Gliederung:
1. Einleitung 3
2. Definition von Armut 4
2.1 Soziale und finanzielle Armut 5
2.2 Fakten und Zahlen 6
3. Definition von Kind im Bezug auf unsere Ausarbeitung 6
4. Folgen von sozialer Armut 6
4.1 Gesundheitliche Folgen 7
4.1.1 Gesundheitsvorsorge 7
4.1.2 Gesundheitsbefinden 8
4.2 Bildung und Lernverhalten 10
4.3 Physischen und psychische Folgen 11
4.4 Wohnung 12
5. Fazit 14
6. Quellenangaben 16
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1 Einleitung
Ich habe mich für das Thema Armut, bezogen auf die Kindheit entschieden und möchte mich mit der Frage „Welche Folgen hinterlässt Armut bei Kindern“ beschäftigen. Mein Interesse wurde durch die Aktualität in der heutigen Gesellschaft geweckt. Gerade in den Medien ist dieses Thema sehr präsent. Ein weiterer Aspekt, der mich dazu bewegt und motiviert hat diese Arbeit zu schreiben, ist die Tatsache, dass Armut zeitlos ist und nicht erst seit kurzem besteht.
Auf Grund unserer eigenen Wahrnehmung und Vorstellung von Armut entsteht oft das Gefühl, dass Armut ausschließlich in den Entwicklungsländern existiert. Doch auch in der Bundesrepublik Deutschland sind sehr viele Familien und somit auch die in den Familien lebenden Kinder von der Armut betroffen und müssen am Existenzminimum leben. Gerade kinderreiche Familien und Alleinerziehende sind in Deutschland häufig von Armut betroffen. Da Armut nicht nur die reine Lebensqualität, sondern auch beispielsweise die Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen beeinflussen wird Armut zunehmend auch als ein gesellschaftliches und soziales Problem gesehen. Armutsforscher sehen deshalb in den Kindern die Gruppe, die durch die Armut am stärksten beeinträchtigt wird.
Trotz allem gerät das Problem der Armut in der Öffentlichkeit oft in Vergessenheit und in das Unterbewusstsein der Bevölkerung, dabei wird es in der heutigen Zeit immer wichtiger sich mit der Frage zu beschäftigen: “Poverty is a problem, or it is nothing. What it cannot be is not a problem” (Albrecht zit. n. Alcock, 1993, S.4).
Im Folgenden werde ich versuchen diese Frage zu beantworten und behandle hierfür einige Aspekte, die die Armut mit sich bringt. Im Nachstehenden werde ich zunächst eine Definition von Armut, sowie eine Definition von Kind aufführen, da sich meine Leitfrage auf die soziale Armut in der Kindheit bezieht und diese in den einzelnen Bereichen unterschiedlich definiert werden. Im Anschluss daran werde ich mithilfe von Fakten und Zahlen belegen, dass gerade die Kinderarmut immer drastischer zunimmt und werde die Folgen verdeutlichen, die gerade die soziale Armut mit sich bringt.
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2 Definition Armut
In Deutschland gibt es keine reguläre Begriffserklärung für „Armut“. Zu Beginn scheint es deshalb an dieser Stelle wichtig zu sein darauf hinzuweisen, dass im Wesentlichen zwischen drei Arten der Armut unterschieden wird. Hierbei handelt es sich um die „Absolute Armut“, die „Relative Armut“ und die „Gefühlte Armut“.
Nach Auskunft der Weltbank bezeichnet man die „Absolute oder extreme Armut“ als eine Armut, die durch ein Einkommen von etwa einem Dollar (1,25US$) pro Tag gekennzeichnet ist. Es gibt ca. 1,2 Milliarden Menschen, die in diese Kategorie fallen. Bei der relativen Armut handelt es sich um die in einer Wohlstandsgesellschaft existierende arme „Unterschicht“. Eine absolute Armut ist hier aber praktisch kaum vorhanden ist. Ein Einkommen, das weniger als die Hälfte des Durchschnittseinkommens beträgt gilt in dieser Beschreibung als relativ arm. Die sozio-kulturelle, sprich die gefühlte Armut, kann weniger an bestimmten Einkommensgrenzen festgemacht werden. In dieser Beschreibung wird Armut eher vom persönlichen Bewusstsein konstruiert. Hierbei handelt es sich um die Menschen in der Bevölkerung, die Angst vor einer sich verschlechternden wirtschaftlichen Lage haben oder von gesellschaftlicher Ausgrenzung oder Diskriminierung betroffen sind und/oder als „arm“ bezeichnet werden.
Armut bedeutet nicht nur, dass man wenig Geld besitzt, sondern Armut bezeichnet primär den Mangel an lebenswichtigen Dingen, wie zum Beispiel Essen, Obdach, Kleidung und soziale Sicherung. Im Weiteren und übertragenen Sinne bezeichnet Armut allgemein einen Mangel. Hieran möchte ich noch Axel Groenemeyers Auffassung von „Armut als soziales Problem“ anknüpfen.
Alltagssprachlich ist Armut verknüpft mit Not, Elend und Hunger genauso wie mit Verwahrlosung, Obdachlosigkeit und abweichenden Verhalten. Armut ist direkt mit Leiden assoziiert und Gegenstand politischer Auseinandersetzungen und Maßnahmen im Rahmen der Sozial- und Entwicklungspolitik. (vgl. „ Handbuch Soziale Probleme“, Albrecht 1999, S.270).
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Wie bereits erwähnt handelt es sich bei Armut um ein allgegenwärtiges und „zeitloses“ Problem, das seit jeher zu unserer Menschheitsgeschichte gehört.
2.1 Soziale und finanzielle Armut
Um noch einmal die verschieden Arten von Armut zu verdeutlichen, möchte ich auf die Unterschiede der Armut aus finanzieller und sozialer Sicht eingehen, wobei ich mich primär auf die soziale Armut beziehen möchte. Unter sozialer Armut ist das Fehlen eines sozialen Umfeldes, sowie Freunde und Familie zu verstehen. Während sich die finanzielle Armut als einen Mangel von Geld, welches beispielsweise für Kleidung und Lebensmittel benötigt wird, auszeichnet, bezieht sich die soziale Armut das soziale Netz der Kinder. Bei der Bearbeitung meiner Leitfrage fiel es mir schwer, die soziale Armut strikt von der finanziellen zu trennen. Dadurch kam ich zur der Erkenntnis, dass beide Armutsformen miteinander verknüpft sind. Durch die Vertiefung meiner Erkenntnis bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass die soziale und finanzielle Armut zwar nicht zwingend zusammen gehören, jedoch nahe beieinander liegen. Fehlt es dem Kind an finanziellen und materiellen Mitteln, so kann auch die soziale Armut sehr schnell eintreten.
„Hänseleien sind an der Tagesordnung. Armut drückt sich nicht nur durch fehlende finanzielle Mittel aus sondern auch durch Frustration, durch das Gefühl zum abgehängten Teil der Gesellschaft zu gehören.“ (vgl. Spiegel (November 2007) Familien im Existenzkampf; Arme Kinder, reiches Land.) Ein Beispiel hierfür wäre, das eine Familie, die am Existenzminimum lebt, sich eher selten Klassenfahrten oder ähnliche Aktivitäten für ihr Kind leisten können. So kommt das Kind nicht in den Genuss etwas mit seinen Klassenkameraden zu unternehmen und am sozialen Leben teil zu haben. Auf die genauen Folgen von sozialer Armut werde ich aber später noch ausführlich eingehen.
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Arbeit zitieren:
Julia Uchtmann, 2010, Kinderarmut und ihre Folgen in Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
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