliche „Interorganisationaler Zusammenarbeit“ zwischen Unternehmen ist in der Praxis also breit gefächert. Da sich diese Arbeit jedoch mit der Frage beschäftigt ob ein Mehrwert für kleine und mittlere Unternehmen durch strategische Netzwerke entsteht, liegt der Schwerpunkt auf der Organisationsform der Kooperation. Mögliche Joint Ventures, Bündnisse, Koalitionen, Fusionen, Spin Offs, Spin Outs und Split Offs finden sich in dieser Arbeit nur am Rande bzw. gar nicht wieder, da diesen Organisationsformen bei kleinen und mittleren Unternehmen nur eine untergeordnete Rolle spielt bzw. gar nicht zur Anwendung gelangt. Dies ist begründet damit, das kleine und mittlere Unternehmen nur selten bereit sind ihre rechtliche Selbständigkeit aufzugeben, da es sich bei diesen Unternehmen meist um Inhaber geführte Organisationen handelt.
Die vorlegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob der Netzwerkansatz als Grundlage einer Mehrwertorientierung für kleine und mittlere Unternehmen herangezogen werden kann. Die nachfolgende Analyse wird sich – angesichts des interdisziplinären Charakters des Netzwerkansatz – auf Unternehmensnetzwerke beschränken und sich im Verlauf der Arbeit auf strategische Netzwerke – insbesondere auf die Ausgestaltung der Kooperation – konzentrieren.
Mit dem Hintergrund des wachsenden Wettbewerbsdruck, wird im zweiten Kapitel zunächst auf die Bedeutung des Netzwerkansatz und deren allgemeine Charakteristik (Ansätze, Einflussfaktoren, Vertrauen und Stabilität) eingegangen. Die theoretische Erklärung für die Entstehung von Netzwerkorganisationen wird mit dem Schwerpunkt auf dem Transaktionskostenansatz gegeben und mit men autausch- und strategieorientierten Ansatz kritisch ergänzt.
Im weiteren Verlauf wird auf das strategische Netzwerk, als besondere Form des Unternehmensnetzwerk eingegangen. Anschließend werden die einzelnen Einflussfaktoren und die daraus resultierenden Ziel mit ihren jeweiligen Bedeutungen beschrieben. Der Schwerpunkt des vierten Kapitel liegt vornehmlich in der Darstellung der Kooperation mit ihren Strukturen und Steuerungsmöglichkeiten in Theorie und Praxis. Anhand dieser Darstellung wird versucht, eine Antwort auf die Frage zu geben, inwiefern der Netzwerkansatz (Kooperation) als Grundlage für ein Mehrwert für kleine und mittlere Unternehmen sein kann.
Anschließend werden die jeweiligen Möglichkeiten aber auch Risiken, die Kooperationen mit sich bringen erörtert, mit dem Ziel, die speziellen Anforderungen, die an die Netzwerkteilnehmer gestellt werden, hervorzuheben.
2. Netzwerkansatz
Im ersten Kapitel wurde ein allgemeiner Einblick in den Netzwerkansatz gewährt. Dabei wurden die grundlegenden Merkmale hervorgehoben und eine theoretische Erklärung für das Entstehen von Netzwerken gegeben.
2.1. Bedeutung des Netzwerkansatz
Immer mehr Branchen finden sich mit einer Wettbewerbssituation konfrontiert, in der die differenzierte Berücksichtigung von Märkten mit sich schnell ändernden Marktstrukturen lebensnotwendig erscheint. Nachfolgend wir die Netzwerkorganisation, schwerpunktmäßig die Form der Kooperation, als eine organisatorische Möglichkeit bei der Bewältigung der einzelnen Aufgaben näher erläutert.
2.2. Entstehung von Netzwerken
„Strategische Netzwerke sind eine (sozio-) ökonomische Institution. Aus dieser Feststellung rührt die originäre Zuständigkeit des, am häufigsten verwendeten Erklärungsansatz, des Transaktionskostenansatz, der sich als eine Theorie ökonomischer Institutionen (institutional economics) versteht.“2 Neben dem Transaktionskostenansatz kommt auch der austauschorientierte- und strategieorientierte Ansatz zur Verwendung.
2.2.1. Transaktionskostenansatz
Der Transaktionskostenansatz geht bis auf die Arbeiten von Coase (1937) zurück, die insbesondere von Willamson zwischen 1970 und 1980 wieder aufgegriffen und weiterentwickelt wurden.3
[....]
1 Vgl. Kräke, (1999), S. 333f
2 Vgl. Sydow, (2002), S. 129
3 Vgl. Balling (1998), S. 56
Arbeit zitieren:
Dirk Mende, 2003, Added-Value-Enterprise, München, GRIN Verlag GmbH
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