Inhaltsverzeichnis
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1. Einleitung 1
1. 1
2. Grundlegendes 2
2.1. Was ist der Mensch. 3
2.2. Der wahre Philosoph laut Phaidon. 3
2.3. Was sind Ideen 4
2.3.1. Die absolute Idee des Guten. 6
2.3.1. 6
3. Die Metaphern der „zweitbesten Seefahrt“ und der „Wiedererinnerung“
als entscheidende Metaphern der platonischen Philosophie 8
3.1. Die zweitbeste Seefahrt 8
3.2. Die Unsterblichkeit der Seele und die Wiedererinnerung. 11
3.2.1. Die Unsterblichkeit der Seele 12
3.2.2. Die Metapher der Wiedererinnerung als Beweis
f ür die Präexistenz der Seele 13
3.2.3. Eine weitere Beweisführung der Unsterblichkeit der
Seele mit Hilfe der Wiedererinnerungslehre 16
Seele 16
4. Das höchste Prinzip und das Erreichen der wahren Erkenntnis 17
4. 17
5. Fazit 18
5. 18
6. Literatur und Internetverzeichnis 21
6. 21
1 Einleitung
Diese Arbeit legt ihr Hauptaugenmerk auf Platons Metaphern der zweitbesten Seefahrt und die der Wiedererinnerung. Ziel der Arbeit soll es sein, die Bedeutung der beiden Metaphern für die platonische Philosophie, besonders für die Ideenlehre, zu analysieren. Insgesamt soll hierbei der Weg zur wahren Erkenntnis erläutert und die Position des Einen herausgestellt werden. Besondere Rücksicht wird hierbei auf Platons Phaidon genommen.
Wie Platon durch seine Ideenlehre Gott zu definieren versucht, ist prägend. Vor allem die Überwindung der Methode der Naturphilosophen hat maßgebliche Auswirkungen auf die Philosophie nach Platon. Er war der Anstoß vieler Philosophen, Gott in der intelligiblen Welt suchen und begründen zu wollen. Was ist Gott laut Platon? Wo liegt Platons Unzufriedenheit mit der Lehre der Naturphilosophen? Auf welche Weise und durch welche Methoden findet er den Urgrund des Seins? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt dieser Arbeit, die Platons Methodik zu skizzieren versucht.
Zunächst sollen grundsätzliche Begriffe geklärt werden. Sowohl Platons Definition des Menschen, als auch seine Sicht des wahren Philosophen sind wichtig, um seine Gedanken einordnen zu können. Maßgeblich ist somit Platons Verständnis von Ideen.
Hiernach folgt eine erste Beschreibung der absoluten Idee des Guten. Dies macht an dieser Stelle Sinn, da im folgenden 1
Hauptteil die Metaphern der zweitbesten Seefahrt und der Wiedererinnerung in Verbindung mit der Unsterblichkeit der Seele gebracht werden sollen. Es erscheint unablässlich, die einzelnen Gedanken Platons kontextuell zu verbinden, um das Erreichen der wahren Erkenntnis und die Zusammenhänge der einzelnen Schritte verständlicher darstellen zu können. 2 Grundlegendes
Entscheidend für das Verständnis der Gedanken Platons sind nicht nur grundlegende Begriffe und Definitionen der platonischen Philosophie, sondern auch sein Bild des wahren Philosophen. Diese grundlegenden Punkte sollen in diesem Kapitel meiner Arbeit vorbetrachtet werden. In späteren Kapiteln wird näher auf die Folgen und Zusammenhänge dieser Definitionen einzugehen sein. Ehe eine Beschreibung des wahren Philosophen laut Platon vorgenommen wird, soll kurz erläutert werden, was der Mensch für Platon ist. Über die Seele, maßgeblich für die Gedanken Platons, soll erst in Punkt 3.2 dieser Arbeit genau eingegangen werden. Die ausführlichste Beschreibung der Eigenschaften und Beschaffenheit der Seele findet sich, nach dem Phaidros 1 , im Phaidon. Dort lässt Platon seinen Protagonisten Sokrates auch über die Unsterblichkeit der Seele philosophieren. Da die Unsterblichkeit der Seele eine unverzichtbare Eigenschaft dieser darstellt, würde eine teilweise Beschreibung der Seele ein unvollständiges, missverständliches Bild zeichnen.
1 Vgl. PLATON, Phaidros. Deutsch übersetzt von Friedrich Schleiermacher, neu bearbeitet von WOLF, Ursula. In:
KÖNIG, Burghard (Hg.): „Platon‐ sämtliche Werke Band II, Hamburg, 29. Auflage 2004,S. 565ff. [künftig zitiert:
PLATON, Phaidros]
2
2.1 Was ist der Mensch?
Im Dialog Alkibiades beschreibt Platon den Menschen als „das
den Leib gebrauchende“. 2 Die Seele hingegen ist es in Wirklichkeit, die den Leib gebraucht und regiert. 3 Er stellt heraus, dass ein Mensch, der sich um die Bedürfnisse des Leibes sorgt, sich nur um das Seinige kümmert, nicht aber um sich selbst. 4 Insofern kommt Platon in der Person des Sokrates zu dem Schluss, dass der Mensch im Grunde mit der Seele gleich ist und diese den eigentlichen Menschen darstellt 5 . Der Körper wird lediglich als hinderliches Gefängnis, auch als Grab, der Seele gesehen 6 . Für Platon hat die mit den Augen sichtbare Wirklichkeit eine kleinere Bedeutung als die intelligible Welt.
2.2 Der wahre Philosoph in Platons Phaidon 7
In Abschnitt 64 des Phaidon lässt Platon Sokrates erläutern, dass ein wahrer Philosoph unbedingt der frohen Hoffnung ist, nach seinem Tod Gutes zu erlangen. Somit erklärt sich auch das Streben des Philosophen nach dem Sterben, welches ohne Unwillen geschieht, denn wahre Philosophen wünschen nichts mehr, als die Ablösung der Seele vom Leib. Letzterer ist lediglich ein Apparat, dem die Seele befiehlt. Sehnsüchte und Leiden die der Leib empfindet, sucht der Philosoph laut Platons
2 PLATON, Alkibiades. Deutsch übersetzt von Friedrich Schleiermacher, neu bearbeitet von WOLF, Ursula. In:
KÖNIG, Burghard(Hg.): „Platon‐ sämtliche Werke“, 29. Auflage, Hamburg 2004, S.169 [künftig zitiert: PLATON,
Alkibiades]
3 Vgl. ebd.
4 Vgl. ebd. S. 171f.
5 Vgl. ebd. S. 170
6 Vgl. Abschnitt: PLATON, Phaidon; Deutsch übersetzt von Friedrich Schleiermacher, neu bearbeitet von WOLF,
Ursula. In: KÖNIG, Burghard(Hg.): „Platon‐ sämtliche Werke“, 29. Auflage, Hamburg 2004,S. 117ff., 64a -
66b[künftig zitiert: PLATON, Phaidon]
7 Vgl. Abschnitt: ebd. S. 117ff.
3
Protagonisten Sokrates zu unterdrücken und auszublenden, da sie das Denken, in dem allein das Seiende offenbar wird 8 , behindern. Der Leib wird als hinderliches Übel betrachtet, welches „mit der Seele im Gemenge“ 9 ist und das Erkennen des Ungetrübten durch menschliche Gelüste nach Geld und Besitz blockiert. Somit hält der wahre Philosoph laut Platon den Tod als einzige Möglichkeit der wahren und ungetrübten Erkenntnis näher zu kommen; diese wird erst möglich, sobald sich die unsterbliche Seele nach dem Tod vom Leib trennt. Entscheidend ist allerdings, bei aller Furchtlosigkeit des wahren Philosophen vor dem Tod, Platons Untersagung eines gewaltsamen Todes. Hiermit verbindet er gleichsam auch die Selbsttötung. Deren Verbot wiederum hält solange an, bis Gott, als Hüter der Menschen, ohnehin schon „irgendeine Notwendigkeit dazu [Anm.v.m.: „zum Tod“] verfügt hat“ 10 . 2.3 Was sind Ideen
In vielen seiner Werke beschreibt und erklärt Platon die Ideen äußerst präzise. Auch wenn er den Ideen keine Hauptstelle gewidmet hat, bestimmen sie doch viele verschiedene Hauptpassagen seiner Werke 11 .
In der Lehre Platons stellen die Ideen die einzige wahre und wirkliche Realität dar. Dies wird besonders im Phaidon deutlich, denn dort werden die Ideen und die Seelen, welche wie in Kapitel 2.1 dieser Arbeit schon erwähnt, für den wahren Philosophen eine zentrale Geltung haben, in ihrer Existenzform
8 PLATON, Phaidon S.119
9 Vgl.ebd. S. 120
10 Vgl.ebd. S.115
11 Vgl. Abschnitt: PERLS, Hugo. Art.: Idee. In: Lexikon der Platonischen Begriffe, Bern und München
4
Arbeit zitieren:
Klaus Bruns, 2011, Die Entfaltung der Ideenlehre Platons mit besonderem Bezug auf Bedeutung und Analyse der Metaphern der zweitbesten Seefahrt und der Wiedererinnerung im Phaidon, München, GRIN Verlag GmbH
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