Inhaltsverzeichnis
0. Einleitunggggggggggggggggggggggggggggg. 1
1. Entwicklung des modernen japanischen chulwesenssssssssss.2
2. Allgemeines zum Schulsystem Japansssssssssssssssss 3
2.1 Kosten und Finanzierung 4
2.2 Der Lehrkörperrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr.5
2.3 Die Lehrpläneeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee. 6
3. Die Grundschuleeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee. 7
4. Die ekundarstufeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee 8
4.1 Die Mittelschuleeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee 8
4.2 Die Oberschuleeeeeeeeeeeeeeeeeee. 9
5. Nachhilfe - und Vorbereitungs- - Juku(s)))))))))))))))) 11
6. Aufnahmeprüfungen 12
7. Abschlussbetrachtung 12
Literaturverzeichnis
0. Einleitung
In den letzten Jahrzehnten wurde das politische und wirtschaftliche Interesse am ostasiatischen Raum deutlich größer, was nicht zuletzt an den rasanten Fortschritten in der Entwicklung von neuen Technologien und somit der wachsenden wirtschaftlichen Bedeutsamkeit lag. Immer mehr blickt man heute gen Osten, wenn es um Innovationen in den verschiedensten Bereichen geht. Jüngstes Beispiel hierfür ist das Abschneiden von Japan bei den Internationalen Vergleichsstudien PISA und TIMSS. Wurde dabei starke Kritik an dem deutschen Bildungssystem deutlich, zeigte Japan wie es besser geht und belegte in bestimmten Tests die oberen Ränge. Ja dieses Land erreichte im Mathematik Test sogar Platz 1, in den Naturwissenschaften Platz 2 und im Lesen den achten Platz von 32 teilnehmenden Nationen. Es brach eine regelrechte Japan-Euphorie aus und fortan galt die Idee - Von Japan lernen.
Doch wie ist das Schulwesen, von dem man angeblich so viel lernen kann überhaupt aufgebaut oder organisiert?
Dieser Frage möchte ich mich in der vorliegenden Arbeit zuwenden. Beginnen werde ich mit einem geschichtlichen Rückblick, der die Entstehung des heutigen Schulsystems Japans nach dem ersten Weltkrieg darstellt. Danach gehe ich auf die Rahmenmerkmale ein und beschreibe die Organisation des Schulwesens anhand des Lehrkörpers, der Lehrpläne und der Finanzierung. Im Folgenden werden von mir die allgemein bildenden Schulformen von der Grundschule bis zur Oberschule untersucht, sowie die verbreiteten Nachhilfeschulen. Im Anschluss daran gehe ich näher auf die Aufnahmeprüfungen ein.
Am Ende möchte ich in einer abschließenden Betrachtung die Arbeit beenden.
1. Die Entwicklung des modernen japanischen Schulwesens Japan ging aus dem Zweiten Weltkrieg als geschlagener Staat heraus und befand sich zum ersten Mal in seiner Geschichte durch fremde Streitkräfte besetzt. Ziel der Besatzungsmacht USA war es künftige Kriege zu verhindern, was durch die gänzliche Umgestaltung von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik erreicht werden sollte. Eine primäre, wenn nicht sogar die wichtigste, Position „für die Veränderung Japans zu einer demokratischen, friedliebenden Gesellschaft“ (Schubert 2000, S. 126) nahm die Umgestaltung des Bildungswesens ein. 1946 begannen amerikanische Pädagogen und Erziehungswissenschaftler ein umfassendes Reformkonzept für das japanische Bildungswesen auszuarbeiten. Nach intensiven Diskussionen mit dem „Japanese Education Reform Council“ (JERC) wurde dieser Entwurf akzeptiert, somit wurde das kaiserliche Erziehungsreskript von 1890 durch ein offenes Erziehungskonzept ersetzt. Das 1947 vom JERC entworfene Grundgesetz der Erziehung (kyôiku kihonhô) und das Schulerziehungsgesetz (gakko kyôikuhô) „betonen Chancengleichheit, Koedukation, politische Neutralität der Erziehung, Persönlichkeitsentfaltung, [[], erhöhten Einfluss der Eltern auf die Schule sowie parlamentarische Kontrolle der Grundlagen des Bildungswesens.“ (Pohl 1986, S. 399).
Die Dezentralisierung der Schulaufsicht und Schulverwaltung stellte einen weiteren notwendigen Schritt in Richtung Demokratie dar. Basierend auf dieser Tatsache wurde von amerikanischer Seite die Schaffung von präfekturalen und kommunalen Erziehungsausschüssen (kyôiku iinkai) vorgeschlagen, dies brach die Macht des Bildungsministeriums (monbushô). Dieser Zustand blieb jedoch nur bis in die 50er Jahre hinein bestehen, denn hier wurden die Kompetenzen des Erziehungsministeriums wieder gegenüber den lokalen Instanzen gestärkt. Im Anschluss an die Studentenproteste Ende der 60er Jahre wurde durch das gerade gebildete „Central Council of Education“ (CCE) der Versuch gemacht die Problemzonen im Bildungsbereich zu schließen. Die beschlossenen Maßnahmen behoben jedoch nicht das Problem „der exzessiven Belastung der Mittelschüler durch die Aufnahmeprüfungsvorbereitungen zu den Oberschulen und der Oberschüler durch ihre Prüfungsvorbereitungen zu den Universitäten“ (Schubert 2000, S. 136), ebenso wenig wurde die Frage der Neugestaltung der Schulformen und der Hochschulen gelöst.
Durch die sich in den folgenden Jahren immer weiter verschärfende Bildungsganggesellschaft (gakureki shakai) erhöhte sich der Druck auf Mittel- und Oberschüler, dies führte zu problematisch ansteigenden Phänomenen wie Schikane und Aggression unter Schülern, die sich auch gegen Lehrer richtete (vgl. Schubert 2000, S. 136). Des Weiteren stieg die Suizidrate unter Schülern an und führte zur allgemeinen Beunruhigung der Bevölkerung. Der damalige Premierminister Nakasone nahm sich diesen Angelegenheiten im Frühjahr 1983 an und berief zu ihrer Lösung eine Gruppe von Experten zusammen, die sich im „Provisional Council on Educational Reform“ (PCER) zusammenfanden. Ende der 80er Jahre schien sich die prekäre Situation an den Schulen zu verbessern, doch schon bald stellte sich heraus, dass sich die Problemlage nur verschoben hatte - dies zeigte eine schnell ansteigende Zahl von Schulverweigerern und Schulabbrechern. In den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stand für das Bildungsministerium die Aufgabe an, die Probleme der vergangenen Jahre zu bewältigen. Man ging u.a. daran neue Erziehungsziele, wie etwa Problemlösendes Denken und Kreativität, zu etablieren und die Schule für Schüler wieder attraktiver werden zu lassen.
2. Allgemeines zum Schulsystem
Das japanische Schulsystem wird häufig mit der treffenden Abkürzung „6-3-3-System“ beschrieben, die auf die Dauer der entsprechenden Schulstufen hinweißt: sechsjährige Grundschule (shôgakkô), dreijährige Mittelschule (Junior-Highschool oder chugakkô) und die dreijährige Oberschule (Highschool oder kotogakkô). Die gesetzliche Schulpflicht betrifft alle Kinder zwischen 6 und 15 Jahren, umfasst also Grund- und Mittelschule. Das Unterrichtsjahr besteht aus 35 Wochen, wobei bis 2002 auch jeden zweiten Samstag im Monat unterrichtet wurde, und dauert generell von April bis März. Es wird in drei Trimester eingeteilt und durch kurze Ferien im Frühling und Winter getrennt; die Sommerferien betragen einen Monat. Die staatlichen Ganztagsbildungsstätten sind weitgehend gebührenfrei.
Arbeit zitieren:
Torsten Kreissl, 2005, Das allgemeinbildende Schulwesen Japans, München, GRIN Verlag GmbH
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