Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
Erwerbst ätigkeit und Arbeitsmarkt 4
Die Sozialhilfe 4
Wohlstand in Verbindung mit Gesundheit 5
Veränderung der Lebensbedingungen 5
Zusammenfassend ist zu sagen 6
Literaturverzeichnis 7
2
Ungleichheit von Wohlstand und Lebensqualität
Einleitung:
Deutschland ist übergreifend betrachtet ein „reiches“ Land. Die privaten Haushalte verfügen über hohe Vermögen 1 , die aber sehr ungleichmäßig verteilt sind. Daraus ergeben sich große Lücken zwischen wohlhabenden und nicht wohlhabenden Menschen.
Insgesamt gesehen, ist ein Anstieg des Haushaltsnettoeinkommens zu verzeichnen,
trotzdem hat sich die Armutsrisikoquote 2 (gemessen am Anteil des Nettoäquivalenzeinkommens 3 ) ebenfalls erhöht.
Deutschland gehört dennoch im europäischen Vergleich nach Dänemark und Schweden zu den Ländern mit der niedrigsten Armutsrisikoquote und relativ geringer Armut und sozialer Ausgrenzung.
Alle Menschen haben bestimmte Merkmale gemeinsam, und trotzdem sind wir alle verschieden. „Grundsätzlich gilt für das Gleichheitsproblem, dass Gleichheit nichts eindeutig und für immer Feststehendes ist, sondern dass sie im Laufe der Entwicklungsgeschichte der Menschen als Wertvorstellung entwickelt und verändert wurde.“ (Arbeitspapier Glatzer - Ungleichheit als gesellschaftliches Strukturmerkmal / S.2) Aus dem ersten Artikel des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland geht hervor, dass allen Menschen gleiches Recht und Würde zustehe, dennoch gibt es durch soziale Ungleichheit bedingte Einschränkungen innerhalb der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen. „Im Grunde stellt sich die Frage nicht, ob soziale Gleichheit erreicht werden kann, sondern die Frage ist, ob die soziale Ungleichheit in angemessenen Grenzen gehalten werden kann“ (Arbeitspapier Glatzer - Ungleichheit als gesellschaftliches Strukturmerkmal / S.5)
1 Das Gesamte Nettovermögen der privaten Haushalte (Geld-, Immobilien-, Betriebs- und Gebrauchsvermögen,
inkl. Der privaten Organisationen ohne Erwerbszweck) belief sich Ende 2002 auf rund 7,8 Billionen Euro.
2 Die Armutsrisikoquote ist definiert als Anteil der Personen in Haushalten, deren “bedarfsgewichtetes
Nettoäquivalenzeinkommen“ weniger als 60% des Mittelwerts (Median) aller Personen beträgt.
3 Um beim Vergleich der Einkommen von Haushalten Struktureffekte auszuschalten, basieren die Berechnungen
zum Teil auf den so genannten Nettoäquivalenzeinkommen. Hierbei handelt es sich um äquivalenzgewichtete
Personennettoeinkommen.
3
Erwerbstätigkeit und Arbeitsmarkt:
Die Erwerbstätigkeit der Bevölkerung sowie die Arbeitslosigkeit sind ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft und bestimmen somit über Armut und Reichtum. Fehlende berufliche Qualifikationen und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sind ausschlaggebend für die hohe Arbeitslosigkeit, die das zu erzielende Einkommen einer Gesellschaft senkt und die Ausschöpfung von Wohlstandspersonal behindert. Zwar sind die meisten Menschen nicht über eine lange Zeitspanne arbeitslos, dennoch kann es dabei ebenfalls schon zu Armut kommen. Die Erwerbstätigenquote in Deutschland lag im Jahre 2004 bei einem Anteil von 65,4%, die auf Grund des Booms der Ich-AG’s und der wachsenden Anzahl der geringfügig Beschäftigten angestiegen ist. Im Vergleich der Geschlechter ist die Erwerbstätigkeit der Männer (von 71,8% auf 70,9%) im Gegensatz zu den Frauen (von 55,5% auf 58,8%) auf Grund von Problemen der Industrie sowie der Bauwirtschaft zurückgegangen. Im Jahresdurchschnitt 2004 waren 20,4% der Ausländer und Ausländerinnen arbeitslos, was neben der schlechteren schulischen und beruflichen Qualifikation vor allem an den sprachlichen Defiziten liegt.
Die Sozialhilfe:
Die Hilfe zum Lebensunterhalt soll sozialschwache Menschen stützen und ihnen Verwirklichungschancen offen halten, sowie vor Armut, sozialer Ausgrenzung und vor Folgen besonderer Belastung schützen. In den letzten Jahren stieg die Empfängerzahl auf ca. 2,828 Mio. Personen und außerdem 260.000 Personen die Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz bezogen. Dieser hohe Anteil liegt unter anderem an der immer weiter steigenden Arbeitslosenquote. Die mit Abstand größte Gruppe unter den Sozialhilfeempfängern waren Kinder unter 18 Jahren. 26.3% der allein erziehenden Frauen sind nach Trennung oder Scheidung auf Sozialhilfe angewiesen, da es neben erschwerten Zugängen zur Erwerbstätigkeit zusätzlich an Kinderbetreuungsmöglichkeiten fehlt. Für 91% der Kinder stand zum Jahresende 2002 ein Kindergartenplatz zur Verfügung wobei in Westdeutschland nur bei 24% der Plätze eine Ganztagsbetreuung angeboten wurde (in Ostdeutschland hingegen 98%). Die Bezieher haben häufig niedrigere schulische
4
Arbeit zitieren:
Dipl.Päd. Dominik Pohl, 2005, Ungleichheit von Wohlstand und Lebensqualität, München, GRIN Verlag GmbH
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