INHALTSVERZEICHNIS
1. Einleitung 1
2. Kognitive Entwicklungspsychologie 2
3. Methoden - historisch 3
3.1. Methode der Isolation 3
3.2. Papier- und Bleistiftmethode 4
3.3. Systematische Tonbandaufnahme udn Versuchspersonenauswahl 5
3.4. Die Methode der Tonabndaufnahme 5
3.5. Moderne Verfahren in der Säuglingsforschung 5
3.5.1 High Amplitude Sucking - Nuckelexperimente 5
3.5.2. Headturn Preference Procedure - Blickpräferenzmethode 6
3.5.3. EEG-Untersuchungen - Elektroenzephalogramm 7
4. Aufmerksamkeitsprozesse in der frühen Kindheit 7
4.1. Versuchsparadigma nach Haith und Mitarbeiter 8
4.1.1. Versuchsaufbau udn -verlauf 8
4.1.2. Hypothesen 8
5. Visuelle Präferenz udn Habituation 9
6. Aufmerksamkeitsprozesse bei 6 Monate alten Babys nach Gilmore Johnson 9
6.1. Versuchsaufbau 10
7. Zusammenfassung 11
BIBLIOGRAPHIE 12
Erkl ärung 13
III
1. Einleitung
Mein Referat und die dazugehörige Ausarbeitung behandeln das Thema „Fragestellungen und Untersuchungsmethoden der Säuglingsforschung.“
In den letzten Jahren interessieren sich im deutschsprachigen Raum immer mehr Psychologen für die kognitive Entwicklung und für die Wahrnehmungsentwicklung im ersten Lebensjahr. Damit greifen sie Themen auf, mit denen sich vor allem amerikanische und englische Wissenschaftler schon seit Jahrzehnten beschäftigen.
Die Auffassung vom "dummen ersten Vierteljahr" des Säuglings war lange Zeit eine weit verbreitete Meinung. Man ging allgemein davon aus, dass der Säugling von Reflexen beherrscht wird, und dass seine Wahrnehmungswelt "konfus" und chaotisch ist. Damit verbunden war der Glaube, dass sich Babys Fähigkeiten wie das Sehen und Erkennen von Gegenständen erst in einem langen, mühevollen Prozess aneignen müssen. Ein Vorurteil, dem man auch heute noch begegnet, ist die Ansicht, dass sie in den ersten Lebenswochen unfähig sind, die Gesichter ihrer Eltern wiederzuerkennen. Mittlerweile jedoch weiß man, dass man die mit dem Sehen zusammenhängenden Fähigkeiten des Säuglings bei weitem unterschätzt hat. Beigetragen hat zu dieser Revolution in der Säuglingsforschung die Einführung neuer Untersuchungsverfahren, die kompliziert sind aber dafür zu quantitativen Analysen dienen können. Diese Verfahren machen sich die Tatsache zunutze, dass sich Kinder schon von Geburt an für ihre Umwelt interessieren und ihre Aufmerksamkeit aktiv auf Gegenstände und Personen lenken können.
Neuere Forschungsergebnisse belegen, dass Neugeborene, die erst wenige Stunden alt sind, das Gesicht ihrer Mutter erkennen können und es lieber anschauen als das Gesicht einer fremden Person. Neugeborene können ebenfalls Farben unterscheiden und verfügen über Gedächtnis, wenn auch die Zeitdauer, über die hinweg sie Informationen behalten können, noch sehr begrenzt ist. Diese Experimente werden in der Hausarbeit beschrieben. Ein überraschendes Beispiel für eine Fertigkeit, die man bei Säuglingen noch nicht vermutet hat, ist die Fähigkeit, rechnen zu können. Amerikanische Wissenschaftler konnten zeigen, dass bereits fünf Monate alte Kinder einfache Additions- und Subtraktionsaufgaben lösen können. Diese Richtung der Forschung gibt uns die Möglichkeit, die Welt des kleinen Säuglings kennen zu lernen und zum Beispiel neue Förderungsmethoden anzubahnen. Ziel ist also die Gewinnung von Erkenntnissen, die nicht nur grundlegende theoretische Probleme lösen, sondern darüber hinaus Anhaltspunkte für Maßnahmen der Diagnose und Behandlung von Wahrnehmungsstörungen geben sollen.
Die Ausarbeitung behandelt im ersten Schritt die zwei zentralen Aspekte der Entwicklungspsychologie und mögliche Ansätze der Ursachen. Im weiteren Schritt gebe ich einen historischen Überblick über Methoden in der Vergangenheit bei Säuglingen und Kleinstkindern angewandt wurden, bevor ich auf die moderneren Verfahren, z.B. das Habituationsparadigma und die Präferenzmethode zu sprechen komme.
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Arbeit zitieren:
Kamila Urbaniak, 2003, Entwicklung im Säuglingsalter - Fragestellungen und Untersuchungsmethoden, München, GRIN Verlag GmbH
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