III
INHALTSVERZEICHNIS
Inhaltsverzeichnis III
Abk ürzungsverzeichnis IV
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis V
1. Einleitung 1
2. Theoretische Modelle und Definitionen zu Migration und Verstädterung 2
2.1. Migrationstheorien 2
2.1.1. Klassische Migrationstheorien 3
2.1.2. Neuere Ansätze in der Migrationsforschung 4
2.2. Verstädterungsdynamik 4
2.2.1. Definition Verstädterung/Urbanisierung 5
2.2.2. Zusammenhang zwischen Migration und Verstädterung 6
3. Städtisches Wachstum und Auswirkungen am Beispiel Nairobi 7
3.1. Stadtentwicklung Nairobis 7
3.1.1. Historische Einwohner- und Stadtentwicklung 8
3.1.2. Beweggründe der Migration 10
3.1.3. Aktuelle Zahlen 11
3.2. Auswirkung der Verstädterung 12
3.2.1. Sozioökonomische Auswirkungen 13
3.2.2. Ökonomische Auswirkungen. 14
3.2.3. Strukturelle Auswirkungen 15
4. Lösungsansätze für eine nachhaltige Stadtentwicklung und Verminderung städtischen
Wachstums 17
4.1. Verminderung städtischen Wachstums/Eingrenzung 17
4.1.1. Reduzierung des Bevölkerungswachstums 18
4.1.2. Förderung des ländlichen Sektors 19
4.1.3. Mikrofinanzierung: Projekt Kaputei 20
4.2. Nachhaltige Stadtentwicklung 21
4.2.1. Sanierungskonzepte durch ortsansässige Hilfsorganisationen 21
4.2.2. Good Governance 22
4.2.3. Reduktion der Umweltverschmutzung durch verbesserte Abfallwirtschaft 24
5. Fazit 25
Literatur /Quellenverzeichnis VI
IV
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
BTI Bertelsmann Transformation Index CBD Central Business District IPPC Intergovernmental Panel on Climate Change KAPAP Kenya Agricultural Productivity and Agribusiness Project KENSUP Kenya Slum Upgrading Programme KES Kenianischer Schilling NCC Nairobi City Council NGO Non-Governmental Organization UNCHS United Nations Centre for Human Settlement UNEP United Nations Environment Programme UN-HABITAT United Nations Human Settlements Programme WHO World Health Organisation
V
ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS
Abbildung 1: urbane und ländliche Bevölkerung nach Entwicklungsgruppe, 1950 -
2050 ............................................................................................................................. 5 Abbildung 2: Einwohnerzahlen Nairobis nach Rassen zwischen 1906 und 1999 ....... 9 Abbildung 3: Informelle Siedlungen in Nairobi ...................................................... 12 Abbildung 4: Städtische Probleme in den Entwicklungsländern............................... 13 Abbildung 5: Rautenförmige Darstellung der Wohnverhältnisse nach einer
Haushaltserhebung in Nairobis Slums im Jahre 2004 .............................................. 16 Abbildung 6: Gesamte Regierungsleistung in Kenia 2002 - 2006 nach Indikatoren
der Weltbank ............................................................................................................. 23 Abbildung 7: Entwicklungen des Abfallaufkommen in Tonnen .............................. 24
1
1. EINLEITUNG
Von allen Kontinenten der Erde ist keiner so ländlich geprägt wie Afrika. Mit einer Fläche von etwa 30 Millionen km² 1 und 965 Millionen Einwohnern lebten 2007 mehr als 400 Millionen Einwohner in ländlichen Gebieten. Durch die zunehmende Landflucht wächst die Anzahl der Stadtbevölkerung schneller als in anderen Erdteilen. Einer in Afrika durchschnittlichen Verstädterungsrate von 4,3 Prozent im Jahr 2000 stehen 1,2 Prozent in Europa gegenüber. Derzeitig leben 72 Prozent der afrikanischen Stadtbevölkerung - das entspricht 300 Millionen Menschen - in stetig wachsenden informellen Siedlungen. Mangel an Wohnraum und Perspektiven der Neuankömmlinge lässt die Armutsrate in urbanen Zentren von 33 auf 37 Prozent in 1995 steigen. Die Folgeerscheinungen der Urbanisierung stellen die Konflikte der Zukunft dar. 2 Die nationalen und lokalen Behörden sind den Problemen der schnell wachsenden Städte in den afrikanischen Ländern nicht gewachsen und verfügen weder über die finanziellen Mittel noch über das Wissen um diesen Problemen entgegenzuwirken. 3
Ziel dieser Arbeit ist, die Problematik der Städte in den Entwicklungsländern am Beispiel Nairobi zu erfassen und Lösungswege zur Besserung der Lage auszuarbeiten. Dabei werden nicht das natürliche Bevölkerungswachstum sondern die Bevölke-rungsabwanderungen aus den ländlichen Gebieten als Ursache für die Verstädterung analysiert. Verstädterung als Folge von Migration. Ist es möglich das städtische Wachstum einzugrenzen und kann eine nachhaltige Stadtentwicklung zu einer besseren Zukunft der Städte beitragen?
Einleitend wird in Kapitel 2 eine theoretische Grundlage zur Thematik vermittelt. Es wird ein Überblick über die klassischen Modelle und neueren Ansätze in der Migra-tionsforschung gegeben und eine Verbindung zwischen Verstädterung und Migration sowie wirtschaftlicher Entwicklung und dem Arbeitsmarkt hergestellt.
1 Vgl. Halfani; Stren, 2001, S. 466
2 Vgl. Servant, 2009, S. 138 f.
3 Vgl. Keiner; Schmid, 2003, S. 50
2
Im Kapitel 3 werden anhand der städtischen Entwicklung Nairobis von der Kolonialzeit bis zur Gegenwart die Beweggründe der Migration dargestellt. Daraus wird auch ersichtlich, dass sich durch die Dynamik der Verstädterung verschiedenartige Schwierigkeiten und Auswirkungen auf ökonomischer, sozio-ökonomischer und struktureller Ebene ergeben haben.
Mögliche Lösungsansätze für eine Verminderung des Wachstums und eine nachhaltige Stadtentwicklung werden in Kapitel 4 aufgeführt. Dabei wird besonders auf bereits aktuelle Projekte in Nairobi, die eine Fehlentwicklung in verschiedenen Bereichen erkannt haben, eingegangen.
Anschließend werden die Arbeit und primär die ausgewählten Lösungsansätze resümiert und kurz auf die Zukunftsaussichten in der Entwicklung eingegangen.
2. THEORETISCHE MODELLE UND DEFINITIONEN ZU MIGRA-
TIONUND VERSTÄDTERUNG
Wie kommt Migration zustande und was sind die Folgen der Migration? Um einen theoretischen Bezug auf die Wanderungsbewegungen in den Entwicklungsländern herzustellen, werden in dieser Arbeit die wichtigsten Modelle aufgeführt und kurz erläutert. Die Verstädterung als Folge von Migration besitzt zwar keine eigene Theorie, lässt sich allerdings gut in Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung durch bestehende Migrationsmodelle herleiten.
2.1. Migrationstheorien
Die modernen Migrationsbewegungen grenzen sich stark von den Völkerwanderungen in der Vergangenheit ab. Weltweit legten Völker und Menschen teils große Entfernungen zurück um sich an einem bestimmten Ort niederzulassen. Auf den besetzten Flächen entstanden neue Siedlungen, die durch die Wanderer aufgebaut, strukturiert und fertig gestellt wurden. Durch Globalisierung und Planwirtschaft hat sich mit der Zeit eine moderne Form der Migration - die Arbeitsmigration - entwickelt. Gast- bzw. Wanderarbeiter müssen sich in eine bereits bestehende Gesellschaft integrieren
Arbeit zitieren:
Antonia Binder, 2010, Verstädterung als Folge von Migration, München, GRIN Verlag GmbH
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