Abstract
Die nachfolgende Fachsbereicharbeit befasst sich mit dem Thema „Burnout an einer Gesundheits- und Krankenpflegeschule und deren Auswirkung auf die Studierenden.“
Als Methodik werden eine Literaturarbeit und eine Befragung gewählt. Die Bearbeitung der Literatur erlaubt einen Einblick in die Entstehung von Burnout und erläutert das Erkrankungsrisiko sowie die Bewältigungstheorien. Als Messinstrument für den empirischen Teil der Arbeiten wird die Überdrussskala nach Aronson angewendet. Die Auswertung zeigt, dass ein Burnout Risiko vorhanden ist, das von Jahr zu Jahr steigt. Auf Grund dieser Daten werden Ursachen für ein Burnout Risiko, als auch Verbesserungsvorschläge formuliert.
The following specialized paper deals with the issue of burnout in a health and nursing schools and their impact on the students.
As methodology was a literary work and a survey selected. The processing of the literature provides insight into the development of burnout and explains the risk of disease as well as management theories.
As a measure of the empirical part of the work, the boredom scale according to Aronson was applied. The analysis shows that an increasing burnout risk is present.
Grounded to these events, there is an improvement approach given. Possible causes and solutions are formulated to prevent burnout risk.
Vorwort
Meine Praktikumseinsätze auf den Stationen veranlassten mich, dieses Thema zu wählen. In Gesprächen mit dem diplomierten Personal fiel öfters der Satz: “Ihr Schüler habt es noch leicht, euer Leben ist doch nicht schwer.“ Daraufhin begann ich mich mit dem Thema auseinanderzusetzten, denn ich hatte in meinem Schülerinnen Umfeld beobachtet, dass offenbar nicht alles so leicht ist, wie es von den Diplomierten dargestellt wurde. Mitschüler und auch Lehrer gaben zusätzlich den Anstoß, mich an das schwierige und auch interessante Thema heranzuwagen. Als Nebeneffekt möchte einen kurzen Einblick in das Schülerleben geben.
Das Burnout Syndrom ist in den letzten Jahren ein Trendbegriff geworden. Jeder kennt es! Jeder hat es?
Neben Seminare, Kurse, Selbsthilfegruppen werden Selbsttests angeboten um die Betroffenen aufmerksam zu machen.
Doch meist ist dabei nur die Rede von Chefs, Mitarbeitern, Lehrern, Müttern oder eben auch Vollzeit-Krankenschwestern. Schüler werden dabei - bis zu dieser Arbeit - kaum erwähnt.
Danken möchte ich daher meinem Mentor, der mich zu dieser Arbeit ermutigte und mir mit Rat und Tat zur Seite stand, wenn die Literatur schwieg.
Bei allen personenbezogenen Bezeichnungen gilt die gewählte Form für beide Geschlechter.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG 1
2 METHODIK 2
3 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 4
3.1 Definitionen des Burnout 4
3.2 Symptome und Verlauf 5
3.2.1 Warnsymptome 6
3.3 Risikofaktoren 6
3.4 Diagnostik 7
3.4.1 MBI 7
3.4.2 Überdruss Skala 8
3.4.3 SBH-HP 8
3.5 Prävention und Koherenzgefühl 9
3.5.1 Prävention 9
3.5.2 Kohärenzgefühl 9
3.6 Behandlung 11
3.6.1 Konservative Behandlung 11
3.6.2 Medikamentöse Behandlung 12
3.7 Stress 12
3.7.1 Symptome und Bewältigung 13
4 AUSWERTUNG DER ERGEBNISSE 15
4.1 Interpretation der Ergebnisse 18
5 DISKUSSION, IMPLEMENTATION, FAZIT 20
5.1 Diskussion 20
5.2 Implementation 25
5.3 Fazit 29
LITERATURVERZEICHNIS 30
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 32
1 Einleitung
Die vorliegende Fachbereichsarbeit setzt sich mit der Problematik des Burnout bei Auszubildenden der Gesundheits- und Krankenpflege auseinander.
Die Sichtung der Literatur zeigte, dass die Thematik des chronischen Erschöpfungszustandes bei SchülerInnen der Gesundheits- und Krankenpflege bisher nur wenig erforscht wurde.
Anhand von standardisierten Tests, die von SchülerInnen der GKPS Feldkirch ausgefüllt wurden, möchte die Autorin den Grad der emotionalen Erschöpfung darstellen und diskutieren. Zu Beginn wird der Begriff Burnout definiert und die Risikofaktoren aufgezeigt. Theorien werden dargelegt und Symptome sowie Bewältigungsstrategien aufgeführt. Verbesserungs- und Lösungsvorschläge werden erläutert und aufgezeigt.
Im weiteren Verlauf werden die Ergebnisse der einzelnen Klassen zusammengefasst und interpretiert.
Eine Schlussfolgerung und eine persönliche Stellungnahme bilden den Abschluss.
-1-
2 Methodik
Die vorliegende Facharbeit umfasst zwei methodische Vorgehensweisen. Die Einleitung besteht aus einer Literaturarbeit, die Bearbeitung der Fragestellung erfolgt größtenteils aus den Ergebnissen einer Umfrage bei den SchülerInnen der GKPS Feldkirch.
Die Literatursuche erfolgte im Zeitraum Oktober 2010 bis März 2011. Die benötigten Bücher und Zeitschriften wurden der Mediathek der Gesundheits-und Krankenpflegeschule Feldkirch und der Vorarlberger Fachhochschule entliehen. Die Katalogrecherche wurde anhand der Schlagworte „Burnout“, „Ausbildung“ und „Schüler“ durchgeführt. Die elektronischen Datenbanken „Medline“ und „PilotMed“ wurden mit denselben Worten untersucht. Eine weitere Handrecherche erfolgte in den Zeitschriften „die Pflegezeitschrift“. Pflegebücher wurden in die Facharbeit mit einbezogen, da nur wenige Zeitschriften sich mit dem Thema befassten.
Tabelle 1: Suchprotokoll
Die Fragebögen entstammen der Internetseite der Pädagogische Hochschule Zentralschweiz in Zug. Insgesamt erschienen der Autorin zur Bearbeitung der Fragestellungen drei Tests relevant. Die Entscheidung fiel auf die
Überdrussskala nach Aronson. In einer Studie (Knoben) aus dem Jahre 1994 wurde bereits eine Umfrage unter Krankenpflegeschülern mit diesem Instrument geführt, daher die Entscheidung diese Skala zu verwenden. Einschränkend kann bemerkt werden, dass Aronson die Fragen eher allgemein fasst.
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Umfrage bei SchülerInnen: Es wurden bei insgesamt 133 Schülern, verteilt auf alle drei Ausbildungsjahre, Fragebögen ausgeteilt und ausgefüllt. Die SchülerInnen wurden informiert, dass es sich um einen anonymen Test handelt und dass Freiwilligkeit bestehe.
Um Beeinflussung zu vermeiden, wurde ihnen lediglich gesagt, dass es sich um eine FBA mit dem Thema „Burnout“ handelt.
Arnoson definiert Überdruss als das Erleben körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfung. Diese drei Aspekte erfasst er in einer Skala die 21 Elemente beinhaltet und die mit entsprechender Häufigkeit von Gefühlszuständen bewertet werden müssen (1: niemals; 7: immer). Errechnet wird dann ein Gesamtwert, der angibt ob sich Betroffene in gutem Befinden, ausgebrannt oder bereits in einer akuten Krise befinden (Enzmann, 1989: S 109ff).
Insbesondere interessiert die Autorin auch das Lernverhalten der Auszubildenden und fügte daher die Frage bei: Wie viel die Schüler durchschnittlich 2 Wochen vor einer Prüfung pro Tag lernen, um herauszufinden, ob sich das Lernverhalten in den jeweiligen Kursen ändert. .
Für die Fachbereichsarbeit konnten folgende Arbeitsfragen formuliert werden: 1. Haben Krankenpflegeschüler ein erhöhtes Burnout Risiko? 2. Wie kommt es zu diesem Risiko?
Ein besonderer Dank geht hierbei an Marina Amann, die mühevoll in einigen Nachtschichten die folgenden Statistiken erstellte.
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3 Darstellung der Ergebnisse
3.1 Definitionen des Burnout
Die Literaturrecherche ergab ein uneinheitliches Bild über die Definition des Burnout Syndroms. Eine eindeutige Abgrenzung des Begriffes kann dementsprechend aus der Sicht der Autorin nur schwer vorgenommen werden. Der Begriff Burnout tauchte erstmals im Jahre 1974 auf, als der Psychoanalytiker Herbert Feuerstein den Wandel der Mitarbeiter einer Kriseninterventionsstation beschrieb. Er definierte es als ein „Zusammenspiel einzelner, für sich alleine uncharakteristischer Symptome zu einem kennzeichnenden Krankheitsbild.“ (Raddatz, 2007: S 7) Aronson (1983) versteht unter dem Begriff ein Syndrom, das häufig auftritt, wenn Menschen mit anderen Menschen zusammenarbeiten. Besonders, wenn diese in helfenden Berufen tätig sind und in einer Beziehung zu ihren Klienten, Patienten oder Kollegen stehen. Dies führt zu einem „Ausbrennen“ mit geistigem, körperlichem und emotionalem Ermüden. (Litzcke, 2005: S 147) Die Burnout Forscherin Christina Maslach (1985), schließt sich der Meinung von Aronson an. Doch liegen ihre Kernfaktoren in der emotionalen Erschöpfung, der reduzierten Erfüllung im Beruf und der Depersonalisierung, die bei Menschen auftritt, die bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit arbeiten. (Litzcke, 2005: S 147) Menche (2007) beschreibt das Burnout als:
„Verlust von der psychischen und physischen Leistungsfähigkeit eines Helfers, der nicht mehr in der Lage ist, diese Leistungsfähigkeit zu regenerieren. Gekennzeichnet durch eine abgegrenzte Art emotionaler Erschöpfung, sowie durch den Verlust positiver Empfindung und Sympathie oder Achtung für den Patienten.“
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Arbeit zitieren:
Tamara Mayer, 2011, Fulltimejob, München, GRIN Verlag GmbH
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