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Buy Backs - Eine ökonomische Analyse für Aktiengesellschaften mit Sitz in Deutschland

Title: Buy Backs - Eine ökonomische Analyse für Aktiengesellschaften mit Sitz in Deutschland

Diploma Thesis , 2000 , 79 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Markus Trinkerl (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Das Schaffen einer neuen Aktienkultur in Deutschland ist in den letzten
Jahren stark in den Mittelpunkt gerückt. In der Tat hat durch den Börsengang
der Deutschen Telekom die Aktie einen neuen Stellenwert bei
den deutschen Anlegern eingenommen. Die Aktie wird seitdem als
durchaus seriöse Anlageform im Gegensatz zu festverzinslichen Anlageformen
und sonstigen am Kapitalmarkt befindlichen Anlagealternativen
angesehen und kann sich immer größerer Beliebtheit in der Bundesrepublik
Deutschland erfreuen.
Auch die Unternehmen versuchen die Aufmerksamkeit der Anleger auf
Aktien zu lenken und richten ihre Unternehmenspolitik verstärkt auf die
Interessen der Aktionäre aus. Kernpunkt ist dabei das Shareholder-
Value-Konzept als Unternehmensleitlinie nach dem Vorbild USamerikanischer
Unternehmen. In den USA wird dieses Leitbild schon
seit einigen Jahren vollzogen. Im Mitte lpunkt dieses Gedanken stehen
neben einer transparenten Informationspolitik, eine intensive Kommunikation
mit aktuellen und potentiellen Anlegern, sowie eine anlegerorientierte
Ausschüttungspolitik.
Den US-amerikanischen Unternehmen stehen zur Umsetzung dieses
Leitbildes eine Reihe von Instrumenten zur Verfügung. Von besonders
großer Bedeutung ist hierbei die Durchführung von Aktienrückkaufprogrammen,
die zum einen die bereits bestehenden Finanzierungstechniken
ergänzen und zum anderen ein geeignetes Instrument bei der Erlangung
einer effizienten Kapitalallokation darstellen. In den USA hat in
den letzten Jahren die Anwendung von Aktienrückkaufprogrammen als
eigenständige Form zur Ausschüttung finanzieller Mittel im Vergleich
zur Dividendenzahlung enorm an Beliebtheit gewonnen.
Die Anzahl der Ankündigungen zur Durchführung solcher Rückkaufaktivitäten
stieg im Jahre 1996 auf insgesamt 1073 von nur 781 im Jahre
1995. Dies entspricht einem Zuwachs um 37% (Vgl. Abbildung 1). [...]1 Während in den USA die Möglichkeit des Rückkaufs eigener Aktien ein
gängiges Finanzierungsinstrument des Managements darstellt, ist in
Deutschland der Erwerb eigener Anteile durch eine wechselvolle Geschichte
geprägt und bis zur Erweiterung des § 71 AktG nur in Ausnahmefällen
gestattet gewesen. Ansonsten grundsätzlich untersagt und
als Finanzierungsinstrument bzw. Ausschüttungsinstrument aufgrund
der rechtlichen Restriktionen ohne jegliche Bedeutung. Auch in den übrigen
Staaten Europas spielt der Rückkauf eigener Aktien nur eine untergeordnete
Rolle. [...]

1 Vgl. Günther, Thomas/Muche, Thomas/White, Mark (1998), S.337

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Begriffsdefinition

1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit

2 Rechtliche Rahmenbedingungen für den Erwerb eigener Aktien

2.1 Gesetzliche Vorschriften über den Erwerb eigener Anteile

2.1.1 Geschichtliche Entwicklung der Rechtsvorschriften

2.1.2 Vorschriften vor Einführung des KonTraG

2.1.3 Vorschriften nach der Verabschiedung des KonTraG

2.2 Bilanzielle und steuerliche Behandlung

3 Betroffene Interessengruppen bei der Durchführung von „buy back – Programmen“

4 Beweggründe zur Durchführung von „buy back – Programmen“

4.1 Erhöhung des Unternehmenswertes

4.2 Stabilisierung des Aktienkurses

4.3 Alternative zur Dividendenzahlung

4.4 Abbau überschüssiger Liquidität

4.5 Beeinflussung der Kapitalstruktur

4.6 „Signalling“ – Effekt

4.7 Straffung der Aktionärsstruktur

4.8 Maßnahme gegen Übernahmeversuche

4.9 Bedienung von Mitarbeiterbeteiligungs- und Aktienoptionsprogrammen

4.10 Nutzung der Aktien zur Akquisition

5 Methoden für den Erwerb eigener Aktien

5.1 Flexibler Erwerb über die Börse (open market repurchase)

5.2 Erwerb über ein öffentliches Angebot (self tender offer)

5.2.1 Mit Festpreis (fixed price tender offer)

5.2.2 Mit Preisspanne (dutch action tender offer)

5.3 Eingeschränktes Rückkaufangebot (negotiated repurchase)

6 Zusammenfassung der Ergebnisse

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit deutsche Aktiengesellschaften durch geänderte gesetzliche Rahmenbedingungen verstärkt Aktienrückkaufprogramme einsetzen und welche ökonomischen Beweggründe sowie Anreize diese Strategie motivieren. Dabei wird der Fokus auf die Auswirkungen des KonTraG gelegt.

  • Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen für den Aktienrückkauf in Deutschland.
  • Untersuchung der ökonomischen Beweggründe für „buy back“-Programme (z.B. Wertsteigerung, Signalling, Kapitalstrukturoptimierung).
  • Gegenüberstellung der unterschiedlichen Rückkaufmethoden und deren Auswirkungen auf die Bilanzstruktur.
  • Evaluation der Interessenkonflikte zwischen verschiedenen Anspruchsgruppen (Stakeholder-Ansatz vs. Shareholder-Value).
  • Beurteilung der steuerlichen Aspekte bei der Durchführung von Aktienrückkäufen.

Auszug aus dem Buch

4.6 „Signalling“ – Effekt

Bevor näher auf den „Signalling“-Effekt als Motiv zur Durchführung eines Aktienrückkaufs eingegangen wird, ist es sinnvoll noch zu erläutern, was unter asymmetrischer Informationsverteilung verstanden werden muss.

Wie der Name schon sagt handelt es sich um ungleichmäßigen Informationsstand. Es liegt also kein vollkommenes identisches Faktenwissen über den gleichen Sachverhalt bei den Marktteilnehmern vor. Weiterhin muss geklärt werden, wie ein solcher Missstand der Informationsverteilung zwischen den Partnern zustande kommt. Dies ist Gegenstand der Signalling-Theorie. In dem uns vorliegenden Sachverhalt herrscht nach dieser Theorie eine Informationsasymmetrie zwischen Management und Anlegern. Diese Asymmetrie beruht darauf, dass das Unternehmensmanagement einen besseren Zugang zu den Unternehmensinformationen besitzt als die Anleger und so einen nicht unwesentlichen Informationsvorsprung gegenüber außenstehenden Kapitalmarktteilnehmern inne hat.

Aufgrund der am Kapitalmarkt herrschenden ungleichen Verteilung der Informationen hinsichtlich des wahren Wertes der Aktiengesellschaft und der daraus entstehenden negativen Allokationswirkung ist es von herausragender Bedeutung mit Hilfe welcher Instrumente das Management diesen Missstand beseitigen kann. Ziel des Managements muss es sein, ihre als Unternehmensinsider vorhandenen Informationen hinsichtlich der Ertragslage des Unternehmens dem Kapitalmarkt zur Verfügung zu stellen und die möglichen Kurssteigerungspotentiale den Kapitalmarktteilnehmern zu signalisieren.

Ein zur Beseitigung dieser bestehenden Informationsasymmetrie geeignetes Instrument stellt der Rückkauf eigener Anteile dar. Durch die Ankündigung und dann spätere Durchführung eines Aktienrückkaufs signalisiert der Vorstand der Aktiengesellschaft den außenstehenden Marktteilnehmern, dass eine Investition in die Aktien des eigenen Unternehmens sinnvoller und ertragreicher ist als eine Investition in neue Projekte. Die Aktie ist also aus Sicht des Vorstandes unterbewertet und der Kauf dieser Aktie könnte sich für außenstehende Anleger positiv auswirken.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Aktienkultur in Deutschland und Definition der Problemstellung sowie Zielsetzung der Arbeit.

2 Rechtliche Rahmenbedingungen für den Erwerb eigener Aktien: Detaillierte Betrachtung der historischen Entwicklung und der aktuellen Gesetzeslage unter besonderer Berücksichtigung des KonTraG sowie der steuerlichen Aspekte.

3 Betroffene Interessengruppen bei der Durchführung von „buy back – Programmen“: Identifikation der relevanten Akteure im Unternehmen und Analyse der divergierenden Interessenlagen zwischen Shareholdern und Stakeholdern.

4 Beweggründe zur Durchführung von „buy back – Programmen“: Erörterung der zentralen Motive wie der Unternehmenswertsteigerung, der Kursstabilisierung und der Akquisitionsfinanzierung durch eigene Aktien.

5 Methoden für den Erwerb eigener Aktien: Darstellung und Analyse der verschiedenen Rückkaufverfahren wie Börsenkauf, öffentliches Angebot und ausgehandelte Rückkäufe.

6 Zusammenfassung der Ergebnisse: Abschließende Synthese der Analyseergebnisse und Ausblick auf die Bedeutung der Rückkaufprogramme für die deutsche Unternehmensfinanzierung.

Schlüsselwörter

Aktienrückkauf, KonTraG, Shareholder-Value, Kapitalstruktur, Signalling-Effekt, Aktiengesellschaft, Unternehmenswert, Dividendenzahlung, Kursstabilisierung, Liquidität, Reakquisition, Eigenkapital, Börsenkurs, Insiderrecht, Kapitalallokation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Analyse von Aktienrückkaufprogrammen bei deutschen Aktiengesellschaften, insbesondere vor dem Hintergrund der durch das KonTraG geschaffenen rechtlichen Möglichkeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die rechtliche Zulässigkeit, die bilanzielle Behandlung, die steuerlichen Auswirkungen sowie die betriebswirtschaftlichen Beweggründe für den Erwerb eigener Anteile.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Anreize zu identifizieren, die deutsche Unternehmen dazu bewegen, eigene Aktien zurückzukaufen, und die Auswirkungen dieser Praxis auf die verschiedenen Interessengruppen zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Auswertung von empirischen Umfragen (z.B. des Deutschen Aktieninstituts) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung rechtlicher Rahmenbedingungen, die Identifikation von Motiven für den Rückkauf und die detaillierte Vorstellung unterschiedlicher Erwerbsmethoden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Aktienrückkauf, KonTraG, Shareholder-Value, Kapitalstruktur, Signalling-Effekt und Unternehmenswert charakterisiert.

Welche Rolle spielt das KonTraG in dieser Untersuchung?

Das KonTraG bildet die maßgebliche rechtliche Zäsur, da es die Bedingungen für den Rückkauf eigener Anteile in Deutschland signifikant liberalisiert und erleichtert hat.

Wie beeinflussen Aktienrückkäufe die Aktionärsstruktur?

Durch den Rückkauf und die potenzielle Einziehung von Aktien verringert sich die Anzahl der umlaufenden Titel, was zu einer Straffung der Aktionärsstruktur und oft zu einer Stärkung der verbleibenden Anteilseigner führt.

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Details

Title
Buy Backs - Eine ökonomische Analyse für Aktiengesellschaften mit Sitz in Deutschland
College
University of Bamberg
Grade
2,3
Author
Markus Trinkerl (Author)
Publication Year
2000
Pages
79
Catalog Number
V17438
ISBN (eBook)
9783638220187
Language
German
Tags
Backs Eine Analyse Aktiengesellschaften Sitz Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Trinkerl (Author), 2000, Buy Backs - Eine ökonomische Analyse für Aktiengesellschaften mit Sitz in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17438
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