Außenbeziehungen Ägyptens während der 3. Dynastie
I. Einleitung ........................................................................................................................... 2 II. Nubien .............................................................................................................................. 3 III. Sinai................................................................................................................................. 6 IV. Kanaan und Negev (Palästina) ......................................................................................... 9 V. Byblos............................................................................................................................. 12 VI. Fazit............................................................................................................................... 13 VII. Literatur........................................................................................................................ 15
I. Einleitung
Beziehungen Ägyptens zu seinen Nachbarn sind bereits für die älteste bekannte Kultur des keramischen Neolithikums in Ägypten in vielfältiger Form belegt. 1 So gelangten Rohstoffe wie z. B. Holz, Kupfer, Silber, Schmucksteine, Öle, Harze und Wein nach Ägypten. Dazu tritt Keramik ausländischer Herkunft, wie die aus Syrien-Palästina stammenden Wellenhenkelgefäße oder die sogenannte Abydosware. 2 Ebenso läßt sich eine kulturelle Einflußnahme aus Mesopotamien ausmachen, die sich in der Verwendung von Rollsiegeln, Motiven wie Schlangenhalspanthern (z. B. Narmerpalette) und Architekturelementen wie z. B. der Nischengliederung von Wänden äußert. 3 Daß jedoch nicht Ägypten allein Empfänger von Gütern und Ideen war, zeigt sich unter anderem daran, daß an manchen Orten Vorderasiens, wie z. B. En Besor bis zu 90 % der vorliegenden Keramik aus ägyptischer Produktion stammen. 4 Wenn ansonsten häufig keine bzw. nur wenige ägyptische Produkte in den Befunden vorliegen, ist die Annahme berechtigt, daß von dort verderbliche Güter, wie z. B. Getreide, geliefert wurde. 5 Bis in die 2. Dynastie sind somit weitreichende Kontakte Ägyptens zu seinen Nachbarn belegt. Für die Zeit der 3. Dynastie jedoch läßt sich, wie wir noch sehen werden, anhand der Belege ein Rückgang in den Außenkontakten verzeichnen.
1 Andrassy, Beziehungen, S. 103f; Perez Lagarcha, GM 145, S. 83f; Redford, Egypt, S. 33-37.
2 Andrassy, Beziehungen, S. 109; Ben-Tor, AJA 85, S. 449; Hein, Kulturkontakt, S. 19-28, 32-36 u. 66f. Als äußerst fraglich muß der Import von „Äxten“ (richtiger: Beilen) des Typs C nach Kühnert-Eggebrecht angesehen werden, zumal für die Frühzeit kein Stück belegt ist und der einzige Hinweis auf einem Gefäßfragment aus dem Kunsthandel zu finden ist.
3 Andrassy, Beziehungen, S. 112-115; Hein, Kulturkontakt, S. 29f, 66f. Gegen einen Import der Nischenarchitektur aus Mesopotamien spricht sich Helck, ÄA 5, S. 6f aus.
4 Ben-Tor, AJA 85, S. 449f.
5 Baud, Djéser, S. 269f.
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Wir wollen nun im Folgenden die Hinweise für Beziehungen Ägyptens mit seinen Nachbarn, die uns vorliegen, untersuchen und versuchen, die Frage zu beantworten, welcher Art der Kontakt war. Prinzipiell gibt es in dieser Hinsicht vier Formen von Kontakten, nämlich diplomatische Beziehungen zu anderen Staaten, Expeditionen bzw. Razzien, bei denen bestimmte Materialien (sowohl Rohstoffe wie Edelmetalle und Holz, aber auch Menschen) erbeutet wurden, kriegerische Auseinandersetzungen und zuletzt Handel mit anderen Ethnien. Beim Handel ist noch die Frage zu klären, ob ein direkter Handelsweg bestand oder die Güter über Zwischenstationen weitergeben wurden. Ebenfalls soll dem Phänomen des Rückgangs der Belege für Außenbeziehungen und der Frage, warum dies so ist, nachgegangen werden. Da die Belege für die 3. Dynastie vielfach sehr dürftig bis gar nicht vorhanden sind, müssen wir auch die Zeiträume davor bzw. danach in unsere Betrachtung der ägyptischen Außenbeziehungen einbeziehen. Strukturell werden wir in diesem Rahmen grundsätzlich der geographisch orientierten Gliederung Michel Bauds 6 folgen, der die Außenbeziehungen Ägyptens nach Nubien, dem Sinai, Vorderasien, sowie dem Seeweg nach Byblos unterteilt hat.
II. Nubien
Mit Nubien wird das Gebiet südlich des 1. Kataraktes bezeichnet. Es findet dort eine Unterscheidung zwischen Unternubien bis zum 2. Katarakt und Obernubien südlich davon statt. 7 Im Ägyptischen kennt man zudem eine weitere Untergliederung in die Landschaften WAwAt, IrTt, ZATw und JAm, die im Reisebericht des Harchuef aus der 6. Dynastie erwähnt werden. 8 Nach Edel nun liegt WAwAt zwischen Assuan und Dakka, IrTt zwischen Dakka und Aniba, ZATw liegt zwischen Aniba und Wadi Halfa, JAm schließlich bezeichnet das Gebiet um Kerma. 9 Ob allerdings diese Toponyme bereits in der 3. Dynastie benutzt wurden, ist nicht bekannt. Vor allem anhand der keramischen Produktion lassen sich chronologisch zwei Gruppen herausstellen, deren erste als A-Gruppe bezeichnet wird und im Laufe der 1. Dynastie verschwindet. Die zweite Gruppe trägt den Buchstaben C und tritt
6 Baud, M., Djéser et la III e Dynastie. Imhotep, Saqqara, Memphis et les pyramides à degrés, Paris 2002, S. 251-
278.
7 Zibelius-Chen, Expansion, S. 32f.
8 Urk. I, 125, 16 u. 126, 11-14.
9 Baud, Djéser, S. 252; Edel, Orientalia 36, S. 147 u. 151; Hein, Kulturkontakt, S. 6f.
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erstmals am Ende der 5. Dynastie in Erscheinung. Eine einst von Reisner 10 postulierte B- Gruppe, die diese Lücke füllen sollte, konnte sich aufgrund der mangelhaften Beleglage nicht behaupten. 11 Unternubien scheint in einem Zeitraum von der 2. bis zur 4. Dynastie entvölkert zu sein. Nach Baud könnte diese Situation Resultat einer verstärkt expansiven Politik der Könige der 1. Dynastie gewesen sein. Für die ägyptischen Beziehungen nach Nubien in der 3. Dynastie ergibt sich somit ein Problem: wenn nämlich in Nubien augenscheinlich niemand lebt, kann man auch mit niemandem in Kontakt treten. Betrachtet man jedoch die inschriftlichen Belege vom Anfang der 4. Dynastie, so wird deutlich, daß es auch nach dem Verschwinden der A-Gruppe eine indigene nubische Bevölkerung gegeben haben muß, denn wie sonst hätte Snofru zu Beginn des zweiten Jahrzehnts seiner Regierung, wie auf dem Palermostein erwähnt, 7000 Nubier (3000 Männer und 4000 Frauen), sowie 200000 Stück Groß- und Kleinvieh erbeuten können? Zwei Inschriften bei Khor el-Akiba, die in die selbe Zeit datieren, erwähnen Gefangenenzahlen von 17000 Personen. Selbst wenn wir die Zahlenangaben nicht akzeptieren, zeigt sich doch, daß kurz nach Ende der 3. Dynastie irgend jemand in Nubien lebte. 12
Die sichersten Hinweise auf diese nubische Bevölkerung bieten sich ausgerechnet auf ägyptischem Boden, nämlich im Stadtgebiet von Elephantine, das traditionell die Südgrenze des Landes markiert. Dort konnte Keramik identifiziert werden, die in der Tradition der Ware der A-Gruppe steht und sich im Laufe der ersten vier Dynastien weiterentwickelte. Der Anteil dieser Gefäße am Gesamtbestand macht während der späten 1. bis in die Mitte der 2. Dynastie immerhin 10-20 % aus, wobei Feinkeramik nur in geringer Menge auftritt und die Gebrauchskeramik vielfach eine Magerung mit feinem Muschelgrus aufweist. Während zwei Drittel der nubischen Keramik Kochgeschirr mit V-förmigem Profil und Spitzboden darstellen, sind ca. 25 % als Anrichte-Keramik anzusprechen. Es handelt sich dabei um großformatige Schalen, die niemals Kochspuren aufweisen. Hinsichtlich der Verteilung der Keramik auf dem Areal von Elephantine deutet sich ab der ersten Hälfte der 2. Dynastie eine ethnische Trennung an. So gibt es im Bereich der Festung und im Nordosten der Stadt keine nubische Keramik, wohl aber südlich des Satet-Tempels und im Osten der Stadt. In der Mitte der 2. Dynastie schließlich wird die nubische Gebrauchskeramik von ägyptischen Keramikformen zurückgedrängt, auf denen nun regelmäßig eine Ritzverzierung in Form eines Bandes von Dreiecken anzutreffen ist, sowie einer Reihe von Löchern am oberen Rand der 10 Reisner, Nubia I, S. 313-348.
11 Baud, Djéser, S. 252; Smith, Kush 14, S. 69-124.
12 Baud, Djéser, S. 253-255; Gratien, JEA 81, S. 43-56; Hein, Kulturkontakt, S. 9f; Raue, MDAIK 55, S. 187. Eine Diskussion der Ertragsfähigkeit des nubischen Niltales und der daraus resultierenden Bevölkerungszahlen in der Antike bietet Zibelius-Chen, Expansion, S. 36-40.
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Gefäße, die der Befestigung eines Verschlusses dienten. Während der 3. und 4. Dynastie wird vermehrt auch auf dem einfachen Kochgeschirr nubischer Prägung auf diese Ritzdekoration zurückgegriffen. War die verzierte Keramik zunächst wohl eher eine „Anlaß-Keramik“, wurde ab der 3. Dynastie auch das nubische Kochgeschirr gleichermaßen verziert. Diese Tendenz setzt sich bis in die 6. Dynastie fort, in der schließlich das Formenspektrum der c- Gruppe auch auf Elephantine Einzug hält. Nach Dietrich Raue läßt sich der Befund folgendermaßen deuten: in der 1. und beginnenden 2. Dynastie gab es wohl eine ägyptisch- nubische Koexistenz auf der Insel. In der zweiten Hälfte der 2. Dynastie scheint sich in der nubischen Bevölkerung Elephantines ein Bedürfnis herausgebildet zu haben, die ethnische Zugehörigkeit von den Ägyptern abzugrenzen. 13 Ähnliche Keramik wie auf Elephantine wurde mittlerweile auch an anderen Orten in der Umgebung des 2. Kataraktes, unter anderem bei Buhen (4. bis 6. Dynastie; nicht innerhalb der Festung!) nachgewiesen, womit der Terminus B-Gruppe wieder einige Berechtigung erhalten könnte. 14
Baud sieht für diese „B-Gruppe“ zwei Entwicklungsphasen, in deren erster eine teilweise Assimilierung in die ägyptische Kultur, und nach dem Ausbau der Festung von Elephantine in der 2. Dynastie eine Abgrenzung davon, stattfand. In der zweiten Phase sieht Baud eine Ausdehnung dieser nubischen Gruppe um den 2. Katarakt herum, worauf Funde ähnlicher Keramik wie auf Elephantine in diesem Gebiet hinweisen. Für die 3. Dynastie konstatiert Baud ein Bevölkerungswachstum dieser nubischen Gruppe und eine gewisse Prosperität, wobei dafür freilich keine schriftlichen Belege vorliegen. Ein Hinweis auf eine mögliche Bedrohung aus Nubien könnte auch in der Verstärkung der Mauern Elephantines gesehen werden. Elephantine selbst wird bis zum Beginn der 4. Dynastie zum Sammelpunkt für Expeditionen und einer Art Checkpoint für den Schiffsverkehr auf dem Nil ausgebaut. 15
Obwohl wir nun gesehen haben, daß Nubien durchaus auch in der 2. bis 4. Dynastie bewohnt war, wissen wir nicht mehr als eben dies. Alles, was darüber hinaus geht, ist spekulativ, so daß sich eindeutige Belege für Außenbeziehungen der vier oben genannten Kategorien an dem vorliegenden Material nicht ausmachen lassen.
13 Baud, Djéser, S. 256-258; Raue, MDAIK 55, S. 187-189.
14 Baud, Djéser, S. 258.
15 Baud, Djéser, S. 258-260.
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Magister Artium Christian E. Schulz, 2003, Außenbeziehungen Ägyptens während der 3. Dynastie, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Yvonne Brunner
Mumie Tut ench Amun.
Tut ench Amun war der jüngste Pharao er ist mit 20 jahren gestorben man weis nicht genau an was andere vermuten das er erschossen wurde andere sagen er ist an einem normalen Tod gestorben er hatte eine mächtige Grabkammer
ich mache gerade Hauptschule aber Ägypten ist alles für mich wenn ich die chace hätte würde ich sofort Ägyptologie studieren
Mfg Yvonne ich war bereits in Ägypten wundervoll
on Tuesday, May 25, 2004-
cola fanta
Tut ench Amun war der jüngste Pharao er ist mit 20 jahren gestorben man weis nicht genau an was andere vermuten das er erschossen wurde andere sagen er ist an einem normalen Tod gestorben er hatte eine mächtige Grabkammer ich mache gerade Hauptschule aber Ägypten ist alles für mich wenn ich die chace hätte würde ich sofort Ägyptologie studieren Mfg Yvonne ich war bereits in Ägypten wundervoll
on Wednesday, March 31, 2010-