Christian Carl Beyer Geldmaschine Fußball SRH HS Calw
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis III
Darstellungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis V
Abbildungsverzeichnis V
Abk ürzungsverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung 2
1.3 Aufbau 3
2. Wertschöpfung 4
3. Vergabe Weltmeisterschaft 6
3.1 Entscheidung 6
3.2 Kritik an Südafrika 8
4. FIFA 10
4.1 Geschichte 10
4.2 FIFA-Verbände 11
4.3 FIFA Kongress 13
4.4 Weltmeisterschaft 14
5. Südafrika 16
5.1 Geographie 16
5.2 Vergleich Deutschland 16
5.3 Politik 17
5.4 Tourismus 18
5.5 Probleme 18
6. Sponsoring 20
6.1 Allgemein 20
6.2 FIFA-Sponsoren-Konzept 21
III
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6.3 Unternehmen 23
7. Sportartikelindustrie 29
7.1 Ausgangssituation 29
7.2 Überblick Ausrüster 32
8. Medien in Deutschland. 34
8.1 Gesetzliche Vorgaben 34
8.2 Quoten 35
8.3 TV-Rechte 36
8.4 Werbung 37
8.4.1 Allgemein 37
8.4.2 RTL 39
8.4.3 ARD ZDF 39
9. Schlussfolgerung 43
10. Quellenverzeichnis VIII
10.1 Eigenständige Werke und Sammelbände VIII
10.2 Zeitschriftenaufsätze und Zeitungsartikel IX
10.3 Internetquellen IX
IV
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Darstellungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Vergleich Verkehrsnetz 7
Tabelle 2: FIFA-Verbände. 12
Tabelle 3: Vergleich Südafrika und Deutschland 16
Tabelle 4: Auflistung Sponsoren WM 2010 24
Tabelle 5: Übersicht Ausstatter 33
Tabelle 6: Auflistung Werbepreise RTL 39
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Wertschöpfungskette 5
Abbildung 2: Übersicht Kontinentalverbände 12
Abbildung 3: Organigramm FIFA 13
Abbildung 4: Bevölkerungsstruktur Südafrika 17
Abbildung 5: Bekanntheit Unternehmen 26
Abbildung 6: Produkte, für die es sich zu werben lohnt 28
Abbildung 7: W-MBall Jabulani 29
Abbildung 8: Verteilung Teamausrüster 33
Abbildung 9: Vergleich Sehbeteiligung 36
Abbildung 10: Extremitäten Spot-Preis 41
V
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Abkürzungsverzeichnis
€ Euro
AFC Asian Football Confederation
AG Aktiengesellschaft
Aids Acquired Immune Deficiency Syndrome
ARD Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland
BIP Bruttoinlandsprodukt
BP British Petroleum
bzw. beziehungsweise
CAF Confederation of African Football
CONCACAF Confederation of North and Central American and Caribbean Association Football
CONMEBOL CSF Confederación Sudamericana de Fútbol
D.C. District of Columbia
DFB Deutscher Fußball-Bund
Dr. Doktor
FIFA Fédération Internationale de Football Association
FNB First National Bank
HIV Humanes Immundefizienz-Virus
IOC International Olympic Committee
IT Informationstechnik
K.O. Knock-Out
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km² Quadratkilometer
LED Lumineszenz-Diode
Mrd. Milliarde(n)
MTN Mobile Technology Networks
OFC Oceania Football Confederation
Prof. Professor
RTL RTL Television
TV Television
UEFA EURO UEFA-Europameisterschaft
UEFA Union of European Football Associations
VISA VISA International Service Association
VW Volkswagen
WHO Weltgesundheitsorganisation
WM Weltmeisterschaft
ZDF Zweites Deutsches Fernsehen
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1. Einleitung
1.1 Problemstellung
Die FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft gehört mit den Olympischen Spielen zu den allergrößten Sportereignissen der Welt. Ihre Veranstaltung stellt eine gewaltige Aufgabe hinsichtlich auf Organisation und Infrastruktur für das gastgebende Land dar. Seit dem 15. Mai 2004 stand fest, dass die Endrunde der 19. Fußball-WM in Südafrika ausgetragen werden soll und damit erstmalig auf dem afrikanischen Erdteil. Vom 11. Juni bis zum 11. Juli 2010 fand das Turnier in Südafrika statt wird. 1 Aufgrund eines neuen von der FIFA festgelegten Rotationsprinzips wurden für die Fußball-WM 2010 nur Bewerbungen von afrikanischen Ländern akzeptiert. 2 Neben Südafrika verblieben nur noch die nordafrikanischen Staaten Ägypten und Marokko in der engeren Auswahl. Südafrika verfügte bereits über Erfahrungen, Wissen und Kompetenzen mit sportlichen Großevents, jedoch in keinster Weise mit der Größe und des Ausmaßes einer Fußball-Weltmeisterschaft. 3 So wurde von der Kaprepublik die Fußball-Afrikameisterschaft der Herren und Damen ausgerichtet, desweiteren 1995 die Rugby-Weltmeisterschaft oder auch der Confederations Cup im Jahre 2009. 4 Aber die Fußball-WM 2010 hat alle bis zu diesem Zeitpunkt ausgetragenen Sportereignisse um ein vielfaches übertroffen. Deutschland hat als WM-austragendes Land 2006 ein großartiges und beeindruckendes Erbe hinterlassen, an dem viele Fußballfans, sei es vor dem Fernseher oder vor Ort, das Turnier in Südafrika messen und vergleichen werden. Der ehemalige südafrikanische Staatspräsident Thabo Mbeki war überzeugt, dass die Fußball-WM einen großen Beitrag nicht nur zu Südafrikas Sozialwirtschaftswachstum, sondern erwartet er auch eine positive Entwicklung des gesamten Kontinents durch die WM. 5
1 Vgl: FIFA: „Der Ausrichter der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2010™ heisst Südafrika”, 15.05.2004,
http://de.fifa.com/worldcup/organisation/media/newsid=92541/index.html
2 Vgl: Stern: „Sechs afrikanische Bewerbungen für die WM 2010“, 06.01.2003,
http://www.stern.de/sport/Fußball/wm-2010-sechs-afrikanische-bewerbungen-fuer-die-wm-2010-
502358.html
3 Ebenda.
4 Vgl. FIFA: „FIFA Konföderationen-Pokal Südafrika 2009“, 27.09.2010,
http://de.fifa.com/confederationscup/index.html
5 Vgl. Focus: „Mbeki eröffnet Auftakt-Workshop zur WM 2010”, 24.10.2006,
http://www.focus.de/sport/Fußball/Fußball-wm-mbeki-eroeffnet-auftakt-workshop-zur-wm-
2010_aid_289985.html
1
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Er will, dass aus ganz Afrika eine Einheit entsteht und diese alles dafür tut, um ein tolles Turnier zu schaffen. Zusätzlich mahnte Mbeki jeden Einwohner des Landes zur Zusammenarbeit auf, um zu gewährleisten, dass das Land Südafrika die beste und großartigste Fußballweltmeisterschaft ausrichten werde, die es je gegeben hat. Die Fußball-WM sollte die grundlegenden und gravierenden Probleme des Landes lösen. 6 Ein Risiko ist die hohe Kriminalitätsrate, die das Land zu verzeichnen hat. Auch diese hat vor der WM nicht haltgemacht und dies hat viele Fans davon abgehalten nach Südafrika zu reisen. 7 Somit wurde damit auch der Ruf des Landes geschädigt. Laut des Korruptionsindex belegt das Land den 55. Rang, Deutschland hingegen den 14. Platz. 8 Eines ist jedoch sicher, dass diese Weltmeisterschaft eine ganz besondere war. Noch nie zuvor traf sich die Fußball-Elite auf dem schwarzen Kontinent um ein derartiges Turnier auszutragen.
1.2 Zielsetzung
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Generierung von Finanzwerten, also der Wertschöpfung bei diesem Fußball-Event. Es soll anhand relevanter Branchen gezeigt werden, wie die Fußballweltmeisterschaft genutzt wird, um Erlöse zu generieren. Hierzu wird das Sponsoring analysiert, des Weiteren wird die mediale Wertschöpfung herausgearbeitet und der Wettstreit der Sportartikelhersteller. Somit wird ein detaillierter Überblick geschaffen über die jeweiligen Werte und Summen, die durch so ein solches Turnier geschaffen und erzeugt werden.
Zu beachten ist selbstverständlich, dass diese Arbeit kurz nach der Fußball-WM 2010 verfasst wurde, wodurch nur der Zugriff auf Erfahrungen und Annahmen, jedoch kaum feststehende Fakten und Messwerte möglich war.
Hinzu kommt ein grundsätzlicher Mangel an zeitgemäßer und wissenschaftlich fundierter Literatur, sei es im Bereich aktueller Daten zur Fußball-WM oder über das Gastgeberland Südafrika selbst. Somit basiert diese Arbeit vorwiegend auf Quellen aus dem Internet.
6 Vgl. Focus: „Mbeki eröffnet Auftakt-Workshop zur WM 2010”, 24.10.2006,
http://www.focus.de/sport/Fußball/Fußball-wm-mbeki-eroeffnet-auftakt-workshop-zur-wm-
2010_aid_289985.html
7 Vgl. Focus: „Kriminalität ruiniert den Ruf“, 31.01.2007,
http://www.focus.de/reisen/reisefuehrer/suedliches-afrika/suedafrika_aid_123724.html
8 Vgl. Transparency: „Corruption Perceptions Index 2009”, 15.08.2010,
http://www.transparency.de/Tabellarisches-Ranking.1526.0.html
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1.3 Aufbau
Die Ausarbeitung dieses Themas ist in neun Kapitel gegliedert. Nach der Einleitung, die eine Einführung in das Thema vermitteln soll, wird danach der Begriff Wertschöpfung beschrieben. Daraufhin folgt die die Geschichte zur Vergabe der Weltmeisterschaft an Südafrika und die damit verbundene Kritik mit dieser Entscheidung. Im vierten Kapitel wird auf den Fußballdachverband FIFA eingegangen mit dessen Entstehungsgeschichte. Des Weiteren werden der FIFA-Kongress, die Verbände und die Weltmeisterschaft beschrieben.
Danach wird das austragende Land Südafrika analysiert um festzustellen, wie gut die Voraussetzungen für das Austragen dieser Weltmeisterschaft waren. Im folgenden Kapitel wird das Sponsoring der WM beschrieben. Inhalte dieses Kapitels sind die Unternehmensaufwendungen und die Funktionsweise des neu eingeführten Sponsoringprogramms.
Im siebten Kapitel wird ein Blick auf die Sportartikelindustrie geworfen und dann im Folgenden werden die TV-Medien in Deutschland betrachtet, welche den deutschen Fernsehzuschauern das Erleben dieser WM erst möglich gemacht haben. Das letzte Kapitel bildet ein Resümee dieser Arbeit.
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2. Wertschöpfung
In der konventionellen Kostenrechnung gibt es keine eindeutige Definition des Begriffes Wertschöpfung oder Bruttowertschöpfung. Um eine Begriffsdefinition von Wertschöpfung vorzunehmen, erscheint zunächst die Erklärung des Begriffs Wert angebracht, als Bestandteil der Wortes Wertschöpfung. Lexika definieren Wert volkswirtschaftlich als die Bedeutung, die der Mensch einem Gut im Hinblick auf die Bedürfnisbefriedigung beimisst. Demnach ist für den Wert eines Gutes zum einen der Nutzen ausschlaggebend, der einer bestimmten Person durch die Bedarfsdeckung gewährt wird (subjektiver Gebrauchswert), und zum anderen der Grad der Knappheit im Verhältnis zum Bedarf des Gutes. Die volkswirtschaftliche Werttheorie stützt sich demzufolge auf die Erklärung für den Wert des Gutes. 9 Aufbauend auf dem Begriff Wert soll nachfolgend eine Begriffsbestimmung für Wertschöpfung gefunden werden. Dieser erhielt im Zusammenhang mit der von Porter im Jahre 1985 vorgestellten Wertkette neue Aktualität, die als Analyseinstrument der strategischen Planung hohe Popularität erfuhr. Die Wertkette geht zurück auf das ursprünglich von der Unternehmensberatung McKinsey erfundene Geschäftssystem-Konzept. Der Kerngedanke dieses Ansatzes liegt darin, dass aus der Analyse der Ausführungen einer Reihe von Funktionen im Vergleich zu den Wettbewerbern Hinweise auf Wettbewerbsvorteile der Gesellschaft zu erkennen sind. 10 Allgemein wird unter Wertschöpfung die Werterhöhung des Produkts innerhalb eines periodischen Herstellungsprozess oder Transformationsprozess verstanden. Zur Ermittlung jeder Art von Wertschöpfung ist die Differenz aus Produktwert und Vorleistungen zu bilden. 11
Eine andere Formulierung wäre, wenn der Output den Input übersteigt. Das Produkt oder Event Fußballweltmeisterschaft wird von unterschiedlichen Unternehmen aus divergenten Branchen genutzt um Profite zu generieren. Die FIFA generiert Profite über einige Wege. Darunter der Verkauf von TV-Rechten, Ticketerlöse und Sponsoring. Ein Medienunternehmen wie RTL schafft Profite durch Platzierung
9 Vgl. Müller-Stewens, Günter: „Gabler Wirtschafts-Lexikon“, Gabler, Wiesbaden 1988, S. 2671
10 Vgl. Welge, Martin-K: „Strategisches Management. Grundlagen - Prozess - Implementierung“, Gabler,
Wiesbaden 2001, S. 235
11 Vgl. Meyer, Urs B., „Grafische Methoden der Prozessanalyse“, Hanser, 2005, S. 115
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von Werbespots bei der Übertragung eines Spiels und Mehrwertdienste wie Call On Media. 12
Die Aneinanderreihung aller wertschöpfenden Tätigkeiten, von der ursprünglichen Beschaffung bis zu den an den Endabnehmer ausgelieferten Waren bzw. Dienstleistungen, bezeichnet man als Wertschöpfungskette einer Branche. Die erbrachten Eigenleistungen einer Unternehmung entsprechen der gütermäßigen oder realen Wertschöpfung. 13 Wertschöpfungsdaten einzelner Branchen dienen des Weiteren auch dazu, das Produktivitätsniveau und die Produktivitätsdynamik eines Wirtschaftsbereiches zu bestimmen. Hier ist es von besonderer Bedeutung, dass die Bruttowertschöpfung und nicht die Produktionswerte verwendet werden. Produktivitätskennziffern, die die Produktion als Leistungsgröße heranziehen, rechnen ansonsten den Erwerbstätigen in einer Branche Produktionsbestandteile zu, die nicht von diesen, sondern von Erwerbstätigen in anderen Branchen erstellt wurden. Vor allem wenn es im Zeitablauf zu einer intensiveren intersektoralen Arbeitsteilung kommt, dann überzeichnet eine auf Produktionswerten basierende Messung die tatsächliche Produktivitätsdynamik. 14
Die folgende Abbildung zeigt die Wertschöpfungskette mit der Schwerpunkt Rechtevermarktung. Rechteanbieter ist bei der WM die FIFA, Sportvermarkter vermarkten dann die Rechte der FIFA. Verwerter hiervon sind dann Medienunternehmen und der Konsument ist der Zuschauer.
Ein Wertschöpfungssystem oder Wertsystem wird in Anlehnung an Porter als ein
unternehmensübergreifender Verbund von Wertschöpfungseinheiten definiert. 16
12 Vgl. Mittelstandswiki: „Mehrwertdienste - Auf die Basisleistung aufsatteln“, 26.08.2010,
http://www.mittelstandswiki.de/Mehrwertdienste
13 Vgl. Jung, Hans: „Controlling”, Oldenbourg, 2.Auflage, 2007, S. 262
14 Vgl. INSM-Wirtschaftslexikon: „Wertschöpfung“, 24.08.2010, http://www.insm-
lexikon.de/wertschoepfung.html
15 Vgl. Dillerup, Ralf: „Strategische Optionen“, 1998, S. 37
16 Vgl. Porter, Michael E.: „Wettbewerbsvorteile“, Campus Verlag, 6. Auflage, Frankfurt 2000, S. 88 f
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Christian Beyer, 2010, Geldmaschine Fußball, München, GRIN Verlag GmbH
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