Inhalt
1) Einleitung Seite 1
2) Definition Seite 3
3) Bildung und Einkommen Seite 3
4) Betrachtungsweisen Seite 5
4.1) Querschnittbetrachtung Seite 5
4.2) Längsschnittbetrachtung Seite 6
5) Perspektiven Seite 7
5.1) Individualperspektive Seite 7
5.2) Unternehmensperspektive Seite 9
6) Alternative Ansätze Seite 10
6.1) Ability-Hypothese Seite 11
6.2) Screening Hypothes Seite 11
7) Fazit Seite 12
8) Literaturverzeichnis Seite 14
1) Einleitung
In dieser Hausarbeit möchte ich mich mit der Frage auseinandersetzen, ob das Konzept des Humankapitals die beste Möglichkeit ist, monetäre Mittel nicht mehr als einzigen Beleg für Wohlstand anzuerkennen. Schließlich ist das Einkommen alleine nicht genug für Analysezwecke. Ich werde darlegen, ob das Humankapitalkonzept am Besten dazu geeignet ist, nachzuvollziehen, wie groß der Einfluss von Bildung auf das Einkommen ist. Natürlich beinhaltet der Begriff Humankapital mehr als nur Bildung. Ich werde mich allerdings auf diesen Teil beschränken, da es zu umfangreich wäre, alle anderen Aspekte wie Gesundheit oder Beziehungen auch mit einzubeziehen.
Als Erstes werde ich eine Definition des Humankapitalansatzes vorstellen. Weiter werde ich zwei verschiedene Perspektiven näher beleuchten, und zwar den Inidividualansatz, das heißt, wie der Arbeitnehmer Humankapital bewertet, und dann den Unternehmensansatz. Beim Unternehmensansatz wird es weitestgehend um die Tücken der Überqualifikation gehen, da dies ein möglicher Nachteil des Humankapitalansatzes sein könnte.
Weiter werde ich zwei Analyseverfahren vorstellen, mit denen man versucht, den Einfluss von Bildung auf das Einkommen zu messen: Die Querschnitts- und die Längsschnittbetrachtung, denn von der Betrachtungsweise hängt die Verwertbarkeit der Daten stark ab. Ich werde näher erläutern, wieso eine rein zeitpunktsorientierte Betrachtung die Ergebnisse stark verfälschen kann und wieso eine zeritverlauforientierte Betrachtung bessere Forschungsergebnisse garantiert. Ich werde also beleuchten, dass der Nutzen des Humankapitalkonzeptes stark von der Perspektive und dem Analyseverfahren abhängig ist.
Am Ende werde ich dann noch einige alternative Ansätze vorstellen, um zu sehen, ob die Akkumulation von Humankapital die einzige Möglichkeit ist, ein hohes Einkommen zu erzielen oder ob es durch andere Konzepte ersetzt werden könnte. Daraufhin werde ich mein Fazit ziehen und darlegen, ob der Ansatz des Humankapitals sinnvoll ist, um den Einfluss von Bildungsabschlüssen sinnvoll zu messen. Ich werde auch auf die oft angesprochene Degradierung des Menschen
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durch den Begriff des Humankapitals eingehen.
Zu aller erst stellt sich hier allerdings die Frage, wieso Besitz und Einkommen zur Analyse von Wohlstand nicht ausreichen.
Natürlich beschränken sich viele Einkommensanalysen nur auf monetäre Komponenten, da es sehr schwierig ist, die nicht monetären Komponenten zu erfassen. Man muss aber sehen, dass Einkommen „allerdings nur eine Ressource für Wohlfahrt [ist]. Die Höhe des Geldeinkommens in einem Haushalt ist Ergebnis von Entscheidungen über die Allokation der Zeit auf verschiedene Verwendungszwecke (Zeit für Bildung, Zeit für Erwerbstätigkeit, Zeit für Kindererziehung, Zeit für Haushaltsproduktion), die jeweils spezifische Aspekte von Wohlfahrt produzieren.“ (Schwarze 2003: S.7)
Das bedeutet, dass Einkommen oft nur etwas zeitpunktbezogenes ist. Das indivudelle Einkommen wird ein Leben lang Schwankungen unterlegen sein und ist nie festgesetzt, es ist viel mehr dynamisch. Es ist also viel wichtiger, herauszufinden, wie hoch die Chance eines Individuums ist, ein hohes Einkommen zu erzielen, und nicht, wie hoch es zu einem einzigen Zeitpunkt ist.
Studenten beispielsweise erzielen in den meisten Fällen kein großes Einkommen. Allerdings kann man sie nicht als arm betrachten, weil sie eine große Chance auf ein hohes Einkommen in der Zukunft haben. Es ist allerdings nicht nur die Chance auf ein hohes Einkommen. Sie werden sich auch sehr viel Bildung im Laufe der Zeit aneignen können und sind in der Lage, Beziehungen zu anderen Studenten zu knüpfen. All das kann im Endeffekt große Vorteile bringen. Diese Erkenntnis könnte allerdings mit einer reinen Einkommensanalyse nicht gewonnen werden, weshalb es wichtig ist, die Bildung und alles Andere in Betracht zu ziehen. Wie schon gesagt, werde ich mich auf den Bildungsaspekt beschränken, aber nichts desto trotz dürfen die anderen Aspekte des Humankapitals nicht außer Acht gelassen werden. Um all das mit einbeziehen zu können, braucht man ein neues Konzept. Im Folgenden werde ich darlegen, wie gut sich das Konzept des Humankapitals eignet, um den Einfluss von Bildung auf Einkommen zu messen und wovon diese Eignung abhängt.
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2) Definition
Die für mich eingängigste Definition von Humankapital stammt vom OECD: „Humankapital bedeutet nach der OECD-Definition Wissen, Qualifikationen, Kompetenzen und sonstige Eigenschaften, die dem Einzelnen eigen sind und es ihm ermöglichen, persönliches, soziales und wirtschaftliches Wohlergehen zu erzeugen.“ (Keeley 2007, S.33). Das bedeutet, dass wir in den Jahren, in denen wir das Bildungssystem durchlaufen, ein Kapital bilden, dass langfristig gesehen große Erträge abwerfen kann. Auch Gesundheit, Beziehungen und gemeinsame Werte können zum Humankapital hinzugezählt werden (ebd. S. 11). Humankapital setzt sich also zum einen zusammen aus Bildung, in Form von schulischen und universitären Abschlüssen, Ausbildungen und Weiterbildungen. Außerdem gehören soziale Beziehungen dazu, beispielsweise gute Verbindungen zu wichtigen Geschäftsleuten oder zu Freunden, die solche Verbindungen pflegen. Jede Art von Beziehung kann als Kapital angesehen werden, da jeder auf irgendeine Art und Weise für einen Anderen nützlich sein kann. Auch erworbene Fähigkeiten wie zum Beispiel Sprachen, die man beherrscht, oder ein sicheres Auftreten, sind wichtiges Kapital. Was aber vor allem genannt werden muss, ist auch die physische und psychische Gesundheit, da ein kranker Mensch es, je nach Krankheitsgrad, voraussichtlich schwerer hat, Gewinne zu erzielen.
All diese Teilbereiche kann man also als Kapitalstöcke ansehen, weil es sich auf Dauer gesehen lohnt, in sie zu investieren, um langfristig gesehen ein größeres Einkommen zu haben.
3) Bildung und Einkommen
Das gängige Verständnis vom Humankapitalkonzept impliziert ganz klar, dass man möglichst viel Einkommen erzielen kann, wenn man sich möglichst viel Bildung aneignet. Dieses Verständnis ist allerdings sehr simplifiziert, denn es gibt natürlich
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Arbeit zitieren:
Sandra Eichhorn, 2011, Humankapital, München, GRIN Verlag GmbH
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