Inhaltsverzeichnis
1. Konditionelle Fähigkeiten. 3
1.1. Definitionen 3
1.1.1. Kraft 3
1.1.2. Schnelligkeit 3
1.1.3. Ausdauer 4
1.1.4. Beweglichkeit. 4
2. Anforderungsprofil der konditionellen Fähigkeiten im Fußballsport. 5
2.1. Allgemeines. 5
2.2. Die Schnelligkeit. 5
2.3. Die Ausdauer 6
2.4. Die Kraft 6
2.5. Die Beweglichkeit 7
2.6. Die Koordination. 7
3. Das Training im Verlauf der Entwicklung des Spielers vom
jungen Anfänger zum aktiven Erwachsenen 8
3.1. Allgemeines. 8
3.2. Das Sechsstufenmodel 9
3.2.1. Stufe I, die vielseitige Grundausbildung. 9
3.2.2. Stufe II, das Grundlagentraining 12
3.2.3. Stufe III, das Aufbautraining 1 14
3.2.4. Stufe IV, das Aufbautraining 2 16
3.2.5. Stufe V, das Anschlusstraining 18
3.2.6. Stufe VI, das Hochleistungstraining 19
3.3. Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte des Konditionstrainings
im Fußballsport 20
3.4. Trainingsformen für spezielle Konditionsformen 22
3.4.1. Training der Schnelligkeitsausdauer in Verbindung mit
technisch - taktischen Aufgaben 22
3.4.2. Kraftausdauertraining mit technischen Aufgaben und in.
Verbindung mit Spielformen 27
3.4.3. Schnellkrafttraining in Verbindung mit technischen Aufgaben 31
3.4.4. Die IK- Methode. 34
Literaturverzeichnis 35
2
1. Konditionelle Fähigkeiten
Als konditionelle Fähigkeiten werden im sportwissenschaftlichen Sinne die physischen Fähigkeiten Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Beweglichkeit verstanden. Verschiedene Sportarten kennzeichnen sich durch ein unterschiedliches Anforderungsprofil der genannten Fähigkeiten.
1.1. Definitionen
1.1.1. Kraft
Kraft im Sport ist die Fähigkeit des Nerv-Muskelsystems, durch Innervations- und Stoffwechselprozesse mit Muskelkontraktionen Widerstände zu überwinden (konzentrische Arbeit), ihnen
entgegenzuwirken (exzentrische Arbeit) bzw. sie zu halten (statische Arbeit). 1
1.1.2. Schnelligkeit
Schnelligkeit im Sport ist eine sowohl koordinative als auch konditionell determinierte Leistungsvoraussetzung, die es aufgrund sensorisch-kognitiver und psychischer Prozesse und der Funktionalität des Nerv-Muskel-Systems ermöglicht, in kürzester Zeit auf Reize zu reagieren, bzw. Informationen zu verarbeiten sowie elementare Bewegungen und komplexe motorische Handlungen unter sportspezifischen oder erleichterten Bedingungen mit maximaler bzw. .supramaximaler Bewegungsintensität auszuführen, wobei durch eine sehr kurze Belastungsdauer eine Leistungslimitierung durch Ermüdung ausgeschlossen wird. 2
1 Grosser/Starischka/Zimmermenn, 2008, S.40
2 Röthig/Prohl u. a. (Hrsg.), 2003, S.462
3
1.1.3. Ausdauer
Ausdauer - als komplexe motorisch konditionelle Fähigkeit - wird [...] definiert als Fähigkeit, einer sportlichen Belastung physisch möglichst lange widerstehen zu können (d.h. eine bestimmte Leistung über einen möglichst langen Zeitraum aufrechterhalten zu können) und/oder sich nach sportlichen (psychophysischen) Belastungen möglichst Rasch zu erholen. 3
1.1.4. Beweglichkeit
Beweglichkeit ist eine motorische Fähigkeit. Sie ist gekennzeichnet durch die Amplitude, die durch innere oder mit Hilfe äußerer Kräfte in der Endstellung des Gelenks erreicht werden kann. 4
Anders formuliert [...] beschreibt die Beweglichkeit den möglichen Bewegungsspielraum von Gelenken oder Gelenksystemen. [...] Sie wird [...] von der Dehnfähigkeit von Muskeln, Bändern, Sehnen und Gelenkkapseln bestimmt und zum anderen durch die Gelenkigkeit als strukturelle Eigenschaft knöcherner Verbindungen begrenzt. 5
3 Grosser/Starischka/Zimmermann, 2008, S.110
4 Grosser/Starischka/Zimmermann, 2008, S.152
5 Röthig/Prohl u. a. (Hrsg.), 2003, S.79f
4
2. Anforderungsprofil der konditionellen
Fähigkeiten im Fußballsport
2.1. Allgemeines
Vielfältige Belastung im Fußballsport, in Form von Training und Wettkampf, fördert vor allem die Ausbildung der Fähigkeitsbereiche der Langzeitausdauer, der Schnellkraft, der Aktionsschnelligkeit, des Reaktionsvermögens und der Gewandtheit.
Training im Allgemeinen ist Zielgruppenorientiert zu planen, so muss vor allem auf das Alter- bzw. die Entwicklungsstufe bei Kindern und Jugendlichen Rücksicht genommen werden.
So genannte sensitive Phasen sind Entwicklungsabschnitte, die sich zum Training unterschiedlicher konditioneller Fähigkeiten besonders gut eignen. Fähigkeiten, die in diesen Phasen nicht optimal entwickelt werden, können später nur noch bedingt optimiert werden. 6
2.2. Die Schnelligkeit
Die Anforderungen im konditionellen Bereich der Schnelligkeit umfassen vor allem die explosiv-schnellen (Sprints u. Sprünge) so wie die schnellkräftigen (Schüsse u. Zweikampfsituationen) Aktionen.
Die Schnelligkeit stellt im modernen Fußball den leistungslimitierenden Faktor dar. Viele Spitzenspieler verfügen über eine überdurchschnittliche motorische Schnelligkeit sowie Handlungsschnelligkeit. Studien ergaben, dass bis zu 11% der Spielzeit maximale
Schnelligkeitsleistungen und Sprintleistungen erfolgen. 96% dieser Schnelligkeitsleistungen sind Läufe über eine Distanz bis 30m, davon wiederum 49% im Bereich von 10m und kürzer. Weiterhin erfolgen pro Spiel etwa 50 schnelle Richtungswechsel. 7
6 vgl. dazu Bauer, 1993, S.70
7 vgl. dazu 1. Fußball-Symposium, 2007, S.2
5
Für schnelle Aktionen mit Ball ist von entscheidender Wichtigkeit, dass der Spieler über eine gute Technik verfügt, diese Wechselbeziehung sollte während des Trainings nicht außer Acht gelassen werden. 8
2.3. Die Ausdauer
Im Verlauf der Entwicklung zum modernen und schnellen Fußball, hat sich die Zahl der Läufe mit mehr als 15 km/h von 10-12% auf 24-28% gesteigert. 9 Die wichtigsten Aspekte der Ausdauer im Fußballsport stellen durch den ständigen Wechsel von be- und entlastenden Phasen die Erholungskapazität und das Erholungsvermögen dar (aerobe Ausdauer).
Für die hochintensiven Belastungen wie sie beim Power-Play auftreten, für die kurzen aber sehr intensiven Sprintleistungen, benötigt der Spieler eine gut ausgeprägte anaerobe Ausdauer. 10
Das Training der Ausdauerleistungsfähigkeit muss dem Prinzip des optimalen, nicht maximalen Trainings folgen. 11
2.4. Die Kraft
Schnelle und explosive Bewegungen erfordern maximal schnellkräftige Aktionen. Speziell die Kraft der Sprungmuskulatur ist für schnelle Antritte und die Sprintschnelligkeit von Nöten.
Scharfe Schüsse, weite Pässe und Flanken erfordern eine schnellkräftige Schussmuskulatur, weite Einwürfe werden nur durch eine ausgeprägte Wurfkraft möglich.
Wuchtige Kopfstöße, schnelle Finten und der Zweikampf bedingen eine gut ausgeprägte Rumpfmuskulatur. 12
Somit ist eine Verbesserung in den Bereichen Muskelquerschnitt (Hypertrophie), intramuskuläre Koordinationsfähigkeit und neuronale Reiz-Leitungs-Programme nötig.
8 vgl. dazu Bauer, 1993, S.68
9 Studie von Tschan 2001, entnommen 1. Fußball-Symposium, 2007, S.3
10 vgl. dazu Bauer, 1993, S.65f
11 vgl. dazu 1. Fußball-Symposium, 2007, S.3
12 vgl. dazu Bauer, 1993, S.64
6
Letztendlich ist, um einer muskulären Dysbalance (muskuläres Ungleichgewicht zwischen Muskelgruppen, die miteinander in einem funktionellen Zusammenhang stehen) entgegenzuwirken das Krafttraining unbedingt erforderlich. 13
2.5. Die Beweglichkeit
Eine optimierte Beweglichkeit führt zu einer verbesserten Ökonomie und somit zu einem verringerten Energiebedarf des Sportlers. Allerdings leidet ein Großteil der Spieler an einer zu schwachen und zur Verkürzung neigenden Muskulatur. Diese Leiden bewirken einen deutlichen Bewegungsverlust, der durch Dehnen und Kräftigen einer Optimierung bedarf und damit eine Verletzungsprophylaxe darstellt. Besonders betroffene Muskelgruppen beim Fußballer sind die Oberschenkel Vorder- und Rückseite, Hüftbeuger- und Strecker, sowie die Rücken- und Bauchmuskulatur. 14
Speziell die Beweglichkeit des Rumpf- und Hüftbereiches sollte für die Ausführung der schwierigen technischen Handlungen mit und ohne Ball ausgebildet und optimiert werden. 15
2.6. Die Koordination
Der Bereich der Koordination entspringt nicht dem Konditionsbegriff, stellt aber dennoch einen wesentlichen Bereich für den qualitativ höherwertigen Fußballer dar.
Koordination wird definiert als das Zusammenwirken von Zentralnervensystem und Skelettmuskulatur innerhalb eines gezielten Bewegungsablaufes. 16 Es wird dabei unterschieden in intramuskuläre- (Zusammenwirken von Nerv und Muskel in einem Muskel) und intermuskuläre (Zusammenwirken von verschiedenen Muskeln) Koordination. 17
13 vgl. dazu 1. Fußball-Symposium, 2007, S.6
14 vgl. dazu 1. Fußball-Symposium, 2007, S.3
15 vgl. dazu Bauer, 1993, S.68
16 Definition nach Hollmann/Hettinger, aus Röthig/Prohl u. a. (Hrsg.), 2003, S.307
17 Röthig/Prohl u. a. (Hrsg.), 2003, S.307
7
Arbeit zitieren:
Oliver Wild, 2009, Beschreibung der koditionellen Anforderungen im Fußballsport und deren Training im Verlauf der Entwicklung, München, GRIN Verlag GmbH
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