1 EINLEITUNG 1
2 ERZÄHLUNGEN 1
3 INSTRUKTIONEN IN FORM VON SPIELANLEITUNGEN. 2
3.1 INSTRUKTIONEN ALS BESCHREIBENDE TEXTE 3
3.2 EIGENHEITEN DER INSTRUKTION 3
4 MODELLE ZUR ONTOGENESE DER LITERALITÄT 4
4.1 DAS MODELL DER ERZÄHLENTWICKLUNG VON BOUEKE .UA. 4
4.2 DAS MODELL DER ONTOGENESE VON ANLEITUNGEN VON BECKER-MROTZEK 5
5 ANALYSE VON SCHÜLERTEXTEN 7
5.1 ANALYSE VON EINZELTEXTEN 7
5.1.1 Leonie, 3. Schuljahr 8
5.1.1.1 Erzählung. 8
5.1.1.2 Spielanleitung 8
5.1.2 Farhad, 2. Schuljahr 9
5.1.2.1 Erzählung. 9
5.1.2.2 Spielanleitung 10
5.1.3 Jenna-Lin, 4. Schuljahr. 10
5.1.3.1 Erzählung. 10
5.1.3.2 Spielanleitung 11
5.1.4 Matthäus, 2. Schuljahr. 12
5.1.4.1 Erzählung. 12
5.1.4.2 Spielanleitung 12
5.2 ANALYSE DER ENTWICKLUNG VOM 2. BIS ZUM 4. SCHULJAHR 13
5.2.1 2. Schuljahr 13
5.2.1.1 Erzählung. 13
5.2.1.2 Spielanleitung 13
5.2.2 3. Schuljahr 14
5.2.2.1 Erzählung. 14
5.2.2.2 Spielanleitung 15
5.2.3 4. Schuljahr 16
5.2.3.1 Erzählung. 16
5.2.3.2 Spielanleitung 17
6 DIE ONTOGENESE DER INSTRUKTIONEN 17
6.1 ASSOZIATIVE BESCHREIBUNGEN ODER ERZÄHLUNGEN. 18
6.2 GRUNDLEGENDE BESCHREIBUNGEN. 18
6.3 VOLLSTÄNDIGE ABLÄUFE. 18
6.4 STRUKTURIERTE ANLEITUNGEN. 19
7 AUSBLICK 19
8 LITERATURVERZEICHNIS 20
1 Einleitung
In dieser Arbeit soll die Entwicklung beim Schreiben von Instruktionen, speziell von Spielanleitungen, untersucht werden. Dabei werden die untersuchten Texte stets auch mit Erzählungen, die zum selben Zeitpunkt geschrieben wurden, verglichen, um so zum einen auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Textarten eingehen zu können und zum anderen, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Schreibentwicklung feststellen zu können, wie sie etwa Dagmar Wolf (vgl. ebd.) untersucht hat. Auf einen größer angelegten Vergleich kann aber wegen der bloßen Beispielhaftigkeit der untersuchten Texte in diesem Rahmen nicht eingegangen werden.
Zu Beginn werden ich auf die linguistischen Eigenschaften von Erzählungen und Spielanleitungen sowie auf Entwicklungsmodelle zum Erzählen und Instruieren eingehen, um eine Grundlage für die Auswertung der Kindertexte zu haben. Nach der Auswertung verschiedener Kindertexte folgt dann zusammenfassend und abschließend ein Modell zur Entwicklung des Schreibens von Spielanleitungen.
2 Erzählungen
Ein kompletter und systematischer Überblick über die Erzähltheorie und die verschiedenen Erzähl- und Erzählstrukturmodelle kann hier natürlich nicht gegeben werden. Ich möchte mich deshalb auf eine Auflistung der wichtigsten Eigenschaften von Erzählungen beschränken.
Als erstes Element wäre hier der Erzählanlass zu nennen, die Motivation, die Erzählung in der Kommunikation mit anderen überhaupt mitzuteilen. Dazu muss das Erzählte „,gewisse Minimalbedingungen von Ungewöhnlichkeit’“(Quasthoff, zit. nach Wolf 2000: 30, Hervorhebung bei Wolf) aufweisen. Diese Grundlage wird von unterschiedlichen Autoren immer wieder unterschiedlich benannt - als „,Ungewöhnlichkeit’, ‚Reportability’, ‚Erzählwürdigkeit’, ‚Dramatik’, ‚Signifikanz’, Interessantheit’, oder [als, d.V.] ‚Nichtroutinecharakter’“ (ebd.: 33) - meint aber letztendlich das selbe, den „,Planbruch’“ (Boueke u.a. 1995: 73) bzw. die „,Komplikation’“ (ebd.: 69) als „,Gegensatzrelation’“ (ebd.) und „,Kontrast’“ (ebd.) zum „,normal course of events’“ (ebd.), dem „eigentlich zu erwartenden Geschehensablauf“ (ebd.). Diese „,Komplikation’“ (ebd.: 69) muss natürlich auch wieder in einer Pointe auf die hiner-
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zählt wird, aufgelöst werden (vgl. ebd.). Hinzukommen können noch eine Einleitung, in dem das „,Setting’“ (ebd.), also etwa die Figurenkonstellation oder sonstige, für den Fortgang der Erzählung wichtige, Informationen gegeben werden und in dem der „,normal course of events’“ (ebd.) zunächst aufgebaut wird und eine „,Coda’“ (ebd.) oder eine „,Moral’“ (ebd.), in der die Geschichte ausklingt oder ausgewertet wird. Zur Darstellung sowohl des „,normal course of events’“ (ebd.), des „,Planbruchs’“ (ebd.: 73) und dessen Auflösung als auch zur Involvierung des Lesers 1 , so dass bei ihm ein „Gefühl des ‚Dabeiseins’“ (Wolf 2000: 51) entsteht, muss eine emotionale bzw. affektive „,Markierung’“ (Boueke u.a. 1995: 86) angewandt werden. Diese teilen Boueke u.a. in drei Kategorien ein.
„Valenz“ (ebd.: 114, Hervorhebung im Original) bzw. die „Amplifikation der emotionalen Grundqualität“ (ebd.) wird hauptsächlich auf der Makro-Ebene des Textes erzeugt, indem „Textelemente“ (ebd.: 115) verwendet werden, die positiv oder negativ konnotiert sind oder indem explizit die emotionale Verfassung einer Person beschrieben wird. „Plötzlichkeit“ (ebd., Hervorhebung im Original) oder die „Amplifikation der Unterwartetheit“ (ebd.) wirken emotional stimulierend und werden meist an „Übergangsstellen“ (ebd.) zwischen Setting und Bruch bzw. Episode und Pointe eingesetzt. Erzeugt wird Plötzlichkeit vor allem durch „entsprechende Temporaladverbien“ (ebd.). „Psychologische Nähe“ wird vor allem durch wörtlich und indirekte Rede erzeugt, aber auch durch „,szenisches’ Präsens“ (ebd.: 116), Onomatopöien o.ä. (vgl. ebd.).
3 Instruktionen in Form von Spielanleitungen
Zunächst einmal ist eine schriftliche Spielanleitung, auf die sich hier und bei den Kindertexten konzentriert werden soll, wie alle Texte aus dem Kontext herausgelöst. Dieser muss im Laufe der Textproduktion erst erzeugt werden. Bei den Spielanleitungen würde sich das etwa auf vorbereitende Informationen wie Ort, Mitspieler oder evtl. Zeit / Dauer beziehen. Zudem entfallen sofortige Rückmeldungen, die zu einer mündlichen Kommunikation hinzugehören. Diese können dort sprachlich, etwa in Form von Nachfragen oder Ausdrücken von Verständnisproblemen erfolgen oder auch nichtsprachlich durch (richtiges oder falsches) Handeln, meist sind beide Formen in einer solchen Situation eng verknüpft (vgl. Knapp 2003, 17).
1 Der Einfachheit halber verwende ich jeweils nur eine geschlechtsspezifische Form. Gemeint sind jeweils immer Frauen und Männer bzw. Jungen und Mädchen.
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Auch besteht im Mündlichen die Möglichkeit, sequentiell zu verfahren und zunächst nur den Beginn des Spieles zu erklären und die Erklärung während des Spiels fortzuführen (vgl. ebd.). Schriftliche Spielanleitungen erfordern aus diesen Gründen höhere kognitive und sprachliche Fähigkeiten als mündliche.
3.1 Instruktionen als beschreibende Texte
Instruktionen gehören zur Textsorte der beschreibenden Texte. Sie sollen daher sachlich und objektiv geschrieben sein. Emotionale Wertungen, Elemente der Spannung oder andere narrative Elemente sind hier unpassend.
Kontrastiv sind beschreibende Texte in der Hinsicht, als dass Ereignisse oder Sachverhalte auf ihre Wichtigkeit hin unterschieden werden müssen. Soll ein zeitlicher Ablauf beschrieben werden, so muss auch in der Textproduktion chronologisch vorgegangen werden.
3.2 Eigenheiten der Instruktion
Schriftliche Spielanleitungen haben einen bestimmten Aufbau. Je komplizierter das Spiel ist, desto notwendiger wird ein strukturierter Aufbau der Anleitung. Umgekehrt heißt das aber auch, dass bei relativ einfachen Spielregeln die Struktur vernachlässigt werden kann.
Grundsätzlich kann der Aufbau einer Spielanleitung zunächst zweigeteilt werden, in einen vorbereitenden Teil und einen Teil zum Ablauf des Spiels. Im vorbereitenden Teil werden, falls notwendig, zunächst Dinge wie Spielmaterial, Anzahl der Mitspielenden, Ort oder Spielfeldgröße und -einteilung genannt. Vor der Erklärung des Spielverlaufs kann es dann hilfreich sein, quasi als Zwischenschritt, zunächst die Grundidee bzw. das Ziel des Spiels zu nennen (vgl. Knapp 2003, 17). Der eigentliche Ablauf des Spiels wird dann „in seinem handlungslogischen Ablauf“ (vgl. ebd.) beschreiben, d.h. i.d.R. auch chronologisch. Knapp weist jedoch darauf hin, dass evtl. detailliertere Regeln ausgelassen werden können und gesondert genannt werden. Der Ablauf endet mit der Beschreibung des Spielendes und (falls nicht aus der bisherigen Beschreibung schon klar geworden) der Ermittlung des Siegers (Finalität) (vgl. ebd.). Evtl. können abschließend noch „Tipps und Tricks“ (ebd., Hervorhebung im Original) genannt werden.
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Arbeit zitieren:
Benjamin Seidel, 2003, Instruierende Texte und ihre Ontogenese im Vergleich zu Erzählungen am Beispiel von Schülertexten aus der Primarstufe, München, GRIN Verlag GmbH
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