Inhaltsverzeichnis
1.1 Einführung 04
1.2 Die Türkei S. 04 - 05
1.3 Der Islam S. 05 - 08
1.4 Kindheit und Jugend in muslimischer Kultur S. 08 - 17
1.5 Unterschiede: Erziehung zwischen Muslime in der Türkei und
in Deutschland 18
1.6 Interview: Was möchten junge Eltern von der westlichen Kultur in ihrer Er-
ziehung einfließen lassen? S. 18 - 19
1.7 Schlussbetrachtung 19
Literaturverzeichnis S. 20
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Abkürzungsverzeichnis
Anm. ................................... Anmerkung bzw. .................................... beziehungsweise ca. ....................................... circa d.h. ...................................... das heißt kath. .................................... katholisch km ....................................... Kilometer max. .................................... maximal Mio. .................................... Millionen staatl. .................................. staatliche u. ..................................... und u.a. ..................................... unter anderem
v.a. ...................................... vor allem versch. ................................ verschiedene/n z.B. .................................... zum Beispiel
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1.1 Einführung
Für die Hausarbeit habe ich mir das Thema „Jugend und Kindheit in verschiedenen Kulturen“ ausgesucht, da ich mich besonders für die Unterschiede im Vergleich zu der westlichen christlichen Kultur interessiere. Nach Absprache mit meiner Psychologieprofessorin sollte ich mich möglichst auf eine Kultur beschränken, so dass ich mich für die türkisch - muslimische entschied.
Während meiner Schulzeit habe ich mich schon früh mit der muslimischen Kultur, größtenteils durch türkische, aber auch durch afghanische, marokkanische, iranische und irakische Klassenkameraden, auseinandergesetzt. Der größte Teil meines Freundeskreises stammt aus der türkisch -muslimischen Kultur, so dass sie mir bei dieser Hausarbeit behilflich waren, indem sie mir viele Interviews gaben. Sie erzählten mir aus ihrer Jugend / Kindheit und teilten mir ihre Einstellungen und Erlebnisse / Erfahrungen zur Religion, Bräuche, Regeln, Sitten, Leben, Werte und Normen mit. Ihre Erfahrungen fließen in dieser Hausarbeit besonders in den Punkten 1.4 und 1.6 ein.
Anm.: Mit „Islam“ und „türkisch - muslimisch“ wird im Rahmen dieser Arbeit allein die Weltreligion bezeichnet, die den Glauben an den einen Gott (arab. Allah) und dessen Propheten Mohammed als letzten Empfänger einer göttlichen Offenbarungsschrift (Koran) bekennt .
1.2 Die Türkei
Die parlamentarisch demokratische Republik Türkei liegt auf zwei Kontinenten und verbindet Südost-Europa mit Vorderasien. Im asiatischen Teil, von dem große Abschnitte auch als Anatolien und Kleinasien bekannt sind, ist die Hauptstadt Ankara. Das 779 452 km² große Land wird von ca. 65,67 Mio. Einwohnern bevölkert. Die Türkei ist in 80 versch. Provinzen aufgeteilt, die je einen Gouverneur (Vali) als oberstes Organ haben.
In der Republik leben ca. 80 % Türken, daneben gibt es 10 bis 12 Mio. Kurden und ethnische Minderheiten wie Aramäer, Araber, Armenier usw..
Die türkische Flagge ist komplett rot und beinhaltet einen weißen Halbmond und einen Stern. Die Amtssprache ist türkisch, wobei in weiten Teilen des Südostens und Ostens auch versch. kurdische Dialekte gesprochen werden. Durch die Reformen Kemal Atatürks wurde 1922 das Istanbuler Türkisch zur Schriftsprache erklärt und 1928 das lateinische Alphabet eingeführt, das die bis dahin übliche arabische Schrift ablöste. Zahlreiche Lehnwörter, besonders aus dem Persischen und Arabischen, wurden durch neugeschaffene Wörter ersetzt. Die Analphabetenrate beträgt derzeitig 22 % der Bewohner.
Angebaut wird v.a. Weizen, am Schwarzen Meer Mais, an der West- und Südküste Ölbäume, in bewässerten Gebieten Baumwolle, Obst und Gemüse. Der Bergbau fördert Kohle, Eisen-
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erz, Chrom und Kupfer. Wichtigste Industriezweige sind Nahrungs- und Genussmittelindustrie, Textil- und Bekleidungsindustrie, Metallverarbeitung, Maschinen- und Fahrzeugbau. Eine weitere Einnahmequelle stellt der wachsende Tourismus dar.
In der Türkei gibt es keine Staatsreligion, jedoch sind 98 % der Türken Anhänger des Islams, die sich hauptsächlich zwischen den mehrheitlichen Sunniten („orthodoxe“ Ausrichtung des Islams) oder Schiiten aufteilen. Unter den Schiiten gibt es wiederum versch. Gruppen. Die Alleviten („heterodoxe“ Ausrichtung des Islams) sind eine weitere Abspaltung der Schiiten. Es existiert kein laizistisches Staatsverständnis, d.h. zwar keine strikte Trennung zwischen Staat und Religion (Islam), jedoch Kontrolle der religiösen Angelegenheiten durch das staatl. Amt für religiöse Angelegenheiten, das allerdings nur für den sunnitischen Islam zuständig ist.
Seit 1923 besteht ein Schutz für einige nicht-muslimische Minderheiten in der Türkei durch den Vertrag von Lausanne. Hierzu gehören u.a. Armenier (ca. 70 000), Griechisch-Orthodoxe (max. 3 000), Juden (ca. 25 000), sowie römisch-kath. und mit Rom unierte Kirchen (max. 20 000) und Syrisch-Orthodoxe (ca. 15 000).
1.3 Der Islam
Der Islam ist die jüngste Weltreligion, die aus christlichen, jüdischen und arabischen Elementen erwuchs und verkündet die reinste Form des Monotheismus. Islam ist ein arabisches Wort und bedeutet übersetzt „Unterwerfung, Hingabe“. Damit ist die unbedingte Ergebung in den Willen des allmächtigen Schöpfer- und Richtgottes (Allah) gemeint. Allah ist das arabische Wort für "der eine Gott" und nicht der Name eines eigenen Gottes der Muslime. Die Anhänger nennen sich Muslime. Dieser arabische Begriff wird vom selben Wortstamm wie Islam abgeleitet und bedeutet „der sich Ergebene“. Die Bezeichnung Mohammedaner wird von Muslimen abgelehnt, da diese einen Personenkult um den letzten Propheten „Mohammed“ impliziert, der nicht der Lehre des Islams entspricht.
Der Islam bezeichnet sich als eine Offenbarungsreligion, d.h. er versteht sich als einen Glauben, der der Menschheit über einen Propheten direkt von Allah mitgeteilt worden ist. Im Islam ist, bzw. war Mohammed dieser letzte Prophet (nach z.B. Adam, Abraham, David, Moses und Jesus). Mohammed begann, als ihm in einer Vision der Erzengel Gabriel erschien, öffentlich in seiner Geburtsstadt Mekka zu predigen, wo er jedoch verspottet wurde. So zog er 622 nach Medina, die den Beginn der islamischen Zeitrechnung darstellt. In Medina gewann er bald weltliche und geistliche Autorität und war als Gesetzgeber und Prophet anerkannt. 630 ergab sich auch Mekka.
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Arbeit zitieren:
Sabine Celik, 2003, Jugend und Kindheit in verschiedenen Kulturen, München, GRIN Verlag GmbH
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