INHALTSVERZEICHNIS
Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
1. Einleitung 1
2. Die Volksrepublik China 2
2.1 Kurzer Überblick über die Geschichte Chinas 2
2.2 Das politische System Chinas 3
2.3 Die Chinesische Denkweise 4
2.4 Das Mediensystem Chinas 5
2.4.1 Printmedien 5
2.4.2 Hörfunk 6
2.4.3 Fernsehen 6
2.4.4 Online - Medien - Internet 6
2.5 Pressefreiheit und Zensur in China 7
3. Die Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking 8
3.1 Die Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2008 an Peking 8
3.2 Internationale Kritik an chinesischer Einschränkung der Medienfreiheit vor
Beginn der Olympischen Spiele 9
3.3 Die 29. Olympischen Spiele 2008 in Peking 10
3.4 Stand der Medienfreiheit nach den Olympischen Spielen 11
4. Zusammenfassung und Fazit. 13
5. Literaturverzeichnis. 14
I
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abb. Titelseite:
http ://www.pi-news.net/wp/uploads/2009/02/stern.jpg
http ://tabakblog.de/wp-content/uploads/2008/04/olympischespiele2008peking.jpg
http ://tibetnews.ultima-ola.com/wp-content/uploads/2008/05/wan.gif
Abb. 1: Das Symbol der KPCh 3
http ://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6e/Flagge der KP Chinas.png
Abb. 2: Hu Jintao 3
http ://english.people.com.cn/mediafile/200710/23/P200710231008511295218777.jpg
Abb. 3: Das Logo der 29. Olympiade 8
http ://tabakblog.de/wp-content/uploads/2008/04/olympischespiele2008peking.jpg
Abb. 4: Das Protestzeichen der ROG - China verwehrt Journalisten die Pressefreiheit. 10
http ://webjunk.info/wp-content/uploads/2008/07/beijing-2008-parody.jpg
Abb. 5: Amnesty International kritisiert China wegen gebrochener Olympia- Versprechen. 10
http ://www.rog.at/veranstaltungen/inchina.png
Abb. 6: Grandiose Eröffnungsfeier der 29. Olympiade am 8.8.2008 in Peking 11
http ://static.rp-online.de/layout/fotos/457x325/36019-
APTOPIX CHINA OLYMPICS XBM113.jpg
Abb. 7: Auch internationale Medienvertreter wurden von der chinesischen Zensurmaschinerie
eingeholt. 12
http ://www.paolo-calleri.de/paolo-calleri/karikaturen2008/fackellauf.jpg
II
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
AI Amnesty International BOCOG Organisationskomitee der Olympischen Spiele in Peking 2008 (Beijing Organizing Committee for the Olympic Games) CCTV Staatsfernsehen Chinas (Chinese Central Television) CPJ Committee to Protect Journalists FCCC Foreign Correspondents Club of China Fn. Fussnote GAPP Staatliches Presse- und Publikationsamt HRW Human Rights Watch IOC Internationales Olympisches Komitee KPCh Kommunistische Partei Chinas KP Kommunistische Partei Mio. Million Mrd. Milliarde o.J. Ohne Jahr ROG Reporter ohne Grenzen SARFT Staatliche Hauptverwaltung für Hörfunk, Film und Fernsehen (State Administration of Radio, Film and Television) U.a. Unter anderem V.a. Vor allem Vgl. Vergleiche Volksrepublik 1 VR z.T. Zum Teil
1 Anmerkung: China und VR China werden in dieser Arbeit als gleichbedeutend gebraucht.
III
1. EINLEITUNG
China ist in aller Munde. Nicht nur Chinas Entwicklung zur Supermacht durch den Wirtschaftsboom steht im Zentrum des öffentlichen Interesses, auch als weltpolitischer Akteur oder dem Westen oft geheimnisvolle Kultur präsentiert sich China der Welt. Vom 8. bis zum 24. August 2008 fanden in Chinas Hauptstadt Peking die Olympischen Sommerspiele 2008 statt. Als Ausrichtungsland der 29. Olympiade stand China seit der Vergabe der Durchführungsrechte 2001 an Peking im internationalen Scheinwerferlicht. Die Aufmerksamkeit von Medien, Politikern und Millionen Sportbegeisterten auf der ganzen Welt war auf China gerichtet. Über 20‘000 internationale Journalisten be- suchtenund berichteten über die Spiele im Sommer 2008 (vgl. Abels 2009: 868). Ver-antwortlich für die uneingeschränkte Berichterstattung während der Dauer der Spiele ist das Austragungsland. China hat sich dieser Verantwortung trotz internationaler Proteste entzogen (vgl. Human Rights Watch 2007).
Um die Handlungsweise und Motivationsgründe des chinesischen Volkes besser zu verstehen und einschätzen zu können, wird in Kapitel 2 mit der Entwicklung des 20. und 21. Jahrhunderts ein kleiner historischer Abschnitt der über die 5000- jährigen, traditionsreichen Geschichte der Volksrepublik Chinas beleuchtet. Es wird auch näher auf das politische System eingegangen, dessen Akzeptanz durch die chinesischen Bürger oft das Verständnis westlicher Demokratien übersteigt. Mit dem Abschnitt über die chinesische Denkweise wird versucht, dem Leser die kulturell geprägte Mentalität der Chinesen näherzubringen.
Kapitel 3 behandelt die zentrale Fragestellung sowie Beantwortung der Arbeit: „Haben sich die Bedingungen für in- und ausländische Journalisten in Bezug auf freie Berichterstattung und Zensur verbessert, seit die chinesische Regierung für die Olympischen Spiele 2008 vollständige Pressefreiheit garantiert hatte?“ Ein Überblick über die vielfältige Medienlandschaft Chinas und die staatlichen Massnahmen zur Einschränkung der Pressefreiheit zeigt, dass die Forderung nach Respektierung der Olympischen Kernprinzipien durch China bereits auf einer schlechten Ausgangslage beruht.
Im letzten Kapitel wird versucht, durch die Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse ein Fazit zu ziehen, welches die in der Fragestellung aufgeworfene Frage gebührend beantwortet.
1
2. DIE VOLKSREPUBLIK CHINA
2.1 KURZER ÜBERBLICK ÜBER DIE GESCHICHTE CHINAS
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und den jahrelangen, blutigen Bürgerkriegen zwischen der damals vorherrschenden Nationalchinesischen Volkspartei und der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) errang die KPCh die Macht über China (vgl. Klein 2008). Nach dem Sieg über die Nationalisten und der errungenen Kontrolle über das Festland rief Mao Zedong (1893-1976), Führer der KPCh, am 1. Oktober 1949 in Peking auf dem Platz des Himmlischen Friedens (Tiananmen) die Volksrepublik (VR) China aus (vgl. Delvaux de Fenffe 2008). Die Regierung der Nationalchinesischen Volkspartei und deren Truppen mussten Ende 1949 auf die Insel Taiwan - auch „Republik China“ genannt - fliehen. Bis heute führt diese staatliche Teilung Chinas zu diplomatischen und militärischen Spannungen (vgl. Heilmann 2004: 16). Gemäss Mao Zedong sollte das neue China eine „Demokratische Diktatur des Volkes“ werden, welche durch die Kommunistische Partei (KP) geführt wird. Die KP stand vor der Aufgabe, die Wirtschaft und Verwaltung des kriegsgebeutelten Landes wieder aufzubauen und versuchte die industrielle und landwirtschaftliche Produktion schnell zu verbessern. Hohes Wirtschafts- und Industriewachstum erfolgten u.a. durch radikale Bodenreformen und der „Hundert- Blumen- Bewegung 2 “ (vgl. Heilmann 2004: 16/17). 1958 rief Mao Zedong aufgrund des schwachen Wirtschaftswachstums ein neues Wirtschaftsprogramm ins Leben: Der sogenannte „Grosse Sprung nach vorne“. China sollte aus seiner ländlichen Zurückgebliebenheit zu einer wirtschaftlichen Grossmacht mutieren. Das Experiment endete in einem Desaster. Von 1959-1962 erlitt China eine folgenschwere Hungersnot mit 30 bis 40 Mio. Hungertoten. Nach diesem Fehlschlag plante Mao eine Säuberung von Partei und Gesellschaft. Von 1966 bis 1976 erfolgte die "Grosse proletarische Kulturrevolution“. Armee und Millionen politisch gelenkter jugendlicher „Rotgardisten“ tätigten Denunziationen von vermeintlichen Regierungsgegnern. Schulschliessungen, Gewalt- und Mordexzesse und Zerstörung von historischen Städten waren die Folge und stürzten das Land elf Jahre lang in ein beispielloses Chaos. Erst Maos Tod 1976 beendete die Kulturrevolution und die wirtschaftliche und politische Stagnation endgültig (vgl. Delvaux de Fenffe 2008). Deng Xiaoping übernahm 1978 die Führung der KPCh und führte eine neue Reform-und Öffnungspolitik ein. Diese war durch marktwirtschaftliche Reformen zur Modernisierung und Liberalisierung der Wirtschaft, verbesserte Lebensumstände sowie einer
2 Die Bürger wurden 1956 zur Kritik an den sozialen Missständen aufgerufen. Das Volk forderte Reformen für Presse-, Rede-, und politischer Freiheit. Als die Bewegung auszuufern drohte, reagierte die KP mit willkürlichen Verhaftungen,
Deportierungen und Hinrichtungen von über 100‘000 Intellektuellen und Systemkritikern (Vgl. Delvaux de Fenffe 2008).
2
Arbeit zitieren:
Carole Gobat, 2009, Pressefreiheit und Zensur in China, München, GRIN Verlag GmbH
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