“Artikel 13: Ansätze zum Frieden, die sogenannten friedlichen Lösungen und die internationalen Konferenzen zur Lösung der Palästinafrage stehen sämtlichst im Widerspruch zu den Auffassungen der Islamischen Widerstandsbewegung. Denn auf irgendeinen Teil Palästinas zu verzichten bedeutet, auf einen Teil der Religion zu verzichten; der Nationalismus der Islamischen Widerstandsbewegung ist Bestandteil ihres Glaubens. (...) Für die Palästina-Frage gibt es keine andere Lösung als den Djihad. Die Initiativen, Vorschläge und Internationalen Konferenzen sind reine Zeitverschwendung und eine Praxis der
„Die einzig wahrhafte Kraft gegen das Prinzip von Auschwitz wäre Autonomie, wenn
1 Küntzel, Matthias in: Jungle World, Nr. 49, 27. November 2002, S. D2 x Adorno, Theodor W.: Erziehung nach Auschwitz. (Radiointerview von 1966), Entdeckt auf http://schule.judentum.de/nationalsozialismus/adorno.htm (Zugriff am 5.3.2009)
Inhaltsverzeichnis
I.Einführung 4
II. Hamas
5
1.Geschichte der Hamas. 5
2.Ideologie und Zielsetzung der Hamas. 7
3. Politologische Betrachtung der Hamas. 9
4.Mit der Hamas kooperierende Staaten. 12
5. Verbreitung ihrer Propaganda durch Medien. 13
III Fazit 15
I.Einführung
Am 27.Dezember 2009 griff die israelische Luftwaffe im Rahmen der Operation “Gegossenes Blei” den Gazastreifen an.
Nachdem die radikal-islamistische Partei Hamas den zwischen ihr und Israel seit Juni 2008 bestehenden Waffenstillstand gebrochen hatte und den jüdischen Staat mit ca 300 selbstgebauten Qassam-Raketen beschossen hatte 2 , beschloss das israelische Parlament, die Knesset, eine Bodenoffensive zur Bekämpfung der Hamas.
Nach 21 Tagen heftiger Kämpfe und einer hohen Zahl an Opfern verkündete Ehud Olmert, israelischer Ministerpräsident, eine einseitige Waffenruhe.
Nachdem die Hamas am darauffolgenden Tag ebenfalls eine Waffenruhe verkündigte, zogen sich die israelischen Truppen hinter die Grenzen zurück, blieben aber in Alarmbereitschaft. Resultat dieser kurzen Offensive sind ca 13 Tote und 84 Verletzte auf israelischer, ca. 1.330 Tote und 5.450 Verletzte auf palästinensischer Seite 3 , ein Konflikt, dessen Aussicht auf Lösung entfernter denn je scheint und zwei verhärtete Fronten, die einen Dialog mit dem jeweiligen Gegner ablehnen. Die Kontrahenten in diesem Krieg, Israel als parlamentarische Republik und die radikal-islamische Hamas als stärkste Kraft im Gaza-Streifen als Teil der palästinensischen Autonomiegebiete sind in diesem Konflikt keine neuen Gegner, sondern Teil der Fortsetzung eines lang andauernden Kampfes.
Die Forderungen Israels beschränken sich im wesentlichen auf die Beibehaltung des Status Quo, während sich die Forderungen der Hamas auf die “Zerstörung Israels und die Schaffung eines islamischen Staates in Palästina” beziehen 4 .
Somit kann die Räson des Staates Israel als eine sicherheitspolitische, die der Hamas als eine militant-agressive Beschrieben werden - auch weil sie entgegen der Richtung der de jure mitamtierenden Fatah-Partei agiert und versucht, mittels Gewalt ihre gewünschten Pläne für ein “freies Palästina” durchzusetzen.
Doch warum hat genau diese politische Gruppierung soviel Macht in den palästinensischen Autonomiegebieten, wann entstand diese Gruppe, welches sind ihre vordergründigsten Ziele, welche Unterstützer haben sie und vor allem : ist diese Partei eine terroristische Organisation?
2 http://www.lpb-bw.de/aktuell/nahost.php Landeszentrale für politische Bildung
Baden-Württemberg ( Zugriff am 23.Februar 2009)
3 http://www.jungewelt.de/2009/01-23/067.php Junge Welt ( Zugriff am 23.2.2009) 4 http://www.britannica.com/EBchecked/topic/253202/Hamas Encyclopedia Britannica (Zugriff am 23.2.2009)
All diesen Fragen soll in dieser Arbeit nachgegangen werden, um etwas Licht in das Dunkel zu bringen, dass die Hamas umgibt.
II. Hamas
1.Geschichte der Hamas
Die 1929 in Ägypten von Hassan al-Banna gegründete arabisch-islamische, fundamentalistische Muslimbruderschaft richtete sich gegen die Verwestlichung der arabischen Kultur und war um den Kampf um die moralische Einheit der arabischen Welt gegen das Feindbild des Westens bemüht. Ursachen für das Weltbild des Kollektivs, dass sich an die “Blütezeit des Islam im siebten Jahrhundert nach Christi als Vision und Goldenes Zeitalter” 5 erinnern vermag, werden vornehmlich in externe Faktoren projeziert:
Die Autonomie der Region unterdrückende Kolonialgeschichte, die erst nach dem Ende des zweiten Weltkrieges eine Wendung hin zur Verselbstständigung der Staaten im Gebiet des Nahen Ostens führte.
Ebenfalls als Faktor wird oftmals die technische und kulturelle Dominanz des Westens genannt: Aufgrund mangelnder technischer Entwicklung waren diese Staaten auf den Import von westlichen Gütern angewiesen, mit dem einher auch kulturelle Einflüsse “importiert” wurden, gegen die als Verunsittlichung natürlich im Geiste der Muslimbruderschaft vorgegangen werden musste. Ein oftmals deutliches Indiz für einen Faktor ist die bedingt nachvollziehbare Voreingenommenheit gegenüber westlichen Staaten, sind “Versuche, die Rohstoffe des nahen Ostens auszubeuten” 6 . Als ein grosser Schritt hin zur Revitalisierung des arabischen Fundamentalismus nach dem Scheitern von Nassers Versuch zur Bildung eines säkularen Staates kann der, von den beteiligten Staaten auf arabischer Seite (Ägypten, Jordanien, Syrien) erlittenen Niederlage im Sechstagekrieg gegen Israel zugeschrieben werden.
Als es nach einem Zusammenstoß zwischen einem israelischen Lkw und zwei palästinensischen Taxen am 8. Dezember 1987 zur sogenannten “ersten Intifada” kommt, wird der Kampf gegen den Staat Israel nun deutlich gewaltintensiver.
Zu Beginn der Intifada schlug nun die Stunde der Hamas, die sich als militant-palästinensische Gruppe gründete und immer wieder - wie auch in ihrer Charta - auf die Zugehörigkeit zur 5 Jaschke, Hans-Gerd: Politischer Extremismus. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2006.(S.91) 6 ebd. (S.92)
Arbeit zitieren:
B.A. (Bachelor of Arts) Patrick White, 2009, Die Hamas - Analyse einer terroristischen Vereinigung, München, GRIN Verlag GmbH
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