Inhaltsangabe:
1. Einleitung 1
2. Formen der Kooperation 1
2.1 Vertraglich festgelegte Kooperation 1
2.2 Kapitalbeteiligung 1
2.3 Joint Venture 2
2.4 Fusion 2
2.5 Rechtliche Aspekte 2
3. Nutzen von Kooperationen 3
3.1 Vorteile von Kooperationen 3
3.2 Probleme bei Kooperationen 4
4. Bestehende Kooperationen von Versicherungen und Banken 4
4.1 Sparkasse - SV Versicherung 4
4.2 Volksbank - R V Versicherung 5
4.3 Dresdner Bank - Allianz 5
4.4 Fortis 6
4.5 Commerzbank - AMG Generali 7
4.6 Citibank - CiV 8
5. Auswirkungen der Kooperationen auf Versicherungsprodukte 9
5.1 Allianz Dresdner Fondspolice 9
5.2 Öko-Riester-Rente der Fortis-Gruppe 10
6. Fazit 10
7. Definitionen 11
8. Quellenangabe 13
Seminararbeit „Erfassung bestehender Kooperationen von Versicherern und Banken“
1. Einleitung
Die finanzielle Lebensplanung wird heutzutage durch die drei Bereiche Vermögen, Vorsorge und Versicherung gekennzeichnet. Die private Vorsorge als verbindendes Element zwischen Banken und Versicherung gewinnt dabei immer mehr an Bedeutung. Treiber dieser Entwicklung sind insbesondere die Reformen der staatlichen Pensionssysteme in ganz Europa und die damit verbundenen Leistungskürzungen. Versicherungen und Banken versuchen, diese Lücke zu schließen und arbeiten dabei in immer größerem Umfang zusammen.
2. Formen der Kooperation
Im Folgenden sind die drei wichtigsten Koooperationsformen zwischen Versicherern und Banken aufgezählt. Am häufigsten kommt es zu einer vertraglich festgelegten Kooperation zwischen den Partnern.
2.1. Vertraglich festgelegte Kooperation
Bei dieser Kooperationsform handelt es sich um ein vertragliches Regelwerk zwischen zwei oder mehreren Unternehmen.
Hierbei wird auf die Gründung einer neuen, rechtlich eigenständigen Unternehmung oder auf eine Kapitalbeteiligung der Kooperationspartner verzichtet. Die Partner behalten ihre rechtliche und wirtschaftliche Eigenständigkeit. Dieser Weg ist nicht sehr kostenintensiv
2.2. Kapitalbeteiligung
Bei der Kapitalbeteiligung besitzt einer der Partner über die vertraglich festgelegte Zusammenarbeit hinaus noch Anteile am anderen Partner. Die Kapitalbeteiligung kann auch beidseitig sein.
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Seminararbeit „Erfassung bestehender Kooperationen von Versicherern und Banken“
2.3. Joint Venture
Kooperationen von mindestens zwei Unternehmen, die voneinander unabhängig bleiben, aber gemeinsames Kapital zusammenführen, um ein bestimmtes Ziel, etwa die Eroberung eines Auslandsmarktes, zu verfolgen.
2.4. Fusion
Eine Fusion ist eine Verschmelzung zweier oder mehrerer Unternehmen ohne irgendeine Art von Liquidation. Ein Kauf von Unternehmen bzw. Unternehmensanteilen ist also kein Bestandteil des Handelns, welches zu einer Fusion führt. In der Regel ist z. B. bei Aktiengesellschaften der Tausch der Aktien die gängigste Form der Fusion. Für Banken und Versicherungen gelten in Deutschland aber spezielle Regeln. Dazu Näheres im nächsten Abschnitt.
2.5. Rechtliche Aspekte
Bei einer Fusion zwischen einer Bank und einer Versicherung müssen die betreffenden Geschäfte in Deutschland weiterhin von rechtlich selbstständigen Unternehmen betrieben werden. Die beiden Unternehmen können aber in einem Konzernverbund fortbestehen. Im Zuge des weltweiten Trends zur Bildung von so genannten Finanzkonglomeraten wurden auch die Aufsichtsbehörden für Banken und Versicherungen zusammengelegt. In Deutschland ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) die gemeinsame Aufsichtsbehörde. Für die entsprechenden Geschäfte gelten aber noch getrennte Aufsichtsgesetze.
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3. Nutzen von Kooperationen 3.1. Vorteile von Kooperationen
Der größte Vorteil von Kooperationen zwischen Banken und Versicherungen besteht in der Erschließung neuer Vertriebskanäle. Durch den Verkauf von Versicherungsprodukten in Banken sowie den Vertrieb von Finanzprodukten durch die Versicherungen können die Kooperationspartner zahlreiche neue Kunden erreichen, die davor vielleicht den Weg zu einer anderen Bank bzw. einer anderen Versicherung gewählt hätten. Auf diese Weise können Kunden auch längerfristig oder sogar ein Leben lang gebunden und gegenüber Wettbewerbern abgekapselt werden. Wenn beispielsweise eine Lebensversicherung frei wird, kann dem Kunden eine kompetente Beratung angeboten werden, die nicht nur sehr langfristige Versicherungsprodukte, sondern auch kurzfristigere Anlagemöglichkeiten bei der Partnerbank einschließt.
Durch Zusammenlegung der Datenbanken können beide Kooperationspartner ihr Wissen über die Kunden vergrößern und so das Kundenverhalten noch besser analysieren. Im Zuge dessen können dem Kunden individuellere und bedürfnisorientierte Produkte angeboten werden.
Natürlich entstehen für die beteiligten Unternehmen auch Kostenvorteile. Bei einer Kooperation können durch steigende Skalenerträge insbesondere die Verwaltungs- und IT-Kosten enorm gesenkt werden. Dies geschieht zum Beispiel über eine Vergabe von einheitlichen Kundennummern und die Nutzung von gleicher Software. Darüber hinaus profitieren die Unternehmen vom gegenseitigen Wissen in Marketing und Vertrieb. Durch den Transfer von Wissen und Erfahrungen zwischen den beteiligten Partnern können Prozesse optimiert und Kosten gesenkt werden. Oftmals rentiert sich die Kooperation für die Banken schon alleine aufgrund der hohen Provisionsprämien, die sie bei der Vermittlung von Versicherungsprodukten erhalten. Insgesamt können neue Marktpotentiale und gute Wachstumschancen erreicht werden. Aber auch für den Kunden kann eine Kooperation zwischen Banken und Versicherungen Vorteile bringen. So bekommt der Kunde sowohl Versicherungs- als auch Bankprodukte sozusagen maßgeschneidert. Darüber hinaus spart er sich Wege zu verschiedenen Filialen.
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Arbeit zitieren:
2009, Erfassung bestehender Kooperationen von Versicherern und Banken, München, GRIN Verlag GmbH
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