I
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS. I
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS. II
ABBILDUNGSVERZEICHNIS. III
1. EINLEITUNG 1
2. TECHNIKEN DER WEB-SERVICES UND DEREN RELEVANZ FÜR DEN
FINANZDIENSTLEISTUNGSSEKTOR 2
3. ANWENDUNGSSZENARIEN IM FINANZDIENSTLEISTUNGSSEKTOR 7
3.1. INTERNE ANWENDUNGSGEBIETE 7
3.2. EXTERNE ANWENDUNGSGEBIETE 9
4. PRAXISFÄLLE VON WEB-SERVICES. 18
5. FAZIT UND AUSBLICK. 23
LITERATURVERZEICHNIS 24
II
Abkürzungsverzeichnis
ASCII American Standard Code for Information Interchange Bsp. Beispiel CORBA Common Object Request Broker Architecture DCE Distributed Computing Environment EDV Elektronische Datenverarbeitung IPO Initial Public Offer PDA Personal Digital Assistant SOAP Simple Object Access Protocol SSL Secure Socket Layer SUN ONE SUN Open Net Environment UDDI Universal Description, Discovery and Integration u.U. unter Umständen WSDL Web Services Definition Language WWW World Wide Web XML eXtensible Markup Language
III
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 Zwiebelschalendefinition des Web-Service Begriffs
Abb. 2 Schematische Darstellung eines Web-Services-Aufrufs
Abb 3 Architektur des Web-Services
1
1. Einleitung
Web-Services ist zurzeit in aller Munde. Jeder spricht davon, jeder sieht es als die Zukunftstechnologie schlechthin an. Doch so neu ist das Konzept dieser Technik gar nicht. In der Vergangenheit gab es bereits ähnliche Ansätze 1 . Die diversen Ziele dieser Techniken sind meist die gleichen: Verteilte Anwendungen, auf unterschiedlichen Systemen und in unterschiedlichen Programmiersprachen implementiert, sollen miteinander kommunizieren können. Techniken wie DCE, CORBA, COM und DCOM, Enterprise JavaBeans sind hier nur eine der Wichtigsten, die zu nennen sind 2 . Was aber nun macht Web-Services so besonders und warum sollte sich diese Technik eher durchsetzen als die unzähligen Ansätze der Vergangenheit? Was ist Web-Services überhaupt und in welcher Form könnte sich die Technik im Bereich der Finanzdienstleister einsetzen lassen? Diese Fragen sollen in der vorliegenden Arbeit erörtert werden.
1 Vgl. Kosch, Andreas, 2002, S. 33.
2 Vgl. Knuth, Michael, 2002, S. 13ff.
2
2. Techniken der Web-Services und deren Relevanz für den Finanzdienstleistungssektor
Im folgenden Abschnitt soll die Frage geklärt werden, wie Web-Services definiert sind. Dabei wird auf spezifische Sichtweisen eingegangen die insbesondere für den Finanzdienstleistungssektor eine Rolle spielen.
Was sind Web-Services?
Es gibt inzwischen unzählige Definitionen von Web-Services 3 . Eine Definition lautet hier: „Web Services sind eine Infrastrukturtechnologie zur schnellen und einfachen Integration heterogener Anwendungen“ 4 . In dieser Definition wird das Umfeld der Nutzung von Web-Services und deren Technologien nicht explizit genannt. SUN, einem der bedeutendsten Anbieter und Entwickler im Gebiet Web-Services mit der Technologie SUN ONE (Open Net Environment) 5 , definiert Web-Services wie folgt: „A Web service is, simply put, application functionality made available on the World Wide Web. A Web service consists of a network-accessible service, plus a formal description of how to connect to and use the service. The language for formal description of a Web service is an application of XML. A Web service description defines a contract for how another system can access the service for data, or in order to get something done. Development tools, or even autonomous software agents, can automatically discover and bind existing Web services into new applications, based on the description of the service.” 6 . Diese engere Definition zeigt einen speziellen Nutzungsrahmen auf, die Nutzung im WWW.
3 Vgl. Jeckle, Mario, 2002.
4 Meyen, Sebastian, S. 15.
5 Vgl. Sarakatsanis, Anthanasios, 2001, S. 40.
6 Vgl. Jeckle, Mario, 2002.
3
Es ist jedoch nicht notwendiges Kriterium, dass eine Anwendung mittels Web-Service-Technologie im WWW zur Verfügung gestellt wird. Gerade im
Finanzdienstleistungssektor sehen wir oftmals Anwendungen, die Web-Services lediglich im Konzern selbst nutzen, ohne einen Dienst im WWW publik machen zu wollen 7 . Verschiedene Verfasser weisen auf diesen Fakt, dass „die meisten Projekte“ eher „der internen und nicht öffentlich zugänglichen Integration von Anwendungen“ dienen, explizit hin 8 . Hierauf wird in den Praxisfällen noch weiter eingegangen 9 .
Techniken der Web-Services
Genauso wie es bei der Definition Unterschiede gibt, gibt es unterschiedliche Quellen, welche Techniken bei Web-Services eingesetzt werden. Denn ob Web-Services explizit ein bestimmtes Protokoll nutzen muss oder Wahlmöglichkeiten bestehen ist nicht festgeschrieben. Einen guten Überblick über die bestehenden Techniken und deren Anordnung bietet die nachfolgende Darstellung:
1.1
1.1.1
ABB. 1: ZWIEBELSCHALENDEFINITION DES WEB-SERVICE BEGRIFFS 10
7 Vgl.Craes, Michael / Oellermann, Frank, 2002, S. 95ff.
8 Ziegler, Cai, 2002, S. 42.
9 Vgl. Abschnitt 4.
10 Jeckle, Mario, 2002.
4
Wir sehen hier, dass die Dienstleistung im Zentrum steht. Diese Dienstleistung ist auf einem bestimmten System in einer bestimmten Programmiersprache implementiert und soll anderen Systemen zur Verfügung stehen (im Internet oder innerhalb eines betrieblichen Systems). Web-Services stellt nun diese Technologie zur Verfügung, indem es eine Schnittstelle bietet, die standardisiert ist. Bei der Übertragung der Inhalte hat sich XML als Standard bereits quasi-etabliert 11 . Als Transport-Protokoll dient meist das SOAP-Protokoll, welches sich der Beschreibungssprache XML bedient 12 . Die Anfragen und Rückmeldungen werden hierbei in einen so genannten SOAP-Envelope eingefasst.
Für den Finanzdienstleistungssektor ist hierbei relevant, dass über das SOAP-Protokoll eine Identifizierung der Geschäftspartner realisiert werden kann. Dies ist besonders wichtig, wenn rechtsverbindliche Transaktionen ausgeführt werden sollen oder wenn kostenpflichtige Anwendungen zur Verfügung stehen. Die Identifizierung (bzw. Legitimation) wird realisiert über so genannte namespaces 13 . Da die Sicherheit und Transaktionalität von Web-Services ein wichtiger Faktor für die Durchsetzung von Web-Services ist, dies jedoch den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde, sei hier auf den Artikel „Risikokanidat“ von Khaled Popal hingewiesen 14 . Die im folgenden beschriebenen Techniken UDDI und WSDL dienen der öffentlichen Bekanntmachung und Beschreibung von Web-Services 15 . Diese Technologien können auch für interne Projekte verwendet werden. Da die Anwendungen jedoch meist einmal implementiert werden und die Clients nur einmal angepasst werden müssen, ist die Verwendung bisher meist unüblich.
Grundgedanke hierbei ist es, dass in einem öffentlichen Verzeichnis, ähnlich der Gelben-Seiten, die einzelnen öffentlich angebotenen Web-Services-Anwendungen dokumentiert werden 16 .
11 Ersichtlich aus den einzelnen Definitionen von Web-Services verschiedener Institutionen und
den Implementierungs-Anleitungen diverser Fachzeitschriften.
12 Vgl. Großwendt, Colkmar, 2002, S. 95.
13 Vgl. Cerami, Ethan, 2002, S. 15.
14 Vgl. Popal, Khaled, 2002, S. 78ff.
15 Hierauf wird in den nachfolgenden Kapiteln, insbesondere im Kapitel Praxisfälle für Web-
Services näher eingegangen.
16 Vgl. Ziegler, Cai, 2002, S. 40.
Arbeit zitieren:
Gregor Meyer, 2002, Web-Services: Konzepte, Technologien und Anwendungen im Finanzdienstleistungssektor, München, GRIN Verlag GmbH
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