Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 2
Abk ürzungsverzeichnis 5
Abbildungsverzeichnis 6
Einleitung. 7
1. Gedächtnis und Autobiografie 9
1.1 Das menschliche Gedächtnis - Ideengeschichte, Neuroanatomie und
Entwicklung 9
1.2 Das autobiografische Gedächtnis - ein Gedächtnis für Lebensereignisse 15
1.3 Die Entwicklung des autobiografischen Gedächtnisses 19
1.4 Zusammenfassung: Welche Bedeutung hat das autobiografische Gedächtnis
f ür den Menschen und seine Erinnerungen? 25
2. Autobiografische Erinnerungen 26
2.1 Begriffsbestimmung und Abgrenzung 26
2.2 Die Ordnung autobiografischer Erinnerungen 29
2.3 Der rekonstruktive Charakter der Erinnerung 31
2.4 Quellenamnesie und Erinnerungsverzerrung 33
2.5 Blitzlichterinnerungen und traumatische Erinnerungen 35
2.6 Die infantile Amnesie 37
2.7 Zusammenfassung: Wozu braucht der Mensch persönliche Erinnerungen? 42
3. Die Persönlichkeit des Menschen 44
3.1 Persönlichkeit - Ideengeschichte und der Versuch einer Begriffsbestimmung 44
3.2 Biologische Grundlagen der Persönlichkeitsentwicklung und die
Anlage -Umwelt-Problematik 46
3.3 Die Persönlichkeitsentwicklung 50
3.3.1 Bedingungen der Persönlichkeitsentwicklung 54
3.3.2 Die Bedeutung der Familie für die Persönlichkeitsentwicklung 55
3
Inhaltsverzeichnis
3.4 Die Komplexität der Persönlichkeit 57
3.5 Zusammenfassung: Wozu braucht der Mensch eine Persönlichkeit? 58
4. Erinnerung und Persönlichkeit 60
4.1 Rückblick auf die biologischen Grundlagen 60
4.2 Sigmund Freud 64
4.3 Moderne Ansätze 66
4.4 Studien zum Thema 72
4.4.1 Langzeitwirkungen der Teilnahme an internationalen
Sch üler- und Jugendbegegnungen 72
4.4.2 Persönlichkeitsspezifische Effekte beim Erinnern
lebensgeschichtlicher Ereignisse 74
4.4.3 Trauma und Erinnerung 76
4.5 Zusammenfassung: Welche Bedeutung haben die frühesten Erinnerungen
f ür die Persönlichkeitsentwicklung? 79
Fazit und Ausblick 81
Quellenverzeichnis 83
Anhang 93
4
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 Galls Karte des menschlichen Gehirns
Abb. 2 Das menschliche Gehirn (von außen)
Abb. 3 Das menschliche Gehirn (von innen)
Abb. 4 Darstellung der Informationsverarbeitung im Gehirn
Abb. 5 Taxonomie des menschlichen Gedächtnisses nach Tulving
Abb. 6 Taxonomie des menschlichen Gedächtnisses nach Welzer
Abb. 7 Modell der Entwicklung des autobiografischen Gedächtnisses nach
Welzer
Abb. 8 Darstellung der Entwicklung des autobiografischen Gedächtnisses
nach Nelson
Abb. 9 Modell der Wechselwirkung zwischen Anlage und Umwelt nach
Asendorpf
Abb. 10 Zusammenspiel von Anlage und Umwelt bei der Persönlichkeits-
entwicklung
Abb. 11 Modell der Persönlichkeitsentwicklung nach Asendorpf
Abb. 12 Entwicklung der Persönlichkeit nach Erikson
Abb. 13 Bedürfnispyramide nach Maslow
Abb. 14 Das Johari-Fenster
Abb. 15 Verteilung der Erinnerungen von 50-Jährigen über die gesamte Le-
bensspanne
Abb. 16 Darstellung der Items für den Fragebogen
6
1 Einer der ersten Wissenschaftler, welche die Kindheitserinnerungen genauer erforschten, war Sigmund Freud. Die tiefgreifendsten Forschungen stammen aber, laut Estrade, von Alfred Adler (vgl. Estrade 2007: 9).
2 Unter Deckerinnerungen werden Erinnerungen verstanden, bei denen nicht das eigentliche Ereignis erinnert wird, sondern anstelle dessen ein inhaltlich naheliegendes - sozusagen Ersatzerinnerungen. Freud beschreibt dies in dem Vergleich: „ein gewisses Erlebnis der Kindheit kommt zur Geltung im Gedächtnis, nicht etwa weil es selbst Gold ist, sondern weil es bei Gold gelegen ist.“ (Freud 1991: 536f.).
3 Ebbinghaus entschied sich für Silben ohne Bedeutung, weil er davon ausging, dass erwachsene Menschen schon unzählige Assoziationen zu Wörtern haben (bspw. Schnee - kalt), wodurch das Ergebnis des Experiments negativ beeinflusst worden wäre (vgl. Mazur 2004: 43).
4 Die wichtigsten Ergebnisse waren folgende: 1) Mit der Länge der Liste nimmt auch die benötigte Zeit für das Erlernen jeder Silbe zu. 2) Das Fortsetzen des Lernvorganges, selbst nachdem die Liste perfekt erinnert werden konnte, führt zu einer verbesserten Wiedergabe auch noch nach längerer Zeit. Auch bekannt unter der Bezeichnung des Überlernens. 3) Vergessenskurve: Die Assoziation ist umso stärker, je kürzer die seit dem Lernvorgang vergangene Zeit ist. 4) Prinzip der Kontiguität: Die Assoziation zwischen zwei Silben der Liste ist umso zuverlässiger, je näher sie beieinander stehen. 5) Die Reihenfolge, in der die Silben gelernt wurde, beeinflusst die Fähigkeit zur Wiedergabe (vgl. ebd.: 44-47).
5 Der Stirnlappen wird auch Frontallappen, der Scheitellappen auch Parietallappen, der Hinterhauptslappen auch Okzipitallappen und der Schläfenlappen auch Temporallappen genannt (Markowitsch 2002: 200).
6 Im menschlichen Gehirn finden sich etwa 300 bis 400 Mio. Neuronen. Auf jeden mm 2 Hirnrinde verteilen
sich ca. 150.000 Neuronen. Jedes Neuron kann mit bis zu 10.000 weiteren Neuronen in Verbindung stehen (vgl. Welzer 2005: 7).
7 Nach Winson ist besonders die REM-Phase am Konsolidierungsprozess beteiligt (vgl. Schacter 2001: 147). 8 Allerdings ist anhand der vorliegenden Daten bisher nur denkbar, dass der Kortex die vom Hippocampus konsolidierten Erinnerungen tatsächlich erfasst (vgl. LeDoux 2003: 147).
9 Das prozedurale Gedächtnis ist verantwortlich für die Motorik, welche unbewusst und routinemäßig funktioniert. Ebenso anoetisch, d.h unbewusst, funktioniert das Priming - auch Bahnung genannt. Dies bedeutet eine höhere Wiedererkennungswahrscheinlichkeit für unbewusste Wahrnehmungen und Reize. Das perzeptuelle Gedächtnis basiert auf der bewussten Ebene. Hier werden Reize aufgrund von Familiaritäts- oder Bekanntheitsinterpretationen identifiziert. Das semantische Gedächtnis wird auch Wissenssystem genannt und beinhaltet unser Faktenwissen von der Welt. Das episodische Gedächtnis ist das für diese Arbeit interessante Gedächtnis. Mithilfe dieses Gedächtnissystems kann bewusstes und aktives Erinnern von Episoden und Ereignissen stattfinden (vgl. Markowitsch/Welzer 2006: 80-83; Tulving 2006: 52).
10 Granzow führt zur Erklärung dieser Unterscheidung ein Beispiel Sacks (vgl. 1985) an, welches einen Straftäter beschreibt, der unter Drogeneinfluss seine Freundin ermordete. Nach der Verurteilung wusste er trotz fehlender Erinnerung an die Tat um seine Schuld. Nach einem Verkehrsunfall, bei dem er eine schwere Hirnverletzung erlitt, kamen die Erinnerungen an die Tat wieder in ihm auf (vgl. Granzow 1994: 3). 11 Nähere Ausführungen zu dieser Unterscheidung finden sich in: Granzow 1994: 27f.
12 Die Myelinisierung bezeichnet den Prozess, bei dem die Axone mit isolierten Markscheiden umgeben werden. Dadurch wird die Leistungsgeschwindigkeit der Axone um ein Vielfaches gesteigert (vgl. Pohl 2007: 92). 13 Dies umfasst den Aufbau von Synapsen (Synaptogenese) und den Abbau (Pruning) der überflüssig gewordenen Neuronenverbindungen (vgl. ebd.: 92). So werden bis zum Ende des ersten Lebensjahres mehr als doppelt so viele Synapsen produziert, wie benötigt. Nach diesem schnellen Aufbau werden sie bis zum Ende der Adoleszenz nutzungs- und erfahrungsabhängig wieder abgebaut (vgl. Markowitsch/Welzer 2006: 174f.).
Arbeit zitieren:
Juliane Pawlaßek, 2009, Erinnerung, Gedächtnis und Persönlichkeit, München, GRIN Verlag GmbH
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