Fachhochschule Erfurt
Seminar Wirtschaftspolitik
Thema:
Erklärungsansätze
für die unterschiedliche Entwicklung
am Arbeitsmarkt in Deutschland
und den USA seit 1990
Daniel Fischer
Daniel Fischer I
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis .............................................................................................. II
1 Einleitung 1
2 Grundlagen 1
2.1 Die Definition der Arbeitslosigkeit der USA 2
2.2 Die Definition der Arbeitslosigkeit Deutschlands 2
3 Erklärungsansätze der Unterbeschäftigung in Deutschland und der USA 3
3.1 Struktur der Arbeitlosen in den USA 5
3.2 Struktur der Arbeitlosen in Deutschland 5
4 Einflüsse auf die Beschäftigung 6
4.1 Bruttoinlandsprodukt und Produktivität 6
4.2 Steigendes Angebot an Arbeitskräften 9
4.3 Arbeitslosenunterstützung 10
4.4 Gewerkschaften 11
4.5 Staatsverschuldung und Sparquote 12
4.6 Investitionen 13
4.7 Steuern 13
4.8 Welfare-to-Workfare -Programme 14
4.9 Gefängnisse verwässern Arbeitslosenzahlen 14
5 Persönliches Resümee 14
Literaturverzeichnis III
Anlage IV
Daniel Fischer II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Standardised unemployment rates
Quelle: OECD Quarterly Labour Force Statistics No 1 (2002) Paris S
303 Statistisches Bundesamt Stat Jahrbuch 2002 S 124 (Bundesanstalt
für Arbeit) Daten Deutschland (OECD-Bereinigt) nach eigener Berechnung
Abbildung 2: Komponenten des Wirtschaftswachstums auf der Nachfrageseite
Quelle: Lang Sabine: Jobwunder USA-Modell für Deutschland 1.
Auflage Münster 1999 S 58
Abbildung 3: Bruttoinlandsprodukt (in Preisen von 1990) und zivile Erwerbstätige
Deutschland (West) 1983 bis 1997
Quelle: Lang Sabine: Jobwunder USA-Modell für Deutschland 1.
Auflage Münster 1999 S 58
Abbildung 4: Bruttoinlandsprodukt (in Preisen von 1990) und zivile Erwerbstätige
USA 1983 bis 1997
Quelle: Lang Sabine: Jobwunder USA-Modell für Deutschland 1.
Auflage Münster 1999 S 57
Abbildung 5: Reallohnentwicklung in den USA und in Deutschland (West) während
der letzten verfügbaren 10 Jahre (in Prozent)
Quelle: Lang Sabine: Jobwunder USA - Modell für Deutschland 1 Aufl
1999 Münster S 60
Abbildung 6: Komponenten des Wirtschaftswachstums auf der Angebotsseite
Quelle: OECD Statistisches Bundesamt
Abbildung 7: Arbeitslosenquote in den USA und in Deutschland 1964 bis 1997
Quelle: Lang Sabine: Jobwunder USA - Modell für Deutschland 1.
Aufl 1999 Münster S 60
Daniel Fischer 1
1
Die Erfolge des amerikanischen Arbeitsmarktsystems werden in Deutschland in fast allen politischen und wissenschaftlichen Debatten zur Lösung der Beschäftigungsproblematik in Deutschland herangezogen. Die Vereinigten Staaten glänzen seit den neunziger Jahren mit ihren vergleichsweise niedrigen Arbeitslosenzahlen und hoher Beschäftigung, während Europa, insbesondere Deutschland seit Jahren an einen hohen Stand von Unterbeschäftigung leidet. Allgemein wird propagiert, die arbeitsmarktpolitischen Erfolge währen den flexiblen Arbeitsmärkten der USA zu verdanken. Da im Allgemeinen eigene Konzepte zur Reduzierung der Arbeitslosigkeit fehlen, schaut man auf bestehende Modelle jenseits des Atlantiks. Ob das System des amerikanischen Arbeitsmarktes auf Deutschland übertragbar ist, ist fraglich und bedarf der Feststellung, auf welche spezifischen Besonderheiten der amerikanischen Ökonomie das „Jobwunder“ zurückzuführen sind und wie erfolgreich die amerikanische Wirtschaft in den letzten 10 Jahren tatsächlich im Vergleich zu Deutschland war. Hierbei soll besonders auf die statistischen Erhebungsmethoden und mögliche Sonderbelastungen der Länder eingegangen werden. Danach sollen die wirtschaftlichen und arbeitsmartspezifischen Determinanten und die Zahl der Inhaftierten der beiden Länder betrachtet werden, um Erklärungsansätze zur Begründung der Unterschiedlichen Entwicklung am Arbeitsmarkt zu finden.
2 Grundlagen
Um einen Einblick in die Arbeitslosenstatistiken zu bekommen, kommt man nicht umhin die Zahlen der Arbeitslosen und die dazugehörigen Quoten zu studieren. Es fällt auf, das sich für einen identischen Zeitraum, für das gleiche Land, unterschiedliche Arbeitslosenquoten (im Folgendem AL-Quoten) ergeben. So liegt die Arbeitslosenquote für Deutschland im Jahr 2000 bei 9,6%, 10,7%, 7,5% und 7,9%. 1 Fraglich ist, welche dieser AL-Quoten nun für den internationalen Vergleich geeignet ist.
1 Vgl 9,6%:Bundesanstalt für Arbeit, Nürnberg, 10,7%: Statistisches Bundesamt Jahrbuch 2002, 7,5%: OECD Employment Outlook 2002, 7,9%: Eurostat, OECD Quarerly Labor Force Statistics, No.1, (2002), Paris, S. 303.
Daniel Fischer 2
2.1 Die Definition der Arbeitslosigkeit der USA
In den Vereinigten Staaten werden folgende Personen als arbeitslos eingestuft:
16 Jahre und älter
Ohne Beschäftigung Aktive Suche einer Arbeitsstelle in den vergangenen vier Wochen oder warten auf Wiedereinstellung nach vorübergehender Entlassung Darauf warten, sich bei einer neuen Stelle innerhalb von 4 Wochen vorstellen zu können 2
Die Zahl der Erwerbspersonen wird durch Untersuchungen und Befragungen ermittelt. In die Zahl der Erwerbspersonen fließen nur die beschäftigten Personen und die Personen, die sich als arbeitslos bezeichnen. 3 Personen im arbeitsfähigen Alter, die nicht zu den Erwerbspersonen gehören, können im Ruhestand sein, zu Hause Arbeitende Ehefrauen, Studenten oder Personen sein, die gerne arbeiten möchten, aber nicht mehr nach Arbeit suchen. 4
Tabelle 1:
Amerikanische Erwerbspersonen und Arbeitslosigkeit 1991
Quelle: Economic Indicators, Juni 1992.
5
2.2 Die Definition der Arbeitslosigkeit Deutschlands
Die bisher veröffentlichen Zahlen der Arbeitslosen erfolgen auf Basis der
Totalerhebung der bei der Bundesanstalt für Arbeit gemeldeten Arbeitslosen.
In Deutschland gilt als arbeitslos, welcher:
beschäftigungslos,
nicht Schüler, Student oder Teilnehmer an einer beruflichen Bildungsmaßnahme, nicht arbeitsunfähig erkrankt, nicht Empfänger von Altersrente, eine versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden umfassende wöchentliche Beschäftigung sucht, das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet und beim Arbeitsamt als arbeitslos gemeldet ist und den Vermittlungsbemühungen des Arbeitsamtes formal sofort zur Verfügung steht. 2 Vgl. Dornbusch/Fischer, Makroökonomik, 6. Auflage, München 1995, S. 613. 3 Ebenda, S. 613.
4 Ebenda, S. 613.
5 Ebenda, S. 615.
Quote paper:
Daniel Fischer, 2003, Erklärungsansätze für die unterschiedliche Entwicklung am Arbeitsmarkt in Deutschland und den USA seit 1990, Munich, GRIN Publishing GmbH
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