Tabellen- und Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis:
Tab. 4.1: Zusammenfassung der Werte aus der Untersuchung 8
Tab. 4.2: Auswertung der Untersuchungsergebnisse mit den Kennzahlen der deskriptiven Statistik 11
Tab. 4.3: Korrelationsmatrix der Merkmale mit dem Alter und dem Bekanntheitsgrad 13
Tab. 4.4: Interkorrelation der Indizes und dem Geschlecht 14
Tab. 4.5: Vergleich zwischen dem prognostizierten und dem realen Ge geschlecht 14
Abbildungsverzeichnis:
Abb. 4.1: Mittlere Bewertungen auf der Likert-Skala bei dem nonverbalen Verhalten 9
Abb. 4.2: Mittlere Bewertungen auf der Likert-Skala bei der Leistungsmotivation 9
Abb. 4.3: Mittlere Bewertungen auf der Likert-Skala bei der Aggressivität 10
Abb. 4.4: Mittlere Bewertungen auf der Likert-Skala bei der Rolle der
1. Zusammenfassung
In der Alltagspsychologie sind die Geschlechtsunterschiede in der Persönlichkeitspsychologie in aller Munde und Grundlage für ständige Diskussionen. Auch die Wissenschaft beschäftigt sich seit vielen Jahrzehnten mit umfassenden Forschungsarbeiten. Dabei sind die Geschlechtstereotypen, die als gleich bleibendes Muster durch konkrete Verhaltensweisen und Eigenschaften die Einstellungen beeinflussen, wesentlich. Zunächst werden sie durch die soziale Umwelt weitergegeben; später erfolgt die Wirkung auch direkt über die Menschen (Asendorpf, 2010). Weit verbreitet ist der Stereotyp, dass männliche Personen in mathematischen Fähigkeiten den weiblichen Personen überlegen sind. Allerdings wurde festgestellt, dass das männliche Geschlecht bei mathematischen Aufgaben nur bei höherer Mathematik im Erwachsenenalter (Asendorpf, 2010) besser abschneidet. Auch Benbow & Stanley (nach Deaux, 1985) forschten: „Emhasized in their report is the difference between males and females when one considers the sex ratio at higher levels of performance“. Die Stereotypen finden sich auch im kulturellen Kontext wieder, wobei Asendorpf (2010) festgestellte, dass die geschlechtstypischen psychologischen Merkmale auf vorhandene körperliche Unterschiede wie z.B. größere Kraft bei Männern und die verminderte Leistungsfähigkeit der Frauen bei Schwangerschaft zurückgeführt werden können. Im Alltag zeigen sich die Unterschiede vor allem bei Kindererziehung, Haushalt und Erwerbsarbeit. Bereits im Jahr 1975 wurden von Mednick & Weissmann (nach Deaux, 1985) die Leistungsmotivation und die Furcht vor Erfolg erforscht. Nach Schwankungen des Forschungsinteresses in den nächsten Jahren wurde im Jahr 1978 und 1983 von Spence & Helmreich (nach Deaux, 1985) ein Messinstrument für Leistungstendenzen entwickelt, die den Bereich in Arbeitsleistung, Können und Wettbewerb unterteilte. Vergleiche in ausgewählten Bereichen z.B. Geschäftsleute zeigten, dass die Geschlechtsunterschiede bei Arbeitsleistung und Können abnehmen. Allerdings schnitten Männer in Wettbewerbsfähigkeit nach wie vor besser ab. Joseph Price (2008) zeigt, dass Männer sich stärker im Wettbewerb behaupten und dass genau dieses Wettbewerbsverhalten äußerst wichtig für hohe Positionen in der Wirtschaft und Politik ist. Auch die Ge-
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schlechtsunterschiede im nonverbalen Verhalten wurden untersucht. So zeigte Hall (nach Deaux, 1985) die Überlegenheit der weiblichen Personen im Codieren und Aufschlüsseln von nonverbalen Zeichen, wobei der festgestellte Unterschied relativ gering ist. Weiter erklärten Rosenthal & DePaulo (nach Deaux, 1985), dass weibliche Personen in ihren nonverbalen Mustern zuliebe von sozialer Harmonie höflicher auftreten. Asendorpf (2010) zeigt im Zusammenhang mit der Aggressivität, dass Männer mehr als Frauen zu offener psychischer Aggressivität und verbaler Aggression neigen. Dagegen zeigen Frauen durch Gerüchte und Schädigung Anderer in persönlichen Beziehungen mehr Beziehungsaggression. So zeigte Hyde (nach Deaux, 1985) auf Grundlage der Daten von Maccoby-Jacklin, dass die Geschlechtsunterschiede bei Aggressionen für etwa 5% des Unterschiedes verantwortlich sind. Auch das weit verbreitete Gerücht von Tendenzen männlicher Gewalt in der Partnerschaft wird von Asendorpf (2010) richtig gestellt. Frauen tendieren bei Partnerschaftskonflikten genau so häufig wie Männer zur Gewalt, erleiden allerdings häufiger Verletzungen. Auch in der Sexualität ist ein Unterschied zu erkennen. Hier berichten Männer in Studien über mehr Masturbation und Geschlechtsverkehr als Frauen (Asendorpf, 2010), wobei dieser Unterschied in den letzten Jahrzehnten deutlich abgenommen hat. Außerdem zeigt Asendorpf (2010) auf, dass Frauen mehr auf emotionale Bindung eingestellt sind und Männer bei der Partnerwahl vor allem auf die physische Attraktivität der Partnerin achten.
Nun soll auch ein Augenmerk auf die hier verwendete Methode das Messen durch Fragebögen gerichtet werden. Die optimale Schwierigkeit der Items stellt sicher, dass die Items weder zu leicht noch zu schwer sind, um das zu messende Merkmal abzufragen. Die Trennschärfe sorgt für die Trennung der Antworten der Personen mit hoher und geringer Ausprägung. Die sorgfältige Ausarbeitung und Anwendung des Fragebogens ist somit dringend erforderlich.
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2. Einführung und Hypothesen
Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse spielen neben dem beruflichen Kontext auch im privaten Bereich eine Rolle. Außer Frage ist, dass das Thema bis heute sehr emotional und ideologisch besetzt ist. Diese Untersuchung soll dazu dienen, bestimmte Zusammenhänge zwischen dem Geschlechtsunterschied und ausgewählten Gebieten der Persönlichkeitspsychologie - nonverbales Verhalten, Leistungsmotivation, Aggressivität und die Rolle der Attraktivität bei der Partnerwahl - auf einfache Weise zu erforschen. Um den eingeschränkten Bearbeitungsumfang dieser Arbeit Rechnung zu tragen, genügt es, nur den Zusammenhang darzustellen. Auch auf die Kausalität wird nicht eingegangen.
Nullhypothese: Es besteht kein Zusammenhang zwischen dem Geschlecht und den Bereichen der Persönlichkeitspsychologie, nonverbales Verhalten, Leistungsmotivation, Aggressivität und der Rolle der Attraktivität bei der Partnerwahl.
Alternativhypothese: Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem Geschlecht und dem nonverbalen Verhalten, zwischen dem Geschlecht und der Leistungsmotivation, zwischen dem Geschlecht und der Aggressivität und zwischen dem Geschlecht und der Rolle der Attraktivität bei der Partnerwahl. Dazu erfolgt die Operationalisierung im nächsten Kapitel.
3. Methoden
Die Überprüfung der genannten Zusammenhänge wird mit der Befragung von 40 Versuchspersonen (20 Frauen und 20 Männer) mit Fragebögen stattfinden. Darauf wird jeder zu ermittelnde Zusammenhang durch jeweils fünf Items repräsentiert. Die Items werden so konstruiert, dass die Versuchspersonen Angaben zu den eigenen Erfahrungen zu den Geschlechtsunterschieden machen. Dazu wird der Test durch die Altersangabe und dem Bekanntheitsgrad mit dem Untersuchenden ergänzt. Die Items sind jeweils durch eine Aussage formuliert, der die Versuchsperson durch eine fünfstufige Likert-Skala zustimmen oder ablehnen kann. Dabei ist auf der Likert-Skala der niedrigste Wert 1 mit dem Wortlaut „trifft überhaupt nicht zu“, der mittlere Wert 3 mit
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dem Wortlaut „unentschieden / teils-teils“ und dem höchsten Wert 5 mit dem Wortlaut „trifft voll und ganz zu“. Zur Verbesserung der Datenqualität wurden einige ausgewählte Items umgepolt und fließen dadurch mit dem Kehrwert in die Bewertungen ein. Eine Zustimmung zu einer Aussage kennzeichnet die Versuchsperson im betreffenden Feld. Da man davon ausgehen kann, dass die Teilnehmer die Abstände zwischen den fünf Antworten als gleich groß einschätzen, kann daraus eine Intervallskalenqualität der Antworten vorhergesagt werden. Darauf aufbauend können im Auswertungs- und Interpretationsprozess viele Verfahren wie das arithmetische Mittel oder die Standardabweichung angewandt werden. Die Items wurden zu dem Zwecke dieser Untersuchung konstruiert, ohne dabei die Konsistenz, Validität oder sonstige Anforderungen zu prüfen. Inhaltlich beziehen sie sich auf Standard- und Alltagssituationen, die von den Teilnehmern innerhalb kurzer Zeit beantwortet werden können. Um einen Index für jeden Bereich zu gewinnen, wird für jeden Bereich durch deren 5 Items ein arithmetisches Mittel gebildet. Folgende Aussagen ergeben sich, wenn die genannten Hypothesen eng an der Opernationalisierung der einzelnen Items formuliert werden:
Nullhypothesen:
Arbeit zitieren:
Monika Dimpflmaier, 2011, Geschlechtsunterschiede in der Persönlichkeitspsychologie, München, GRIN Verlag GmbH
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