Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Fragestellung und Hypothesen 3
3 Methode 6
3.1Stichprobenbeschreibung 6
3.2Material 6
3.3 Durchführung 7
4 Ergebnisse 7
5 Diskussion 8
6 Literatur 11
1 Einleitung
Der nachfolgende Bericht befasst sich mit dem Thema interpersonaler Kompetenz, dessen Messung und dazugehöriger Auswertung. Im Folgenden werde ich den Begriff der Interpersonalen Kompetenz zunächst beschreiben und definieren. Im Wörterbuch der Pädagogik wird Kompetenz als eine Fähigkeit oder als Zuständigkeit in bestimmten Gebieten definiert (Böhm, 2005, S. 368). Diese Fähigkeiten braucht der Mensch um gewisse Anforderungen oder Aufgaben, die ihm im Alltag oder im Berufleben begegnen, erbringen bzw. leisten zu können. Franz Weinert versteht unter Kompetenz die kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, über die jedes Individuum verfügt, so dass es in der Lage ist bestimmte Probleme erfolgreich und eigenverantwortlich lösen zu können (2002 S. 27).
Es wird auch von sozialer Kompetenz gesprochen, dies verweist deutlich auf den Aspekt der Zwischenmenschlichkeit. Überall wo Menschen aufeinander treffen, miteinander kommunizieren oder in Beziehung treten wollen, ist interpersonale Kompetenz von Nöten. Sie dient als Grundlage demokratischen Handelns und Denkens (Kieper/Mischke, 2008 S. 143). In unserer Gesellschaft bzw. Kultur sind demnach bestimmte Regeln und Normen verbreitet, die den Umgang miteinander und untereinander bestimmen. Durch die Einhaltung dieser Normen ist es möglich einen fairen, angemessenen und erträglichen Rahmen in diesem Miteinander herzustellen.
Barbara Langmaack spricht in der Einleitung ihres Buches „Soziale Kompetenz -Verhalten steuert den Erfolg“ von sozialer Kompetenz bzw. sozialen Qualitäten, die jeder von uns in seinem Leben braucht um bestimmte Situationen angemessen meistern zu können (2004, S. 9). Bspw. benötigt der Chef einer angesehenen Firma ein hohes Maß an interpersonaler Kompetenz, denn er muss im Laufe seines Arbeitstages mit den verschiedensten Personen in Kontakt treten, sei es ein Angestellter, die Reinigungskraft oder ein wichtiger Großkunde. Mit jeder dieser Personen muss er auf bestimmte Weise kommunizieren und interagieren, dies erfordert ein gewisses Maß an Autorität, Empathie Menschenkenntnis und Gesprächsführungskompetenz. Weiterhin ist es , laut Barbara Langmaack, nicht möglich soziale bzw. interpersonale Kompetenzen aktiv zu erlernen, sie entstehen und reifen viel eher mit der Entwicklung eines jeden Menschen und dessen Persönlichkeit (2004, S.10). Besitzt ein Mensch ein hohes Maß an interpersonaler Kompetenz, so ist dieser fähig soziale Beziehungen und Bindungen einzugehen und diese auf längere Sicht
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zu erhalten. Die Interaktion mit anderen Menschen fällt ihm leicht, da dieser als gesellig, gesprächig und kooperativ bezeichnet werden kann.
Im Alltag gerade aber im Berufsleben spielen solche Attribute wie oben erwähnt eine zentrale Rolle. Heutzutage zählt neben dem Können, also der Qualifikation, auch die soziale Kompetenz. Diese wird immer häufiger als Schlüsselqualifikation und als Basis effizienter Arbeit betrachtet. Denn die Qualität des Umgangs entscheidet maßgeblich ob und wie die gesteckten Ziele erreicht werden (Langmaack, 2004, S. 15). Gerade Menschen mit hoher beruflicher Stellung in bspw. Firmen und Unternehmen müssen versuchen im Umgang mit den Mitarbeitern möglichst kompetent zu sein, sei es in der Art der Gesprächsführung, in Motivationsschreiben oder im Tür- und- Angelgespräch. Interpersonale Kompetenz wird sehr vielseitig und vielschichtig betrachtet und kombiniert mehrere Aspekte miteinander. Man kann sagen interpersonale Kompetenz setzt sich unter anderem zusammen aus Kooperationsfähigkeit, Gesprächsführungskompetenz, Empathie, Gewissenhaftigkeit, Selbstwert, Verträglichkeit und Intuition (Langmaack, 2004, S.16). Alle diese Teilaspekte und natürlich noch weitere müssen zusammen funktionieren, so dass man sagen kann dieser jemand besitzt ein hohes Maß an Interpersonaler Kompetenz. Es wird damit deutlich, dass man interpersonale Kompetenz nur im Verhalten und in der Interaktion ablesen kann.
Gerade weil das Thema Interpersonale Kompetenz so vielseitig ist und sich jeder damit auseinander setzen muss, ist es so interessant. Man kann sich einmal selbst fragen, wie es mit der eigenen Kooperationsfähigkeit oder Konfliktfähigkeit aussieht. Wie hoch schätzt man selbst sein Selbstwertgefühl ein und gibt es Situationen in denen man es steigern könnte? All diese Fragen, die mit unserer Persönlichkeit zu tun haben, sind es wert beantwortet zu werden. Allerdings wird dies nicht im Laufe dieses Berichtes stattfinden. Dieser Bericht dient, wie eingangs erwähnt, eher der Auswertung und der Interpretation des Fragebogens (Grumm/Hein, 2010), mit dem wir uns im Seminar ausführlich beschäftigt haben.
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2 Fragestellung und Hypothesen
Interpersonale Kompetenz wird in der Einleitung unter anderem als Fähigkeit im Umgang mit seinen Mitmenschen beschrieben. Da jeder Mensch Anlagen oder Ansätze für gewisse Kompetenzen von Geburt an in sich trägt, stellt sich die Frage wie man, in diesem Fall die Interpersonale Kompetenz, sichtbar machen kann? Besitzt ein Mensch interpersonale Kompetenz so ist dieser gesellig, kooperativ, zuverlässig, offen und umgänglich. Natürlich lässt sich nicht allgemein sagen, jemand ist gesellig und kooperativ, also ist es zwingend dass er auch zuverlässig und offen ist. Diese Attribute müssen nicht alle gleichermaßen ausgeprägt um interpersonal kompetent zu sein. Geht man davon aus, dass ein Mensch ausgeglichen und umgänglich ist, so müsste dieser weniger Stress am Arbeitsplatz haben. Haben Menschen mit einem gewissen Maß an Interpersonaler Kompetenz bessere Kontrolle über negative Gefühle bspw. Aggressivität? Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Höhe der Interpersonalen Kompetenz und des Alters oder des Geschlechts einer Testperson? Diese Fragen wären es Wert ausführlicher betrachtet zu werden, dies wird allerdings im Laufe dieses Berichtes nicht geschehen, da es den Rahmen sprengen würde.
Um zu den endgültigen Fragestellungen und Hypothesen zu gelangen haben wir uns mit zwei Texten beschäftigt (Von Collani/ Werner, 2005, Gosling/Potter/Robins/Tracy & Trzesniewski, 2001). Aus den vielen verschiedenen Fragebögen und Umfragen, die in den Texten beschrieben werden, geht hervor, dass sich die Wissenschaftler mit den Zusammenhängen von physischer Aggression, verbaler Aggression und bspw. Selbstwertgefühl oder Selbstverständnis auseinander gesetzt haben (von Collani et al., 2005, S. 1632). Sie fragten sich in wieweit Verträglichkeit und Aggressivität korrelieren. Um genau solche Zusammenhänge heraus zu stellen, wurden konkrete Fragebögen vom IDeA-Zentrum zu diesen Schlagworten entwickelt und ausgewertet. Bevor die Fragebögen in die Tat umgesetzt wurden, wurden Fragen und Vermutungen formuliert. Es galt bspw. zu untersuchen ob es Geschlechterunterschiede geben wird. Auch wurde das Alter der Teilnehmer nach Abschluss eines Fragebogens, der online bearbeitet wurde, erfragt. Als Ergebnis wird bspw. verzeichnet, dass Männer eine höhere körperliche Aggression zeigen, als Frauen (Von Collani et. al, 2005, S. 1635). Auch kann gesagt werden, dass gewissenhafte und verträgliche Menschen nur wenig bis überhaupt keine Aggressionen an den Tag legen. Alle Untersuchungen und Umfragen haben gemeinsam, dass sie die Persönlichkeit der Teilnehmenden erfassen. Es soll außerdem untersucht werden wie die Big 5, also Extraversion, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit, emotionale Stabilität und Offenheit, die
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Arbeit zitieren:
Svenja Christ, 2010, Interpersonale Kompetenz - Messung und Auswertung, München, GRIN Verlag GmbH
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