Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Analyse und Gegenüberstellung der Zeitungsartikel 1
2.1. Die aktuelle Entwicklung des deutschen Schulsystems: Gründe und Folgen 1
2.2. Einordnung der Ergebnisse in einen wissenschaftlichen Kontext 4
2.3. Inhaltlicher und formaler Vergleich der Artikel 6
3. Fazit: zusammenfassende Auswertung 7
4. Literaturverzeichnis 8
1
1. Einleitung
Schule für a lle - und zwar für a lle Kinder zus ammen - heißt das akt uelle Ziel de r Bildungspolitik. B ereits seit e inigen J ahren ge ht de r T rend in Richtung Inklusion statt Exklusion. Sonder- und Förderschulen sollen abgeschafft und ein gemeinsames Lernen nach dem S kandinavischen M odell für a lle Kinder e rmöglicht w erden. Während zurzeit n och überwiegend am dr eigliedrigen S chulsystem festgehalten w ird, bi ldet s ich an ei nzelnen Schulen verstärkt e in G egenmodell heraus: d ie s ogenannte I ntegrationsklasse. G eistig- und körperlich b ehinderte Kinder s owie K inder m it Verhaltensauffälligkeiten sollen i n de n normalen K lassenverband integriert und ni cht m ehr an S onder- oder F örderschulen ‚abgeschoben‘ werden.
2. Analyse und Gegenüberstellung der Zeitungsartikel
2.1. Die aktuelle Entwicklung des deutschen Schulsystems: Gründe und Folgen
In dem A rtikel „ Streit um Schule für alle“ stellt Peter Hanack die verschiedenen Positionen der Parteien zum (Streit-)Thema Inklusion dar. Im Vorfeld stellt er klar, dass die Behinderten-Konvention de r V ereinten Nationen I nklusion vorschreibe u nd sich da raus e in gesetzlicher Auftrag zur I nklusion a ller K inder er gebe. Laut Günther S chork (CDU) s ei da s M odell d er Inklusion zwar anzustreben, jedoch kein ‚Allheilmittel‘. Hugo Klein (CDU) plädiere deshalb auch dafür, da s bestehende S ystem beizubehalten, ab er da s I nklusionsmodell pa rallel zu ermöglichen. Mathias Wagner (Grüne) dagegen spreche sich dafür aus, dass der gemeinsame Unterricht z ur R egel w erden müsse u nd lehne de shalb a uch d ie Aufrechterhaltung de s dreigliedrigen Schulsystems ab. Dorothea Henzler (FDP) stelle die Aufnahmebereitschaft als wichtiges K riterium de r I nklusion in d en V ordergrund, a rgumentiere a llerdings für d ie Beibehaltung von Förderschulen a ls sogenannte ‚Rückzugsräume‘. He ike Ha bermann (SPD) vertrete d ie M einung, da ss d as Land o hne Einschränkungen für e inen ge meinsamen Unterricht an der Regelschule sorgen müsse. 1
Madeleine Reckmann illustriert in ih rem A rtikel „ Jedes Kind gehört dazu“ e in pr aktisches Beispiel: E in e ntwicklungsverzögertes M ädchen wird zunächst an e iner P raktisch B ildbaren Schule (d.h. e ine Schule f ür geistig B ehinderte) eingeschult, w echselt da nn a ber w egen Unzufriedenheit an eine Sprachheilschule (d.h. eine Angebots- und Durchgangsschule, die auf
1 vgl. Hanack, Peter: Streit um Schule für alle. Landtagsfraktionen diskutieren über den Unterricht für Kinder mit
Behinderungen, in: Frankfurter Rundschau (2010), Nr. 264, S. R13.
2
den Übergang auf eine Regelschule vorbereitet), wo sie große Fortschritte mache. Reckmann stellt in ihrem Artikel die a llmähliche Wandlung z um I nklusionsmodell da r, d ie vor a llem auch durch Elterninitiativen an Bedeutung gewinne und angetrieben werde. Dennoch erwähnt sie auch Kritikpunkte, wie beispielsweise die hohen Kosten, die gerade durch Umbauarbeiten für behindertengerechtes Lernen, entstehen würden. 2
Im A rtikel „ Darmstadt will gymnasiale Züge ausbauen“ w erden zentrale E ckpunkte de s Schulentwicklungsplans für d ie S tadt D armstadt ge nannt un d konkrete B eispiele zur Umsetzung an d en D armstädter S chulen aufgezeigt. Z iele de r S tadt s eien e ine w eitere integrierte G esamtschule, s tärkere J ahrgänge a n den G ymnasien u nd perspektivisch mehr gemeinsamer Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern. Darüber hinaus solle auch das Modell des flexiblen Schulanfangs ausgedehnt werden, die das Sitzenbleiben in den ersten drei Jahren ausschließt. 3
An de n ge nannten Artikeln lässt s ich d ie a llgemeine E ntwicklung bzw. de r Umgestaltungsprozess des deutschen Schulsystems erkennen. Die Tendenz geht, auch in der Politik, immer mehr in R ichtung Inklusion. D och e s g ibt a uch ko nkrete G egenmodelle, w ie der Artikel „Die Not ist riesengroß“ vo n Martin Spiewack zeigt. Als ko nkretes Beispiel wird von e inem J ungen e rzählt, de r da s s ogenannte Z entrum für S chulische u nd Psychosoziale Rehabilitation ( ZSPR) in B erliner S tadtteil Westend besucht, w eil de r h ochbegabte un d verhaltensauffällige Schüler a n de r R egelschule f ür ‚ unbeschulbar‘ erklärt w urde. L aut Spiewack ist d ie Z SPR e ine S pezialschule, d .h. e ine M ischung aus T agesklinik und Förderschule, die von dem Chefarzt Michael von Aster - gegen den Trend, Sonderschulen in ihrer jetzigen Form abzuschaffen - entwickelt wurde. An der ZSPR gebe es für jeden Schüler ein individuelles Lernprogramm, E inzelbetreuung un d G ruppenunterricht. Z udem ge be e s eine e nge Zusammenarbeit mit Kinderärzten u nd Psychologen. Spiewack stellt k lar, da ss derzeit j edes K ind einen Rechtsanspruch a uf gemeinsames L ernen h abe und es i n Z ukunft keine ‚ Abschiebepädagogik‘ mehr ge ben s olle. A llerdings s eien verhaltensauffällige Kinder eine immense Belastung für die Lehrer und im Allgemeinen auch schwerer in den normalen Klassenverband zu integrieren als be ispielsweise ge istig- oder kö rperlich behinderte Kinder. Das Defizit des normalen Schulalltags sei vor allem die mangelnde Personalausstattung. Laut
2 vgl. Reckmann, Madeleine: Jedes Kind gehört dazu. Behinderte und Gesunde lernen in der gleichen Schule, in:
Frankfurter Rundschau (2010), Nr. 258, S. R1.
3 vgl. h.r.: Darmstadt will gymnasiale Züge ausbauen. Der neue Schulentwicklungsplan für die Stadt sieht aber
auch Stärkung der Gesamtschulen vor sowie erste S chritte z ur Inklusion, i n: F rankfurter A llgemeine Z eitung
(2010), Nr. 265, S. 60.
Arbeit zitieren:
Linda Lau, 2010, Zeitungsrecherche zum Thema "Inklusion statt Exklusion", München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Pädagogik - Pädagogische Soziologie: neuer Titel erschienen: Zeitungsrecherche zum Thema "Inklusion statt Exklusion"
Inklusion / Exklusion: Rhetorik, Körper, Macht
Themenheft Soziale Systeme (2/...
Sina Farzin, Sven Opitz, Urs Stäheli
Inklusion und Exklusion im Kontext prekärer Ausbildungs- und Arbeitsma...
Biographische Portraits
Kirsten Puhr
Inklusion und Exklusion: Analysen zur Sozialstruktur und sozialen Ungl...
Rudolf Stichweh, Paul Windolf
Heilpädagogik als Kulturtechni...
Peter Rödler, Heinrich Greving, Christian Mürner, Marcus Dederich
Metamagical Themas: Questing for the Essence of Mind and Pattern
Douglas R. Hofstadter, Hofstadter
0 Kommentare