These die im direkten Widerspruch zu Mearsheimer steht, wofür die Ursachen in der grundlegenden Tatsache zu suchen sind, dass sich Realismus und Institutionalismus in vielerlei Hinsichten einfach entgegenstehen.
Internationale Institutionen im Realismus laut Mearsheimer (1995) Der Realismus geht von einem ständigen Egoismus von Staaten aus und einer daraus resultierenden Furcht vor anderen Staaten. Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass es keinen wirklich Frieden unter Staaten gibt, sondern lediglich verstärkte Kommunikation um die eigene Sicherheit zu garantieren. Dem hier angesprochenem Ausgleich von Macht unter den Staaten sind Institutionen untergeordnet. Von der Behauptung, dass Institutionen in diesem Gefüge Stabilität und Frieden sichern, distanziert sich der Realismus also, auch wenn er ihnen zugesteht, dass Staaten innerhalb und durch Institutionen handeln, denn auch diese Eigenschaft ist letztendlich dem subjektiven Willen der Staatsmacht unterworfen und spricht Institutionen somit alle unabhängigen Einflüsse auf Staatsmächte ab, da sie in der Regel auch nichts anderes vertreten als den Willen der Staatsmacht. Als Instrumente der Staatsmacht haben Institutionen demnach mehr eine nebensächliche Rolle bei der Schaffung oder der Beseitigung von Frieden und spiegeln lediglich die bestehenden Machtverhältnisse wieder, also wirken mehr als Arenen für den Machtkampf und das Durchspielen von Machtverhältnissen. Mearsheimer zieht, um dies zu verdeutlichen, als Beispiel die NATO heran, wobei er noch einmal deutlich aufzeigt, dass Institutionen und ihr Handeln von äußeren Gegebenheiten beeinflusst werden und in ihrer Form auch nur bestehen können, solange diese Bedingungen anhalten und sich nicht grundlegend ändern.
Kritik an den Institutionalisten bei Mearsheimer (1995)
Die von den Institutionalisten präsentierten Theorien beschreiben die Welt nicht vollständig bzw. falsch, was zur Folge hat, dass eine Politik, die auf ihnen aufbaut, ebenfalls fehlschlagen muss. Es sind nicht nur enorme kausale Logiklücken festzustellen in den Theorien der Institutionalisten, ihnen fehlt es auch an historischer Untermauerung und Nachweisbarkeit. So ist der liberale Institutionalismus hauptsächlich auf politische Ökonomie ausgelegt, vernachlässigt dabei aber den zweiten Themenkomplex, nämlich die Frage der Sicherheit im System. Doch auch die Ökonomie selbst wird hier nur unter der Vernachlässigung der relativen Gewinne betrachtet, was dem natürlichem Denken von Staaten, aufgrund der Tatsache, dass
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Arbeit zitieren:
Jan Seichter, 2009, Textanalyse zu Mearsheimer, Keohane und Nye, München, GRIN Verlag GmbH
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