Inhalt
Einleitung 3
1. Faktoren, die zum Zusammenbruch einer Gesellschaft führen können 4
2. Die Rapanuis 6
3. Die Inuit 8
4. Warum manche Gesellschaften katastrophale Entscheidungen treffen 10
Fazit 12
Literatur 13
Einleitung
In Bezug auf Jared Diamonds „Kollaps“ möchte ich der Frage nachgehen, welche Fak-toren über das Überleben oder den Untergang von Gesellschaften entscheiden. Als Beispiel führe ich die Osterinsel an, deren Bewohnern die Fähigkeit fehlte, die Folgen ihres Handelns abzusehen und entsprechend zu reagieren. Durch die extreme Waldzerstörung, ergab sich für die Bewohner der Insel (Rapanuis) die Folge, dass 5RKVWRIIHHXQGG1DKUXQJVPLWWHOOIHKOWHQQXQGGGLHH(UWUlJHHGHUU1XW]SÀDQ]HQQ]XUFNJLQJHQ Die Menschen verhungerten und ihre Kultur ging unter.
Anschließend möchte ich auch ein positives Beispiel nennen, was eventuell Aspekte aufweist, die es wert sind nachgeahmt zu werden: Die Inuit beispielsweise waren in der Lage, auf die Herausforderungen des Klimawechsels angemessen zu reagieren. Sie leben nach wie vor in ihren angestammten Jagdgebieten.
Die Frage, warum manche Gesellschaften katastrophale Entscheidungen treffen führe ich im weiteren Verlauf an, sowie die Faktoren, die fehlerhafte Entscheidungen in Gruppen begünstigen und zu deren Untergang beitragen. Zum Schluss gehe ich der Frage nach, welche Lehre wir daraus ziehen können.
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1. Faktoren, die zum Zusammenbruch einer Gesellschaft führen können
Zum Zusammenbruch einer Gesellschaft tragen immer mehrere Faktoren bei. Jared Diamand beschreibt in seinem Buch „Kollaps“ ein Schema, bestehend aus fünf Teilen, für Faktoren, die an solchen Ereignissen beteiligt sind.
Der erste Faktor betrifft die Umweltschäden. Damit sind Schäden gemeint, die eine Bevölkerungsgruppe unabsichtlich ihrer Umwelt zufügt. Vom Verhalten der Menschen, z.B. wie viele Bäume sie pro Hektar in einem Jahr abholzen, und von den Eigenschaften der Umwelt, z.B. wie viele Keimlinge pro Hektar und Jahr neu anwachsen, hängt es ab, wie groß solche Schäden sind und auch wie sehr sie sich rückgängig machen lassen. So kann es sowohl an mangelnder Klugheit der Menschen, als auch an besonderen (PS¿QGOLFKNHLWHQQGHUU8PZHOWWOLHJHQGDVVVQXUUPDQFKHH*HVHOOVFKDIWHQQHLQHQQ=XVDPmenbruch der Umwelt erleben.
Ein weiterer Faktor sind die Veränderungen des Klimas. Die Veränderung des Klimas betrifft sowohl die Kräfte der Natur, als auch die vom Menschen verursachte globale Erderwärmung. In Gesellschaften früherer Zeiten waren Klimaveränderungen ein großes Problem, da die Menschen kürzer lebten und nicht schreiben konnten. Somit konnten nicht auf frühere Erfahrungen zurückgegriffen und dementsprechend reagiert werden. Es gab keine „Katastrophenhilfemechanismen“. Je nachdem können natürliche Klimaveränderungen bessere oder schlechtere Folgen für eine Gesellschaft haben. Z.B. war die kleine Eiszeit für die Norweger in Grönland schlecht, hingegen für die Inuit in Grönland gut.
Als dritten Faktor werden feindliche Nachbarn genannt. Gesellschaften in historischer Zeit siedelten meist so eng, dass in einem gewissem Maße Kontakt zwischen ihnen be-stand. Diese Beziehungen zwischen den benachbarten Gesellschaften können vorübergehend oder auch auf Dauer feindselig sein. Ist eine Gesellschaft stark, so kann sie ihre Feinde unter bestimmten Umständen auf Distanz halten. Sie kann aber unterliegen, wenn sie geschwächt wird (z.B. durch eine Schädigung der Umwelt). Die militärische Eroberung ist dann der unmittelbare Anlass des Zusammenbruchs, wobei der eigentliche Grund derjenige ist, der die Schwächung der Gesellschaft herbeigeführt hat. Zusammenbrüche aus ökologischen oder anderen Gründen verstecken sich meist hinter militärischen Niederlagen. Als Beispiel für eine solche Verschleierung nennt Jared Diamond den Untergang des weströmischen Reiches.
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Arbeit zitieren:
Carina Groth, 2010, Warum Gesellschaften überleben oder untergehen, München, GRIN Verlag GmbH
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