Inhalt
1. Bemerkungen zur Lerngruppe und zur Unterrichtssituation
1.1 Eigenarten der Lerngruppe 1.2. Lernverhalten und Leistungsvermögen 1.3. Lernausgangslage 2. Die themenrelevanten Sachverhalte
3. Die Ziel-/Inhaltsentscheidungen
3.1. Die Themenwahl 3.2. Die zentrale Aufgabenstellung 4. Die methodischen Entscheidungen
4.1. Zentrale methodische Entscheidungen in der Unterrichtsstunde 4.2. Medien 4.3. Differenzierung
5. Literatur
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Die Stellung der Stunde in der Unterrichtseinheit:
1. Wir wiederholen das ABC und das alphabetische Ordnen nach dem ersten und zweiten Buchstaben (1. Std.)
2. Wir ordnen alphabetisch nach dem dritten und vierten Buchstaben (1. Std.)
3. Wir ordnen die Schülernamen der Klasse 3 nach dem Alphabet (1. Std.)
4. Wir erfahren wie wir uns schnell im Wörterbuch zurecht finden -Einführung der ABC-Leiste und der Kopfbuchstaben (1. Std.)
5. Wir gehen auf erweitere Wörtersuche im Wörterbuch- Auffinden der Pluralform von Nomen und der Grundform von Verben (1. Std.)
6. Wir üben den Umgang mit dem Wörterbuch an Lernstationen (2. Std.)
7. Wir schreiben einen Wörterbuchtest (1. Std.)
Themenbezogene Zielsetzung:
Stundenziel: Die Schülerinnen und Schüler üben das Nachschlagen im Wörterbuch, indem sie dazu verschiedene Aufgaben an Stationen bearbeiten.
Teillernziele:
Die Schülerinnen und Schüler....
TLZ 1...reaktivieren im Spiel ihr Wissen über das Alphabet.
TLZ 2...ordnen in Partnerarbeit die Wortkarten alphabetisch korrekt (Station 1). TLZ 3...überprüfen die Schreibung verschiedener Wörter, indem sie diese im Wörterbuch nachschlagen, die Seitenzahl notieren und ggf. korrigieren (Station 2). TLZ 4...suchen im Wörterbuch bestimmte Wörter, die sie mit der Seitenzahl notieren (Station 3, 4).
TLZ 5...diktieren einem Partner bestimmte Wörter, deren Schreibung mithilfe des Wörterbuches überprüft werden (Station 5).
TLZ 6...reflektieren ihre Erkenntnisse und evtl. Schwierigkeiten in Bezug auf Inhalt und Methodik während des Stationenlernens.
Einige Schülerinnen und Schüler....
TLZ 7...bilden aus Bildern Wörter, deren Schreibung sie im Wörterbuch überprüfen und die dazugehörige Seitenzahl notieren (Station 7).
Längerfristiges Lernziel: Die Schülerinnen und Schüler gewinnen zunehmend Sicherheit. im Umgang mit dem Wörterbuch.
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1. Bemerkungen zur Lerngruppe und zur Unterrichtssituation
1.1. Eigenarten der Lerngruppe
Seit Februar 2002 erteile ich in der Klasse 3 eigenverantwortlich drei Stunden Deutsch und zwei Stunden Kunst pro Woche, so dass ich bei einigen Unterrichtseinheiten fächerübergreifend arbeiten kann. Zusätzlich habe ich in dieser Klasse eine Stunde Ausbildungsunterricht im Fach Deutsch.
Die Altersstruktur der Klasse ist jahrgangstypisch. Die einzige Ausnahme stellt P. dar, der nach den Osterferien von der 3. Klasse in die 2. Klasse zurückgestuft wurde und somit älter ist als die anderen Kinder. Das Sozialverhalten in der Klasse ist insgesamt als gut zu bezeichnen. Der Großteil der Kinder ist in der Lage, Mitschülern im Unterricht zu helfen. Im Unterricht fällt K. durch sein unruhiges und unkonzentriertes Verhalten auf. Häufig versucht er sich dem Unterricht und der entsprechenden Arbeitsphase durch Gespräche mit anderen Schülern zu entziehen. Die Gründe für dieses Verhalten resultieren überwiegend daraus, dass er die Aufgabenstellung meistens nicht versteht, was wiederum auch an seiner mangelnden Konzentrationsfähigkeit liegt. K. benötigt oft Zuwendung und Ermutigung meinerseits, um mit einer Aufgabe zu beginnen, bzw. konzentriert an ihr weiterzuarbeiten. Des Weiteren fällt E. häufig im Unterricht auf. Er stört aufgrund seines starken Geltungsbedürfnisses den Unterricht oft durch Zwischenrufe. Hierauf reagiere ich mit Ermahnungen oder erinnere ihn daran sich zu melden.
1.2. Lernverhalten und Leistungsvermögen
Der überwiegende Teil der Klasse zeichnet sich durch ein positiv zu bewertendes Arbeitsbzw. Lernverhalten aus. Der Großteil der Schüler 1 steht dem Fach Deutsch aufgeschlossen und motiviert gegenüber. Viele Kinder zeigen eine hohe Lernbereitschaft. Die Klasse 3 ist eine äußerst lebhafte Klasse. In mündlichen Phasen ist die Mitarbeit und Aufmerksamkeit der Schüler gut. Das Gesprächsverhalten ist ausdauernd und wird durch gute Ideen der Kinder bereichert. Besonders L., G., M., D. und M. fallen in diesen Phasen positiv auf.
Hinsichtlich ihres kognitiven Leistungsfähigkeit ist die Klasse als heterogen zu bezeichnen. Einerseits gibt es leistungsstarke Schüler in der Lerngruppe, die ihre schriftlichen Aufgaben schnell und gewissenhaft erledigen. Andererseits gibt es leistungsschwache Schüler, deren Bereitschaft eine Aufgabe zu bearbeiten zwar meist vorhanden ist, denen jedoch häufig die
1 Im Folgenden impliziert der Begriff Schüler auch Schülerinnen.
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Ausdauer und das Verständnis zum Erledigen einer Aufgabe fehlt. Hierbei sind besonders K., P., J., K. und C. zu nennen. Weiterhin ist die Fähigkeit selbstständig zu arbeiten in der Lerngruppe unterschiedlich. Einige Schüler haben Schwierigkeiten, gestellte Arbeitsaufträge ohne fremde Hilfe zu verstehen. Es ist auffällig, dass ein Teil der Kinder sich den Arbeitsauftrag nicht durchliest, sondern häufig sofort nachfragt, um sich die Aufgaben von mir erläutern zu lassen. Daher fordere ich sie auf, sich den Arbeitsauftrag genau durchzulesen. Weiterhin versuche ich die Aufgabenstellung möglichst einfach und klar zu formulieren. Ferner bestehen im Arbeitstempo der Kinder erhebliche Differenzen. Während einige sehr schnell arbeiten, benötigen andere viel Zeit, um eine Aufgabe zu beenden. Durch qualitativ und quantitativ differenzierte Arbeitsaufträge versuche ich auf diese Unterschiede einzugehen.
1.3. Lernausgangslage
Im letzten Schuljahr hat die Klasse das Alphabet gelernt. Hierbei haben die Kinder gelernt Wörter alphabetisch nach dem ersten und zweiten Buchstaben zu ordnen. Ebenso wurde in der 2. Klasse das Auffinden und alphabetische Ordnen von Wörtern in der Wörterliste des Elefantenbuches geübt. Zum Ende des Schuljahres begann die Klasse mit dem Wörterbuch zu arbeiten. Jedoch zeigte sich im Deutschunterricht, dass viele Schüler noch Schwierigkeiten beim Auffinden von Wörtern im Wörterbuch haben. Beispielsweise benutzen sie die Kopfbuchstaben nicht als Hilfe. Im Rahmen dieser Unterrichtseinheit haben die Kinder gelernt die ABC-Leiste und die Kopfbuchstaben im Wörterbuch als sinnvolle Orientierungshilfe zum Nachschlagen zu nutzen, um Wörter schneller zu finden. Weiterhin haben sie in den vorausgegangenen Stunden das alphabetische Ordnen von Wörtern nach dem ersten und dritten wiederholt sowie das Ordnen nach dem dritten und vierten Buchstaben gelernt. Denn auch beim Ordnen nach dem Alphabet haben einige Schüler noch Schwierigkeiten. Das Auffinden der Pluralform von Nomen sowie konjugierter Verben ist den Schülern aus den vorausgegangenen Stunden bekannt. Allerdings kann hinsichtlich der anspruchsvollen kognitiven Leistung beim Finden dieser Wörter mit Schwierigkeiten bei einzelnen Schülern zu rechnen sein.
Das Lernen an Stationen ist für die Klasse noch relativ neu. Bisher haben sie erst einmal an Lernstationen gearbeitet. Jedoch sind sie mit dem Bearbeiten von Aufgabenstellungen am „Lernbüffet“ vertraut. In diesem Zusammenhang haben sie den Laufzettel und die Stationsregeln kennen gelernt.
Arbeit zitieren:
Astrid Becker, 2002, Wörterbucharbeit an Lernstationen in Klasse 3, München, GRIN Verlag GmbH
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